Cover: Das Cover ist mal wieder ein Hingucker. Es fängt die Atmosphäre der Geschichte wunderbar ein, ohne zu viel über den Inhalt zu verraten. Genau die richtige Mischung aus Stimmung und Neugierde.
Prämisse ...
Cover: Das Cover ist mal wieder ein Hingucker. Es fängt die Atmosphäre der Geschichte wunderbar ein, ohne zu viel über den Inhalt zu verraten. Genau die richtige Mischung aus Stimmung und Neugierde.
Prämisse und Tropes: Die Geschichte greift beliebte Tropes auf – Fake Dating, Enemies to Lovers und Forced Proximity. Anabelle Stehl verbindet diese bekannten Motive so geschickt, dass sie frisch wirken und genau die richtige Mischung aus Spannung, Knistern und Humor erzeugen.
Kapitel: Jedes Kapitel beginnt mit einem passenden Spruch oder Zitat aus der Gaming-Welt und orientiert sich am Blickwinkel des jeweiligen POV. Gaming-Zitate für Dylan und passende Lyric-Zitate von Taylor Swift für Nataly. Die einzelnen POVs wechseln sich ab, was dem Leser einen sehr ausgewogenen, dynamischen Einblick gibt. Ein schönes Detail: die wiederkehrenden Emotes der beiden über den Kapitelzahlen. Die Struktur ist klar, gut ausbalanciert, leicht verständlich und flüssig zu lesen.
Schreibstil: Anabelle Stehl legt im zweiten Band noch einmal eine Schippe drauf. Der Schreibstil ist angenehm, authentisch und lebhaft. Die Highlights im Buch sind die Dialoge zwischen Nataly und Dylan, voller spitzer Bemerkungen, Charme und wunderbar bissigem Humor, bei denen man laut auflachen und sehr viel schmunzeln muss. Da geht einem das Herz auf. In diesem Buch entfaltet sich der Enemies to Lovers Zauber komplett, was sehr unterhaltsam ist und das Leseerlebnis aufwertet.
Charaktere: Nataly und Dylan sind zwei starke Persönlichkeiten, beide mit klaren Zielen und eigenem Kopf. Nataly steckt in einer Beziehung, die nach und nach bröckelt: Ihr Freund Jack – selbst E-Sportler – hält sie auf Distanz, ignoriert Nachrichten und lässt sie in der Öffentlichkeit hängen, als wäre sie unsichtbar. Dieses toxische Verhalten nagt an ihr und zeigt deutlich, dass Vertrauen und Respekt nicht mehr vorhanden sind. Dylan hingegen ist impulsiv, leidenschaftlich und scheut keine Konfrontation. Ihr erstes Aufeinandertreffen im Livestream endet in verbalem Chaos, doch gerade diese Reibung bringt die beiden später näher. Zwischen Entschuldigungen, Missverständnissen und ihrem Fake-Dating-Deal wächst Schritt für Schritt eine echte Verbindung.
Themen: Das Buch spricht neben den romantischen Elementen auch ernstere Aspekte an: toxische und manipulative Beziehungen, Leistungsdruck im E-Sport, Medikamentenmissbrauch, Alkohol, unfreiwillige Einnahme von Rauschmitteln, Misogynie – und natürlich die Schattenseiten der Gaming- und Onlinewelt. Diese Themen werden sensibel, aber klar eingebunden.
Was mir gut gefallen hat:
• Die elektrisierende Dynamik zwischen Nataly und Dylan
• Die humorvollen, scharfzüngigen Dialoge
• Die atmosphärischen Kapitelzitate aus der Gaming-Welt und Taylor Swift Lyrics-Zitate
• Das fein ausgearbeitete Enemies-to-Lovers-Knistern
• Der Blick hinter die Kulissen der E-Sport-Szene
• Die ausgewogene Mischung aus ernsten Themen und romantischer Leichtigkeit
Mit Mara Schnellbachs Own-Voice-Roman Allow A Sunflower to Bloom über das Leben von Pflegekindern hat sie etwas Besonderes geschaffen: ein sensibles und herzvolles Zusammenspiel aus Kunst, Mental Health ...
