Cover-Bild James
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blessing
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 10.09.2025
  • ISBN: 9783896677730
Percival Everett

James

Roman. Der SPIEGEL-Bestseller jetzt im Taschenbuch – ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 2025
Nikolaus Stingl (Übersetzer)

Huckleberry Finn neu erzählt

Jim spielt den Dummen. Es wäre zu gefährlich, wenn die Weißen wüssten, wie intelligent und gebildet er ist. Als man ihn nach New Orleans verkaufen will, flieht er mit Huck gen Norden in die Freiheit. Auf dem Mississippi jagt ein Abenteuer das nächste: Stürme, Überschwemmungen, Begegnungen mit Betrügern und Blackface-Sängern. Immer wieder muss Jim mit seiner schwarzen Identität jonglieren, um sich und seinen jugendlichen Freund zu retten. Percival Everetts »James« ist einer der maßgeblichen Romane unserer Zeit, eine unerhörte Provokation, die an die Grundfesten des amerikanischen Mythos rührt. Ein auf den Kopf gestellter Klassiker, der uns aufrüttelt und fragt: Wie lesen wir heute?

  • Der SPIEGEL-Bestseller jetzt im Blessing Taschenbuch
  • Ausgezeichnet mit dem National Book Award for Fiction 2024
  • »Huckleberry Finn« wird zum Roman der Freiheit – in »James« erfindet Percival Everett den Klassiker der amerikanischen Literatur neu: fesselnd, komisch, subversiv
  • »Es ist ein Sprachfeuerwerk und ein überaus kluges Buch. So geht Weltliteratur.« (Denis Scheck, WDR)
  • »Eine grandios gebaute, satirische, anrührende, höchst unterhaltsame Abenteuergeschichte… Absolut zeitgenössisch, radikal, inspirierend.« (Ulrich Rüdenauer, SWR lesenswert)

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2025

Ausgezeichnet

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Die Geschichte wird aus der Perspektive des Sklaven Jim erzählt. Wir kennen bereits Jim aus Mark Twains berühmten Roman über Huckleberry Finn. Und ja, Huck spielt hier auch eine Rolle. Er und Jim begeben ...

Die Geschichte wird aus der Perspektive des Sklaven Jim erzählt. Wir kennen bereits Jim aus Mark Twains berühmten Roman über Huckleberry Finn. Und ja, Huck spielt hier auch eine Rolle. Er und Jim begeben sich auf eine Reise entlang des Mississippi bis ihre Wege sich irgendwann mal trennen.
In diesem Roman erhält Jim eine Stimme, eine Möglichkeit, seine Geschichte zu erzählen. Das Hauptthema ist Kampf um die Freiheit und wozu ein Mensch fähig ist, dies zu erlangen. Es gibt zahlreiche Werke über dieses Thema, aber „James“ ist ein eigenartiges Buch mit einer interessanten Darstellungsweise und einer ausgeprägten Sprache.
Manchmal wirkt die Story komisch und konstruiert, besonders das Ende. Dennoch bleibt der rote Faden die ganze Zeit beibehalten und der Leser versteht sofort, welche Message der Autor liefern möchte.
Everett hat bereits einige Literaturpreise für diesen Roman bekommen, unter anderem den Pulitzer-Preis 2025. Also, „James“ ist ein ausgezeichnetes und lesenswertes Buch, das all die Aufmerksamkeit und Erfolg berechtigt verdient hat.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Herausragend

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Ich habe Huckleberry Finn tatsächlich nie gelesen, bin aber großer Fan des Autors. Das Buch hat mich sehr berührt und ich fand es spannend die Geschichte aus Sicht von James zu lesen. Ich kann schwer in ...

Ich habe Huckleberry Finn tatsächlich nie gelesen, bin aber großer Fan des Autors. Das Buch hat mich sehr berührt und ich fand es spannend die Geschichte aus Sicht von James zu lesen. Ich kann schwer in Worte fassen, was es in mir ausgelöst hat, aber kann es nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Großartig!

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„Wenn man die Hölle als Heimat kennt, ist die Rückkehr in die Hölle dann eine Heimkehr?“ (S. 293)

JAMES
Percival Everett

Als der Sklave Jim ohne seine Frau und Tochter nach New Orleans verkauft werden ...

„Wenn man die Hölle als Heimat kennt, ist die Rückkehr in die Hölle dann eine Heimkehr?“ (S. 293)

JAMES
Percival Everett

Als der Sklave Jim ohne seine Frau und Tochter nach New Orleans verkauft werden soll, fasst er einen verzweifelten Entschluss: Er flieht. Doch statt wie die meisten „Entflohenen" in den freien Norden zu fliehen, schlägt er eine unerwartete Richtung ein – in den Süden. Dort, so hofft er, wird man ihn nicht suchen.

