Cover-Bild Homesick
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: pola
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 27.04.2026
  • ISBN: 9783759600561
Silvia Saunders

Homesick

Roman. Ein eindringlicher Roman über die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und das Ankommen bei sich selbst
Mo Zuber (Übersetzer)

Mara hat nicht damit gerechnet, dass sie mit Mitte zwanzig so viel Geld erben würde, dass sie eine Wohnung in London kaufen kann. Noch weniger hat sie damit gerechnet, dass ihr Freund Tom nicht mit einziehen wird. Der möchte zurück in seine Heimat zu Freunden und Familie. Mara versucht, seinen Wunsch zu respektieren, doch sie kann sich nicht vorstellen, mitzugehen. Sie entschließen sich dazu, eine Fernbeziehung auszuprobieren, denn wie schwer kann das schon sein?
Und so startet Mara allein in diesen neuen Abschnitt, der sich irgendwie richtig und sehr erwachsen anfühlt - und gewöhnt sich vielleicht ein bisschen zu sehr an das Leben ohne Tom ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2026

Manchmal wächst man genau an den Entscheidungen, die am meisten wehtun und genau darin liegt die Wahrheit dieser Geschichte

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Mit Homesick erzählt Silvia Saunders eine Geschichte, die sich auf den ersten Blick leicht und fast schon unbeschwert liest, dabei aber eine emotionale Tiefe entwickelt, die sich erst nach und nach entfaltet. ...

Mit Homesick erzählt Silvia Saunders eine Geschichte, die sich auf den ersten Blick leicht und fast schon unbeschwert liest, dabei aber eine emotionale Tiefe entwickelt, die sich erst nach und nach entfaltet. Besonders der Schreibstil trägt viel dazu bei, dass man schnell in die Handlung eintaucht. Er ist zugänglich, flüssig und gleichzeitig sensibel genug, um auch die leiseren Zwischentöne spürbar zu machen. Genau dadurch entsteht eine Nähe zu Mara, die den gesamten Roman trägt.

Mara als Protagonistin wirkt von Beginn an authentisch und greifbar. Ihre Gedanken sind nachvollziehbar, ihre Unsicherheiten realistisch und ihre Reaktionen wirken nie überzogen. Gerade im Umgang mit ihrem Umfeld zeigen sich immer wieder kleine Momente, die deutlich machen, wie sehr sie darum kämpft, ernst genommen zu werden und ihren eigenen Platz zu finden. Diese alltäglichen Erfahrungen werden nicht überdramatisiert, sondern ruhig erzählt, was sie umso glaubwürdiger macht. Im Zentrum der Geschichte steht jedoch die Beziehung zu Tom, die von Anfang an von einer gewissen Schwere begleitet wird. Seine Depressionen sind dabei kein bloßes Randthema, sondern beeinflussen die Dynamik zwischen den beiden spürbar. Hinzu kommt die schwierige Beziehung zu seiner Mutter, die immer wieder Grenzen überschreitet und damit eine zusätzliche Belastung darstellt. Lange bleibt die Hoffnung bestehen, dass beide einen Weg finden könnten, doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher wird, dass Liebe allein nicht immer ausreicht, um zwei Menschen zusammenzuhalten.

Besonders im letzten Teil des Buches wird Maras Entwicklung sehr deutlich. Sie beginnt, sich selbst stärker wahrzunehmen, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und Grenzen zu setzen, die sie zuvor vielleicht übergangen hätte. Diese Entwicklung wirkt weder überstürzt noch konstruiert, sondern ergibt sich logisch aus allem, was zuvor passiert ist. Gerade die Erkenntnis, dass eine Beziehung auch ohne Streit oder Verrat enden kann, sondern schlicht daran, dass zwei Lebensrealitäten nicht mehr zusammenpassen, verleiht der Geschichte eine besondere Ehrlichkeit. Auch die Nebenhandlungen fügen sich stimmig ein und unterstützen Maras Weg. Veränderungen im beruflichen Umfeld wirken wie ein zusätzlicher Impuls, sich neu zu orientieren und sich wieder stärker an dem auszurichten, was ihr wirklich wichtig ist. Dadurch entsteht das Bild einer jungen Frau, die sich Schritt für Schritt von äußeren Erwartungen löst und beginnt, ihr eigenes Leben bewusst zu gestalten.

Am Ende bleibt vor allem das Gefühl, dass Homesick mehr ist als eine Liebesgeschichte. Es ist ein Roman über das Erwachsenwerden, über Selbstfindung und über die schwierige, aber notwendige Entscheidung, etwas loszulassen, obwohl noch Gefühle da sind. Genau diese leisen, realistischen Töne machen das Buch so besonders und sorgen dafür, dass es noch lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Wenn die Basis für eine gemeinsame Zukunft fehlt

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Mara ist Mitte 20 und seit mehreren Jahren in einer Beziehung mit Tom. Sie verdient ein bescheidenes Einkommen in einer Bibliothek, während er viel Stress als Referendar hat. Altersmäßig befinden sich ...