Mit Mara Schnellbachs Own-Voice-Roman Allow A Sunflower to Bloom über das Leben von Pflegekindern hat sie etwas Besonderes geschaffen: ein sensibles und herzvolles Zusammenspiel aus Kunst, Mental Health und Erwachsenwerden, das tief ins Herz trifft und sich wie eine warme Umarmung ums Herz legt. Die Handlung spielt im Sommer, was sich auch im tiefblauen Cover mit Sonnenblumen widerspiegelt. Zu den zentralen Tropes zählen Found Family, Slow Burn, Forced Proximity und eine Prise Fake Dating.
Die Verbindung von bildender Kunst und Poesie zeigt sich in jedem Kapitel, das der Erzählung der Geschichte eine besondere ästhetische Dimension verleiht: Jedes Kapitel trägt den Titel eines bekannten Gemäldes, dessen Schöpfer im einleitenden Absatz genannt wird. Die perfekt stimmenden gewählten Werke spiegeln sich auf subtile Weise in den Gefühlen und Gedanken von Emmee und Casimir wider. So bleiben die kunsthistorischen Bezüge nicht nur dekorativ, sondern lassen sich zu jedem Kapitel ein zentrales Gefühl zuordnen, das in den Vordergrund gerückt und erzählerisch ausgearbeitet wird. Auf diese Weise ermöglicht es den Leser*innen die inneren Bewegungen der Figuren nicht nur zu verstehen, sondern auch tief mitzufühlen. Genau diese Intensität macht das Buch so besonders.
Am Ende des Buches findet sich ein Anhang aller Kapitelüberschriften, jeweils ergänzt mit dem Titel des Kunstwerks, den Namen des Künstlers, dem Entstehungsjahr sowie dem aktuellen Standort oder Standorte des Originals. Diese Übersicht bietet eine wertvolle Ergänzung und vertieft den kunsthistorischen Kontext der Erzählung.
Da es sich um sensible Themen handelt, gibt es auf der letzten Seite des Buches eine Info zu Triggerwarnungen. Aufgelistet werden traumatische Erfahrungen von Pflegekindern und das System des Jugendamts, Panikattacken, körperliche und psychische Gewalt, toxisches Verhalten in Beziehungen (Ehe und Erziehung), Tod und Trauer, chronische Erkrankung und Schizophrenie und psychotische Episoden. Die Triggerwarnungen in diesem Buch greifen Themen auf, die in der Literatur noch immer selten behandelt werden, obwohl sie im echten Leben eine wichtige Rolle spielen. Mara gelingt es, das Thema Pflegekinder und die oft komplexen Strukturen des Jugendamts in eine authentische, feinfühlige Erzählung zu verpacken.
Im Mittelpunkt steht Emmee, die seit ihrer Kindheit mit ihrer Schwester Madita in einer Pflegefamilie lebt. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt wird mit großer Tiefe und viel Empathie dargestellt. Die Gespräche zwischen den beiden sind so lebendig geschrieben, dass ich diese Szenen sehr gerne gelesen und die beiden so sehr ins Herz geschlossen habe. Auch ihr Alltag in der WG ist von inneren Konflikten geprägt. Denn Emmee hat einen großen Wunsch: Sie möchte ihre leibliche Mutter finden. Doch das beschäftigt sie mehr als sie zeigen will. Alles, was sie von ihr kennt, ist eine abstrakte Verbindung zur Kunst - eine Kunstgefühlsliebe. Von ihrem leiblichen Vater bleibt ihr nur die Erinnerung einer gezeichneten Sonnenblume auf ihrem Handgelenk, doch er meldet sich plötzlich unerwartet. Besonders berührend ist die liebevolle Beziehung zu ihren Pflegeeltern, geprägt von voller Wärme, Verständnis und stiller tiefen Liebe. Manche Szenen haben mich tief bewegt und zu Tränen gerührt, da Emmee und Madita beide gezweifelt haben, dass sie nicht von ihren Pflegeeltern geliebt werden und den Wunsch nach Antworten haben, warum sie von ihren leiblichen Eltern abgestoßen wurden. Dieses Buch vermittelt auf leise, aber auch kraftvolle Weise, dass Pflegekinder gesehen und verstanden werden sollten – und dass sie niemals das Gefühl haben dürfen, allein zu sein.
