Großes Gefühlsspektrum
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche LückeEigentlich will Joachim Zivildienst machen, hat sich trotzdem bei der Schauspielschule beworben und wird zu seiner großen Verwunderung angenommen. Deshalb zieht er nach München und wohnt bei seinen exzentrischen ...
Eigentlich will Joachim Zivildienst machen, hat sich trotzdem bei der Schauspielschule beworben und wird zu seiner großen Verwunderung angenommen. Deshalb zieht er nach München und wohnt bei seinen exzentrischen Großeltern. Ein Auf und Ab an Gefühlen beginnt, von schreiend komisch zu tieftraurig ist alles dabei.
Die Hintergrundfarbe des Covers von "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" ist in auffälligem Rot gehalten. In der Mitte sieht man eine lächelnde Frau, die sich an einem Seil über Wasser hält. Dieses Über-Wasser-Halten trifft auch auf den Protagonisten Joachim zu, weshalb es gut zum Roman passt.
Joachim Meyerhoff ist Schauspieler und der Roman zeigt uns den langen, schwierigen Weg bis dahin. Voller Ironie und viel Gefühl, weshalb ich gut in die Geschichte kam. Alles ist so bildhaft beschrieben, dass ich die einzelnen Szenen direkt vor Augen hatte. Sehr berührend auch die Sterbeszenen, es ist Meyerhoff gelungen, mich mitzunehmen und in seine Gefühlswelt eintauchen zu lassen. Jetzt bin ich auf den Kinofilm gespannt, inwiefern sich die Vorstellungen, die ich beim Lesen hatten, auf den Film übertragen lassen.