Mara ist Mitte 20 und seit mehreren Jahren in einer Beziehung mit Tom. Sie verdient ein bescheidenes Einkommen in einer Bibliothek, während er viel Stress als Referendar hat. Altersmäßig befinden sich die beiden in einer Zeit, in der langsam der Druck größer wird, die Unverbindlichkeit zu beenden und herauszufinden, ob es genug Tragfähiges für eine längerfristige gemeinsame Zukunft gibt.

Da bekommt Mara durch ein frühzeitiges Erbe die Möglichkeit, eine Wohnung in London zu kaufen. Schon von Anfang an zeigt sich Tom, der nie ein großer Fan dieser Stadt war und seine Heimatstadt Birmingham, mehrere Zugstunden entfernt, vermisst, nicht sehr begeistert davon. Schließlich macht zieht er aber dann doch halbherzig mit, bis zu seinem psychischen Zusammenbruch, seiner darauffolgenden Krankschreibung und der Rückkehr zu seiner Herkunftsfamilie nach Birmingham. Es stellt sich heraus, dass er an schweren Depressionen leidet. Die Liebe zwischen Mara und Tom ist aber groß und sie versuchen, nach der allerschlimmsten Phase mit regelmäßigen gegenseitigen Besuchen an einer Fernbeziehung festzuhalten... doch kann das irgendeine Zukunft haben?

Das Buch ist leichtgängig und humorvoll geschrieben, doch thematisch sehr tiefgründig. Es besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die sich leicht und schnell lesen, damit ist es deutlich schneller gelesen als die meisten anderen Bücher dieses Umfangs.

Was aus dem Klappentext nicht hervorgeht, ist, wie stark das Thema männliche Depression ein Schwerpunkt des Buches ist. Überhaupt finde ich den Klappentext nicht sehr gut getroffen und er weckt eher einen falschen Eindruck von diesem Buch: es geht auch nicht darum, ob Mara sich zu sehr an ein Leben ohne Tom gewöhnt. Auch der Sticker "Comedy Women in Print Award" führt bei der Einschätzung des Buches eher in die Irre, es ist zwar durchaus zynisch-sarkastisch geschrieben, aber das Hintergrundthema ist doch zu düster und ernst für wirkliche Comedy.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man gemeinsam mit Toms schwerer Depression und allem, was daraus resultiert, zurechtkommen kann, ob die Beziehung damit noch eine Zukunft haben kann und wie diese aussehen könnte. Denn eine dauerhafte Fernbeziehung, noch dazu unter der Belastung einer psychischen Erkrankung eines Partners, ist keine tragfähige Basis für eine, die sich Verbindlichkeit, Heiraten und Kinder wünscht.

Ich empfehle also, den Klappentext zu ignorieren und bei der Entscheidung für dieses Buch zu überlegen, ob man gerade die psychischen Kapazitäten hat, sich mit dem sehr ernsten Thema Depression in einer Beziehung auseinanderzusetzen. Wenn man das hat, dann ist es durchaus ein lohnenswertes Buch für alle, die gerade selbst in ihren 20ern sind, aber auch durchaus noch für ältere Leserinnen und Leser, die auf diese Lebensphase zurückblicken. Denn es thematisiert tiefgründig reale Entscheidungen und Herausforderungen, vor denen die meisten Menschen in diesem Alter stehen, wenn sich immer mehr die Frage stellt, welche Beziehung langfristig die eigenen Zukunftswünsche tragen kann.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Reicht Liebe für eine gemeinsame Zukunft aus?

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Die 25-jährige Mara arbeitet in einer Bibliothek und ist überrascht, als sie plötzlich viel Geld erbt. So findet sie nach langer Suche eine Wohnung in London. Allerdings möchte ich Freund Tom nicht mit ...

Die 25-jährige Mara arbeitet in einer Bibliothek und ist überrascht, als sie plötzlich viel Geld erbt. So findet sie nach langer Suche eine Wohnung in London. Allerdings möchte ich Freund Tom nicht mit einziehen, sondern lieber in seine Heimat zurück. Deshalb versuchen die beiden, ein Fernbeziehung zu führen...

Silvia Saunders schafft es, mit ihrem realistischen Schreibstil eine gleichzeitig bedrückende und hoffnungsvolle Stimmung zu erzeugen. Die Sehnsucht, Suche nach sich Selbst und einer Identität sowie Heimweh ziehen sich hier wie ein roter Faden durch das Buch. Auf diese Weise kann man die Protagonistin total nachvollziehen. Die recht kurzen Kapitel teilen Maras Leben thematisch ein und lassen sich fließend lesen.

