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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2021

Ganz nett

Lady Arrington und die tödliche Melodie
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Lady Arrington erinnert mich irgendwie an Agatha Kristie. Eine liebenswerte ältere Dame, die ständig über Mordfälle stolpert. Mich hat hier das Wort Kreuzfahrt Krimi animiert das Buch zu lesen. Das Cover ...

Lady Arrington erinnert mich irgendwie an Agatha Kristie. Eine liebenswerte ältere Dame, die ständig über Mordfälle stolpert. Mich hat hier das Wort Kreuzfahrt Krimi animiert das Buch zu lesen. Das Cover finde ich eher kitschig, ansprechend ist da nur der Liegestuhl mit dem Blick auf das Meer. Der Krimi an sich ist ruhig, plänkelt auch öfters Mal vor sich hin, hat aber durchaus auch ein wenig Spannung, ungeahnte Wendungen und ein sehr überraschendes Ende. Die Charaktere könnten für mich besser ausgearbeitet sein. Sie bleiben die ganze Zeit eher unscheinbar und nicht greifbar um Sympathien aufbauen zu können. Der Schreibstil ist ganz angenehm und man liest gerne. Eine Krimi ist es, aber das Kreuzfahrtschiff und seine schöne Tour sind nur Statisten. Ich habe die Tour mit diesem Schiff bereits gemacht und war sehr enttäuscht darüber hier nur nebensächliches davon zu lesen. Dabei wäre bestimmt einiges an Potenzial noch dabei gewesen. Trotzdem kann ich es aber als netten Cosy Krimi für Zwischendurch empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Nichts für mich

Die vierte Schwester
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Die vierte Schwester von Kate Atkinson hat mich vom Klappentext her sofort angesprochen. Ein Band aus der Reihe um den Privatermittler Jackson Brodie. Es ist allerdings ein Roman, kein Krimi, denn dem ...

Die vierte Schwester von Kate Atkinson hat mich vom Klappentext her sofort angesprochen. Ein Band aus der Reihe um den Privatermittler Jackson Brodie. Es ist allerdings ein Roman, kein Krimi, denn dem Klappentext nach könnte es sich auch um einen Krimi handeln. Aufgeteilt ist das Buch in viele verschiedenen Abschnitte. Es beginnt 1970 und schildert das Leben der vier Schwestern, von denen die jüngste spurlos verschwindet. 1994 wird Laura,die Tochter eines angesehenen Anwalts in der Kanzlei ermordet. 1979 verschwindet dieTochter von Michelle, die ihren gewalttätigen Mann ermordet hat. Alle Fälle landen bei Jackson, der 2004 versucht diese zu klären und das Verschwinden einer Katze.

Hört sich alles eigentlich ganz interessant, aber mir ist das zu verworren. Alleine schon die ganzen Charaktere, mit denen ich mich überhaupt nicht anfreunden konnte. Der Schreibstil, emotionslos und traurig. Ich lese ein Buch um abzuschalten und nicht um depressiv zu werden.

Schade, seit langer Zeit mal wieder ein Buch, dass ich nicht zu Ende lesen mochte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2021

Toller Ausflug in eine aussergewöhnliche Academy

Alien Academy
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Alien Academy ist der Anfang einer geplanten neuen Serie von Jochen Till. Jochen Till kennen wir bereits von einigen anderen Jugend - und Kinderbüchern, wir mögen seinen witzigen, kreativen Schreibstil ...

Alien Academy ist der Anfang einer geplanten neuen Serie von Jochen Till. Jochen Till kennen wir bereits von einigen anderen Jugend - und Kinderbüchern, wir mögen seinen witzigen, kreativen Schreibstil sehr. Ausserdem lieben wir die Illustrationen im Comic Style, die in den Büchern eigentlich immer vorhanden sind.

Hier begeben wir uns mit Cody auf eine megamäßige Reise, nämlich auf den Planeten Paras. Dort haben die Eltern grüne Rüssel und drei Pobacken! Könnt ihr euch vorstellen, wie das ist, wenn man morgens wach wird und total ahnungslos ist? Sogar auf der neuen Schule, der Alien Academy kann er nur erfahren, dass alle Kinder hier bei einem großen Unfall ihr Gedächtnis verloren haben.

Da wir die Angewohnheit haben uns immer erst die ganzen Illustrationen anzuschauen, waren wir von denen hier zunächst etwas enttäuscht. Nachdem wir aber die ersten Seiten gelesen haben, hat sich unsere Meinung geändert, denn der Illustrator Raimund Frey hat hier wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Es fügt sich alles perfekt in die Geschichte ein und es bilden sich klare Vorstellungen von den Charakteren und ihrer Umgebung.

