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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2024

Konnte mich nicht restlos überzeugen

Dieses Meer, dieses unerbittliche Meer
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Der wegen Mordes verurteilte 15jährige Zeno erzählt in einem naiven Schreibstil auf Wunsch seiner Lehrerin von seinem Leben und bringt auch seine eigenen Gedanken mit auf das Papier. Dafür soll er zu Weihnachten ...

Der wegen Mordes verurteilte 15jährige Zeno erzählt in einem naiven Schreibstil auf Wunsch seiner Lehrerin von seinem Leben und bringt auch seine eigenen Gedanken mit auf das Papier. Dafür soll er zu Weihnachten vielleicht für 2 Tage nachhause zu seiner Mutter dürfen. Jetzt, im Jahr 1991, sitzt er auf der auf Nisida, einer Insel vor Neapel, im Jugendgefängnis.
Francesca Maria Benvenuto hat sich in diesem Roman tief in die Seele eines kriminellen Jugendlichen versetzt, dem aufgrund seiner sozialen Verhältnisse nur Straftaten bleiben, um seiner Mutter aus der Prostitution zu helfen. Doch dann gerät er zwischen die Fronten der Revierkämpfe der Familien in den Quartieri von Neapel.
Anfangs musste ich über die einfältige Schreibweise des Jungen schmunzeln, doch mit der Zeit begann sie zu nerven und die 176 Seiten fingen an, sich wie ein Gummiband zu ziehen. Zumal die Handlung auch nur vor sich hinplätscherte und an Spannung fehlen ließ. Lediglich auf den abrupten und erschreckenden Schluß war ich nicht vorbereitet.
3 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Sehr berührend und nachvollziehbar

Ein Haus voller Hoffnung
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Helene Winter hat hier einen sehr bewegenden, fesselnden und historischen Roman über ein neu entstandenes Rettungsdorf für verwahrloste Kinder geschrieben.
Im Jahr 1839 lebt die 37-jährige Henriette wieder ...

Helene Winter hat hier einen sehr bewegenden, fesselnden und historischen Roman über ein neu entstandenes Rettungsdorf für verwahrloste Kinder geschrieben.
Im Jahr 1839 lebt die 37-jährige Henriette wieder zuhause in Hamburg bei ihrem Vater, nachdem ihr Mann mit seiner Geliebten ein Kind gezeugt hat. Jetzt wird sie wie ein unmündiges und uneigenständiges Kind und von ihm behandelt.
Zur gleichen Zeit versucht die 12-jährige Jule sich und ihren ein Jahr jüngeren Bruder über Wasser zu halten.Sie leben im Gängeviertel und haben einen billigen Schlafplatz bei der Witwe Strauss gefunden. Durch eine Unachtsamkeit von Frieder verlieren sie diesen jedoch. Für die zwei Waisen geht es nur noch bergab und schon bald steht Jule davor, in der Prostitution zu enden.
Schon nach wenigen Seiten fesselte mich dieser gefühlvolle Roman. Die Geschichte ist fiktiv, jedoch durch realhistorische Personen, die mit dem "Rauhen Haus" in Verbindung standen, bereichert. Nachvollziehbar ist die damalige Stellung der Frau dargestellt, und das Schicksal von den Ärmsten der Armen gezeichnet. Die einzelnen Charaktere hat die Autorin sehr vielschichtig angelegt und ausgearbeitet. Dadurch gelang es ihr, mir die Gefühls- und Gedankenwelt ihrer Figuren zugänglich zu machen. Unvorhersehbare Ereignisse und Wendungen halten die Geschichte sehr spannend, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Schließlich fieberte ich darauf zu wissen, wie Lektüre endet, durch die Helene Winter mit einer einfühlsamen und fließenden Schreibweise führt.
Mir hat dieses Buch fesselnde und emotionale Lesestunden bereitet. Sehr gerne empfehle ich es weiter. 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.08.2024

Kein restlos überzeugender Abschluss der Trilogie

Der Ruf des Göttervogels
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Anders als in den beiden Vorgängerbänden konnte mich dieser dritte Band nicht restlos überzeugen. Zwar ist die Handlung durchaus vorstellbar, doch leider lässt sich einiges auch vorhersehen und bietet ...