Besonders die Charakterentwicklung der weiblichen Hauptfigur und ihr verändertes Verhalten gegenüber anderen Menschen wie ihrem Freund, Chef, Mitbewohnern und ihrer besten Freundin hat mir gefallen - im Verlauf lernt sie, mehr für sich einzustehen und weniger ,,People Pleaser" zu sein.

Etwas kritisch fand ich den Konsum von Alkohol der Figuren, aber das sollte wohl dem schweren Alltag beitragen. Dennoch echt ein Buch, was ich gebraucht habe und was mich emotional berührt hat!

Lobenswert ist, dass wichtige Themen wie Fernbeziehung, Erwachsensein, mentale Gesundheit, Selbstfindung, Feminismus, Finanzen,  Träume und Freiheit behandelt werden!

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Richtig toll!

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Als hätte man Maras Tagebuch aufgeschlagen und wäre in ihr Leben und ihre Gedanken eingetaucht - so fühlt sich „Homesick“ von Silvia Saunders (ins Deutsche übersetzt von Mo Zuber) an. Das Buch ist am ...


Als hätte man Maras Tagebuch aufgeschlagen und wäre in ihr Leben und ihre Gedanken eingetaucht - so fühlt sich „Homesick“ von Silvia Saunders (ins Deutsche übersetzt von Mo Zuber) an. Das Buch ist am 27.04.2026 im Verlag @pola erschienen und war für ein richtig toller Read!🧡

Darum geht es im Roman: Mara arbeitet in einer Bibliothek und bekommt unerwartet eine (für sie) hohe Summe von ihrer Mutter ausgezahlt. Ihr Plan: Eine Wohnung in London kaufen. Da ihr Budget aber nicht gerade die schönsten Wohnung in London hergibt, zieht sie nach langer Suche in eine Wohnung, die halt so gepasst hat. Sie lebt zum ersten Mal allein, ihr Freund Tom möchte nicht zu ihr ziehen. Wie wird Mara das Leben so bewältigen? Welche Herausforderungen werden ihr begegnen?

Das Buch lässt sich wirklich unfassbar gut weglesen! Durch den lockeren Stil und die Kapitellänge fühlt es sich so an, als würde man Maras Tagebuch lesen - das macht es unfassbar nahbar und persönlich. Im Roman werden dabei viele wichtige Themen wie Depressionen, Sexualität und Verlust aufgegriffen.

Mich hat es sehr beeindruckt, Maras Charakter auf so ehrliche Art zu entdecken - viele Probleme, die sie schilderte, kann man als junge Erwachsene selbst gut verstehen. Man begleitet die Protagonistin bei ihrer eigenen Entwicklung - und das total authentisch.

Ich kann es nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Ein emotionales Auf und Ab

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Ich bin durch Homesick von Silvia Saunders nur so durchgeflogen, vor allem wegen des angenehmen, fließenden Schreibstils, der es mir sehr leicht gemacht hat, komplett in die Geschichte einzutauchen.
Emotional ...

Ich bin durch Homesick von Silvia Saunders nur so durchgeflogen, vor allem wegen des angenehmen, fließenden Schreibstils, der es mir sehr leicht gemacht hat, komplett in die Geschichte einzutauchen.
Emotional hat mich das Buch von Anfang an abgeholt. Ich konnte mich gut in Mara hineinversetzen, ihren Herzschmerz und ihr Unbehagen wirklich mitfühlen. Gleichzeitig hat mich die Dynamik zwischen ihr und Tom immer wieder nachdenklich zurückgelassen. Manches war für mich schwer greifbar, aber genau das hat es auch so authentisch gemacht. Besonders stark fand ich, dass auch psychische Probleme und Emotionen bei Männern thematisiert werden, ein wichtiger und viel zu selten behandelter Aspekt.
Im Verlauf der Geschichte haben mich vor allem die verschiedenen Handlungsstränge überzeugt: Mara in der Bibliothek, Adele und Baz oder auch Lewis’ Hochzeit und die Geschehnisse drum herum haben das Buch sehr lebendig gemacht. Ein absolutes Highlight war für mich Maras Mutter: ihre einfühlsame Art und die besondere Beziehung zu Mara waren schön dargestellt.
Die Entwicklung der Beziehung zwischen Mara und Tom hat mich bis zum Ende beschäftigt. Die Autorin zeigt sehr ehrlich, wie schwer es sein kann, sich aus einer langen Beziehung zu lösen, und dass Liebe allein manchmal nicht reicht. Dieses ständige Hin und Her hat mich emotional mitgenommen.
Auch wenn mich das Ende nicht ganz zufrieden zurückgelassen hat und ich mir hier einen runderen Abschluss gewünscht hätte (oder vielleicht sogar einen zweiten Teil 👀), hat mir das Buch insgesamt wirklich gut gefallen.

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