Der Schreibstil von Jochen Till begeistert nicht nur die Kinder. Es sprudelt hier nur so vor witzigen, kreativen, passenden Redewendungen und Gags. Die Charaktere sind durchgehend einzigartig gestaltet, so dass man sie einfach nur mögen kann. Für uns wieder ein paar wirklich spaßige Lesestunden. Das Buch wird im regal verweilen und mit Sicherheit noch einige Male mehr zur Hand genommen werden. Selbstverständlich erwarten wir auch noch mehr Abenteuer mit Cody und seiner illustren Truppe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2021

Alles andere als erholsam

Tod in Zeeland
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Freddie macht sich mit ihrer Freundin Melanie auf den Weg in die Niederlande zu einem Yoga Seminar. Hier will sie in Ruhe über ihre Beziehung zu Jan nachdenken. Bevor sie jedoch zum ersten Sonnengruß kommt ...

Freddie macht sich mit ihrer Freundin Melanie auf den Weg in die Niederlande zu einem Yoga Seminar. Hier will sie in Ruhe über ihre Beziehung zu Jan nachdenken. Bevor sie jedoch zum ersten Sonnengruß kommt stolpert sie bereits über eine Tote und mit der soll Jan auch noch ein Verhältnis gehabt haben. Wie soll man denn da bitteschön überhaupt abschalten können?

Freddie als Charakter ist wie geschaffen für diese stimmungsvolle Urlaubslektüre. Sie hat flotte Sprüche drauf, gibt den teilnehmenden Charakteren lustige Spitznamen und tritt gelegentlich ins Fettnäpfchen. Mit Yoga, achtsam sein und abschalten hat sie ebenfalls so ihre Problemchen. Man muss also nicht unbedingt Yoga erfahren sein um hier dabei sein zu wollen. Der Schreibstil von Carla Capellmann ist sehr humorvoll, spritzig, voller Witz, jedoch finden sich auch interessante spannende Wendungen, mit denen man überhaupt nicht rechnet. Sie vermittelt hier den Spagat Yoga mit Krimi sehr unterhaltsam. Gut gefallen haben mir auch die niederländischen Redewendungen, für die es am Ende des Buches zum Glück noch die deutschen Übersetzungen gibt. Das macht die Umgebung dort, die zusätzlich sehr bildhaft beschrieben ist, noch lebendiger und man fühlt sich tatsächlich wie selbst gerade vor Ort. Obwohl das laut google nicht gerade weit von uns entfernt ist, war ich komischerweise noch nie da. Das wird sich allerdings demnächst mal ändern. Ein Yoga Seminar wird es allerdings eher nicht, ist mir dann doch zu stressig.

Ich kann die Reise nach Zeeland jedem sehr empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Reinster Genuss

Limoncellolügen
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Mein erster Gardasee - Krimi von Gudrun Grägel hat mich sowas von begeistert. Bereits das Cover lässt jede Menge Urlaubsfeeling aufkommen und man träumt sofort von dem Ort Limone zu dem Doro Richter reist ...

Mein erster Gardasee - Krimi von Gudrun Grägel hat mich sowas von begeistert. Bereits das Cover lässt jede Menge Urlaubsfeeling aufkommen und man träumt sofort von dem Ort Limone zu dem Doro Richter reist um ihrer Freundin Greta in ihrem Familienhotel in der Küche auszuhelfen. Doro ist die Tochter eines Sternekochs und kennt sich da bestens aus. Allerdings steckt sie ihre Nase auch gerne in Dinge, die sie eigentlich nichts angehen. Es wird hier also nicht nur gut gekocht, nein, es wird noch sehr spannend, es wird gemordet und Doro ermittelt auf eigene Faust.

Der Schreibstil von Gudrun Grägel ist genau meins. Ich h abe mich in dem Buch sofort wohlgefühlt. Doro sorgt mit ihrem aufgeweckten Charakter für Abwechslung, es gibt reichlich südlichen Charme, eine Portion Dolce Vita und einiges zu jagen. Das versteht Gudrun Grägel mir als Leser*in super zu vermitteln. Die Charaktere sind wie geschaffen für dieses Erlebnis und vor allem lernt man die alle anfangs im Personenregister kennen. Toll ist ebenso der Lageplan vom Gardasee und was mir richtig gut gefallen hat sind die eingestreuten italienischen Redewendungen. Ganz hin und weg war ich dann als ich am Ende noch einiges an Rezepten zum Nachkochen gefunden habe.

Für mich auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes Buch, es ist "Perfetto".

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere