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Shilo_

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2021

Sehr bewegend

Pigment
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Das Leben des Psychiaters Gregor Assmann droht aus den Fugen zu geraten, als sich seine Haut auf mysteriöse Weise zu verdunkeln beginnt. Schmerzlich erfährt er, was es bedeuten kann, als "Schwarzer" in ...

Das Leben des Psychiaters Gregor Assmann droht aus den Fugen zu geraten, als sich seine Haut auf mysteriöse Weise zu verdunkeln beginnt. Schmerzlich erfährt er, was es bedeuten kann, als "Schwarzer" in einer "weißen" Gesellschaft zu leben. Derweil rekonstruiert eine geheimnisvolle Unbekannte die Geschichte des haitianischen Freiheitshelden Toussaint Louverture, der über zweihundert Jahren zuvor gegen Sklaverei und koloniale Rassendiktatur kämpft. Was sie alle verbindet, ist die unerfüllte Sehnsucht nach einer Welt, in der die Farbe der Haut keine Rolle mehr spielt. Als Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen, geschieht etwas völlig Unerwartetes. (Klappentext)
Dieser Roman läuft in zwei Handlungssträngen. Einmal in der Gegenwart (fiktiv), einmal ab dem Jahr 1776 in Haiti, wobei diese geschichtlich belegt sind. Es geht um die Wurzeln des Rassismus und deren Auswirkungen bis in die heutige Zeit. Die Schicksale der beiden Protagonisten sind zutiefst bewegend und bringen den Leser zum Nachdenken. Der Schreibstil ist emotional und lässt die verschiedensten Emotionen auflodern. Und schon stellt sich die Frage: „was wäre, wenn ich....?“.
Mein Fazit:
Ein Roman, der zutiefst berührt und zum Nachdenken anregt. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.07.2021

Was geschah vor knapp 30 Jahren?

Weil wir Schwestern sind
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Hannah hat vor siebenundzwanzig Jahren ihre Familie überstürzt verlassen und sich in Nepal am Aufbau eines Waisenhauses beteiligt. Ohne Abschied ließ sie ihren Mann und die vier Kinder, zwischen einem ...

Hannah hat vor siebenundzwanzig Jahren ihre Familie überstürzt verlassen und sich in Nepal am Aufbau eines Waisenhauses beteiligt. Ohne Abschied ließ sie ihren Mann und die vier Kinder, zwischen einem und zehn Jahre alt, zurück. Jetzt ist sie in Nepal verunglückt und benötigt in Deutschland ärztliche Hilfe. Wie werden ihre Töchter reagieren?
Miriam, die jüngste ist seit 10 Jahren überall und ohne Wohnsitz auf der Welt unterwegs. Die älteste von ihnen, Katharina, arbeitet in einer Klinik als anerkannte Herzchirurgin. Und da sind noch die Zwillinge Judith, eine Lehrerin und Eva, verheiratet und Mutter von 3 Kleinkindern. Während Eva von Selbstzweifeln und Minderwertigkeitskomplexen geplagt wird, sind ihre drei Schwestern beziehungsunfähig. Sie alle haben wenig mit einander zu tun und gehen sich lieber aus dem Weg. Doch durch die Nachricht aus Nepal sind sie gezwungen, sich miteinander auseinanderzusetzen und einen gemeinsamen Weg zu finden. Doch es erscheint aussichtslos, auf einen Nenner zu kommen.
Sehr gut hat es die Autorin geschafft, die Charaktere der 4 Schwestern detailliert und glaubhaft zu beschreiben. Die Handlung ist kurzweilig und interessant gestaltet und ein Spannungsbogen zieht sich durch diese Geschichte bis hin zum Schluss. Sehr gut kommen die Meinungsverschiedenheiten und Probleme der Protagonisten zur Geltung, die überzeugend und authentisch dargestellt werden. Durch einen flüssigen, lockeren und leichten Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin.
Mein Fazit:
Eine Familiengeschichte voller Drama und Spannung, den ich sehr gerne weiter empfehle. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 20.07.2021

Erotikthriller mit überraschendem Ausgang

Engelslippen
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Christian Leukermoser ist es gelungen, mit dem Erotikthriller „Engelslippen“ einen unvorhersehbaren und spannenden Roman zu schreiben. Die Handlung ist verwirrend, rätselhaft und fesselnd,. Der Spannungsbogen ...

