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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2019

Guter Humor

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus
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In Susanne Hasenstabs Buch "Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus" geht es um Katja, die sich in ihrer gepflegten Langeweile mehr oder weniger gut eingerichtet hat. Auf der Flucht vor der "Langen Nacht ...

In Susanne Hasenstabs Buch "Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus" geht es um Katja, die sich in ihrer gepflegten Langeweile mehr oder weniger gut eingerichtet hat. Auf der Flucht vor der "Langen Nacht der Musterhäuser", zu der sie ihr Freund Jonas überreden will, geht sie zu Heinrichs "Soiree", bei dem sie außer merkwürdigen, selbsternannten Künstlern auch den Krimiautor Robert Klotzky kennenlernt. Dieser Abend wird ihr weiteres Leben entsprechend beeinflussen...
Mir gefällt der Humor der Autorin, ich habe mich sehr amüsiert über "Vorsicht Spoiler!": die Mittagspausenpartnerschaft mit Herrn Böhmann, die Hundeschranke, die lange Medikamentenliste für die Online-Apotheke und die Insassen des Frauengefängnisses, die in der AOK-Kantine arbeiten. Da hatte ich direkt Bilder vor Augen und musste schmunzeln. Aber meine absolute Lieblingsstelle (auch hier "Vorsicht Spoiler!") ist: ... "der Gedankenberg, der sich in meinem Hirn auftürmt, übersteigt anscheinend die Tragkraft meines Nackens." Dieser Humor ist sehr unterhaltsam und entschädigt für den doch sehr abrupten Schluss.

Veröffentlicht am 09.07.2018

Wohlfühlen auf Rügen

Drei Schwestern am Meer
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Rina genießt das schöne Gefühl, endlich wieder zuhause auf Rügen zu sein. Sie freut sich auf ein paar freie Tage mit ihrem Freund Daniel und auf ihre Oma. Doch durch den abgelehnten Heiratsantrag verfliegt ...

Rina genießt das schöne Gefühl, endlich wieder zuhause auf Rügen zu sein. Sie freut sich auf ein paar freie Tage mit ihrem Freund Daniel und auf ihre Oma. Doch durch den abgelehnten Heiratsantrag verfliegt die Urlaubsstimmung und später bricht auch noch ihre Oma zusammen. Da sie selbst Ärztin ist, kann sie Omas Leben retten, aber natürlich ist es trotzdem ein großer Schock. Ihre beiden Schwestern kommen schnellstmöglich nach Rügen und stehen ihr bei. Während der Recherche, warum Oma zusammengebrochen ist, lernen sie den neuen Hausarzt kennen und erfahren einige unschöne Dinge. Die drei Schwestern halten zusammen und machen das Beste aus der Situation. Es ändert sich nicht nur die Zukunft, auch einige Dinge aus der Vergangenheit kommen ans Licht und verändern einiges....
Mehr will ich nicht verraten, sonst ist die Spannung weg.
Anne Barns gelingt es mit "Drei Schwestern am Meer", mich abzuholen und Lust auf Rügen zu machen. Eine schöne Sommerlektüre, die nicht nur am Meer gut zu lesen ist und Spaß macht.
Hinten im Buch gibt es als "Leckerli" auch noch ein paar Rezepte aus dem Buch.

Veröffentlicht am 03.07.2018

Aufschlag Silver

Die Liebe trägt Weiß
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Charlotte (Charlie) Silver ist Tennisprofi. Bis zu ihrer schweren Verletzung, ausgerechnet in Wimbledon, läuft ihre Tenniskarriere gut, aber unauffällig. Um nach ihrer Verletzung wieder fit zu werden und ...

Charlotte (Charlie) Silver ist Tennisprofi. Bis zu ihrer schweren Verletzung, ausgerechnet in Wimbledon, läuft ihre Tenniskarriere gut, aber unauffällig. Um nach ihrer Verletzung wieder fit zu werden und an die Spitze zu kommen, feuert sie ihre langjährige Trainerin und engagiert den "Bad boy" als Trainer, der bisher nur Herren trainiert hat. Dafür muss sie in Kauf nehmen, dass er sie eher rund macht als lobt und ihr Image von der lieben, netten Charlie ändert in die "Warrior Princess", die nicht mehr nur fair spielt...
Die sich andeutende Liebesgeschichte ist ziemlich vorraussehbar, aber das Buch lässt sich locker-entspannt lesen und gibt Einblicke in den Tennis-Zirkus, die man üblicherweise so nicht hat. Von daher eine nette Lektüre zum Entspannen zwischendurch.

