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Veröffentlicht am 31.12.2019

Schönes Wintermärchen

Wolfspferd
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Hier ist mir direkt das märchenhaft schöne Cover ins Auge gefallen. Diese weiße verschneite Pracht, die Albinostute, der weiße Wolf und das Mädchen mittendrin. Man hört sie förmlich auf Geräusche horschen, ...

Hier ist mir direkt das märchenhaft schöne Cover ins Auge gefallen. Diese weiße verschneite Pracht, die Albinostute, der weiße Wolf und das Mädchen mittendrin. Man hört sie förmlich auf Geräusche horschen, hört den Schnee knistern und spürt die Kälte des Winters. Mein zweiter Blick fiel erst auf den Klappentextum zu erfahren worum es ging.

Das Mädchen Tala lebt mir ihrer Familie und ihrer Albinostute Saphira in der Wildnis. Tala würde gerne mit ihrem Stamm auf die Jagd gehen, doch das ist den Jungen vorbehalten. Saphira geht es in der Herde auch nicht besser, sie wird vom Leithengst aus der Herde ausgeschlossen. Erst als der Stamm überfallen wird, kommen Tala und Saphira zu ihrer Chance sich endlich behaupten zu können.

Das Buch ist im Egmont Schneider Verlag erschienen, hat 224 Seiten und ist in 17 Kapitel aufgeteilt, die jeweils eine Überschrift mit einer Vignette einleiten. So weiß man immer schon was einen in dem Kapitel erwartet. Das Lesealter ist ab 10 Jahren gelistet, es ist aber auch schön zum Vorlesen. Sabine Giebken bringt in kindgerechtem Schreibstil zur Sprache, dass man Menschen bzw.Tiere nur weil sie anders sind nicht ausschließen sollte. Bringt Werte wie Achtsamkeit, Freundschaft und Zusammenhalt zur Sprache, ohne einen erhobenen Zeigefinger. Erzählt wird aus der Sicht von Tala und manchmal auch aus der Sicht von Saphira. Es ist leicht zu unterscheiden, da die Schreibarten der beiden Erzählenden unterschiedlich gehalten sind.

Die Charaktere muß man einfach mögen. Egal ob Mensch oder Tier. Tala ist ein ganz normales Mädchen mit Ecken und Kanten. Es macht Spaß mit ihr zusammen um das Überleben des Stammes zu kämpfen und es fühlt sich an wie ein Spaziergang in einem mystischen Wintermärchen.

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Richtig gut gelungen

Knochengrab (Ein Sayer-Altair-Thriller 2)
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Das Buch beginnt im Shenandoah Nationalpark in Virginia auf dem Turk Grap Trail und sofort ist man mittendrin im Geschehen.

Maxwell Sho, ein FBI Agent geht mit seinem Polizeihund im Nationalpark spazieren ...

Das Buch beginnt im Shenandoah Nationalpark in Virginia auf dem Turk Grap Trail und sofort ist man mittendrin im Geschehen.

Maxwell Sho, ein FBI Agent geht mit seinem Polizeihund im Nationalpark spazieren und gerät durch Zufall in eine Höhle in der sich massig Knochen befinden. FBI Agentin Sayer Altair, gerade von einem Unfall genesen, wird von ihrer Chefin Holt dorthin geschickt um den Fall so schnell wie möglich zu lösen.

Für mich war es das erste Buch, den Vorgänger kenne ich nicht, allerdings ist dieses Buch in sich abgeschlossen und es wurden öfters Dinge aus dem vorangegangenen Fall erläutert, so dass man aktuell auf dem Laufenden ist.

Der Schreibstil ist einfach und leicht lesbar. Die Geschichte selbst beginnt bereits sehr spannend und der Spannungsbogen ist bis zum Ende gegeben.

Die Charaktere sind alle gut und bildhaft dargestellt. Man hat immer jeden sofort vor Augen und kann mitfühlen. Emotionen sind hier vorprogrammiert.

Sehr gut hat mir gefallen, dass die Autorin Ellison Cooper sich mit vielen Dingen auskennt von denen sie hier schreibt. Ich habe einiges über Psychopathen und den Shenandoah Nationalpark gelernt und wurde gut mit in die Ermittlungsarbeiten einbezogen.

Für mich ein richtig guter Thriller, den man einmal angefangen, einfach schnell zu Ende lesen muß.

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Veröffentlicht am 20.12.2019

Ein ganz tolles Mitmachbuch

Mit und ohne Kauen sich die Wampe vollhauen
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Das Buch von Petra Jäger " Mit und ohne Kauen sich die Wampe voll hauen " spricht einen durch den lustigen Titel bereits an. Schaut man dann noch bei dem Cover genauer hin, mit seinen pastellfarbenen Tönen ...

