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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2024

ein wunderbares Buch

Am Himmel die Flüsse
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Selten hat mich ein Buch beim Lesen so beeindruckt und gefesselt. Als erstes hat mich die Sprache bezaubert - sie ist poetisch, bringt alles auf den Punkt und das in detailreichen, phantasievollen und ...

Selten hat mich ein Buch beim Lesen so beeindruckt und gefesselt. Als erstes hat mich die Sprache bezaubert - sie ist poetisch, bringt alles auf den Punkt und das in detailreichen, phantasievollen und malerischen Beschreibungen. Sie hat mich in eine andere Welt geführt, den Weg des Lebens und seinen unsichtbaren Zusammenhängen erleben lassen. Die Schilderungen des Wassertropfens und seines unsterblichen Lebens hat diesem Buch wirklich den roten Faden gegeben. Wir erleben seine Existenz durch die ganze Geschichte, zusammen mit unseren drei Protagonisten über Jahrhunderte hinweg und es ist magisch zu lesen. Die Vorstellung des Tropfens hat mir sehr gut gefallen und irgendwie hat es den Blick auf dieses wichtige Element Wasser wieder verstärkt. Denn Wasser ist das Elixier des Lebens - auch wenn man es hier bei uns - durch seinen Überluss - manchmal vergisst. Die Autorin hat es geschafft, anhand der Lebensgeschichten von Arthur, Narin und Zaleekhah, eine wunderschöne und gleichzeitig schreckliche Geschichte über das Leben zu erzählen. Über die Grausamkeiten, aber gleichzeitig die schönen Dinge, das Zusammenhalten untereinander, die Liebe, die Sehnsucht, aber auch die Suche nach dem Glück - das Leben in seinem ganzen Spektrum wird hier aufgegriffen. Die vielen unterschiedlichen Charaktere kommen hier gut zur Geltung. Die Zeitsprünge sind schon sehr groß. Und dadurch sind die Personen ja auch alle interessant, denn man erlebt sie in unterschiedlichen Jahrzehnten und den entsprechenden Lebensarten. Arthur lebt im 19.Jahrhundert und seinen Werdegang kann man nur bewundern. Er hat wirklich viel erreicht und wir erleben seine Lebenssitutationen und vor allen Dingen die Veränderungen darin, hautnah mit. Man kann sich aber diese Lebensumstände in der damaligen Zeit kaum vorstellen. Ich fand die Schilderungen sehr authentisch und ich konnte alles vor meinem Auge sehen. Dann die Beschreibungen aus dem Leben der beiden Frauen Narin und Zaleekhah, die ja im 21 Jahrhundert spielen. Allerdings kam ich mir bei den geschilderten Lebenssituationen von Narin nicht so weit vom 19 Jahrhundert entfernt vor. Denn auch hier ging es grausam zu. Und es ist schrecklich, die Parallelen zu den Erzählungen aus dem Leben von Arthur zu sehen. Man sollte meinen, die Menschen hätten dazugelernt, aber das ist wohl nicht so. Dieses Buch erzählt auch von der großen Dummheit der Menschen, die immer wieder die gleichen Fehler machen und die Menscheit ins Leid schicken. Auch die dritte Person in dem Buch, Zaleekhah, hat eine eindrucksvolle Geschichte zu erzählen. Sie ist für mich aber auch eine starke Frau. Die geschilderten Personen sind interessante und starke Persönlichkeiten. Ihre Geschichten sind sehr interessant und authentisch erzählt. Es geht um so viele verschiedene Themen in diesem Buch und alle sind wichtig. Die Zusammenführung dieser Menschenleben und der Problematiken ist der Autorin sehr gut gelungen. Auch wenn es ja meist sehr traurige Begebenheiten sind, so ist das Buch und seine erzählte Geschichte einfach wunderbar zu lesen. Man erlebt interessante Begebenheiten, auch aus der Geschichte. Und auch das hat mir gut gefallen. Und Wasser und die Flüsse spielen natürlich eine große Rolle. Mir hat die Vorstellung dieser verschwundenen Flüsse immer schon gut gefallen und es ist eine schöne Vorstellung, dass sie schon immer da waren und auch eine große Rolle für viele Menschen gespielt haben. Und auch hier gibt es immer die Verbindung über die Jahrhunderte hinweg, am Beispiel des Wassers und dem Leben an den Flüssen.