Christian Leukermoser ist es gelungen, mit dem Erotikthriller „Engelslippen“ einen unvorhersehbaren und spannenden Roman zu schreiben. Die Handlung ist verwirrend, rätselhaft und fesselnd,. Der Spannungsbogen steigt im Laufe der Geschichte stetig an. Ich habe das Buch in einem Rutsch lesen. Die Charaktere wurden sehr glaubhaft dargestellt. Der Schreibstil ist locker und bildhaft.
Mein Fazit:
Ein Thriller mit einem unabsehbaren Ende, der für spannende Lesestunden sorgt. 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.07.2021

Eine Frau geht ihren Weg

Das Fundament der Hoffnung
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Ladina Bordoli startet mit diesem Buch den Auftakt einer Familiensaga aus dem norditalienischen Dorf Cerano. Mit einer bildgewaltigen Wortwahl beschreibt sie das Leben und die Stellung der Frau in den ...

Ladina Bordoli startet mit diesem Buch den Auftakt einer Familiensaga aus dem norditalienischen Dorf Cerano. Mit einer bildgewaltigen Wortwahl beschreibt sie das Leben und die Stellung der Frau in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Einfühlsam wird die Geschichte der jungen Aurora Mandelli, die nach dem Tod ihres Bruders das kleine Familienunternehmen, einen Maurerbetrieb, retten will. Eindringlich werden die Vorurteile und Anfeindungen durch die Dorfgemeinschaft beschrieben, denn eine Frau, die einem Handwerksberuf nachgeht, ist nicht tragbar. Nach ihrer Hochzeit mit Michele wird von ihr erwartet, nur noch als Haus- und Ehefrau tätig zu sein und ihrem Mann die Aufgaben in der Firma zu überlassen.
Die Charaktere hat die Autorin feinfühlig und authentisch beschrieben. Die Handlung ist nachvollziehbar und logisch. Sie zeigt, wie unheimlich schwer es ist, gegen Vorurteile anzukämpfen. Der Schreibstil ist locker und flüssig.
Mein Fazit:
Ein großartiger Auftakt dieser Familiensaga, die den Leser auf den zweiten Teil fiebern lässt. 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.07.2021

Ein Roman, der mit dem Titel nichts zu tun hat

Die Walfängerin von Borkum
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Borkum 1653: Die junge Fenja ist besorgt, weil ihr Verlobter Joris auf einem Walfänger das Kommando übernommen hat. Der Walfang ist ein noch junges Geschäft, die Gefahren unwägbar und die Konkurrenz unerbittlich. ...

Borkum 1653: Die junge Fenja ist besorgt, weil ihr Verlobter Joris auf einem Walfänger das Kommando übernommen hat. Der Walfang ist ein noch junges Geschäft, die Gefahren unwägbar und die Konkurrenz unerbittlich. Und tatsächlich wird das Schiff überfallen. Aber auch Fenja ist in Gefahr: Joris' Bruder erzählt ihr, dass ihr Verlobter tot ist und drängt sie zur Heirat. Doch Fenja ist fest entschlossen, ihr Schicksal von nun an selbst in die Hand zu nehmen. Doch ihr Wunsch nach Freiheit hat dramatische Folgen ... (übernommen)
Der gesamte Ablauf der Geschichte strotzt vor lauter Logiklöchern, die sich auch nicht durch ein anderes Rechtsempfinden in der damaligen Zeit erklären lassen. Die anfangs langatmige Geschichte endet schließlich in einem nicht mehr logisch nachvollziehbaren Durcheinander.
Mein Fazit:
Aufgrund der fehlenden Logik kann ich dieses Buch nicht weiterempfehlen. Es hat mir nicht gefallen. 1 Stern

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