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Veröffentlicht am 19.06.2026

Kurios

Sekretärin auf Abwegen
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Wer würde sich nicht gerne auf eine sonnige Insel absetzen? Es gibt bestimmt mehr Leute als man denkt, die ihren Chef gerne zum Mond schicken oder den Hals umdrehen würden. Genau über diese Dinge denkt ...

Wer würde sich nicht gerne auf eine sonnige Insel absetzen? Es gibt bestimmt mehr Leute als man denkt, die ihren Chef gerne zum Mond schicken oder den Hals umdrehen würden. Genau über diese Dinge denkt die seriöse Chefsekretärin Simone immer häufiger nach. Leider fehlt ihr das nötige Kleingeld und für einen Mord der Mut. Doch da bekommt sie plötzlich Hilfe aus anderen Gefilden, denn ihr ekliger Chef erleidet einen Herzinfarkt und verstirbt. Simone kommt die Idee das Geschäft einfach in seinem Namen mit fingierten Konten zu ihren Gunsten weiter zu führen. Das Problem ist nur, wohin mit dem Widerling von Chef?

Hört sich nicht nur nach einer tollen Krimikommödie an, ist auch eine. Julia Geestendorf hat sich mit dem Taschenbuch Sekretärin auf Abwegen erschienen im BoD GmbH Verlag eine kuriose Idee einfallen lassen. Es ist voller Witz, na ja, auch hier und da ein wenig realitätsfremd, sorgte bei mir aber trotzdem für einige tolle unterhaltsame Lesestunden. Ein typischer Büroalltag, ein grabschender Chef und ätzende Kollegen, kennt man doch. Simone als Charakter fand ich bis auf einige ihrer Gedankengänge ganz sympathisch. Es war amüsant zu lesen, was ihr nach dem Tod des Chefs alles so einfiel um ihre Träume endlich in die Realität um zu setzen. Ich konnte mir alles lebhaft vorstellen. Auch mit den anderen Charakteren, die glaubhaft und lebendig dargestellt wurden hatte ich meinen Spaß bzw. konnte mitfühlen.

Ein nettes amüsantes Buch für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Immer eine Reise wert

DUMONT Bildatlas Sizilien
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Sizilien hat viel zu bieten, egal ob im kulturellen Bereich, an den Küsten oder im Gebirge. Für uns geht es alle paar Jahre dorthin, denn wir haben dort nicht nur noch Verwandschaft, wir lieben dieses ...

Sizilien hat viel zu bieten, egal ob im kulturellen Bereich, an den Küsten oder im Gebirge. Für uns geht es alle paar Jahre dorthin, denn wir haben dort nicht nur noch Verwandschaft, wir lieben dieses sonnige, das karibische Flair, antike Stätten, die Menschen, einfach alles. Der neue Bildatlas Sizilien von Dumont hat uns da alle sofort angesprochen, denn dieses Jahr geht es leider nicht dorthin und so haben wir wenigstens literarisch die Chance. Selbst für uns gibt es immer noch neues zu entdecken. Also auf ins Geschenehen. Zunächst erleben wir das Beste aus Sizilien, spannend und interessant dargestellt und macht sofort Lust hier weiter ein zu tauchen. Dann gibt es erstmal Doppelseiten mit schönen Fotos mit kurzen Infos, anschließend gibt es drei Tourenvorschläge. Es finden sich praktische Karten und Tipps für einmalige Erlebnisse. Aufgeteilt ist es in Palermo und der Nordwesten, Catania und der Nordosten, Syrakus und der Südosten sowie Trapani und der Westen. Alles wird interessant geschildert und liest sich wie in einem Reisemagazin. Am Ende dürfen auch die Tipps Hilfreich & Nützlich nicht fehlen und natürlich die Empfehlungen für die Urlaubserinnerungen. Obwohl das Buch nur 122 Seiten aufweist hat es auch wegen seines großen Formats eine Menge zu bieten.

Diesen Bildatlas können wir jedem empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Ungewöhnlich

Das Geheimnis des verschwundenen Amuletts
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Mit diesem Buch habe ich mich echt schwer getan. Ich fand den Anfang schon sehr ungewöhnlich, denn man wird direkt mittendrin geworfen und was hier passiert ist schon verwirrend. Unsere 8jährige hat danach ...

Mit diesem Buch habe ich mich echt schwer getan. Ich fand den Anfang schon sehr ungewöhnlich, denn man wird direkt mittendrin geworfen und was hier passiert ist schon verwirrend. Unsere 8jährige hat danach sofort abgewunken, es waren auch überhaupt keine Illustrationen zu finden, was bei ihr schonmal sowieso nicht geht. Unsere 11jährige war allerdings total angetan von Mira. Marietheres Wagner gestatttet tiefe Einblicke in Miras Gedankengänge und so hat man jede Emotion klar vor Augen. Ich persönlich fand dies wie bereits schon geschrieben eher verwirrend. Die Ich Perspektive als Erzählstil gefällt mir eigentlich, denn so kann ich mich ganz gut mit der jeweiligen Person identifizieren.

Das Cover wirkt ansprechend. Man sieht zwei Mädchen und einen Jungen in einer dunklen Umgebung. Das vordere Mädchen trägt ein Amulett und scheint Mira darzustellen. Der Titel passt dazu. Mira ist ein 10jähriges lebhaftes Mädchen. Sie sind gerade umgezogen in einen kleinen Ort. Hier will ihr Vater einen Buchladen eröffnen und ihre Mutter als Journalistin arbeiten. Mira beschäftigt sich gerne mit Dingen, die anderen verborgen bleiben und erscheint deswegen oftmals komisch anderen gegenüber. Schnell lernt sie jedoch Amelie und Fabio kennen und sie klären gemeinsam ihren ersten Fall auf. Es geht um ein verschwundenes Amulett.

