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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Herausragendes Gesamtpaket

Der Sommer, der uns blieb
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Britta, Pia und Martin waren bis zu Pias Verschwinden unzertrennlich. „Der Sommer, der uns blieb“ erzählt davon, was geschehen ist und wie ein Wiedersehen nach Jahrzehnten aussieht.
In diesem Roman verschmelzen ...

Britta, Pia und Martin waren bis zu Pias Verschwinden unzertrennlich. „Der Sommer, der uns blieb“ erzählt davon, was geschehen ist und wie ein Wiedersehen nach Jahrzehnten aussieht.
In diesem Roman verschmelzen die hochwerte Buchgestaltung, ästhetischen Accessoires und der Inhalt harmonisch miteinander. Es ist eins der Bücher, die man besitzen möchte, obwohl sie gelesen sind. Eins über das man sich ganz besonders freut, wenn man es geschenkt bekommt. Greta Herrlicher erzählt nicht nur vom Sommer, sonder sorgt dafür, dass man ihn spürt, hört und sieht, und ganz eintaucht in die Geschichte um drei Freunde und ein gut gehütetes Geheimnis.

Der Schreibstil ist einfühlsam und leicht, während es auch um Probleme des Lebens geht, die nicht einfach wegzuwischen sind. Drei Perspektiven und Blicke in die Vergangenheit ergeben ein Bild der Ereignisse, die nicht spurlos an einem vorbeigehen. Die Nuancen sind sorgfältig ausgearbeitet, finden immer eine Balance aus Tiefe und Mühelosigkeit. Das schafft sanft eine subtile Entwicklung. Das macht „Der Sommer, der uns blieb“ zu einem sehr guten Buch mit einer besonderen Geschichte, die im Kopf bleibt und mir außergewöhnlich gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Zauberhafte Fantasy

Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss
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„Faye Fableheart - Das magische Schloss“ wird als Auftakt einer Reihe alle verzaubern, die tapfere Heldinnen, Fantasy und Wohlfühlstimmung lieben.
In einem Turnier soll ein Nachfolger für das magische ...

„Faye Fableheart - Das magische Schloss“ wird als Auftakt einer Reihe alle verzaubern, die tapfere Heldinnen, Fantasy und Wohlfühlstimmung lieben.
In einem Turnier soll ein Nachfolger für das magische Schloss gefunden werden, in dem Faye lebt. Nur Jungs sind erlaubt. Unerhört, denn eigentlich wäre Faye die besten Wahl, aber von ihren magischen Kräften darf niemand erfahren, weil nur Jungen zaubern dürfen.

Es ist so magisch, spannend, atmosphärisch, witzig und abwechslungsreich, dass das Lesen sehr großen Spaß gemacht hat. Wir wurden völlig eingezogen und haben die magische Welt nur widerwillig wieder verlassen. So sollte es am besten sein, wenn man eine Fantasy-Reihe startet. Dass man das Buch zuschlägt und den zweiten Band gar nicht erwarten kann. Alles war faszinierend und sehr erfinderisch und fantasievoll. Wir mochten natürlich die mutige Faye am liebsten, weil sie nicht aufgibt, aber auch Puck. Die Illustrationen erinnern an japanische Anime und sehen zu dem Farbschnitt einfach toll aus. Für alle Kinder ab 9 Jahren, die es fantasievoll mögen.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Keine standardmäßige Geistergeschichte

Die Geister von La Spezia
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Das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Es geht um die ungewöhnlichen Ermittlungen zweier Frauen, die sie durch eine Art Zeitreisen in das Haus der Geister führen in La Spezia. Mithilfe einer ...