In ihrem WG-Alltag beginnt Emmee neue Freundschaften aufzubauen – unter anderem zu ihrer Mitbewohnerin Frieda, die sich schnell als aufmerksame Zuhörerin und verlässliche Freundin erweist. Ihre Verbindung wächst im Laufe der Handlung, getragen von Offenheit und gegenseitigem Vertrauen. Über ihren Mitbewohner Xavier lernt Emmee schließlich Casimir kennen - Xaviers Bruder, der auf den ersten Blick das genaue Gegenteil von ihm zu sein scheint. Mara beschreibt das erste Aufeinandertreffen von Emmee und Casimir mit Charme und einer gewissen Unbeschwertheit. Ihre Begegnungen wirken zunächst beiläufig, doch schnell wird spürbar, dass zwischen ihnen eine besondere Verbindung entsteht. Beide lieben Kunst. Beide reden nicht viel, aber ihre Zurückhaltung lässt Raum für echte Nähe. In ihren Gesprächen steckt eine stille Ehrlichkeit – sie sprechen nicht alles aus, und doch versteht man, was sie einander bedeuten. Ihre Worte sind klar, manchmal direkt, oft vorsichtig, aber immer aufrichtig. So entsteht ein Miteinander, das trotz aller Unsicherheiten Halt gibt. Doch auch die Schattenseiten des Lebens werden nicht ausgelassen. Bereits im zweiten Kapitel mit der Überschrift Das Eismeer, wird deutlich, dass Casimir und Xavier in einem familiären Umfeld aufgewachsen sind, das von körperlicher und psychischer Gewalt geprägt ist. Diese Kapitel im Buch sind schwer zu lesen – nicht wegen ihrer sprachlichen Schwere, sondern weil sie ein Gefühl der Beklemmung hinterlassen. Man liest mit angespannt, möchte eingreifen, widersprechen, schreien. Dass Mara dieses Thema aufgreift, ist mutig und notwendig, denn das spiegelt die Realität wider. Laut dem Bundesministerium wurden allein im Jahr 2023 in Deutschland 256.276 Menschen Opfer häuslicher Gewalt.
Casimir und Xavier stammen aus einer wohlhabenden Familie, in der Strenge und Distanz den Alltag bestimmen. Besonders der Vater verkörpert Kälte und Kontrolle - ein Mann, der kaum Gefühle zeigt und seine Autorität durch Druck und Gewalt durchsetzt. Sowohl Xavier als auch seine Mutter sind immer wieder Ziel seiner Ausbrüche, weshalb die Brüder das Elternhaus so früh wie möglich verlassen haben. In ihrer gemeinsamen WG finden sie zum ersten Mal ein Stück Freiheit, weg vom Druck und Kontrolle und spielt seinem Vater und Mutter das Leben vor, wie er es für die beiden vorgesehen hat: Casimir soll studieren, in einer teuren Wohnung in Wien leben und eine feste Freundin haben. Doch Casimir widersetzt sich diesen Erwartungen. Statt an der Universität zu sitzen, arbeitet er in der Kunstdimension Wien, einem Museum, das für ihn mehr als nur ein Arbeitsplatz ist – es ist sein Rückzugsort, sein Ausdruck von Freiheit. Die Kunst bedeutet ihm alles. Tragisch ist, dass das Museum vor einer ungewissen Zukunft steht: Es muss renoviert werden, und ohne ausreichende Fördergelder droht die Schließung im kommenden Sommer. Ironischerweise könnten ausgerechnet seine Eltern helfen, da deren Einfluss in der Wiener Kulturszene groß ist.
Um die Illusion seines vom Vater strikten Lebens aufrechtzuerhalten, entschließt sich Casimir im Verlauf der Handlung, Emmee als seine feste Freundin vorzustellen. In dieser Handlung erhält der klassische Trope Fake Dating eine besondere Tiefe, den Mara feinfühlig und glaubwürdig integriert und verleiht dem Trope zugleich einen ernsten Unterton. Hier zeigt Mara, dass der Trope neu kontextualisiert werden kann. Es ist ein Symbol für den Kampf um Selbstbestimmung. Das Fake Dating kann man aber auch als Schutzstrategie sehen, da Casimir damit versucht, den Druck und die Kontrolle seines Vaters abzuwehren und seine wahre Lebensrealität - das Arbeiten im Museum und das Wohnen in der WG - zu verbergen. So zeigt der Trope als literarisches Mittel, um die Befreiung von familiären Zwängen zu erzählen und die Suche nach einem selbstbestimmten Leben hervorzuheben. Im weiteren Verlauf der Handlung wird dargestellt, wie Casimir und Xavier den Mut entwickeln, sich von den Erwartungen ihrer Eltern zu lösen.
