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Veröffentlicht am 16.05.2026

Toll gemacht

Schwimm, kleines Boot. Wut darf sein!
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Plötzliche Wutausbrüche. Wer kennt das nicht. Eine schon fast typische Alltagssituation mit der wir alle zu kämpfen haben, egal ob groß oder klein. Die Autorin Sarah Roller setzt sich in dem Pappbilderbuch ...

Plötzliche Wutausbrüche. Wer kennt das nicht. Eine schon fast typische Alltagssituation mit der wir alle zu kämpfen haben, egal ob groß oder klein. Die Autorin Sarah Roller setzt sich in dem Pappbilderbuch Schwimm, kleines Boot erschienen im neunmalklug Verlag mit der Thematik Wut auseinander. Auf dem matten Cover blickt man auf ein kleines Mädchen im Wald, welches sich über ihr selbstgebautes Boot freut. Wie es dazu kam wird anhand einer kleinen Geschichte in Reimform erzählt. Wir treffen das Mädchen und ihre Oma bei einem gemeinsamen Waldspaziergang, lauschen Vogelstimmen, beobachten Tiere und sammeln Gegenstände, die auf dem Waldboden herum liegen. Damit kann man schöne Dinge basteln und hier soll es ein Boot werden. Leider klappt nicht alles so wie sich das Mädchen gedacht hat.

Das Pappbilderbuch hat ein handliches Format und gehört zu einer Reihe mit bunten Geschichten in grünen Büchern. Es wurde mit Herz für Kinder gemacht. Sarah Roller erzählt die kindgerechte warmherzige Geschichte in Reimform und mit wenig Worten, so dass man es sehr gut vorlesen kann. Auf jeder Seite gibt es einiges zu betrachten, allerdings ist es keineswegs überladen und die Kleinen können sich an jedem einzelnen Detail erfreuen. Für die lebendigen farbenfrohen Illustrationen sorgte Tina Nagel. Die Emotionen aller sind deutlich zu erkennen. Das wirkt lebendig und authentisch. Die Botschaft manchmal darf man wütend sein und gemeinsam geht alles besser kommt hier deutlich an.

Für uns alle ein pädagogisch wertvolles kleines Pappbilderbuch, welches auch die häufige Nutzung durch kleiner feuchte Händchen gut aushält.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Schön zu lesen

Ein Sommer auf Malta
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Ein Sommer auf Malta von Marlies Ferber erschienen im Atlantik Verlag hat mich sofort angesprochen. Es ist zwar schon gefühlt ewig her, aber ich war bereits selbst dort und mir hat es sehr gut gefallen. ...

Ein Sommer auf Malta von Marlies Ferber erschienen im Atlantik Verlag hat mich sofort angesprochen. Es ist zwar schon gefühlt ewig her, aber ich war bereits selbst dort und mir hat es sehr gut gefallen. Ich war allerdings nicht als Sprachlehrerin dort wie unsere Protagonistin Linda, ich habe nur meinen Urlaub dort verbracht. Linda sucht nach dem letzten Desaster mit ihrem Freund David eine Auszeit auf der Insel und will dort für einen Sommer in einer Sprachschule als Englischlehrerin arbeiten. In Malta gibt es aber auch reichlich potenzielle Charmbolzen, die um sie wetteifern und schnell gerät ihr Plan mit Abstand nehmen durcheinander. Es wird turbulenter als gedacht.

Marlies Ferber erzählt in einem angenehmen Schreibstil. Es startet mit dem Flug nach Malta, der total authentisch beschrieben ist und einem sofort das Gefühl vermittelt ebenfalls gerade im Flugzeug zu sitzen, den Gesprächen zu lauschen. In Malta selbst gibt es sogar Ortschaften sowie Ausflüge, die ich selbst schon kenne bzw. gemacht habe und muss sagen es zeugt alles von Sommer, Meer, Sonne sowie Urlaubsfeeling. Fast schon nebenbei gibt es ein wenig Eifersucht, Drama, Liebe, Wut und Verzweiflung, was den schönen Roman aber schlussendlich abrundet.

Ein wunderschöner leichter Roman für die Sommerzeit.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Fesselnd

Mord in der Pension Möwennest
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Hier haben mich zunächst einmal der Titel und das Cover sofort angesprochen. Das Cover wirkt auf den ersten Blick schlicht, sieht man aber genauer hin, fragt man sich warum das Haus mit der Insel in der ...

Hier haben mich zunächst einmal der Titel und das Cover sofort angesprochen. Das Cover wirkt auf den ersten Blick schlicht, sieht man aber genauer hin, fragt man sich warum das Haus mit der Insel in der riesigen Tasse schwimmt, die einen Teebeutel mit Totenkopf darin hängen hat. Der Titel Mord in der Pension Möwennest, in glänzender und erhabener Schrift gehalten, lässt bereits einiges ahnen. Es spielt 1954 in England in einer kleinen Küstenstadt. Hier kehrt Nora Breen in der Pension Möwennest ein um nach ihrer plötzlich verschwundenen Freundin Frieda zu suchen. Frieda ist ihre Freundin aus dem Kloster. Beide haben das Kloster verlassen, Nora sogar nach 30jähriger Zugehörigkeit. Das ist ein schwerer Schritt in eine ungewisse Zukunft. Tatsächlich geschieht dann ein neuer Mord. Dieser wird von dem zuständigen Inspector allerdings als Suizid abgetan und Nora sieht ihre Chance selbst zu ermitteln.