Das Buch von Petra Jäger " Mit und ohne Kauen sich die Wampe voll hauen " spricht einen durch den lustigen Titel bereits an. Schaut man dann noch bei dem Cover genauer hin, mit seinen pastellfarbenen Tönen sowie dem lustigen Salat kauenden Iltis, muss man es einfach zur Hand nehmen.

Man ahnt schon es geht irgendwie ums Essen., aber auch ums Ausmalen, Nachsprechen, Rätseln, Zählen und Vergleichen. In wirklich ausgefallenen Vierzeilern, die schon zu lustigen Zungenbrechern anmuten und es viel zu lachen gibt bei dem Versuch diese nachzusprechen, gibt es Infos rund ums Essen und die, die es vertilgen. Zahlreiche wirklich schöne bunte Illustrationen laden zusätzlich zum Verweilen ein. Ganz nebenbei gibt es noch kleine Rätsel zu lösen, Dinge zu vergleichen, Neues zu lernen und viele Ausmalbilder.

Ein gutes kreatives Beschäftigungsbuch für Schietwettertage. Geeignet für Vorschul - und Grundschulkinder.

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Veröffentlicht am 20.12.2019

So kann es gehen

Skippermord in Bensersiel. Ostfrieslandkrimi
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Skippermord in Bensersiel ist mein erster Krimi von Rolf Ulicza. Aufmerksam wurde ich durch das Cover und dem Titel, denn ich liebe die Gegend um Ostfriesland.

Das Ermittlerduo Bert Linnig und Nina Jürgens ...

Skippermord in Bensersiel ist mein erster Krimi von Rolf Ulicza. Aufmerksam wurde ich durch das Cover und dem Titel, denn ich liebe die Gegend um Ostfriesland.

Das Ermittlerduo Bert Linnig und Nina Jürgens waren für mich neue Charaktere. Das sie auch ein Paar sind ist mir im Laufe des Geschehens bekannt geworden und ich finde sie gut dargestellt.

Es geht um einen Skipper, den zwei Krabbenfischer tot aus der Nordsee gefischt haben. Schnell war klar, er wurde ermordet, aber wieso, weshalb, warum und wer ist der Mörder?

Der Schreibstil von Rolf Ulicza ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Die knapp 200 Seiten waren zügig gelesen, vor allem weil ich auch wissen wollte wie die Dinge alle zusammen hingen. Es war auf jeden Fall ein überraschendes Ende, denn damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Die örtlichen Gegebenheiten sind sehr real beschrieben und ich war sofort mitten dabei. Auch bei den Ermittlungen wurde ich gut mit einbezogen. Von der Spannung her ist der Fall sehr gut aufgebaut und ich blieb bis zum Ende ahnungslos.

Ein sehr lesenswerter Ostfriesenkrimi.

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Veröffentlicht am 16.12.2019

Interessant und spannend zugleich

Tod in der Speicherstadt
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"Gebrannter Caffee, hochfeine Mischung je Pfund 1,40 Mark, besteht aus Java, Guatemale, Maracaibo, Afrikaner, Santos,empfiehlt das Haus Jencke Co, Hermannstr.25, Fernsprecher 1088"

Originalauszug: Hamburger ...

"Gebrannter Caffee, hochfeine Mischung je Pfund 1,40 Mark, besteht aus Java, Guatemale, Maracaibo, Afrikaner, Santos,empfiehlt das Haus Jencke Co, Hermannstr.25, Fernsprecher 1088"

Originalauszug: Hamburger Nachrichten, 9. September 1896

Jeder der 56 Kapitel trägt einen solchen Originalauszug zu Beginn. Interessant ist die damalige Ausdrucks - und Rechtschreibform. Die Recherche über das damalige Hamburg ist Anja Marschall in ihrem historischen Krimi " Tod in der Speicherstadt" perfekt gelungen. Ich habe mich von Anfang an in Hamburg gefühlt, war in der Speicherstadt unterwegs, habe den Kaffeeduft in der Nase gehabt, das Armenviertel kennengelernt und vor allen Dingen die Charaktere Hauke und Sophie. Lokalkolorit ist hier reichlich gegeben.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich leicht lesen. Die Charaktere sowie die Ortschaften sind anschaulich, lebhaft und bildhaft dargestellt.

Kommissar Hauke Sötje ermittelt 1896 in Hamburg. Es geht um Macht, Gier und falscher Liebe. Seine Verlobte Sophie, die Lehrerin ist und in einem wohlhabenden Haushalt angestellt ist, versucht mit seiner Hilfe eine verschwundene junge Frau und deren Tochter zu finden.

Zwei aussergewöhnliche Charaktere, eine atmosphärische Stimmung des damaligen Hamburgs und ein bis zum Schluss spannender Kriminalfall. Im Anhang gibt es anschließend noch historische Dinge nachzulesen, was mich dann selbst noch einmal zum Nachschauen im Internet angeleitet hat.

Wer gerne Historisches kombiniert mit einem Kriminalfall liest, der sollte hier unbedingt zugreifen.

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