Für mich ist diese Buch einfach unglaublich lesenswert, es ist kein Märchen, sondern zeigt das Böse und auch das Gute der Menschen. Man taucht tief in die Emotionen der erzählten Ereignisse ein und die Verbindungen dieser Menschen und der Orte werden über Jahrhunderte hinweg zusammengeführt. Nichts ist für immer verloren, irgendwo findet sich immer ein Rest der Vergangenheit. Ich kann dieses Buch auf alle Fälle empfehlen und es wird sicher jeden Leser in seinen Bann ziehen.

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Veröffentlicht am 01.09.2024

und die Suche geht weiter....

Die Gewalt des Sturms
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Auch dieser zweiten Band um die Ermittlerinnen Lina Lübbers und Kea Siefken hat mir wieder gut gefallen. Wir erleben weiterhin die Suche von Lina nach dem Maulwurf im Team und erleben die dadurch sich ...

Auch dieser zweiten Band um die Ermittlerinnen Lina Lübbers und Kea Siefken hat mir wieder gut gefallen. Wir erleben weiterhin die Suche von Lina nach dem Maulwurf im Team und erleben die dadurch sich entwickelnden Schwierigkeiten. Besonders im Zusammenleben und -arbeiten der Protagonisten wird diese Problematik deutlich. Es werden folgenschwere Entscheidungen getroffen, die wirklich große Auswirkungen auf alle Beteiligten haben. Aber mir hat diese spannende Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema bezüglich Vertrauen und Zusammenarbeit gut gefallen. Auch sonst sind die dargestellten Lebenssituationen wieder sehr authentisch rübergekommen. Wir erleben aber nicht nur die zwischenmenschlichen Probleme, sondern der Fall entwickelt sich wirklich sehr interessant und unvorhergesehen weiter. Ich hatte jedenfalls nicht mit allen vorkommenden Situationen gerechnet. Aber es hat mich sehr gefesselt und ich habe mit allen Beteiligten mitgelitten. Die ganzen Zusammenhänge mit dem niederländischen Clan sind super interessant und hier wird auch die gute Zusammenarbeit zwischen den länderübergreifenden Polizeieinsätzen gut dargestellt. Es macht einfach Spaß den Handlungen zu folgen. Es ist eine schöne Krimirreihe, wo man die persönlichen Lebenssituationen der Protagonisten miterlebt und natürlich dabei den spannenden Arbeitsalltag nicht aus dem Blick verliert. Außerdem kann man sowas garnicht trennen, denn die Personen sind ja im Privat- wie im Arbeitsleben verbunden. Die Bar mit dem treuen Freund von Lina ist ja immer ein guter Treffpunkt. Das gehört eben auch dazu. Mir hat dieser Ausflug in die Auricher Gegend jedenfalls wieder gut gefallen. Die Handlungen waren spannend, unerwartet und voller emotionalen Momenten. Durch die detailreichen Schilderungen kann man sich immer alles gut vorstellen. Und auch wer den ersten Band nicht gelesen hat, kommt gut zurecht, denn man erfährt doch einiges aus der Vergangenheit. Allerdings macht es mir immer mehr Spaß, wenn ich Serien in der richtigen Reihenfolge lese. Und so habe ich es hier ja auch gehandhabt.

Also, auf zu einer spannenden Lesezeit mit einem interessanten Regionalkrimi im Auricher Land und mit einem abwechslungsreichen Ermittlerteam.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

ein Stück Geschichte

Winterwölfe
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Dies ist also der zweite Teil der Trilogie um die Essex-Dogs. Sie sind eine Truppe aus ein paar Männern, die gemeinsam dem Kriegsruf Englands als Söldner gefolgt sind und nun als englische Soldaten auf ...