Ich mag Kriminalromane und habe mit Begeisterung angefangen zu lesen. Der Einstieg gestaltet sich zwar etwas ruhig, aber je mehr man liest desto fesselnder wird es. Jess Kidd hat eine Art die Charaktere und ihre Umgebung sehr ausschweifend zu beschreiben, da hat man ständig Bilder im Kopf und kann sich alles sehr lebhaft vorstellen. Die Charaktere sind sowieso alle sehr skuril, haben seltsame Angewohnheiten und scheinen alle etwas zu verbergen. Selbst die Pensionsbesitzer sind voller Geheimnisse. Bei all dem Ungewöhnlichen vergisst Jess Kidd aber auch nicht uns mit witzigen Showeinlagen ihrer Hauptdarstellerin Nora bei Laune zu halten. Die ehemalige Nonne ist sehr impulsiv und sorgt für die eine oder andere Überraschung im Laufe der Geschehnisse. Lachalarm vorprogrammiert.

Ich fand alles so fesselnd, dass ich eigentlich bis fast zum Schluss null Idee bezüglich des Täters hatte, somit fand ich es auch ziemlich überraschend. Die Auflösung war schlüssig, wäre ich so aber nie drauf gekommen. Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Frisch und lecker

Beat the Heat
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Im Sommer gibt es immer das Problem mit dem warmen Essen. Liegt zu schwer im Magen, sorgt für mehr Hitze in der Wohnung und es mangelt an Hungergefühlen. Das Buch vom Gräfe und Unzer Verlag hat da direkt ...

Im Sommer gibt es immer das Problem mit dem warmen Essen. Liegt zu schwer im Magen, sorgt für mehr Hitze in der Wohnung und es mangelt an Hungergefühlen. Das Buch vom Gräfe und Unzer Verlag hat da direkt mein Interesse geweckt. Beat the Heat wirkt leicht und farbenfroh, strahlt Sommer und Frische aus. Was bietet es aber genau auf seinen 176 Seiten? Mein Blick ins Inhaltsverzeichnis ließ mich erstmal ratlos zurück. Da finden sich nur die einzelnen Kapiteltitel der Rezepte wie Kaltstart, Suppen auf Eis, Knackig und Frisch, Dress it up, Hot Days, cool Snacks usw. Anfangs finden sich dann Tipps wie man sich bei Hitze am Besten verhält - kennt eigentlich jeder schon. Die Rezepte selbst sind schön und geschmackvoll dargestellt, immer auf einer Doppelseite. Es finden sich Mengenangaben und Portionsangaben zu kcal etc.Die Rezeptangaben finden sich jeweils in einem unterlegten Kästchen, was ich sehr übersichtlich finde, ausserdem gibt es bei einigen Rezepten noch zusätzliche Tipps. Was mir nicht so gut gefällt sind die bunt hinterlegten Seiten, denn auf diesen fällt das Lesen manchmal etwas schwer. Am Ende gibt es noch eine Hit Liste und Tipps für eine Sommer, Sonne, Gartenparty.


Ausprobiert haben wir bereits einige der Smoothies, ich finde die Ananas Nektarinen Colada total gut. Ein weiters Highlight ist die Blumenkohl Bananen Suppe, ausgefallen und mal was ganz anderes. Wir haben uns allerdings noch einiges ausgesucht und freuen uns bereits darauf für die richtig warmen Sommertage mit den leckeren Rezepten gut gewappnet zu sein.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Herrlich schräg

Die stummen Turteltauben von Sylt
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Oma Käthe ermittelt wieder, nun bereits zum dritten Mal und ich verreise natürlich nach Sylt um ein erneutes schräges Abenteuer zu erleben. Die stummen Turteltauben von Sylt, der neue Küstenkrimi von Dany ...

Oma Käthe ermittelt wieder, nun bereits zum dritten Mal und ich verreise natürlich nach Sylt um ein erneutes schräges Abenteuer zu erleben. Die stummen Turteltauben von Sylt, der neue Küstenkrimi von Dany R.Wood, in dem die Schwiegermutter von Jupp Backes ihren 3ten Fall löst. Käthe wird um Hilfe von einer Bekannten gebeten in dem Fall einer anderen Bekannten zu ermitteln, die zu Tode gekommen ist. Sie hat sich wohl häufig mit Männern aus einer Dating App getroffen. Ja, und Käthe trifft sich nun auch mit fremden Herren aus der Onlinewelt, was ihr momentan ganz gut in den Kram passt. In der Wohnung von Hinnerk mischt immer noch seine Schwester mit, die gerade selbst frisch verliebt ist und als ehemalige Musicaldarstellerin ständig ihre Liedchen trällert.

Da ich bereits die Vorgängerbände kenne wusste ich was mich hier erwartet. Viel Witz, gute Unterhaltung und an Spannung fehlt es ebenfalls nicht. Toll finde ich die aktuelle Thematik Dating App sowie die Schlagabtausche zwischen Hinnerks Schwester und Käthe. Herrlich. Verdächtige finden sich auch wieder genug und es wird mit aller Macht in alle Richtungen ermittelt. Leider war ich selbst bei meinen Ermittlungen hier mal wieder nicht so erfolgreich, aber dafür gibt es ja auch Käthe und Hinnerk. Am Ende löst sich alles ganz logisch auf, wenn auch für mich eher überraschend. Bitte mehr davon.

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