Liebe und Hass
„The Broken Vows“ von Catharina Maura ist der vierte Band ihrer Reihe um die einflussreiche Familiendynastie der Windsors.
Zane Windsor und Celeste Harrington kennen sich seit ihrer Kindheit und genauso ...
„The Broken Vows“ von Catharina Maura ist der vierte Band ihrer Reihe um die einflussreiche Familiendynastie der Windsors.
Zane Windsor und Celeste Harrington kennen sich seit ihrer Kindheit und genauso lange sind sie die schärfsten Konkurrenten. Zane kann es nicht lassen, Celeste zu provozieren und sich mit ihr zu messen, und Celeste geht jedes Mal darauf ein. Als Zane endlich gesteht, was hinter seinem Verhalten steckt, kann sich aus all der Wut tatsächlich eine tiefe Liebe entwickeln. Doch dann ändert ein Schicksalsschlag alles und Celeste und Zane bekämpfen sich erbitterter als je zuvor. Das wirkt sich auch auf ihre Familienunternehmen aus und so beschließen ihre Großeltern, dass ihre Firmen nicht nur fusionieren werden, sondern Celeste und Zane auch noch heiraten. Und was einst ihr schönster Traum war, entpuppt sich schnell zum absoluten Albtraum.
Catharina Maura hat in den Vorgängerteilen die komplizierte Beziehung zwischen Zane und Celeste bereits angedeutet, aber nun erfahren wir in einem längeren Rückblick, was zu ihrem gegenseitigen Hass geführt hat. Die Heiratsmachenschaften von Grandma Windsor werden diesmal fast zum Nebenschauplatz, denn die eigentliche Beziehung überlagert alles.
Es fiel mir ehrlich schwer, hier Sympathien zu verteilen, denn ich konnte sowohl Celeste als auch Zane mit ihren jeweiligen Beweggründen verstehen. Zumindest zum Teil.
Die Beziehung der beiden kann man wirklich als toxisch bezeichnen und ich habe mich echt gefragt, ob es hier überhaupt ein Happy End geben kann. Zane musste schon blind sein, wenn er glaubt, dass sein jahrelanges Mobbing in der Highschool als Zuneigungsbekundung durchgeht und keine Spuren bei Celeste hinterlässt. Genauso ein schwerer Tiefschlag ist die Intrige von Celeste, die Zane null Chance auf Erklärung lässt. Jetzt sind sie gesetzlich aneinander gebunden und gehören eigentlich in eine Therapie, anstatt sich permanent weiterhin gegenseitig zu verletzen. Ihre Schläge sind punktgenau, denn unter all dem Hass und Misstrauen, lieben sie sich tatsächlich und kennen einander in und auswendig. Aber Liebe reicht eben nicht immer aus.
Ich habe ihnen ihre Bemühungen um eine positivere Entwicklung abgenommen. Gleichzeitig dominiert aber immer die Aussichtslosigkeit einer Versöhnung, da das Vertrauen komplett zerstört ist. So richtig konnte ich ihre Dynamik daher nicht nachvollziehen. Die Autorin lässt aber die Hoffnung niemals los und so bekommt diese zweite Chance eine echte Chance auf Glück.
Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!