:SPOILER ENDE:
Mara gelingt es, diese komplexen Spannungsfelder über Pflegeeltern und physische Gewalt eindringlich mit Schärfe, Zerrissenheit und Feingefühl zu signalisieren und präsentieren. Allow a Sunflower to Bloom ist an alle gerichtet: „Für diejenigen, die Angst haben mit allem, was sie ausmacht zu lieben und gleichzeitig so viel fühlen, dass es irgendwann überschwappt.“, so Mara in ihrem Releasepost. So zeigt Mara, dass Literatur Räume schafft – nicht, um der Realität zu entfliehen, sondern um ihr zu begegnen, sie zu verstehen und zu fühlen. Zugleich bietet sie einen Zufluchtsort in den Gedanken und Gefühlen der Figuren – und genau darin liegt ihre wahre Kraft.
Um nicht groß zu spoilern finde ich es schwierig dieses Buch zu rezensieren, da ich am Anfang richtig gespannt auf das Buch war und jetzt, wo ich es zu Ende gelesen habe, wurde ich richtig enttäuscht. ...
Um nicht groß zu spoilern finde ich es schwierig dieses Buch zu rezensieren, da ich am Anfang richtig gespannt auf das Buch war und jetzt, wo ich es zu Ende gelesen habe, wurde ich richtig enttäuscht. Am Anfang war ich richtig begeistert, auch vom Schreibstil her und die Einführung in die Charaktere von Lea, ihrer Familie, den Dorfkindern und dem geheimnisvollen Jungen, namens Moritz, fand ich gut. Man kam total gut in die Geschichte rein, sodass man sich auf das Weitere gefreut hat. Habe mir da schon Gedanken gemacht, dass es vielleicht ein Viersternebuch sein könnte.aber dann ab der Hälfte, bzw. kurz vorher schon, hat das Buch richtig nachgelassen. Ab da war ich etwas enttäuscht, mit der Hoffnung, dass es vielleicht doch noch gut werden wird. Jedoch blieb das Niveau recht weit unten und hat dadurch kaum Spaß gemacht weiter zu lesen.
Die Handlung hat kaum Sinn gemacht. Wenn mich jemand fragen würde worum es im Buch geht und warum die Zeit so einen wichtigen Faktor im Buch hat, könnte ich dies schlecht zusammenfassen. Das Thema mit der Zeit wurde dennoch am Anfang gut beschrieben und in die Handlung gebracht, sodass es Sinn ergibt und man daraus irgendwie schon Fragen stellen und Schlüsse ziehen kann. Jedoch wurde dies immer weiter im Buch zu einem Chaos und man wusste nicht wirklich, was die einzelnen Handlungen sollten. Die Dramatik war daher sehr sehr bescheiden und der rote Faden war bis gar nicht vorhanden. Ich kann mir aber denken, da es ja um die Zeit geht, dass der Autor die Zeit mit dem Chaos und Verwirrende widerspiegeln wollte, um das den Lesern zu verdeutlichen, dass die Zeit an sich nicht rein ist, sondern komplex und daher auch chaotisch.
Die Gespräche zwischen den einzelnen Personen waren nicht gut gewählt. Von meiner Seite aus kam es mir so vor, dass diese gar nicht so wirklich die Handlung nach vorne gebracht haben. Außerdem fand ich die Gespräche bzw. die Textnachrichten zwischen Lea und ihrer besten Freundin total Fehl am Platz. Es war mehr zur Unterhaltung, anstatt zur Stütze der Charaktere. Das fand ich sehr traurig, weil eigentlich waren diese schon von der Basis her gut charakterisiert. Nur an der Umsetzung, wie die einzelnen Charaktere und Hauptcharaktere miteinander kommunizieren und verstrickt sind, hat es dann gehapert.
Fazit: Cover wirkt sehr einladend, täuscht aber leider mitten im Buch. Charaktere hatten eine gute Basis, wurde leider nicht gut umgesetzt. Daraufhin hat die Handlung keinen roten Faden gehabt mit nur einer Prise schlechten Dramatik. Trotz des Themas mit der Zeit hat mich doch noch bis zum Ende lesen gelassen. Durch die vielen Kritikpunkte und der Basis der Charaktere gebe ich dem Buch leider nur 2,5 Sterne.
Raven, Mutantin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, lebt versteckt mit ihrem Bruder Knox in Coldworth City, um sich vor der Forschungsorganisation AID zu schützen, die es nur auf sie abgesehen hat. Deshalb ...
