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Karenina1

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2020

Schockierend

Die Einwilligung
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Vanessa Springora ist 14, als der Schriftsteller Gabriel Matzneff eine "Beziehung" mit ihr anfängt. G.M. ist zu diesem Zeitpunkt 50. Er veröffentlicht Bücher und seine Tagebücher, die seinen Missbrauch ...

Vanessa Springora ist 14, als der Schriftsteller Gabriel Matzneff eine "Beziehung" mit ihr anfängt. G.M. ist zu diesem Zeitpunkt 50. Er veröffentlicht Bücher und seine Tagebücher, die seinen Missbrauch von Minderjährigen dokumentieren. Die Bücher werden veröffentlicht, verkauft und gelesen.
Vanessa beschönigt nichts. Sie ist verliebt. In den 70er wird die freie Liebe propagiert - und sogar darüber diskutiert, dass es kein Mindestalter für Sex braucht. Aber es ist ganz klar: es ist Missbrauch.

G.M. ist mittlerweile 84 und sein Prozess wird im September 2021 starten. Warum dies so lange dauert, weiss ich nicht. Ob er es überhaupt noch erleben wird...

Das Buch schockiert. Wie dies möglich war und auch kein Einzelfall war und ist.
Ein aufrüttelndes Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.11.2020

Ein Buch voller Weisheiten

Die Farbe von Glück
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Ich bin großer Fan von Selbstfindung und Weisheits-sprüchen und dieser Roman liest sich wie eine Aneinanderreihung von solchen Sprüchen. Mir gefällt dies mehrheitlich - bis auf das Ende des Buches. Allerdings ...

Ich bin großer Fan von Selbstfindung und Weisheits-sprüchen und dieser Roman liest sich wie eine Aneinanderreihung von solchen Sprüchen. Mir gefällt dies mehrheitlich - bis auf das Ende des Buches. Allerdings kommen einem die Charaktere, die eben jene Weisheiten aussprechen, doch manchmal sehr altklug vor. Es geht um drei Lebensgeschichten, die miteinander verstrickt sind. Darum, wie jede unserer Entscheidungen unser Leben beeinflusst, aber auch darum, dass Änderung immer möglich ist. Es geht viel um Selbsterkenntnisse und die Wichtigkeit, sich selber gegenüber ehrlich zu sein und darüber, dass wir immer dazu lernen (können). DasGanze in einer Art zeitlosem Setting. Es wird von Ost und West gesprochen, aber nicht von bestimmten Orten. Die Sprache ist poetisch und melancholisch. Der Teil, der mir nicht so gut gefällt handelt davon seine andere Hälfte zu finden und ich glaube, dass wir auch so schon ganz sind und uns keine Hälfte fehlt.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2020

Witzig und spannend

Den letzten Gang serviert der Tod
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Dies ist mein erster Jennerwein Krimi - und ich bin definitv Jörg Maurer Fan geworden! Die anderen Fälle werden zwar hier und da erwähnt, aber ich hatte keineswegs das Gefühl etwas verpasst zu haben oder ...

Dies ist mein erster Jennerwein Krimi - und ich bin definitv Jörg Maurer Fan geworden! Die anderen Fälle werden zwar hier und da erwähnt, aber ich hatte keineswegs das Gefühl etwas verpasst zu haben oder der Geschichte nicht folgen zu können. Durchweg witzig geschrieben und bis zum Schluss spannend. Die Auflösung kam für mich überraschend. Genau so wie es bei einem Krimi sein soll! Viele interessante Charaktere und "Nebenschauplätze", aber ohne dass es überladen wirkt. Dazu die witzigen Restaurantrezensionen. Ganz klare Empfehlung von mir!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.10.2020

Nachdenklich machend

Mathias
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Mathias ist eine schöne Sammlung von Kurzgeschichten aus verschiedenen Zeiten und mit unterschiedlichen Themen. Es sind sanfte, oft melancholische Töne, die mitschwingen. Oft geht es um Selbstreflektion. ...

Mathias ist eine schöne Sammlung von Kurzgeschichten aus verschiedenen Zeiten und mit unterschiedlichen Themen. Es sind sanfte, oft melancholische Töne, die mitschwingen. Oft geht es um Selbstreflektion. Eine Eigenschaft, die ich persönlich für sehr wichtig halte. Durch die Geschichten wird man auch als Leser dazu angeregt, das eigene Leben zu überdenken. An mancher Stelle, fehlt mir ein bißchen ein roter Faden für das Buch.

  • Cover
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Veröffentlicht am 10.10.2020

Ein Hoch auf Island!

Das Wörterbuch des Windes
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Island steht schon lange auf meiner Reiseliste und das Buch hat mich nur noch mehr darin bestärkt (nach Corona...) endlich dorthin zu reisen!
Es geht im Buch vor allem um Swea und ihr neues Leben nach ...

Island steht schon lange auf meiner Reiseliste und das Buch hat mich nur noch mehr darin bestärkt (nach Corona...) endlich dorthin zu reisen!
Es geht im Buch vor allem um Swea und ihr neues Leben nach der Trennung von ihrem Ehemann, dass sie nun eher zufällig auf Island beginnt. Immer wieder, wenn ich fand, dass der Roman ins Kitschige, Vorhersehbare abzudriften schien, gab es eine neue Wendung. Ich fand die Veränderung, die Swea durchmacht, wunderbar beschrieben: dass es eben nicht von einem auf den anderen Tag alles anders ist, dass wir immer wieder in alte Denk- und Verhaltensweisen zurückfallen und dass wir oft die Augen vor unserer eigenen Rolle und Verantwortung verschließen.
Die Geschichten von Einar und Jon - ihrem "Vermieter" und Mitbewohner - sind weniger ausführlich beschrieben und ich fand sie auch nicht wirklich notwendig.
Und alles vor dem wunderbar, naturgewaltigen Backdrop Islands.

Mir gefällt der Schreibstil und ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Lediglich einige Passagen fand ich zu langatmig.

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