Ungewöhnlich
Komm tanzen!Angesprochen hat mich der Titel und dieses wunderschön luftige Covermotiv. Beim Tanzen fühlt man sich leicht und schwebend, genau das strahlt das Cover für mich aus. Es ist ein Roman von Lucia Jay von ...
Angesprochen hat mich der Titel und dieses wunderschön luftige Covermotiv. Beim Tanzen fühlt man sich leicht und schwebend, genau das strahlt das Cover für mich aus. Es ist ein Roman von Lucia Jay von Seldeneck, die in Berlin - Kreuzberg lebt und als freie Autorin arbeitet. Erschienen ist es im GOYA Verlag. Das Setting spielt auch in Berlin, am Wannsee. Dort treffen sich Freunde um eine Nacht zu feiern. Es wird getrunken, über das bisherige Leben gesprochen, darüber was einen noch erwartet, Drogen konsumiert, getanzt und Dinge gemacht, die man besser nicht machen sollte. Die Charaktere sind zahlreich, aber nach dem vierten Kapitel habe ich mich gut zurecht gefunden. Lucia Jay von Seldeneck hat einen anfangs ungewöhnlichen Schreibstil für mich. Die Erzählweise wirkt poetisch und hat mich nach kurzer Zeit für sich eingenommen. Die eingeflochtenen Unterhaltungen sind oftmals recht kurz und regen zum Mitdenken an. Das Buch ist relativ schnell zu Ende gelesen, da es nur 137 Seiten hat. Diese haben es allerdings in sich und durch das ganze Geplänkel der verschiedenen Charaktere, wird der eine oder andere Ähnlichkeiten mit seinem eigen Leben erkennen und ins Nachdenken geraten. Die Gegebenheiten am Wannsee sind sehr atmosphärisch geschildert und ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, was denn nun am Ende hier passiert. Irgendwann war ich an einem Punkt angelangt, wo ich das Ende kaum noch erwarten konnte und nun spielt mein Kopfkino. Jedem mag ich das Buch nicht empfehlen, denn man muss sich schon darauf einlassen können.