Platzhalter für Profilbild

Karenina1

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Karenina1 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Karenina1 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2021

Über das anders sein

Jeder Tag ist eine Schlacht, mein Herz
0

Zelda ist anders. Sie weiss das auch und ihre Mitmenschen lassen sie es das auch immer wieder auf grausame Weise spüren. Ihren Vater kennt sie nicht, ihre Mutter ist früh verstorben und so kümmert sich ...

Zelda ist anders. Sie weiss das auch und ihre Mitmenschen lassen sie es das auch immer wieder auf grausame Weise spüren. Ihren Vater kennt sie nicht, ihre Mutter ist früh verstorben und so kümmert sich ihr grosser Bruder um sie. Der wiederum ist in kriminelle Machenschaften verstrickt und diesmal ist es Zelda, die sich um ihn kümmert.

Ein wunderschönes Buch, dass das Anders-Sein feiert und mit viel Empathie darüber schreibt. Ein Buch über innere Stärke und Resilienz, Freundschaft und Liebe. Und eine Geschichte, die uns alle dazu einlädt einander mit mehr Verständnis zu begegnen und Andersartigkeit nicht als Falsch zu betrachten, vielmehr können wir alle voneinander lernen. Und wir wissen nie, was ein anderer Mensch durchgemacht hat und doch sind wir schnell dabei zu urteilen.

Eine schön geschriebene, einfühlsame Geschichte. Die vielen Teile über die Wikinger, von denen Zelda grosser Fan ist, waren mir manchmal etwas viel, aber das konnte man auch gut überfliegen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Inspirierend und herzzerreissend

Gefangen und frei
0

Eine Geschichte, die berührt. Jarvis Jay Masters wächst in schwierigen Umständen aus, wird schon früh mit Gewalt konfrontiert und endet schliesslich im Gefängnis. Dort wird ihm dann der Mord eines Wächters ...

Eine Geschichte, die berührt. Jarvis Jay Masters wächst in schwierigen Umständen aus, wird schon früh mit Gewalt konfrontiert und endet schliesslich im Gefängnis. Dort wird ihm dann der Mord eines Wächters angehängt und er wird unschuldig zum Tode verurteilt. Er ist ein junger, wütender Mann als er den Buddhismus entdeckt. Das Buch erzählt zum einen die Geschichte der überwältigenden Wandlung von Masters und gleichzeitig ist es eine Einführung in den Buddhismus und eine Art Anleitung, wie jeder von uns ihn in seinem Leben umsetzen kann und dadurch zu mehr innerem Frieden finden kann.
Leben ist mit Leiden verbunden - im Fall von Masters von unbeschreiblichen Ausmassen. Und bei allem Leid, geht es zum einen darum es zu fühlen anstatt wegzudrücken und darum wie wir mit diesem Leid umgehen. Masters Geschichte ist gleichzeitig bedrückend als auch über alle Massen inspirierend und ich werde das Buch sicher immer wieder in die Hand nehmen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2021

Ein Einsteiger Buch

Radikale Selbstfürsorge. Jetzt!
0

Ich habe mich bereits viel mit dem Thema Selbstfürsorge auseinander gesetzt, daher war für mich nichts Neues dabei. Vieles kannte ich aus der Positiven Psychologie bereits. Was an der Sachen radikal ist, ...

Ich habe mich bereits viel mit dem Thema Selbstfürsorge auseinander gesetzt, daher war für mich nichts Neues dabei. Vieles kannte ich aus der Positiven Psychologie bereits. Was an der Sachen radikal ist, hat sich mir nicht erschlossen. Die Zusammenhänge, die an manchen Stellen zum Weltgeschehen hergestellt werden (Allyship, Feminismus, etc) scheinen mir irgendwie erzwungen, als wollte man hiermit ein Alleinstellungsmerkmal für das Buch/Marketing kreiieren. Aber es zieht sich meiner Meinung nach nicht konsequent durch.
Einerseits betont die Autorin immer wieder, dass jeder seinen individuellen Weg finden soll/muss, andererseits schreibt sich meiner Meinung nach herablassend über bestimmte Dinge, ob Schaumbäder, Atmen, Yoga oder positive Affirmationen. Nur, um sie dann an anderer Stelle wieder selbst zum Thema zu machen.

Alles in allem leider nicht mein Fall. Ich denke, ich war nicht die Zielgruppe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2021

Gute Idee, leider nicht überzeugend umgesetzt

Du kannst kein Zufall sein
0

Josh wird von seiner Freundin verlassen und verliert somit auch seinen Job im Hotels seines "Schwiegervaters". Mit Ende 20 zieht er wieder bei seinen Eltern ein und seine Bewerbungsversuche bleiben zunächst ...

Josh wird von seiner Freundin verlassen und verliert somit auch seinen Job im Hotels seines "Schwiegervaters". Mit Ende 20 zieht er wieder bei seinen Eltern ein und seine Bewerbungsversuche bleiben zunächst erfolglos. In dieser Stimmung kommen die Gedanken, dass er nicht sonderlich gut darin ist Entscheidungen zu treffen und daher nimmt er sich vor, ein Jahr lang eine Münze entscheiden zu lassen.

Eine gute Grundidee. Und der Einstieg hat mir auch gut gefallen. Leider glaube ich dass der englische Humor unter der deutschen Übersetzung leider etwas gelitten hat und zum anderen wurde es ab der zweiten Häfte auch langweilig. Ich habe einige Absätze einfach übersprungen. Die Liebesgeschichte und das Ende ist dann doch sehr vorhersehbar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2021

Was mir wirklich wichtig ist

Sieben Quadratmeter Glück
0

Ein interessantes Experiment: wie lebt es sich im Campervan? Statt Miete oder Eigentum, auf 7m2 zurecht kommen.
Aus den geplanten 3 Monaten auf dem Campingplatz werden 1,5 Jahre und die Autorin lässt ...

Ein interessantes Experiment: wie lebt es sich im Campervan? Statt Miete oder Eigentum, auf 7m2 zurecht kommen.
Aus den geplanten 3 Monaten auf dem Campingplatz werden 1,5 Jahre und die Autorin lässt uns an ihren Erfahrungen im Tagebuch Stil teilhaben. Ergänzt wird das ganze durch ca ein Drittel Informationen zum Leben im Camper, sowie den Erfahrungsberichten von anderen, die sich für einen Camper oder ein Tiny House entschieden haben.

Eine tolle Buchidee und ein tolles Lebensexperiment. Und die Stimmung, sie schwankt. Allerdings habe ich bei den Eintragungen immer das Gefühl, dass das Negative überwiegt und daher erschliesst sich mir nicht, warum die Autorin das Experiment verlängert hat. Und oft wirkt es wie ein Experiment, um noch weniger Geld auszugeben. Denn wo sie schon so viel an Miete spart, könnte sie sich doch anderen Luxus gönnen. Auch warum sie den ganzen Sommer auf dem Platz verbringt, obwohl sie der Trubel so nervt, verstehe ich nicht.
Aber all das ist natürlich ihre persönliche Entscheidung. Nur finde ich, dass das Buch sehr viele Fragen offen lässt. Einerseits ist es persönlich geschrieben und gleichzeitig fehlt mir mehr Einblick.

Besonders gut gefallen haben mir die Erfahrungsberichte der zufriedenen Tiny House und Camper Inhaber am Schluss. Sie haben sich offensichtlich aus freien Stücken für dieses Leben entschieden (und nicht nur um darüber ein Buch zu schreiben) und sind glücklich. Auch ohne rosarote Brille, mit allem was dazu gehört. So ein Tiny House wäre für mich auch sehr attraktiv.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere