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Veröffentlicht am 29.05.2026

Zwischen Reitstall, Rätseln und falschen Fährten

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 9: Der letzte Ausritt
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Diese Folge hat mich wieder komplett in ihren Bann gezogen. Die Mischung aus idyllischem Reiterhof-Setting und unterschwelliger Spannung funktioniert richtig gut und sorgt dafür, dass man ständig das Gefühl ...

Diese Folge hat mich wieder komplett in ihren Bann gezogen. Die Mischung aus idyllischem Reiterhof-Setting und unterschwelliger Spannung funktioniert richtig gut und sorgt dafür, dass man ständig das Gefühl hat, irgendetwas stimmt hier nicht ganz – ohne dass man sofort durchblickt, was genau.



Besonders gefallen hat mir der lebendige Schauplatz mit Pferden, Stallleben und den unterschiedlichen Charakteren. Tameo sorgt mit seiner frechen, aber charmanten Art immer wieder für kleine auflockernde Momente, während die Tiere selbst – allen voran Maestro – viel zur Atmosphäre beitragen. Dadurch wirkt die Geschichte trotz der Spannung nie schwer, sondern bleibt angenehm leicht und gut lesbar.



Gleichzeitig entwickelt sich der Krimianteil immer weiter und hält die Spannung konstant hoch. Es gibt viele Verdachtsmomente, neue Hinweise und überraschende Wendungen, die einen immer wieder in die Irre führen. Ich fand es besonders spannend, wie Kleinigkeiten plötzlich an Bedeutung gewinnen und man beim Lesen ständig seine Meinung über einzelne Figuren ändert.



Ein großer Pluspunkt ist, dass man als Leser wirklich miträtselt. Lange war ich mir überhaupt nicht sicher, wem man trauen kann, und genau das macht den Reiz aus. Manche Figuren wirken zunächst eindeutig, entpuppen sich dann aber als vielschichtiger, als man denkt. Besonders eine Entwicklung am Ende hat mich überrascht und komplett unerwartet getroffen, ohne zu viel vorwegzunehmen.



Auch die Dynamik zwischen den Figuren ist gut gelungen – Streit, alte Verbindungen und unausgesprochene Geheimnisse sorgen dafür, dass ständig Spannung in der Luft liegt. Gleichzeitig bleibt genug Raum für emotionale Momente und kleine persönliche Entwicklungen.



Insgesamt war es wieder eine sehr gelungene und spannende Folge, die mich gut unterhalten hat. Der Fall ist clever aufgebaut, die Auflösung überraschend und das italienische Setting einfach angenehm zu lesen. Ich freue mich schon auf die nächsten Entwicklungen und darauf, wie sich die Geschichte weiter entfaltet.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Zwischen Meerglas, Geheimnissen und verlorenen Schicksalen

Die Meerglas-Schwestern
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Manche Bücher entfalten ihre Wirkung ganz leise – und ziehen einen dann plötzlich vollkommen in ihre Welt hinein. Genau so ging es mir hier. Anfangs musste ich mich erst an die verschiedenen Zeitebenen ...

Manche Bücher entfalten ihre Wirkung ganz leise – und ziehen einen dann plötzlich vollkommen in ihre Welt hinein. Genau so ging es mir hier. Anfangs musste ich mich erst an die verschiedenen Zeitebenen gewöhnen, doch schon nach kurzer Zeit war ich völlig gefesselt von den Geheimnissen, den familiären Verbindungen und den emotionalen Schicksalen der Figuren.



Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre des Romans. Die raue Landschaft Schottlands, alte Legenden, geheimnisvolle Ringe und Familiengeheimnisse schaffen eine Stimmung, die gleichzeitig melancholisch, spannend und unglaublich bildhaft ist. Immer wieder hatte ich das Gefühl, direkt mit den Figuren unterwegs zu sein. Die Geschichte verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf eine Weise, die nach und nach immer mehr Zusammenhänge erkennen lässt.



Vor allem Iris’ Geschichte hat mich sehr berührt. Ihre Erlebnisse, die schwierigen Entscheidungen und die Menschen, denen sie begegnet, wirkten auf mich sehr authentisch und emotional. Gleichzeitig sorgen die Entwicklungen rund um Roz immer wieder für Spannung. Gerade die bedrohlichen Situationen und die vielen offenen Fragen haben dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.



Was mir außerdem besonders gefallen hat: Die Figuren wirken lebendig und vielschichtig. Niemand ist nur gut oder böse, viele tragen ihre eigenen Verletzungen und Geheimnisse mit sich herum. Dadurch entsteht eine große emotionale Tiefe.



Das Buch erinnert mich sehr an die großen historischen Familiensagas einer leider bereits verstorbenen Autorin, deren Bücher ich immer geliebt habe. Wer solche mehrgenerationenübergreifenden Geschichten voller Geheimnisse, Emotionen und atmosphärischer Schauplätze mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.



Für mich war es eine wunderbare Mischung aus Familiengeschichte, Drama, Spannung und Gefühl. Ich freue mich jetzt schon sehr auf Band 2 und darauf, noch mehr über die anderen Schwestern – besonders Clara – zu erfahren. Dieses Buch kann ich wirklich nur wärmstens ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Zwischen Größenwahn und Absturz – Wenn der Traum vom Rampenlicht zur dunklen Farce wird

She’s a Star!
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She is a Star von She is a Star ist ein Roman, der eine ganz eigene, unangenehme und gleichzeitig faszinierende Stimmung erzeugt. Von der ersten bis zur letzten Seite liegt eine bedrückende, fast fiebrige ...

She is a Star von She is a Star ist ein Roman, der eine ganz eigene, unangenehme und gleichzeitig faszinierende Stimmung erzeugt. Von der ersten bis zur letzten Seite liegt eine bedrückende, fast fiebrige Atmosphäre über der Geschichte. Alles wirkt überdreht, angespannt und zunehmend chaotisch, als würde man dabei zusehen, wie jemand immer tiefer in eine selbst erschaffene Scheinwelt hineingerät.

Im Mittelpunkt steht Jessamyn, eine Figur, die bei mir vor allem Frust ausgelöst hat. Sie ist von dem Wunsch, berühmt zu werden, so besessen, dass sie jede Verbindung zur Realität verliert. Sie verhält sich schon früh so, als wäre sie ein gefeierter Star, obwohl sie eigentlich ganz am Anfang steht und weder das Talent noch die nötige Selbstreflexion besitzt. Gerade diese Diskrepanz erzeugt eine sehr unangenehme Spannung. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, sie am liebsten schütteln zu wollen, weil sie sich jede Situation so zurechtbiegt, dass sie selbst immer das missverstandene Opfer bleibt.

Die Stimmung des Romans lebt stark von diesem Wechsel aus schwarzem Humor, Fremdscham und einer immer düsterer werdenden Beklemmung. Anfangs wirken viele Szenen fast absurd komisch, doch nach und nach kippt alles in etwas Verstörendes. Jessamyn steigert sich immer tiefer in ihren Wahn hinein, ignoriert Chancen, stößt Menschen von sich weg und zerstört durch ihre Besessenheit jede Möglichkeit, tatsächlich etwas aus ihrem Leben zu machen. Besonders intensiv ist dabei die Atmosphäre rund um das Theater – eigentlich ein Ort der Kunst und Verwirklichung, der hier immer mehr zu einer Bühne für Kontrollverlust und Eskalation wird.

Was das Buch stark macht, ist die konsequente Darstellung dieser inneren Zerrissenheit. Man spürt permanent diese fiebrige Rastlosigkeit, dieses Getriebensein. Gleichzeitig fehlt dem Roman für mich etwas, um wirklich zu begeistern. Jessamyn ist zwar eindrucksvoll geschrieben, aber ihre permanente Uneinsichtigkeit war auf Dauer eher anstrengend als fesselnd. Irgendwann wiederholen sich ihre Fehlentscheidungen, sodass der Roman emotional eher ermüdet als überrascht.

Am Ende bleibt für mich ein zwiespältiger Eindruck zurück. She is a Star ist atmosphärisch stark, bissig und stellenweise beklemmend intensiv. Meredith Hambrock schafft es, eine Figur zu erschaffen, die man kaum erträgt und gerade deshalb nicht vergessen kann. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt nur mittelmäßig überzeugt, weil die beklemmende Stimmung zwar trägt, die Geschichte selbst aber irgendwann auf der Stelle tritt.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Zwischen Nebel und Erinnerung – ein Roman wie ein leiser Blick aus dem Fenster

Tanzende Frau, blauer Hahn
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Der Roman Tanzende Frau, blauer Hahn entfaltet sich in einer sehr eigenen, melancholischen Stimmung, die sich durch alle Abschnitte zieht. Die Handlung ist weniger von klassischen Spannungsbögen geprägt, ...

Der Roman Tanzende Frau, blauer Hahn entfaltet sich in einer sehr eigenen, melancholischen Stimmung, die sich durch alle Abschnitte zieht. Die Handlung ist weniger von klassischen Spannungsbögen geprägt, sondern vielmehr von Beobachtungen, Erinnerungen und langsamen Übergängen zwischen Menschen, Orten und Gefühlen. Besonders auffällig ist die intensive Beschreibung der Landschaften und des Alltags, die oft fast wichtiger wirkt als das eigentliche Geschehen.



Im Mittelpunkt stehen Figuren wie Roxana und Camil, deren Geschichte immer wieder in Fragmenten auftaucht. Der Tod von Camil bleibt dabei wie ein stiller Nachhall präsent und wird mehrfach aufgegriffen, wodurch sich eine konstante Grundmelancholie durch das Buch zieht. Gleichzeitig werden verschiedene Formen von Beziehungen gezeigt – von familiärer Nähe über freundschaftliche Bindungen bis hin zu unerfüllten oder distanzierten Verbindungen. Alles wirkt miteinander verwoben, aber nie wirklich abgeschlossen oder klar aufgelöst.



Die Erzählweise ist sehr ruhig und zurückhaltend. Oft hat man das Gefühl, eher Beobachter als Mitfühlender zu sein. Die Szenen ziehen vorbei wie Momentaufnahmen, ohne dass sich ein starker Sog oder ein klarer Spannungsbogen entwickelt. Genau dadurch entsteht jedoch auch eine gewisse Distanz. Man liest die Geschichte, nimmt sie wahr, aber der „Funke“ springt nicht unbedingt über.



Insgesamt richtet sich der Roman eher an Leserinnen und Leser, die literarische, atmosphärische und ungewöhnliche Erzählweisen schätzen. Es ist kein typisches Mainstream-Buch, sondern ein sehr spezielles Werk, das mehr über Stimmungen als über Handlung funktioniert. Zwar lässt sich die Lektüre als ruhig und stellenweise interessant beschreiben, doch bleibt sie eher kühl und hinterlässt wenig nachhaltige emotionale Wirkung. Vieles wirkt wie ein vorüberziehender Eindruck – gelesen, wahrgenommen und wieder losgelassen, ohne dass sich ein tieferer Sinn oder eine stärkere Bindung zur Geschichte wirklich festsetzt.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Mord, Mistral und mediterrane Genüsse – Ein Provence-Krimi voller Charme und schwarzem Humor

Provenzalische Intrige
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Mit Provenzalische Intrige ist Sophie Bonnet erneut ein wunderbar atmosphärischer Krimi gelungen, der Spannung, Humor und südfranzösisches Lebensgefühl perfekt miteinander verbindet. Für mich war es bereits ...

Mit Provenzalische Intrige ist Sophie Bonnet erneut ein wunderbar atmosphärischer Krimi gelungen, der Spannung, Humor und südfranzösisches Lebensgefühl perfekt miteinander verbindet. Für mich war es bereits der dritte Band rund um Pierre Durand und insgesamt schon das vierte Buch der Reihe – und trotzdem fühlt sich jeder neue Fall wieder frisch und unterhaltsam an. Genau das macht diese Reihe für mich so besonders.

Dieses Mal dreht sich alles um eine Seifenfabrik, geheimnisvolle Verstrickungen und den Mord an Barenthin. Schon früh entsteht eine spannende Stimmung, die sich bis zum Ende konsequent hält. Die Ermittlungen sind clever aufgebaut und ich muss ehrlich sagen: Auf den Täter wäre ich wirklich nicht gekommen. Genau so sollte ein guter Krimi sein – mit überraschenden Wendungen, falschen Fährten und einem Finale, das einen begeistert zurücklässt.

Besonders mag ich an der Reihe aber nicht nur die Kriminalfälle selbst, sondern vor allem das ganze Drumherum. Pierre Durand ist ein unglaublich sympathischer Kommissar, dessen Privatleben immer wieder für humorvolle und manchmal herrlich peinliche Momente sorgt. Dieser leichte schwarze Humor, kombiniert mit charmantem Witz und kleinen Alltagsproblemen, macht die Figuren lebendig und authentisch. Man hat beim Lesen oft das Gefühl, mitten in der Provence zu sitzen und die Menschen persönlich zu kennen.

Natürlich spielt auch das südfranzösische Flair wieder eine große Rolle. Die Landschaftsbeschreibungen, die kleinen Küstenorte, die Märkte, das gute Essen und die mediterrane Lebensart sorgen für eine wunderschöne Atmosphäre. Beim Lesen bekommt man direkt Lust auf Urlaub in Südfrankreich. Besonders schön finde ich außerdem, dass Essen und Genuss so liebevoll eingebunden werden. Die vielen kulinarischen Details machen das Buch noch gemütlicher und lebendiger. Die Rezepte im Anhang sind dabei ein zusätzliches Highlight und passen perfekt zur Stimmung des Romans.

Auch die kleinen wiederkehrenden Elemente der Reihe sorgen für Wiedererkennungswert – etwa der tierische Sidekick mit der Ziege, der immer wieder für ein Schmunzeln sorgt. Genau diese Mischung aus Spannung, Humor, Genuss und Provence-Flair macht die Bücher von Sophie Bonnet für mich zu perfekten Wohlfühlkrimis.

Mit rund 300 Seiten hat das Buch außerdem eine angenehme Länge: spannend genug, ohne sich unnötig in die Länge zu ziehen. Wer atmosphärische Krimis mit sympathischen Figuren, mediterranem Charme und überraschenden Ermittlungen mag, wird an diesem Buch große Freude haben. Für mich wieder eine absolute Empfehlung und ein weiterer gelungener Band der Reihe.

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