Veröffentlicht am 29.06.2018

Auf nach Mure

Die kleine Sommerküche am Meer
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Jenny Colgan entführt uns in "Die kleine Sommerküche am Meer" auf die fiktive Insel Mure, die zu Schottland gehört. Aber zuerst spielt sie in London, dort arbeitet Flora als Anwaltsgehilfin. Ein ungewöhnlicher ...

Jenny Colgan entführt uns in "Die kleine Sommerküche am Meer" auf die fiktive Insel Mure, die zu Schottland gehört. Aber zuerst spielt sie in London, dort arbeitet Flora als Anwaltsgehilfin. Ein ungewöhnlicher Auftrag eines reichen Mandanten verschlägt Flora, im Prinzip gegen ihren Willen, zurück auf die Insel. Sie soll die Einheimischen ins Boot holen und für die Wünsche des Mandanten öffnen. Die Ankunft auf dem Hof ihres Vaters, das erste Zusammentreffen mit ihren Brüdern und der vernachlässigte Haushalt, das alles wühlt Flora sehr auf. Da sie bisher nichts anderes zu tun hat, macht sie Ordnung und findet dabei das Rezeptbuch ihrer verstorbenen Mutter. Beim Nachkochen entdeckt sie ihr Talent für das Kochen und Backen. Das weiß auch ihr Mandant für sich zu nutzen, sie eröffnet in einem leer stehenden Haus die kleine Sommerküche am Meer, die ein voller Erfolg wird. Und durch die verschiedenen Begegnungen entdeckt sie, dass es auf der Insel eigentlich wunderschön ist und sie dorthin gehört. Dazu verdreht ihr nicht nur ihr Chef Joel den Kopf, auch Charlie trägt dazu bei, Flora zu verwirren... aber wie es ausgeht, erfährt man tatsächlich erst am Schluss.

Bei Jenny Colgans Schreibstil war ich sofort im Buch angekommen und konnte mir die Insel und die Menschen sehr gut vorstellen. Nachdem ich schon die Cornwall-Bücher gelesen hatte, lag die Befürchtung nahe, dass es sehr ähnlich werden könnte, aber zum Glück beschränken sich die Ähnlichkeiten auf das Backen und die Rezepte im Buch.

Es ist eines dieser Bücher, bei denen man am Schluss ein bisschen traurig ist, wenn man es ausgelesen hat! Und ich freue mich immer über Rezepte im Buch und werde mindestens die Bannocks ausprobieren...

Veröffentlicht am 19.06.2018

Renée und Matthias

Heute leben wir
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Das Buch spielt im 2. Weltkrieg in den Ardennen. Renée ist Jüdin, weiß aber nicht, was das bedeutet. Sie weiß nicht viel von ihrer Vergangenheit, weder wie alt sie ist noch was mit ihrer Familie passiert ...

Das Buch spielt im 2. Weltkrieg in den Ardennen. Renée ist Jüdin, weiß aber nicht, was das bedeutet. Sie weiß nicht viel von ihrer Vergangenheit, weder wie alt sie ist noch was mit ihrer Familie passiert ist. Sie ist ein besonderes Kind mit einem starken Lebenswillen. Immer wieder wird sie versteckt. Der Pfarrer will sie retten und gibt sie vermeintlichen GI`s mit. Leider sind das jedoch getarnte Deutsche. Eigentlich müsste jetzt Renées letzte Stunde schlagen, aber kurz vor dem Schuss dreht sie sich um - sie hat entschieden, nicht zu sterben. Matthias nimmt sie mit und versteckt sich mit ihr. Zwischen den beiden besteht eine merkwürdige Verbingung, die keiner richtig deuten kann. Sie verstecken sich bei einer belgischen Bauernfamilie, dort kommt es dann zum Show-down.....

Das Buch hat mich auf der einen Seite sehr berührt, wenn man sich vorstellt, dass es so ähnlich für viele Menschen gewesen sein muss. Aber durch den eher emotionslosen Schreibstil bewahrt man eine Distanz zum Buch, man kommt nicht richtig rein. Ich glaube, dieses Buch wird als Film besser ankommen.