Raven, Mutantin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, lebt versteckt mit ihrem Bruder Knox in Coldworth City, um sich vor der Forschungsorganisation AID zu schützen, die es nur auf sie abgesehen hat. Deshalb haben sie beide den Tod vorgetäuscht. Raven will unbedingt für seinen Bruder nur das Beste und ihm ein normales Leben geben. Daher arbeitet sie abends in einem Pub, um die Kosten der Wohnung und Kurse zu bezahlen und schlägt sich allein durch die Nacht. Doch eines Tages taucht der geheimnisvolle Wade auf und bietet ihr an, mit ihm in ein geschütztes Lager zu ziehen, wo sie professionellen Umgang mit ihren Fähigkeiten unterrichtet bekommt. Die Entscheidung fällt ihr nicht leicht, alles hinter sich zu lassen und ob sie wirklich ihre Fähigkeiten in den Griff bekommt und darauf vertrauen kann in guten Händen zu sein. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass nur sie nicht im Mittelpunkt steht, sondern auch die ganze Welt auf den Kopf gestellt werden kann durch eine Verschwörung. Raven muss sich deshalb ihren eigenen Fähigkeiten stellen, akzeptieren wie sie ist und darauf Vertrauen.
Meine Meinung
Ich liebe es wie Mona jedes Buch zu einem Besonderen macht, in der sie die Charaktere und Welten erzählerisch mega gut darstellt. Ich verfolge ihren Weg als Autorin schon sehr lange, seit Beginn an, als Schattentraum veröffentlicht wurde und bin seit dem ein mega Fan von ihr. Als ich dann gehört habe, dass sie an einem anderen Werk arbeitet, während ihrer Arbeitszeit mit der Begin-Reihe, war ich voll auf begeistert. Denn sie meinte, es wäre mal völlig etwas anderes, was sie bisher herausgebracht hat. Und damit hat sie nicht falsch gelegen. Für mich hat sie wieder ein Buch erschaffen, in das man sofort hineingezogen wird, in die Stadt Coldworth City, in der Ava sich mit ihrem Bruder vor der Forschungsorganisation AID schützt. Am Anfang des Buches wird klar und deutlich beschrieben, wie ihr Bruder ihr so wichtig ist, dass er, wie alle anderen, ein normales Leben führen kann. Dann im Laufe der Handlung, in der Ava und Knox im geschützten Ausbildungslager sind, wird der Kontakt zu ihm immer weniger. Zum einen da sie selber viel trainieren muss und Knox am Anfang wütend auf sie ist, weil Ava nachts ihre Kraft einsetzt und sie ihm gebeten hat, abends nicht mehr raus zu gehen. Und in der Hinsicht von Knox hat sie ihn angelogen. Ab da an bröckelt das Verhältnis zwischen den Beiden und irgendwann denkt Ava nicht mehr an ihren Bruder. Währenddessen war sie etwas zu viel beschäftigt mit ihren Fähigkeiten und Wade, der ihr beim Trainieren hilft und sich in der Zeit näher kommen. Im Gegenteil wird Wade das Hauptthema von Avas Gedanken, was ich meiner Meinung nach schade finde, dass ihr geliebter Bruder außer acht gelassen wird und plötzlich von der AID entführt wird. Erst kurz nach dem Geschehen bekommt Ava es durch ein Video mit, in dem er gefesselt auf einem Stuhl liegt, dass er fehlt. Ab da kommen ihr Wut und Zweifel in ihr auf, warum sie sich nicht mehr um ihn gekümmert hat. Gefühle kommen alle mit einem mal auf einen zu und es passiert alles auf einmal, zu mindest kam es mir beim Lesen so vor. Was ich nicht verstehen kann, ist, warum Ava nicht mal zu ihrem Bruder geht, bevor sie ins Bett geht oder ihn besucht und fragt wie es ihm geht. In dem Aspekt haben mir noch etwas mehr die Gedanken, Gefühle und der Hintergrund zur Vergangenheit gefehlt, sodass die Charaktere noch einen stärkeren Ausdruck verleiht bekommen. Dennoch konnte man die Handlung mitverfolgen und mit den Figuren mitfühlen und die ein oder andere Handlung nachvollziehen. Außerdem gefiel mir Monas Schreibstil mal wieder richtig gut. Es fiel mir am Anfang schwer in die Erzählperspektive der dritten Person rein zukommen. Aber da ich nicht zum ersten Mal diese Erzählsicht lese, kam ich gut wieder rein und ich hatte auch sehr viel Spaß beim Lesen. Es hat mich am Ende gewundert, dass ich so schnell voran kam, das vielleicht daher kam, dass die Handlungen zu kurz waren und alles viel zu schnell ging, trotz Spannungsbogen.
Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass mir die Hauptcharaktere sehr gefallen haben, nur halt nicht ganz ausgereift sind. Man hätte in diesem Buch noch etwas mehr heraus holen können, wobei ich mir denken kann, dass im zweiten Band noch mehr erzählt wird. Man ist in der Welt drin und gerade hat man sich daran gewöhnt, so neigt es sich dem Ende zu. Von meiner Seite aus würde ich gerne mehr von der Stadt Coldworth City und von Ava, Wade und Knox hören und mehr erfahren. Das Buch bekommt von mir 3,5 Sterne.
Wie ich zu erwarten hatte, nach sehnsüchtiger Wartezeit des letzten Bandes, ist "Feel Again" einer meiner Lieblingsromane geworden. Mona hat mit diesem letzten Teil der Again Reihe einen drauf gelegt und ...
Wie ich zu erwarten hatte, nach sehnsüchtiger Wartezeit des letzten Bandes, ist "Feel Again" einer meiner Lieblingsromane geworden. Mona hat mit diesem letzten Teil der Again Reihe einen drauf gelegt und somit einen sehr grandiosen Abschluss hinbekommen, der meinerseits noch sehr lange in meinem Gedächtnis bleiben wird. Da Mona einen sehr erzählerischen Schreibstil hat und in diesem Buch noch härter dran gearbeitet hat, hat es hier noch einmal verstärkt. Die Situationen beschreibt sie so lebhaft und bringt die Gedanken der Protagonisten verständlich rüber.
Um die Charaktere zu beschreiben, finde ich, dass Sawyer im ersten Buch etwas überheblich rüber kam, da man über sie noch nicht viel wusste und man sie eigentlich noch gar nicht kannte. Jedoch lernt man sie, wie zu erwarten, in Feel Again kennen und wird auf die Reise von Sawyer und Isaac mitgenommen. Die Reise, wie Sawyer Isaac dazu bringt ihn als Fotoprojekt zu bekommen und ihn dadurch besser kennenlernt. Während des Lesens merkt man, dass Sawyer mehr hinter sich verbirgt als gedacht. Je mehr man über sie kennt, desto mehr mag man sie und nimmt sie herzlich auf. Mal scheint sie sehr glücklich zu sein, an der Seite von Isaac und mal schwankt sie wieder mit ihrem Selbstzweifel und kämpft mit sich. Denn eigentlich will sie niemanden an ihrer Seite haben. Jedoch hat Isaac irgendetwas an sich, das Sawyer verrückt nach ihm macht. Isaac ist charmant, liebevoll, lustig und schüchtern.
Obwohl beide total unterschiedlich sind, ergänzen Sie sich perfekt. Wie Mona es auch hin bekommt, man wäre im Geschehen mittendrin, zeigt, wie gut die Protagonisten ausgebaut und mit ihren Macken und Vorlieben ausgeprägt worden sind. Man hat so viel Spaß die Handlung mitzuverfolgen und lernt von Seite zu Seite mehr von den beiden kennen.
Inhaltlich her kann ich nicht meckern, da Mona Sawyer und Isaac super umgesetzt, und heikle, lustige und schöne innige Situationen mit ihrem ausgeprägtem Schreibstil in Szene gesetzt hat. Von den Handlungen her der beiden, kann man demnach auch in verschiedenen Aspekten nachvollziehen und mitfühlen.
Was ich an diesem Buch besonders gut finde, ist, dass man hier eine sehr klare Struktur erkennt bzw. einen roten Faden hat, den man nicht so schnell mehr weglegen möchte. Man sieht definitv bei beiden Sawyer und Isaac, wie sie sich zu einem starken ausgereiften Charakter entwickeln und jede schwierige Situation gemeinsam meistern.
Zu dem Cover muss ich sagen, dass der lilane Umschlag mit dem Cover zu den beiden anderen passt und von der Gestaltung her super gewählt worden ist.
Feel Again ist dementsprechend sehr zu empfehlen und verdient 5 Sterne.