Dies ist also der zweite Teil der Trilogie um die Essex-Dogs. Sie sind eine Truppe aus ein paar Männern, die gemeinsam dem Kriegsruf Englands als Söldner gefolgt sind und nun als englische Soldaten auf französischem Boden den Krieg erleben. Ich finde es sehr interessant, diese Zeit aus der Sicht dieser Männer zu erleben. Sie sind ein eingeschworenes Team und achten aufeinander. Das ist auch notwendig, denn diese Zeit und das Überleben im Krieg ist nicht einfach. Alleine das tägliche Leben ist ein Kampf. Die Lebensumstände sind wirklich schlimm und es hat mich teilweise richtig runtergezogen. Der Gedanke, dass es so auch dort zugegangen ist, ist schon schwer zu verdauen. Aber da der Autor ja als Historiker bekannt ist, kann man den Schilderungen schon Glauben schenken. Natürlich ist es ein fiktiver Roman, aber die damals herrschenden Lebensbedinungen waren nunmal nicht gerade einfach. Ich habe den ersten Teil, "Essex Dogs", auch gelesen und mich über diese Fortsetzung gefreut. Denn ich wollte gerne wissen, wie es den Protagonisten auch weiterhin ergeht. Man muss den ersten Teil nicht gelesen haben, aber es erleichtert es schon und macht die Geschichte der Männer noch interessanter. Dann man erlebt ihre Überlebensstrategie in dieser gefährlichen Zeit und man wird auch den einen oder anderen der Truppe sterben sehen, aber man bleibt mit den Überlebenden dabei und taucht tief mit ihnen in ihre Kämpfe und auch Träume und Hoffnungen ein. Die Erzählung ist sehr abwechslungsreich. Es gibt nicht nur die individuelle Geschichte der Männer aus England, sondern man erlebt ja eine geschichtlich aufregende und verändernde Zeit mit. Man erlebt Geschichte hautnah mit und erfährt auch Dinge, die man so vielleicht noch nicht kannte. Ich war z.B sehr überrascht über diese lange Belagerung um Calais. Die Schilderungen sind für mich manchmal unvorstellbar. Der Autor ist wirklich sehr detailreich und schildert alles sehr authentisch. Ich habe diese provisorische Holzstadt vor Calais gut vor meinem inneren Auge gesehen. Unvorstellbar, aber es macht auch Spaß diese Vergangenheit zu erleben. Besonders, da man sie durch die Augen von Romford, Thorp, Tebe oder Loveday hautnah miterlebt. Die Personen waren wirklich sehr unterschiedlich. Es waren Söldner und auch wenn sie damit Geld verdienen wollten, konnten auch sie so ein Leben nicht auf dauer führen und wünschen sich doch zurück auf die Insel zu ihrer Familie oder auch nur für ein ruhiges Leben. Es ist aufregend und auch lehrreich zu lesen. Gut gefallen haben mir auch die Zitate aus alten Chroniken. Das stellte nochmal einen guten Bezug zu den tatsächlichen Ereignissen dar. Der Text an sich lässt sich gut und flüssig lesen. Die Namen, gerade der Adeligen, kann man sich nicht immer so gut merken, aber im Laufe des Buches habe ich sie doch immer gut zuordnen können. Mir hat diese persönliche Geschichte der Männer gut gefallen, es gibt einen lebensnahen Einblick in eine mir total unbekannte Zeit und die damals herrschenden Lebensbedingungen. Es war keine einfache Zeit und wie immer ist es für das "normale" Volk immer am schwersten. Sie werden ausgenutzt und müssen für die Träume der Könige und Adeligen leiden. Ich bin jetzt noch auf den letzten Teil gespannt, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es den Überlebenden der Truppe auch weiterhin ergeht. Denn zuende ist es ja noch nicht.
Die Anmerkungen des Autors zum Ende fand ich interessant.
Wer geschichtlich interessiert ist, für den ist es ein sehr aufschlußreiches und interessantes Buch. Die Geschichte dieser Männer zeigt ein gutes Bild der damaligen Verhältnisse im Krieg. Ich kann das Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen. Es ist spannend und lehrreich zugleich.

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Veröffentlicht am 18.08.2024

Blicke auf Südafrika

VERMINTE HEIMAT
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Ich habe bisher noch nicht viel über Südafrika gelesen, weder als Sachbuch noch als Roman. Daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Und es hat mich nicht enttäuscht. Ich habe eine interessante, natürlich ...