Anders als in den beiden Vorgängerbänden konnte mich dieser dritte Band nicht restlos überzeugen. Zwar ist die Handlung durchaus vorstellbar, doch leider lässt sich einiges auch vorhersehen und bietet keine große Überraschung mehr. Geschehen, die die Handlung nicht beeinflussten und unnötige Längen störten immer wieder meinen Lesefluss. Die relevanten Protagonisten sind zwar detailliert und bildhaft beschrieben, doch konnte ich dieses Mal, anders als bei Band 1+2, keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Ebenso vermisste ich die notwendige Spannung, die ein historischer Roman haben sollte.
Mein persönliches Fazit:
Auf diese Fortsetzung hatte ich mich sehr gefreut, denn ich wollte ja unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht. Doch leider hat das Buch meinen Erwartungen nicht ganz entsprochen. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.08.2024

Fesselnde Story mit Herz und Tiefgang

Rebellin mit Herz
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Lady Henrietta Murray lädt die Pfarrerstochter Lily Thomson zu sich nach London ein, damit sie in ihr einsames Leben Schwung und Elan bringt. Gleich nach Lilys Ankunft weht ein frischer Wind durch die ...

Lady Henrietta Murray lädt die Pfarrerstochter Lily Thomson zu sich nach London ein, damit sie in ihr einsames Leben Schwung und Elan bringt. Gleich nach Lilys Ankunft weht ein frischer Wind durch die Gemäuer und die Aristokratie Londons. Als Lily die Armut der Menschen an den Docks kennenlernt, beschließt sie, ihnen zu helfen. Doch da ihr und Lady Henrietta nicht genügend Geldmittel zur Verfügung stehen, beginnt Lily auf ihre spezielle Art für Geld zu sorgen. Ein sehr gefährliches und riskantes Unternehmen.
Dieser emotionale und humorvolle Roman hat mich schon nach den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Und so musste ich unbedingt das Buch in einem Rutsch lesen. Die sehr unterschiedlichen Charaktere sind real gut vorstellbar und ich konnte mich in sie problemlos hineinversetzen. Mit all ihren Ecken und Kanten sind sie mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Die Handlung ist fesselnd, nachvollziehbar und sehr gut aufgebaut. Mit einer flüssigen und leichten Schreibweise führt die Autorin durch diese Geschichte.
Mein Fazit:
Ein Buch, das sich zu lesen lohnt. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.08.2024

Die Ladys von Lakeside

In Zeiten der Freundschaft
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Cathy Gohlke schreibt mit diesem Roman eine fesselnde Geschichte über Freundschaft, Verrat, Eifersucht und auch über Versöhnung und Vergebung.
Adelaide, Dorothy, Susannah und Ruth verbringen im Mädcheninternat ...

Cathy Gohlke schreibt mit diesem Roman eine fesselnde Geschichte über Freundschaft, Verrat, Eifersucht und auch über Versöhnung und Vergebung.
Adelaide, Dorothy, Susannah und Ruth verbringen im Mädcheninternat von Lakeside unbeschwerte Jugendjahre und werden zu besten Freundinnen. Sie versprechen sich, als Herzensschwestern für immer zusammenzuhalten und sich regelmäßig im Pavillon der Schule zu treffen. Doch dann bricht der erste Weltkrieg aus und der Mann, den Adelaide und Dorothy lieben, wird eingezogen. Adelaide geht nach Kanada zurück, um ihrer Schwägerin bei der Geburt ihres zweiten Kindes beizustehen. Durch die schreckliche Explosion im Hafen von Halifax werden alle Versprechen unhaltbar und die Freundschaft der Mädchen bricht unwiederbringlich auseinander.
Als im Jahr 1935 Rosalie von Dorothy einen Anruf erhält, werden Erinnerungen wach, die in Vergessenheit hätten bleiben sollen.
Diese Geschichte wird in der Hauptsache aus der Sicht von Adelaide und Dorothy erzählt. Gekonnt wechselt die Handlung regelmäßig von dem Jahr 1910 in das Jahr 1935 und wieder zurück. Somit erhält der Leser eine breite und verständige Sichtweise der Geschehen. Der Plot ist dramatisch, emotional, reich an Wendungen und doch an keiner Stelle kitschig oder unglaubwürdig. Die verschiedenen Charaktere sind von der Autorin sehr vielschichtig angelegt und ausgearbeitet worden und so gelingt es ihr, die Gefühls- & Gedankenwelt ihrer Figuren zugänglich zu machen.
Mir hat dieses Buch unterhaltsame und spannende Lesestunden bereitet. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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