Unterwegs trifft er auf Huckleberry Finn, genannt „Huck“, der seinem gewalttätigen und trunksüchtigen Vater entflohen ist. Gemeinsam brechen sie auf – Jim mit dem Ziel, Geld zu verdienen, um seine Familie freizukaufen. Doch schnell zeigt sich, wie aussichtslos dieses Vorhaben ist: Ein schwarzer Mann, der sich nur nachts fortbewegen kann, und ein weißer Junge fallen überall auf. Zudem kann ihm Huck nicht helfen, da ein Minderjähriger rechtlich keine Sklaven besitzen darf.

Auf ihrer gemeinsamen Flucht geraten die beiden in gefährliche Situationen, begegnen Betrügern und müssen zahlreiche Ungerechtigkeiten ertragen. Doch gerade diese Herausforderungen schweißen sie enger zusammen.

Ob es Jim gelingt, seine Familie zu retten, müsst ihr selbst lesen.

Percival Everett erzählt Mark Twains Klassiker Die Abenteuer des Huckleberry Finn noch einmal – diesmal aus der Sicht von Jim, dem Sklaven. In der Ich-Perspektive schildert er schonungslos und eindringlich die Grausamkeit der Sklaverei: wie Männer ausgepeitscht, Frauen vergewaltigt und Menschen wie Vieh behandelt werden.

Ein zentrales Element des Romans ist die Sprache: Everett rückt die authentische Sprechweise der Sklaven im 19. Jahrhundert in den Mittelpunkt. Diese unterscheidet sich stark vom damaligen Südstaaten-Englisch. Der Übersetzer Nikolaus Stingl erläutert im Anhang des Buches, wie er diese sprachlichen Besonderheiten ins Deutsche übertragen hat – meiner Meinung nach mit großem Erfolg.


Fazit:
Ein kraftvolles, wichtiges und berührendes Buch, das ich euch sehr ans Herz lege.
5/5

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Veröffentlicht am 08.05.2025

So beeindruckend!

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Der Klassiker "Huckleberry Finn" aus Kindertagen ist einer meiner Lieblingsbücher. Bereits der Anfang dieser Neuinterpretation war grandios, weil es sich ähnlich dem Original anfühlte und doch anders. ...

Der Klassiker "Huckleberry Finn" aus Kindertagen ist einer meiner Lieblingsbücher. Bereits der Anfang dieser Neuinterpretation war grandios, weil es sich ähnlich dem Original anfühlte und doch anders. Percival Everett bietet eine ganz neue Perspektive und ich konnte mich gut in diese Zeit und die Menschen hineinversetzten.Der afroamerikanische Jim muss mit seinen Fähigkeiten hinterm Berg halten, denn dumm ist besser als schlau, wenn man ein Sklave ist. Gemeinsam mit Huck erlebt er, getreu des Klassikers, einige Abenteuer. Flott erzählt, schonungslos, gefühlsmäßig mitziehend und einige, interessante Charaktere, die ihrer Wege kreuzen. Everett beeindruckt auf ganzer Linie mit seiner Erzählkunst und einem denkwürdigem Ende. Ich bin beeindruckt und ehrfürchtig, angesichts dieses Meisterwerks. Ganz groß!
Wahrscheinlich eines der besten Bücher, die ich gelesen habe. 10 Sterne!

Veröffentlicht am 05.01.2026

Keine leichte Kost

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Die Leseprobe für dieses Buch hatte mich neugierig gemacht, obwohl ich „Huckleberry Finn“ nie gelesen habe. Einer Zusammenfassung zufolge, nach der ich anschließend geschaut hatte, hat Everett viele Handlungsteile ...

Die Leseprobe für dieses Buch hatte mich neugierig gemacht, obwohl ich „Huckleberry Finn“ nie gelesen habe. Einer Zusammenfassung zufolge, nach der ich anschließend geschaut hatte, hat Everett viele Handlungsteile der Vorlage aufgenommen und andere hinzugefügt (was zu erwarten war, insbesondere um die Zeiträume mit Leben zu füllen, in denen Huck und „Jim“ getrennt sind). Er weicht aber offenbar stellenweise auch von der Originalgeschichte ab.

Insgesamt ist hier ein Text entstanden, der trotz des grundsätzlich schwierigen Themas anfangs von bissigem Humor und einem ironischen Ton geprägt ist. Dieser verliert sich im weiteren Verlauf immer weiter – was passend ist, da auch die Handlung zunehmend düsterer bzw. die Realität des Lebens als Sklave immer deutlicher erzählt wird.

Im Endergebnis ist das Buch stilistisch zwar locker und flüssig zu lesen, aber alles andere als leichte Kost, sondern eine zuweilen bitterböse Geschichte, aus der sich trotz des historischen Settings auch immer mal wieder ein Bogen in die Gegenwart spannen lässt.

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