Der Fall selbst entwickelt sich langsam im Laufe der Geschehnisse zu einem spannenden. Unschlüssig war für uns welche Rolle die unmögliche Kommissarin hier spielt und warum sie sich mit der Mutter so schnell anfreundet. Am Ende zeigt es dann aber auf, dass man ruhig auf sein eigenes Verhalten vertrauen sollte und wie wichtig Freundschaften sind.

Für uns war jetzt nicht alles schlüssig, empfehlen würden wir es aber erst ab einem Lesalter von 10 Jahren.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Idyllisch oder doch nicht?

Gegen Mord ist kein Sauerkraut gewachsen
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Marion Demme-Zech konnte mich mit ihrem neuen Saar-Lor-Lux Krimi richtig gut unterhalten. In Gegen Mord ist kein Sauerkraut gewachsen ermitteln die Saarbrücker Kommissare Antonia Knuppertz und Wolfgang ...

Marion Demme-Zech konnte mich mit ihrem neuen Saar-Lor-Lux Krimi richtig gut unterhalten. In Gegen Mord ist kein Sauerkraut gewachsen ermitteln die Saarbrücker Kommissare Antonia Knuppertz und Wolfgang Forsberg mit ihrem Polizeihund Dackel Günther auf dem Flusskreuzer Mosarella. Hier müssen sie ein frischverheiratetes Paar spielen um nicht als Ermittler aufgedeckt zu werden. Das ist aber nicht so ganz einfach und gestaltet sich schwieriger als gedacht. Aber auch Dackel Günther sorgt für das ein oder andere Chaos auf der Suche nach etwas Leckerem. Es hat dann auch einige Zeit gedauert bis ich in etwa wusste was hier abläuft. Das letzte Drittel fand ich sogar nochmal richtig spannend.

Ich habe bereits einige Bücher von Marion Demme - Zech gelesen und das Ermittlerduo habe ich bereits in früheren Bänden kennen lernen dürfen. Beide sind sehr sympathisch, haben ihre Ecken und Kanten. Der Schreibstil ist einfach. Die einzelnen Kapitel werden immer aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, die Überschriften zeigen aber an, wer gerade erzählt. Ich mag diese abwechselnden Sichtweisen, denn das macht für mich den Lesefluss noch spannender. Besonders gelungen hier finde ich die etappenartige Aufzeichnung der Tour. Jeweils am Anfang befindet sich ein Kartenausschnitt von der Etappe incl. der Angabe mit Kilometer und Seemeilen. Also ich habe mich die ganze Zeit mit dabei gefühlt. Der Dackel sorgt natürlich wieder für manch lustige Einlage, besonders mit seiner tollen Freundin Blanche. Ich habe mich herrlich unterhalten gefühlt.

Wer gerne ruhige, unblutige, aber sehr unterhaltsame Krimis liest, der sollte hier unbedingt zugreifen.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Fremde Welten

Juli Gold - Wächterin der Zeit
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Juli Gold - Wächterin der Zeit von Christine Weißenborn erschienen im Knesebeck Verlag macht durch sein wunderschönes Cover aufmerksam. Im Hintergrund erkennt man New York, während der Vordergrund durch ...

Juli Gold - Wächterin der Zeit von Christine Weißenborn erschienen im Knesebeck Verlag macht durch sein wunderschönes Cover aufmerksam. Im Hintergrund erkennt man New York, während der Vordergrund durch einen sattgrünen Wald mit einem blondgelockten Mädchen glänzt. Es wirkt geheimnisvoll und zieht den Blick sofort an. Juli Gold lebt in der wuseligen Stadt New York. Irgendwie fühlt sie sich aber hier nicht wohl, denkt anders als ihre Klassenkameraden, hält sich am liebsten in der verwunschenen abseits gelegenen Gärtnerei ihrer Oma Irina auf. An ihrem 13ten Geburtstag ändert sich dann aber einiges. Sie lernt Janko in ihrer Lieblingsbäckerei kennen und von ihrer Oma bekommt sie zum Geburtstag ein Zelt geschenkt, das früher ihrer Mutter gehört hat, die seit einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Beide entdecken das Geheimnis des Zeltes und reisen zusammen in unbekannte Welten, hier gibt es einen Gegener, der die Zeit aller Welten verschlingen will.

Wir haben uns auch ziemlich schnell eingelesen, lernen alle Charaktere kennen und finden uns schnell im Geschehen zurecht. Der Schreibstil ist leicht und locker lesbar, die Story anfangs interessant und manchmal liest es sich wie im Märchen. Dann wurde es leider ein wenig zäh und wir haben erstmal pausiert mit dem Lesen weil es uns zu sehr dahin plätscherte. Im letzten Drittel nimmt es aber wieder richtig Fahrt auf und wir haben gebannt bis zum Ende gelesen. Die Idee der Storyline hat uns sehr gefallen. Besonders das Zelt zum Zeitreisen, die vier Jahresezeiten und die Zeithexen mit ihren verschiedenen Fähigkeiten.

Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt, auffordert achtsam durch die Welt zu gehen, mutig zu sein und Freundschaften zu bilden. Die Altersempfehlung liegt bei ab 12 Jahren.

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