Vom Eisregen zum Herzenswärmer – Ein echtes Lesehighlight
Rival DarlingAlexandra Moodys Auftakt zur „Darling Devils“-Reihe hat mich von der ersten Sekunde an abgeholt. Es ist eines dieser Bücher, die man an einem gemütlichen Nachmittag aufschlägt und erst wieder schließt, ...
Alexandra Moodys Auftakt zur „Darling Devils“-Reihe hat mich von der ersten Sekunde an abgeholt. Es ist eines dieser Bücher, die man an einem gemütlichen Nachmittag aufschlägt und erst wieder schließt, wenn die letzte Seite schweren Herzens umgeblättert ist.
Der Schreibstil: Leichtigkeit trifft Tiefgang
Was mir sofort positiv aufgefallen ist, ist die unheimliche Leichtigkeit des Schreibstils. Moody schreibt modern, flüssig und ohne unnötigen Ballast. Man stolpert nicht über verschachtelte Sätze, sondern gleitet förmlich durch die Kapitel. Besonders gelungen finde ich die Art, wie sie die winterliche Atmosphäre in Minnesota einfängt – man meint fast, den kalten Wind im Gesicht zu spüren, während man sich in die warmen Szenen flüchtet. Die Entscheidung, die Geschichte aus beiden Perspektiven zu erzählen, war goldrichtig, da man so einen direkten Draht zu den Gedankenwelten beider Protagonisten bekommt.
Die Geschichte: Mehr als nur Eishockey
Die Handlung rund um Violet und Reed ist zwar klassisches Young-Adult-Terrain, wird aber so charmant umgesetzt, dass es sich nie abgenutzt anfühlt.
Violet ist eine herrlich direkte Protagonistin. Ihr Schutzmechanismus – die strikte „Keine-Sportler-Regel“ – ist nach dem Betrug ihres Ex-Freundes absolut greifbar. Man fühlt ihren inneren Konflikt richtig mit, als ihre Vorsätze durch Reed ins Wanken geraten.
Reed Darling wiederum ist die personifizierte „Green Flag“. Alexandra Moody spielt hier geschickt mit dem Image des gefährlichen Bad Boys: Außen die harte Schale des Kapitäns, innen ein loyaler, fast schon schüchterner Familienmensch.
Besonders erfrischend ist, dass die Liebesgeschichte ohne explizite Szenen auskommt. Der Fokus liegt stattdessen auf dem emotionalen Knistern, den pointierten Dialogen und der schrittweisen Annäherung. Auch das familiäre Umfeld – insbesondere die Dynamik zwischen den Darling-Brüdern – verleiht der Story eine wunderbare Wärme und sorgt für einige humorvolle Momente, die das Ganze auflockern.
Fazit
Wer eine Geschichte zum Wohlfühlen sucht, die Herzschmerz mit einer ordentlichen Portion Winter-Vibes mischt, ist hier genau richtig. Ein absolut gelungener Mix aus Sport-Romance und emotionalem Tiefgang, der ohne Kitsch überzeugt.