Cover-Bild Vollblutspießer
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: adakia Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 348
  • Ersterscheinung: 27.03.2025
  • ISBN: 9783911472074
Chris Nolde

Vollblutspießer

Alles fing an mit dem Umzug von Berlin nach Bonn – in die gefühlte Provinz. Während Max früher davon träumte, ein aufregendes Künstlerleben zu führen, heißt es jetzt: Nine-to-Five-Bürojob, Kind umsorgen, Spieleabende.Wäre da nicht diese heimliche Versuchung im Hintergrund, es doch nochmal mit der Kunst zu versuchen … Während Max tagsüber den ordnungsliebenden Angestellten mimt, driftet er abends ab in ein freiheitsliebendes, mysteriöses Kollektiv, das die Kunst an erste Stelle stellt und radikale Umsturzpläne vertritt. So steht Max kurz davor alles zu verlieren, seine Beziehung, seine Gesundheit, seine Integrität. 
Ein schwarzhumoriger Roman über die Alles-Wollen-Und-Nichts-Ausschließen-Generation, über die verführerische Wirkung einfacher Lösungen und die befreiende Kraft von Entscheidungen. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2025

Zwischen Vorgartenidyll und Rebellion – bitterböse, witzig und überraschend tief

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Ein schwarzhumoriger Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch nachdenklich stimmt – genau mein Ding! „Vollblutspießer“ hat mich mit seinem ungewöhnlichen Cover und dem herrlich schrägen Humor direkt ...

Ein schwarzhumoriger Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch nachdenklich stimmt – genau mein Ding! „Vollblutspießer“ hat mich mit seinem ungewöhnlichen Cover und dem herrlich schrägen Humor direkt angesprochen. Zwar habe ich anfangs mit Max, dem Protagonisten, eher gefremdelt, doch mit der Zeit wurde ich überrascht: Mal mochte ich ihn mehr, mal weniger, aber seine Entwicklung und seine Zerrissenheit haben mich nicht mehr losgelassen.

Chris Nolde beleuchtet mit spitzer Feder und viel Ironie ein sehr ernstes Thema: den inneren Konflikt zwischen Angepasstheit und Selbstverwirklichung. Zwischen „normalem“ Leben mit Bürojob, Kind und Spieleabend und der Sehnsucht nach Freiheit, Bedeutung und künstlerischer Entfaltung. Dass Max sich plötzlich in einem radikalen Kollektiv wiederfindet, klingt einerseits absurd, andererseits aber auch erschreckend realistisch.

Der Humor ist trocken und manchmal düster, was den Ton des Buches so besonders macht. Gleichzeitig gibt es viele leise Momente, die zum Nachdenken anregen. Über Lebenswege, Entscheidungen und den Wunsch, mehr vom Leben zu wollen, ohne genau zu wissen, was dieses „Mehr“ eigentlich sein soll.

Trotz meiner anfänglichen Skepsis gegenüber Max war für mich klar: Kein Punktabzug. Gerade seine Ambivalenz hat ihn so greifbar gemacht. Ich habe das Buch verschlungen und oft inne gehalten, um einzelne Sätze auf mich wirken zu lassen.

Fazit: Ein Buch, das gleichermaßen unterhält und aufwühlt, mit klugen Gedanken, bissigem Humor und einer mutig und originell erzählten Story. Von mir gibt es verdiente 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.06.2025

Was zeichnet einen Spießer aus?

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Grundsätzlich finde ich, ist es dem Autor gut gelungen, die Stimmung bzw. das vermeintliche Selbstverständnis einer ganze Generation einzufangen. Doch muss ich zugeben, dass mir Max als Mensch und Protagonist ...

