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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2026

Inselsommerglück mit Herzklopfen und Freundinnen

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück
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Mit seinem farbenfrohen Design, den vielen Extras und der herzerwärmenden Atmosphäre ist dieser Band ein echter Magnet: Wer einmal ins Inselfeeling eingetaucht ist, will die ganze Reihe besitzen.
Vier ...

Mit seinem farbenfrohen Design, den vielen Extras und der herzerwärmenden Atmosphäre ist dieser Band ein echter Magnet: Wer einmal ins Inselfeeling eingetaucht ist, will die ganze Reihe besitzen.
Vier Bände, vier Freundinnen, vier Jahreszeiten: Jeder Band der Seaside Sisters ist einem Mädchen und ihrer Lieblingsjahreszeit gewidmet – so erlebt man den Frühling, Sommer, Herbst und Winter auf Insel Rosenholm aus verschiedenen Perspektiven.

Im ersten Band der Reihe gehts um Lene, ihre Zwillingsschwester Elsa und ihre Freundin Amba. Sie gehen auf der Insel in die selbe Klasse und sind beste Freundinnen. In diesem Band beginnen ihre Sommerferien, Lene ist verknallt, sucht nach einem Thema für den Schreibwettbewerb und findet eine neue Freundin.
Locker und warmherzig geschrieben, kann man mit Lene mitfühlen und der einfachen Handlung über Freundschaft, unbeschwerte Sommermomente und der ersten Liebe leicht folgen.

Macht einfach süchtig! Glücksgefühle, gute Laune, süße Robben und Meeresrauschen inklusive. Man legt das Buch kaum aus der Hand, weil man immer wieder in dieses Inselidyll zurückkehren möchte – selbst wenn nicht alles harmonisch abläuft. Die Freundinnen sind so lebendig und herzlich, dass man sich sofort wünscht, ein Teil von ihnen zu sein. Jede hat ihre eigenen Hobbys und Vorlieben, doch gerade diese Unterschiede schaffen eine tiefe Verbundenheit. Man spürt: Diese Mädchen können sich blind aufeinander verlassen.

Für Kinder ab 10 Jahren die Lust auf Sommer, Schmetterlinge im Bauch, Freundinnen, Meer und Strand haben.

Veröffentlicht am 16.05.2026

Ein Mann und seine Hunde

Penny, Prince und Ginny
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Brian Sewell erzählt in „Penny, Prince und Ginny“ von den Hunden, die sein Leben geprägt haben – von der Kindheit bis ins hohe Alter. Für ihn waren Hunde immer wichtig, egal ob Rassehund, Mischling, groß ...

Brian Sewell erzählt in „Penny, Prince und Ginny“ von den Hunden, die sein Leben geprägt haben – von der Kindheit bis ins hohe Alter. Für ihn waren Hunde immer wichtig, egal ob Rassehund, Mischling, groß oder klein. Manche wurden ausgesetzt, verletzt oder landeten im Tierheim, bevor er sie adoptiert hat, aber alle hatten ihren eigenen Charakter, strahlten Lebensfreude aus und waren voller Dankbarkeit und Treue.

Für mich als Hundeliebhaber war es richtig schön zu lesen, wie Sewell in kurzen Kapiteln jedem seiner Hunde mit Wärme, Humor und echter Verbundenheit begegnet. Die Geschichten dahinter sind oft berührend. Nach diesem Buch hat man mehr Verständnis dafür, wie bereichernd ein Leben mit Hunden sein kann, und wie schnell man selbst zum Hundefan wird.

Es ist einfach eine Wohltat und Freude, dieses Buch zu lesen: eine persönliche Liebeserklärung eines Mannes, der jeden seiner Hunde von Herzen geliebt hat.

Veröffentlicht am 16.05.2026

Skizzen des Daseins

Die Straße
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Mein erster Roman von Robert Seethaler – eine Geschichte, die sich um eine Straße und ihre Bewohner dreht. Da wohnt ein Geistlicher, eine Blumenhändlerin, eine Heimleiterin und noch ein paar andere. Jeder ...

Mein erster Roman von Robert Seethaler – eine Geschichte, die sich um eine Straße und ihre Bewohner dreht. Da wohnt ein Geistlicher, eine Blumenhändlerin, eine Heimleiterin und noch ein paar andere. Jeder geht seinen Alltag, begegnet sich auf der Heidestraße, aber eigentlich kennen sie sich kaum. Die Figuren bleiben namenlos, und ihre Erlebnisse, Erfahrungen und kleinen Momente ergeben zusammen ein Ganzes. Eine richtig interessante Idee.

