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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2026

Ein Sommer, der Spuren hinterlässt

Der Sommer, der uns blieb
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Britta, Pia und Martin wachsen in einer kleinen Stadt zusammen auf und sind lange unzertrennlich. Sie kennen sich gut, verbringen viel Zeit miteinander und fühlen sich in ihrer kleinen Welt sicher. Doch ...

Britta, Pia und Martin wachsen in einer kleinen Stadt zusammen auf und sind lange unzertrennlich. Sie kennen sich gut, verbringen viel Zeit miteinander und fühlen sich in ihrer kleinen Welt sicher. Doch in diesem einen Sommer gerät etwas ins Wanken, auch wenn es zunächst kaum greifbar ist.
Viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege wieder. Aus der früheren Nähe ist Abstand geworden, und vieles aus der Vergangenheit wurde nie wirklich ausgesprochen. Man spürt schnell, dass zwischen ihnen mehr steht als nur die verstrichene Zeit.
Mit der Zeit wird deutlich, wie sehr dieser Sommer Spuren hinterlassen hat. Alte Erinnerungen kommen zurück, manches wirkt noch immer nah, anderes fremd. Es sind vor allem die kleinen Dinge, die hängen bleiben und immer wieder auftauchen.
Die Geschichte wird ruhig erzählt und lässt sich gut lesen. Die Stimmung ist oft nachdenklich, ohne schwer zu wirken. Beim Lesen entsteht nach und nach ein klares Bild von den Figuren und dem, was zwischen ihnen steht, auch wenn nicht alles direkt ausgesprochen wird.
Britta, Pia und Martin wirken als Erwachsene greifbar und glaubwürdig. Jeder von ihnen geht anders mit dem um, was damals passiert ist. In kleinen Reaktionen und Gesprächen zeigt sich, wie viel unausgesprochen geblieben ist und wie schwer es fällt, daran etwas zu ändern.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich alte Fehler und verletzte Gefühle nach so langer Zeit noch klären lassen. Es geht um verpasste Chancen, um Schuld und darum, ob man den Mut findet, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.
Die Geschichte lebt von ihrer leisen Art und den vielen Zwischentönen. Nicht alles wird bis ins Detail aufgelöst, was gut zur Stimmung passt. Am Ende bleibt ein nachdenkliches Gefühl zurück und die Frage, wie viel Zeit manchmal vergeht, bis Dinge ausgesprochen werden.
Insgesamt ein ruhiger, gefühlvoller Roman, der ohne große Dramatik auskommt und gerade dadurch wirkt. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die Geschichten über Freundschaft, Erinnerungen und zweite Chancen mögen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2026

Onestos Geschichte

Meine Berge bist du
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Zwischen Bergen, Einsamkeit und alten Erinnerungen zeigt sich ein Leben, das von Liebe, Verzicht und stiller Sehnsucht geprägt ist.
Im Mittelpunkt steht ein Mann, der zurückgezogen in den Bergen lebt und ...

Zwischen Bergen, Einsamkeit und alten Erinnerungen zeigt sich ein Leben, das von Liebe, Verzicht und stiller Sehnsucht geprägt ist.
Im Mittelpunkt steht ein Mann, der zurückgezogen in den Bergen lebt und kaum mehr besitzt als einige Briefe. In ihnen wird Stück für Stück eine Geschichte sichtbar, die weit in die Vergangenheit reicht und von zwei Brüdern erzählt, die eng miteinander verbunden sind.
Nach und nach merkt man, wie ein Mensch alles verändert. Zwischen den Brüdern steht etwas im Raum, das nicht ausgesprochen wird.
Die Briefe geben der Geschichte eine besondere Form. Sie lassen die Vergangenheit langsam entstehen und machen die Gedanken und Entscheidungen nachvollziehbar. Dabei entsteht eine ruhige, oft nachdenkliche Stimmung, die zu den Bergen und der Einsamkeit passt.
Man spürt beim Lesen immer wieder, wie viel unausgesprochen bleibt. Es geht nicht um große Szenen, sondern um leise Entscheidungen, die ein ganzes Leben prägen können.
Die Geschichte bleibt ruhig, aber sie wirkt lange nach. Vor allem die Verbindung von Liebe und Verzicht zieht sich durch alles hindurch und gibt dem Ganzen eine besondere Tiefe.
Alles in allem ist es ein Buch, das sehr berührt. Die Figuren bleiben lange im Kopf, und die Berge werden fast zu einem eigenen Teil der Geschichte. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Geschichten über Liebe, Familie und stille Gefühle mögen.
5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Drei Brüder und ein auseinanderbrechendes Leben

Villa Wundergold
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Am Anfang steht eine ruhige Situation. Eine Villa, ein Treffen der Familie, alles wirkt noch geordnet. Dieses Gefühl hält aber nicht lange.
Drei Brüder stehen im Mittelpunkt. Sie sind zunächst noch verbunden, ...