Grundsätzlich finde ich, ist es dem Autor gut gelungen, die Stimmung bzw. das vermeintliche Selbstverständnis einer ganze Generation einzufangen. Doch muss ich zugeben, dass mir Max als Mensch und Protagonist des Romans seltsam fremd blieb. Vielleicht bin ich inzwischen zu sehr Spießerin, um ihn in seinem gewollten Rebellentum und seinem Struggle verstehen zu können.
Nichtsdestotrotz hat mir die ausgewogene Mischung aus teils schwarzem Humor, Tiefgründigkeit und leichter Erzählung streckenweise gut gefallen.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Schräg

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Vollblutspiesser von Chris Nolde hat mich wegen des lustigen Vorgartenzwergs sofort angesprochen. Max ist von Berlin nach Bonn gezogen und lebt nun anstelle eines aufregendes Künstlerlebens einen ganz ...

Vollblutspiesser von Chris Nolde hat mich wegen des lustigen Vorgartenzwergs sofort angesprochen. Max ist von Berlin nach Bonn gezogen und lebt nun anstelle eines aufregendes Künstlerlebens einen ganz normalen Bürojob. Leider passt ihm das auf Dauer aber überhaupt nicht, er ist mit allem unzufrieden und findet sich plötzlich in einer freiheitsliebenden, radikalen und Drogenkonsumierenden Gruppe wieder. Wie das endet, ist eigentlich schon vorprogrammiert.

Chris Nolde lässt einen hier an dem Leben von Max teilhaben. Max ist auf der Suche nach Zufriedenheit und durchläuft dabei einige Dinge in seinem Leben, die nicht ganz förderlich für ihn sind. Der Schreibstil ist ruhig, es liest sich interessant, an einigen Stellen witzig, an manchen Stellen nachdenklich stimmend und auch tiefgründig. Wie stellt man sich sein Leben vor? Kann man es so umsetzen wie man es wünscht? Chris Nolde packt hier ein nicht leichtes Thema an, denn irgendwann fragt sich jeder einmal in seinem Leben, ob das schon alles gewesen ist. Ist man ein Spießer nur weil man einem geregelten Job nachgeht und eine Familie hat?

Max ist ein Charakter, der mir anfangs alles andere als sympathisch war, denn mit seinem Lebensstil konnte ich mcih überhaupt nicht identifizieren. Im Laufe der Geschehnisse bessert sich aber das Verhältnis. Mit den anderen Charakteren ging es mit ähnlich. Allerdings sind alle so gut dargestellt, dass man während des Lesens Bilder davon im Kopf hat und das lässt alles lebendig wirken.

Ich weiß nicht, ob der Roman für jeden empfehlenswert wäre, ich habe alleine aus den Gründen weiter gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, ob Max am Ende doch noch die Kurve kriegt.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Rebell oder Spießer?

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Das Cover mit dem rauchenden Gartenzwerg hat mich zum Schmunzeln gebracht. Gartenzwerge gelten ja gemeinhin als spießig. Aber sind wir nicht alle zumindest ein bisschen spießig? Na, und?

Chris Nolde ...



Das Cover mit dem rauchenden Gartenzwerg hat mich zum Schmunzeln gebracht. Gartenzwerge gelten ja gemeinhin als spießig. Aber sind wir nicht alle zumindest ein bisschen spießig? Na, und?

Chris Nolde entführt uns in seinem Roman Vollblutspießer in das Leben von Max, der von Berlin nach Bonn zieht und sich plötzlich in einem völlig anderen Alltag wiederfindet. Max träumt von einem Schriftstellerleben und sitzt nun nicht gerade glücklich in einem Büro fest mit einem Nine-to-Five Job. Emma, seine Partnerin scheint den Spagat besser geschafft zu haben. Sie arbeitet nur ein paar Tage in der Woche und hat den Rest für sich und ihre Kunst.

Max fühlt sich zerrissen. Einerseits möchte er seinen Job hinwerfen, anderseits liebt er die Sicherheit. Innerlich begreift er sich als Rebell, der er nicht mehr ist. Sein Kampf mit seinen Dämonen ist nachvollziehbar. Verständlich, dass auch die Beziehung darunter leidet. Mit Max bin ich nicht wirklich warm geworden. Ich hatte mir beim Lesen oft gedacht: Werde endlich erwachsen.

Leider habe ich in dem Buch den Humor vermisst. Ich hatte mir doch mehr was zum Schmunzeln und Lachen erwartet.

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