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Karenina1

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Mentale Gesundheit

Narbenmädchen
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Der Roman erzählt die Geschichte von Lara, die wegen "verhaltensauffälligendem Verhalten" für 4 Wochen in einer Kurklinik ist. Hier lernen wir auch andere Jugendliche kennen. Schon seit Jahren wird von ...

Der Roman erzählt die Geschichte von Lara, die wegen "verhaltensauffälligendem Verhalten" für 4 Wochen in einer Kurklinik ist. Hier lernen wir auch andere Jugendliche kennen. Schon seit Jahren wird von einer globalen "youth mental health crisis" gesprochen und auch davon, dass die Wartezeiten für Therapieplätze lang sind und auch stationäre Plätze nicht ausreichend vorhanden.
Dabei wird die Hilf- und Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, die so viele Kinder und Jugendliche in ihrer Situation empfinden, gut und auch schmerzhaft dargestellt. Das vermeintliche Hilfsangebot scheint nicht wirklich zu helfen. Interessant fand ich auch den Aspekt der "experts by experience" - wie sich die Jugendliche gegenseitig oft mehr helfen, als die Therapeuten und Betreuer. Dies wird z.B. in den Niederlanden schon oft genutzt und es wäre toll, wenn dies auch in anderen Ländern umgesetzt werden könnte.

Stellenweise fand ich es etwas langatmig, aber insgesamt ein gutes Buch zu einem so wichtigen Thema.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Flucht

Es war nicht anders möglich
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Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine andere Geschichte erwartet. Lustig fand ich die Geschichte nicht. Aber den Titel "Es war nicht anders möglich" finde ich sehr passend. Die Ich-Erzählerin hat einiges ...

Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine andere Geschichte erwartet. Lustig fand ich die Geschichte nicht. Aber den Titel "Es war nicht anders möglich" finde ich sehr passend. Die Ich-Erzählerin hat einiges erlebt, das meiste wird nur angedeutet, aber sie hat eindeutig schlimme Dinge durchgemacht. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie sich in "die Welt stürzt", vielmehr, dass sie aus der Welt zu fliehen versucht - und wer könnte es ihr verdenken.
Wie soll man mit seinem Schmerz umgehen? Welche Strukturen und Systeme gibt es, selbst in einem Land wie Deutschland, die uns bei mentalen Problemen auffängt oder bereits bei der Prävention beginnen, damit man erst gar nicht psychische Probleme entwickelt.
Alkohol, Drogen und am Ende die geschlossene Psychiatrie. Und diese scheint zumindest eine gewisse Sicherheit zu bieten.
Aufrüttelnd, und definitiv dramatisch.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Unser Platz in der Gesellschaft

Das schönste aller Leben
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Das Buch besteht aus verschiedenen Geschichten, die in verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Auch wenn es durchaus auch um äußerliche, konventionelle Schönheit geht, geht ...

Das Buch besteht aus verschiedenen Geschichten, die in verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Auch wenn es durchaus auch um äußerliche, konventionelle Schönheit geht, geht es im Kern um etwas Tieferes. Äußere Schönheit (und andere Merkmale wie Sprache) als Eintrittskarte in die Gesellschaft. Als Vio aus Rumänien nach Deutschland kommt, spricht sie, als auch ihre Eltern und Großeltern zwar Deutsch, aber an vielen Dingen erkennt man ihre Herkunft. Schon als Kind möchte Vio dazugehören und es gelingt ihr auch. Als ein Unfall Narben im Gesicht ihrer Tochter hinterlässt, bringt dies viele Gefühle und Erinnerungen hervor.

Die Kapitel aus Sicht der Banater-Erde hätte es für mich nicht gebraucht. Und auch die Geschichte von Theresa habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Dass Frauen nicht nur wegen ihrer Schönheit Gewalt angetan wird, ist wohl klar.
Die Geschichte rund um Vio und ihre Familie hat mich jedoch angesprochen und berührt.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Wichtiges Thema

Von Geld, Gold und Guppys
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Den verantwortungsvollen Umgang mit Geld kann man nicht zu früh lernen und mit 8 Jahren haben sicher die meisten Kinder schon Kontakt zu Geld - ob in Form von Taschengeld, oder beim Einkaufen und auch ...

Den verantwortungsvollen Umgang mit Geld kann man nicht zu früh lernen und mit 8 Jahren haben sicher die meisten Kinder schon Kontakt zu Geld - ob in Form von Taschengeld, oder beim Einkaufen und auch ein Gefühl für den finanziellen Hintergrund der Eltern/Familie angeht. Und obwohl uns das Thema alle angeht, wird einem in der Schule wenig dazu beigebracht. Das Sachbuch erklärt alles rund ums Geld kindgerecht und mit schönen und auch mal witzigen Illustrationen. Dazu kommen kleine Quizze, über die man das eigene Wissen abchecken kann. Die Vergleiche zu Themen aus der Erlebniswelt von Kindern machen auch vermeintlich abstrakte Unterthemen verständlich. Und bei allem wird meiner Meinung auch das Interesse der Kinder geweckt, wie zum Beispiel am Sparen und dem, was einem Geld ermöglichen kann. Ich finde es ist auch ein gutes Buch um mit Kindern zu dem Thema ins Gespräch zu kommen (auch wenn Kinder es auch alleine lesen und verstehen können).

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Sehr zu empfehlen

Unser Haus mit Rutsche
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Layla erzählt die Geschichte ihrer Familie - ihres irakischen Vaters, der französischen Mutter, dem kleinen Bruder und ihrem Leben in Saarbrücken. In der zweiten Zeitebene, spricht Layla als Erwachsene ...

Layla erzählt die Geschichte ihrer Familie - ihres irakischen Vaters, der französischen Mutter, dem kleinen Bruder und ihrem Leben in Saarbrücken. In der zweiten Zeitebene, spricht Layla als Erwachsene in der Gegenwart. Und ich fand es fesselnd, berührend und traurig und konnte das Buch kaum ablegen. Mein einziger Kritikpunkt: ich hätte mir gewünscht, dass der Roman noch länger geht - vielleicht gibt es irgendwann einen 2. Teil?
Der Autorin gelingt es die Situation, das Aufwachsen, den Ausbruch des Krieges aus der Perspektive der heranwachsenden Layla anschaulich zu beschreiben und ich habe sehr mitgefühlt. Eine vielleicht eher ungewöhnliche Familie, mit verschiedenen Charakteren, die sich nicht immer grün sind, aber man spürt einen Zusammenhalt und die Liebe in der Kernfamilie. Auch wenn der Krieg weit weg im Irak stattfindet, sind die Auswirkungen auch in Saarbrücken deutlich zu spüren.

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