Am Anfang steht eine ruhige Situation. Eine Villa, ein Treffen der Familie, alles wirkt noch geordnet. Dieses Gefühl hält aber nicht lange.
Drei Brüder stehen im Mittelpunkt. Sie sind zunächst noch verbunden, doch mit den politischen Veränderungen beginnt sich das langsam zu lösen. Nicht plötzlich, eher Schritt für Schritt.
Jeder von ihnen landet in einer anderen Lage. Die Wege sind verschieden, die Erfahrungen auch. Trotzdem zieht sich Unsicherheit durch alles hindurch. Es wirkt weniger wie eine freie Entscheidung, eher wie ein Weg, der sich ergibt, ob man will oder nicht.
Die Erzählung bleibt sehr ruhig. Vieles wird knapp gehalten, ohne große Erklärungen oder Ausschmückungen. Das macht die Szenen klar, manchmal auch ziemlich direkt.
Beim Lesen bleibt ein eher schweres Gefühl zurück. Nicht ständig präsent, aber immer wieder dazwischen. Manche Stellen wirken gerade deshalb, weil sie so schlicht sind.
Mit der Zeit zeigt sich, wie schnell sich alles verschieben kann. Dinge, die sicher wirken, sind es nicht mehr lange.
Am Ende bleibt eine Geschichte über drei Brüder, deren Wege sich trennen und die trotzdem miteinander verbunden bleiben, auf eine andere Art als vorher.
5 Sterne und eine Empfehlung für alle, die ruhige, ernste historische Geschichten mögen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Zwischen Angst und Hoffnung

Sturmtage
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Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, auch wenn schnell spürbar wird, wie ernst die Lage ist. Die Atmosphäre ist ruhig erzählt, aber gleichzeitig liegt eine gewisse Anspannung in der Luft.
Johanna ...

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, auch wenn schnell spürbar wird, wie ernst die Lage ist. Die Atmosphäre ist ruhig erzählt, aber gleichzeitig liegt eine gewisse Anspannung in der Luft.
Johanna hat sich in Norwegen ein neues Leben aufgebaut, doch die Vergangenheit holt sie schneller ein als gedacht. Als sie anstelle ihres Bruders eine gefährliche Aufgabe übernimmt, führt ihr Weg zurück nach Berlin. Dort bewegt sie sich unter falschem Namen durch eine Stadt, die kaum wiederzuerkennen ist. Zwischen Misstrauen, Angst und vorsichtigen Begegnungen muss sie ihren eigenen Weg finden.
Besonders Johanna steht dabei im Mittelpunkt und wirkt über weite Strecken greifbar und nah. Ihre Entscheidungen sind nicht immer leicht, aber nachvollziehbar. Man merkt, wie sehr sie zwischen Pflicht und eigenen Gefühlen steht. Auch die Begegnung mit Moritz bringt zusätzliche Spannung in die Geschichte, weil offen bleibt, wie er wirklich einzuordnen ist.
Die Zeit, in der alles spielt, wird ruhig beschrieben. Die Handlung entwickelt sich ohne große Sprünge. Vieles ergibt sich aus den Situationen heraus. Gerade dadurch wirkt das Geschehen glaubwürdig und nah.
Beim Lesen baut sich eine leise Spannung auf, die einen durch die Seiten trägt. Die Geschichte wirkt stimmig und bleibt auch nach dem Lesen noch im Kopf.
Ein starker zweiter Band, der die Geschichte ruhig weiterführt und Lust auf den nächsten Teil macht. Dafür gibt es von mir 5 Sterne und eine klare Empfehlung für alle, die historische Romane mit ernster Thematik und einem Blick auf die Menschen dahinter mögen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Erinnerungen, die nicht loslassen

Du musst mich vergessen
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Carrie lebt ein geordnetes Leben. Dann holt sie die Vergangenheit ein. Alte Erinnerungen tauchen auf. Dinge, die lange vergessen schienen, sind plötzlich wieder da.
Im Zentrum steht eine Ehe, die Carrie ...

Carrie lebt ein geordnetes Leben. Dann holt sie die Vergangenheit ein. Alte Erinnerungen tauchen auf. Dinge, die lange vergessen schienen, sind plötzlich wieder da.
Im Zentrum steht eine Ehe, die Carrie nur einen Tag lang geführt hat. Trotzdem ist sie nie wirklich vorbei. Jahre später lebt sie ruhig mit ihrer Familie auf dem Land. Ein Zufall verändert alles. Fragen, die lange unbeantwortet blieben, tauchen wieder auf. Nach und nach zeigt sich, dass damals mehr geschehen ist, als man gedacht hätte.
Die Rückblicke bringen kleine Details ans Licht. Sie verändern das Bild der Vergangenheit immer wieder ein Stück. Die Verbindung zwischen Carrie und den anderen Figuren wirkt intensiv, aber auch unsicher. Vieles blieb unausgesprochen. Genau das sorgt für Spannung.
Die Geschichte zieht sich leise durch jede Seite. Zweifel, Erinnerungen und die Frage, wem man vertrauen kann, wechseln sich ab. Einige Wendungen überraschen. Sie wirken nicht übertrieben. Sie passen ins Bild.
Auch die ruhigeren Stellen sind wichtig. Sie geben Zeit, alles wirken zu lassen. Sie runden die Geschichte ab. Am Ende passt alles zusammen, bleibt aber offen genug, um selbst darüber nachzudenken.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die mitreißende, gefühlvolle Geschichten voller Spannung mögen.

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