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anna0212

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2026

Ein emotionales Auf und Ab

Homesick
1

Ich bin durch Homesick von Silvia Saunders nur so durchgeflogen, vor allem wegen des angenehmen, fließenden Schreibstils, der es mir sehr leicht gemacht hat, komplett in die Geschichte einzutauchen.
Emotional ...

Ich bin durch Homesick von Silvia Saunders nur so durchgeflogen, vor allem wegen des angenehmen, fließenden Schreibstils, der es mir sehr leicht gemacht hat, komplett in die Geschichte einzutauchen.
Emotional hat mich das Buch von Anfang an abgeholt. Ich konnte mich gut in Mara hineinversetzen, ihren Herzschmerz und ihr Unbehagen wirklich mitfühlen. Gleichzeitig hat mich die Dynamik zwischen ihr und Tom immer wieder nachdenklich zurückgelassen. Manches war für mich schwer greifbar, aber genau das hat es auch so authentisch gemacht. Besonders stark fand ich, dass auch psychische Probleme und Emotionen bei Männern thematisiert werden, ein wichtiger und viel zu selten behandelter Aspekt.
Im Verlauf der Geschichte haben mich vor allem die verschiedenen Handlungsstränge überzeugt: Mara in der Bibliothek, Adele und Baz oder auch Lewis’ Hochzeit und die Geschehnisse drum herum haben das Buch sehr lebendig gemacht. Ein absolutes Highlight war für mich Maras Mutter: ihre einfühlsame Art und die besondere Beziehung zu Mara waren schön dargestellt.
Die Entwicklung der Beziehung zwischen Mara und Tom hat mich bis zum Ende beschäftigt. Die Autorin zeigt sehr ehrlich, wie schwer es sein kann, sich aus einer langen Beziehung zu lösen, und dass Liebe allein manchmal nicht reicht. Dieses ständige Hin und Her hat mich emotional mitgenommen.
Auch wenn mich das Ende nicht ganz zufrieden zurückgelassen hat und ich mir hier einen runderen Abschluss gewünscht hätte (oder vielleicht sogar einen zweiten Teil 👀), hat mir das Buch insgesamt wirklich gut gefallen.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Das komplizierte Glück einer langen Beziehung

This isn't happiness
0

In This Isnt Happiness geht es um Amy, die seit zehn Jahren mit ihrem Partner Josh zusammen ist. Nach außen wirkt ihre Beziehung stabil und eingespielt, doch als Joshs Eltern ohne Vorwarnung einen Hochzeitstermin ...

In This Isnt Happiness geht es um Amy, die seit zehn Jahren mit ihrem Partner Josh zusammen ist. Nach außen wirkt ihre Beziehung stabil und eingespielt, doch als Joshs Eltern ohne Vorwarnung einen Hochzeitstermin festlegen, wird Amy mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie lange ignoriert hat: In ihrer Beziehung ist die Leidenschaft völlig verschwunden. Während sie verzweifelt versucht, das Feuer wieder zu entfachen, erkennt sie, wie sehr sie sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigt hat. Ihre Bemühungen führen sie zu überraschenden Erkenntnissen über Liebe, Selbstwert und darüber, was Glück wirklich bedeutet. Der Roman verbindet Humor mit emotionaler Ehrlichkeit und zeigt eindrucksvoll, wie komplex langjährige Beziehungen sein können. Besonders stark sind die weiblichen Charaktere, die Amy auf ihrem Weg unterstützen: mutig, pragmatisch, direkt und solidarisch. Sie helfen ihr, ihre Stimme wiederzufinden und Entscheidungen zu treffen, die nicht aus Angst oder Gewohnheit entstehen, sondern aus Stärke. Durch den flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil von Mary Newnham lässt sich das Buch außerdem sehr schnell lesen, und man findet sofort einen Zugang zur Geschichte und den Figuren. Ein unterhaltsamer und zugleich nachdenklich machender Roman über Selbstfindung, Beziehungskrisen und weibliche Stärke. Realistisch, klug und mit viel Herz erzählt. Ich persönlich hätte mir jedoch ein anderes Ende für Amy und Josh gewünscht.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Zwischen Männern, Martini`s und Marnie

Crushing
3

Ich habe Cruching mit der Erwartung gelesen, eine tiefere Geschichte über Selbstfindung zu erleben und vielleicht war genau das mein Problem.

Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die nach dem Ende ...

Ich habe Cruching mit der Erwartung gelesen, eine tiefere Geschichte über Selbstfindung zu erleben und vielleicht war genau das mein Problem.

Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die nach dem Ende einer Reihe von Beziehungen merkt, wie sehr sie ihre 20er damit verbracht hat, anderen zu gefallen und sich an sie anzupassen. Sie weiß kaum, wer sie selbst eigentlich ist.

Gerade weil das Thema so spannend ist, hatte ich gehofft, mehr darüber zu erfahren, wie sie mit Unterstützung ihrer Schwester und ihrer besten Freundin alte Muster hinter sich lässt. Diese Girlhood- und Sisterhood-Momente sind zwar vereinzelt da, bleiben aber eher im Hintergrund. Stattdessen liegt der Fokus lange darauf, wie sehr sie in alten Verhaltensmustern feststeckt, was das Lesen für mich teilweise eher anstrengend machte.

Gegen Ende versucht der Roman dann, einen Bogen zu schlagen: Die Protagonistin durchbricht tatsächlich einige ihrer Muster und zeigt, dass Veränderung möglich ist. Allerdings bleibt dieser Prozess stark verkürzt. Wir erfahren wenig darüber, wie schwer ihr dieser Schritt fällt, was ihr innerlich wirklich dabei hilft oder welche Rolle ihre engsten Beziehungen spielen.

Ein weiterer Kritikpunkt für mich ist der hohe Alkoholkonsum, der bis zum Schluss anhält und an keiner Stelle reflektiert wird.

Trotzdem ist Cruching humorvoll, leicht zu lesen und bietet durchaus unterhaltsame Momente. Ich frage mich jedoch, ob mir die Lektüre besser gefallen hätte, wenn ich ohne konkrete Erwartungen an sie herangegangen wäre.

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