Der Roman lebt vom ständigen Wechsel der Charaktere, ganz ohne überflüssige Worte. Seethaler schreibt entschlackt und direkt, fast so, als würde er das Menschsein mit ein paar präzisen Strichen einfangen. Dazu gibt’s kurze, fragmentierte Szenen, die sich nach und nach zu einem Bild zusammensetzen. Ich hatte aber das Gefühl, dass sich der Lesefluss nicht so recht einstellen wollte. Stattdessen fühlte ich mich oft wie ein trostloser Beobachter großer Resignation, ohne richtig Anschluss zu finden. Die Sprache war aber wirklich gut. Als Abbild des Lebens funktioniert der Roman ohne große Dramen oder Höhepunkte – aber er war trotzdem ein unterhaltsamer Zeitvertreib.

Veröffentlicht am 07.05.2026

Gedankentanz zum Philosophieren

Der kleine Derwisch und die sieben Fragen des Lebens
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„Der kleine Derwisch und die sieben Fragen des Lebens“ ist eine wunderschön gestaltete Bucheinladung zum Innehalten – und doch kein Buch für einen flüchtigen Moment. Trotz seines schmalen Umfangs entfaltet ...

„Der kleine Derwisch und die sieben Fragen des Lebens“ ist eine wunderschön gestaltete Bucheinladung zum Innehalten – und doch kein Buch für einen flüchtigen Moment. Trotz seines schmalen Umfangs entfaltet es eine Tiefe, die weit über einen kurzen Aufenthalt hinausgeht.

Es ist ein philosophischer Kreistanz in poetischer Sprache, den der kleine Derwisch in Bewegung setzt. Ein Tanz, in dem er sich spiegelt, sich zurechtfindet – ohne etwas zu wissen, ohne etwas festzuhalten. Der kleine Derwisch ist eine Figur, der Fundamentalismus fremd ist. Er steht für Offenheit, Vertrauen und erhebt nicht den Anspruch, klare Antworten zu geben. Stattdessen erkennt er das Potenzial im Nichtwissen.

Dabei geht es um sieben grundlegende Fragen, über das eigene Sein, den Sinn des Lebens, das eigene Glück, Umgang mit Schmerz, inneren Frieden, Liebe und die eigenen Endlichkeit.

Ich wurde ruhiger, ließ die Gedanken schweifen – und am Ende blieben manche Fragen bewusst offen. Es ist ein Buch, das ich noch oft in die Hand nehmen werde. Ein Buch, das sich im Laufe der Jahre, mit wachsender Erkenntnis, immer wieder anders lesen lässt.

Es hat mich im positiven Sinne überrascht, denn es geht um das Fühlen – nicht nur um das Denken.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Herausragendes Gesamtpaket

Der Sommer, der uns blieb
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Britta, Pia und Martin waren bis zu Pias Verschwinden unzertrennlich. „Der Sommer, der uns blieb“ erzählt davon, was geschehen ist und wie ein Wiedersehen nach Jahrzehnten aussieht.
In diesem Roman verschmelzen ...

Britta, Pia und Martin waren bis zu Pias Verschwinden unzertrennlich. „Der Sommer, der uns blieb“ erzählt davon, was geschehen ist und wie ein Wiedersehen nach Jahrzehnten aussieht.
In diesem Roman verschmelzen die hochwerte Buchgestaltung, ästhetischen Accessoires und der Inhalt harmonisch miteinander. Es ist eins der Bücher, die man besitzen möchte, obwohl sie gelesen sind. Eins über das man sich ganz besonders freut, wenn man es geschenkt bekommt. Greta Herrlicher erzählt nicht nur vom Sommer, sonder sorgt dafür, dass man ihn spürt, hört und sieht, und ganz eintaucht in die Geschichte um drei Freunde und ein gut gehütetes Geheimnis.

Der Schreibstil ist einfühlsam und leicht, während es auch um Probleme des Lebens geht, die nicht einfach wegzuwischen sind. Drei Perspektiven und Blicke in die Vergangenheit ergeben ein Bild der Ereignisse, die nicht spurlos an einem vorbeigehen. Die Nuancen sind sorgfältig ausgearbeitet, finden immer eine Balance aus Tiefe und Mühelosigkeit. Das schafft sanft eine subtile Entwicklung. Das macht „Der Sommer, der uns blieb“ zu einem sehr guten Buch mit einer besonderen Geschichte, die im Kopf bleibt und mir außergewöhnlich gut gefallen hat.