Das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Es geht um die ungewöhnlichen Ermittlungen zweier Frauen, die sie durch eine Art Zeitreisen in das Haus der Geister führen in La Spezia. Mithilfe einer Ermittlerin will die Ehefrau den vermeintlichen Unfall ihres Ehemannes aufklären. Die Umsetzung ist übernatürlich und originell: eine Fantasy und Science Fiction Idee, die auf einem real historischen Hintergrund aufbaut. Zudem hat es mein Interesse für Mary Shelley geweckt, da der Autor mit Hingabe in seine Figuren eingetaucht ist, von denen es nur so wimmelt. Bei dem Schreibstil musste ich mich schon sehr konzentrieren. Es wird viel in den Zeiten gesprungen. Es gibt langatmige Strecken und es packt einen nicht durchgehend, aber für mich hat es trotzdem funktioniert, wenn es auch etwas gedauert hat. Wenn man generell gern Science Fiction mag, hilft dieses Verständnis vielleicht. Zwar vielschichtig und komplex, aber keine standardmäßige Geistergeschichte.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Konnte mich nicht erreichen

Schlaf
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„Schlaf“ erzählt die Geschichte von Margaret und ihrer belasteten Beziehung zu ihrer narzisstischen Mutter Elisabeth. Besonders Margarets Kindheit nimmt im ersten Teil eine zentrale Rolle ein und wird ...

„Schlaf“ erzählt die Geschichte von Margaret und ihrer belasteten Beziehung zu ihrer narzisstischen Mutter Elisabeth. Besonders Margarets Kindheit nimmt im ersten Teil eine zentrale Rolle ein und wird erzählerisch intensiv dargestellt. Später, als Margaret erwachsen ist und selbst zwei Töchter hat, wird deutlich, wie sehr sie ihre Erfahrungen nie wirklich verarbeitet hat. Ab diesem Punkt verlor ich jedoch zunehmend das Interesse. Zwar gefielen mir der humorvolle Ansatz und manche Beschreibungen, doch die Erzählweise erschwerte mir den Zugang zur Geschichte.

Ich hätte mir eine Sprache gewünscht, die nicht nur sachlich berichtet, sondern auch emotional berührt und verschiedene Perspektiven vielschichtig öffnet. Für mich blieb „Schlaf“ erzählerisch zu oberflächlich und verfehlte es, die komplexe Tiefe von familiärem Missbrauch und traumatischen Erfahrungen wirklich greifbar zu machen. Die Geschichte wirkte dadurch wenig ausgewogen und hinterließ bei mir ein Gefühl der Unzufriedenheit.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Hörbuch

Alexander
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Wir haben das Hörbuch gehört, das von dem Autor Ferdinand von Schirach selbst gelesen wurde. Seine Betonung ist präzise, genau wie die Schreibweise, was gut harmoniert hat. Man konnte gut zuhören, und ...

Wir haben das Hörbuch gehört, das von dem Autor Ferdinand von Schirach selbst gelesen wurde. Seine Betonung ist präzise, genau wie die Schreibweise, was gut harmoniert hat. Man konnte gut zuhören, und der Hinweis am Ende ließ uns Schmunzeln. Natürlich fehlten die Illustrationen aus dem Buch, aber als Hörbuch beweist das Kinderbuch nochmal ganz eigene Stärken und ich würde es empfehlen.

Es geht um den Jungen Alexander. Es ist ca. 800 v. Chr. bis 500 n. Chr. in der Zeit der Antike und Alexanders Heimatstadt Kaliste droht erneut Krieg. Um das zu verhindern, muss Alexander herausfinden, wie man eine friedvolle Gesellschaft bildet und dies durch Gesetze in Kaliste erreichen kann. Die lehrhafte Erzählweise passt in die Zeit und vermittelt eine moralische oder belehrende Botschaft, weshalb ich sie als Parabel einordnen würde. Sehr komplizierte Zusammenhänge werden vereinfacht dargestellt, was unterschiedlich gut gelingt, aber zu einem Kinderbuch passt. Es gibt warmherzige Szenen, wie mit dem Pferd, aber in der Summe hat es einen kühlen und abstrakten Charakter. Alles berücksichtigend fanden wir das Buch aber gut und die Lehren sind unmissverständlich klar. Ich bin aber froh, dass wir es gemeinsam gehört haben und darüber sprechen konnten. Die dadurch sichtbaren Ungerechtigkeiten und Verletzungen der Menschenwürde in unserer Realität waren nicht leicht zu erklären.