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Karenina1

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2021

Mit Kindern über den Tod sprechen

Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen
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Samuel ist 10 und hat schon viel Zeit in Krankenhäusern verbracht. Dabei ist er mehrfach beinahe gestorben. Verständlich, dass er alles tut, um keine Risiken einzugehen und am sichersten scheint es ihm ...

Samuel ist 10 und hat schon viel Zeit in Krankenhäusern verbracht. Dabei ist er mehrfach beinahe gestorben. Verständlich, dass er alles tut, um keine Risiken einzugehen und am sichersten scheint es ihm zu Hause zu sein. Dann tritt die kleine Frida in sein Leben - der Tod in Training sozusagen. Frida hingegen sieht es als ihre Aufgabe, Samuel zum Sterben zu bringen.
Gegenseitig tun sie sich tatsächlich gut und es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft.

Im Buch geht es viel uim Angst. Und natürlich den Tod. Kein einfaches und kein angenehmes Thema. Und doch betrifft es uns alle und auch Kinder kommen (wie in diesem Beispiel) schon mit dem Thema in Kontakt. Mit Sicherheit ein Buch, dass man gemeinsam mit Kindern lesen sollte.

Es ist durchaus witzig geschrieben und neben der Angst, zeigt es auch, wie lebenswert das Leben ist und man sich manchmal auch trauen sollte. Gleichzeitig macht es aber auch traurig. Dass der kleine Samuel schon so viel miterleben musste und auch, dass er sich mit seinen Ängsten seinen Eltern nicht anvertraut und es so scheint, dass jeder in der Familie die Situation alleine bewältigt. Leider sehr realitätsnah...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2021

Sterben und Tod als Teil vom Leben

Was bleibt, wenn wir sterben
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Louise Brown ist Trauerredernin. In ihrem Buch schreibt sie zum einen von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit Sterben, Tod und Trauer nach dem Tod ihrer Eltern, aber auch von den Geschichten der Menschen ...

Louise Brown ist Trauerredernin. In ihrem Buch schreibt sie zum einen von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit Sterben, Tod und Trauer nach dem Tod ihrer Eltern, aber auch von den Geschichten der Menschen auf deren Beerdigungen sie gesprochen hat und deren Angehörigen.
In vielem habe ich mich wiedererkannt. Im Interview zum Schluss schreibt sie, dass sie hofft, dass sich der ein oder andere Leser in seiner Trauer weniger alleine fühlt. Und ich denke, das hat sie sicher geschafft.

Andererseits gab es ein paar Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben: Die Übergänge zwischen den Kapiteln fand ich oft holprig. Mir war nicht immer klar, worum es geht und warum z.B. einige Lebensgeschichten angerissen wurden. Auch schwierige Themen - wie zB in Corona Zeiten alleine sterben zu müssen, oder schwierige Verhältnisse zur verstorbenen Personen werden nur sehr kurz und oberflächlich angerissen. Dazwischen sind immer wieder lange, poetische Passagen z.B. über ihre Spaziergänge in der Natur.

Ich könnte mir vorstellen, dass das ganze fast wie eine Art persönliches Tagebuch anfing, zumindest liest es sich zum Teil so.
Auch ist mir nicht ganz klar, was das Buch mit dem Titel "Was bleibt, wenn wir sterben" zu tun hat.

Trotz alledem ziehe ich nur 1,5 Punkte ab, da es ein so wichtiges Thema ist über das wir mehr reden sollen.

  • Cover
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Veröffentlicht am 12.09.2021

Spannend bis zur letzten Seite

Die andere Tochter
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Antonia verliert bei einem Unfall ihr Augenlicht. Dank einer Transplantation kann sie jedoch wieder sehen und möchte sich bei der Familie des Spenders bedanken. Entgegen der Regeln, lernt sie die Familie ...

Antonia verliert bei einem Unfall ihr Augenlicht. Dank einer Transplantation kann sie jedoch wieder sehen und möchte sich bei der Familie des Spenders bedanken. Entgegen der Regeln, lernt sie die Familie der verstorbenen Frau kennen. Und plötzlich verändert sich alles.
Ein wahrhaft spannendes Buch mit lauter Überraschungen. Die Geschichte wird in zwei Zweitebenen erzählt, die langsam auf sich zugehen und immer neue Geheimnisse aufdecken. Daneben werden Themen wie der Kunstraub durch die Nazis, die Auswirkungen von Trauma und das Leben nach einer Transplantation angesprochen. Scheinbar unzusammenhängende Themen, die sich aber ganz natürlich in die Geschichte einfügen. Lediglich die allerletzte Überraschung im Buch fand ich eher unnötig. Aber ansonsten ein tolles Buch, dass ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

  • Cover
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Veröffentlicht am 10.09.2021

Über Abschiede und Neuanfänge

Sternflüstern
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Ein wunderschönes, poetisches Buch über das Leben. Irith trauert um ihren verstorbenen Freund Lunis. Dann begegnet ihr Sophie, die ihre gescheiterte Ehe betrauert. Gemeinsam erschaffen sie ein Mosaik. ...

Ein wunderschönes, poetisches Buch über das Leben. Irith trauert um ihren verstorbenen Freund Lunis. Dann begegnet ihr Sophie, die ihre gescheiterte Ehe betrauert. Gemeinsam erschaffen sie ein Mosaik. Und begegnen schließlich Alix, die gerade in Rente gegangen ist. Drei unterschiedliche Frauen, die doch eine Geschichte verbindet.
Die Geschichte macht deutlich, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist und dass Trauer und Freude parallel existieren können. Es lädt ein die Welt mit neuen Augen zu sehen und die Schönheit in der Natur um uns herum zu entdecken und wert zuschätzen. Und nicht zuletzt ein Buch über Freundschaft und die Kraft, die wir uns gegenseitig schenken können.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Von der Kunst des Fragens

Sokrates in Sneakern
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Ich bin durchweg begeistert von dem Buch! Hielt ich mich vor der Lektüre bereits für eine begnadete Fragenstellerin, weiß ich nach der Lektüre, dass ich das nicht bin! Elke Wiss schreibt spannend und interessant ...

Ich bin durchweg begeistert von dem Buch! Hielt ich mich vor der Lektüre bereits für eine begnadete Fragenstellerin, weiß ich nach der Lektüre, dass ich das nicht bin! Elke Wiss schreibt spannend und interessant darüber, wie man bessere Fragen stellt und macht uns darauf aufmerksam, was meist "falsch" läuft in unserer tagtäglichen Kommunikation. Das alles ohne belehrenden Zeigefinger, dafür mit vielen praktischen Beispielen und Anekdoten aus ihrer Praxis. Ich habe mich wirklich sehr oft wiedererkannt und hoffe, dass ich mit einem erweiterten Bewusstsein in Gespräche gehen kann.

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