Ich habe bisher noch nicht viel über Südafrika gelesen, weder als Sachbuch noch als Roman. Daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Und es hat mich nicht enttäuscht. Ich habe eine interessante, natürlich fiktive Lebensgeschichte eines Südafrikaners kennengelernt und mit ihm die Lebensverhältnisse in seiner neuen - alten Heimat Südafrika. Der Text an sich ist sehr gut und flüssig zu lesen. Und man kann sich durch die detailreichen Beschreibungen auch immer alles gut vorstellen. Das ist gerade hier sehr wichtig, finde ich zumindest. Aber es hat gut geklappt. Die Geschichte war schon sehr interessant. Jaron kehrt nach einem langen Leben in den Niederlanden wieder in seine Heimat zurück. Aber wie es so ist mit der Vorstellung von einem Ort, den man vor langer Zeit verlassen hat, wird sich diese Vorstellung bewahrheiten? Jaron hat sich wohl doch sehr getäuscht. Denn er hoffte auf ein Land, in dem es viele positive Veränderungen gegeben hätte und er nicht an alte Gegebenheiten erinnert wird. Wir erleben aber ein Land, in dem es nicht sooo positiv abläuft, wie erwartet. Korruption, Wilderei, Umweltsünden, Rassismus und Verbrechen gibt es dort immer noch im Überfluss und Jaron erkennt das alles zu spät. Die Beschreibungen sind schon sehr real und ich fand allerdings auch, dass Jaron etwas blauäugig an alles rangegangen ist. Er ist mir sympathisch, aber seine Leichtgläubigkeit macht mich etwas fassungslos. Vielleicht möchte er einfach nur an das Gute glauben und denkt, alle anderen Menschen wollen auch nur immer aus guten Motiven handeln. Jaron lernt in Laufe der Handlung natürlich und er erlebt auch glückliche und schöne Zeiten. Es kommen viele unterschiedliche Menschen mit ihren so unterschiedlichen Charaktere vor. Und manche waren sympathisch und andere wohl eher nicht. Aber sie hatten alle so ihre Besonderheiten und das machte es auch abwechslungsreich und interessant. Ich fand die Informationen über diese Minen sehr interessant und dieses Buch regt auch wieder zum Nachdenken an. Wer profitiert wovon und was muss getan werden. Die Schilderungen zu den Wildtieren war auch sehr eindrucksvoll und zeigt auch hier die Problematik auf. Profit und Gier gegen Leben und Schutz der Natur

Die Geschehnisse um die Suche nach den verschollenen Geschwistern war sehr gut erzählt und ich war echt überrascht, wer sich dann als Schwester bzw. Bruder entpuppt.

Mir hat dieses Buch jedenfalls gut gefallen. Eine interessante Geschichte über die Zustände in Südafrika, aus den Erlebnissen des Protagonisten Jaron heraus erzählt und das macht es wirklich sehr erlebenswert. Man erlebt die negativen Seiten, aber auch die vielen positiven Seiten von Südafrika. Es war eine interessante Lesezeit und ich kann dieses Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 07.08.2024

interessante Forschungsgeschichte

Das Wesen des Lebens
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Das Cover gefällt mir sehr gut. Man sieht natürlich den Protagonisten: die Seekuh und sie ist umgeben von bildlichen Auszügen aus wichtigen Gegebenheiten zu ihrer Erforschungsgeschichte. Man erkennt das ...

Das Cover gefällt mir sehr gut. Man sieht natürlich den Protagonisten: die Seekuh und sie ist umgeben von bildlichen Auszügen aus wichtigen Gegebenheiten zu ihrer Erforschungsgeschichte. Man erkennt das natürlich genauer erst, wenn man das Buch gelesen hat und den einzelnen Bildern die Bedeutung für die Geschichte zuordnen kann. Aber es macht auch vorher schon Lust auf das Buch und die darin enthaltenen Entdeckungen. Es ist nicht nur eine Forschungsgeschichte im Bezug auf die Seekuh, sondern gibt einen guten Einblick in die Geschichte der Forschung. Wir begeben uns sozusagen auf die Reise von den Anfängen der Wissenschaft bis zum heutigen Stand. Durch die Darstellung von einzelnen Forschenden in wechslenden Jahrhunderten, kann man erkennen, wie sich die Forschung ansich entwickelt hat. Hier erleben wir es detailreich dargestellt am Beispiel der wirklich interessanten und leider ausgestorbenen Seekuh. Man erlebt die Geschichten um die ersten Sichtungen mit und danach immer wieder die Erlebnisse um die einzelnen Forscher, die auf ihren Spuren wandeln. Es ist ein sehr aufregender Weg der Forschung, denn man erlebt ja den technischen Stand und den Wissensstand der Forscher in Laufe der Jahrzehnte / Jahrhunderte mit und kann so nachvollziehen, wie sich die Ansichten der Menschen und auch der technische Stand bei Forschungen weiterentwickelt hat. Die beteiligten Protagonisten wie der Forscher Steller oder auch die Zeichnerin Hilda Olson werden sehr authentisch rübergebracht. Man lernt viel über die einzelnen Personen und ihre Motivationen kennen. Man erlebt sie in ihrer damaligen Lebensepoche und lernt die Ansichten der Menschen im Bezug zur Natur, Wissenschaft und ihrem Wissen kennen. Es hat mir großen Spaß gemacht, der Seekuh auf ihrem Weg bis heute zu folgen. Man erlebt die verschiedenen Zeiten, lernt wissenschaftliche Denkweisen und Arbeitsweisen kennen. Das Buch ist aber auf keinen Fall eine trockene Ansammlung von Fakten, denn es wird ja in Romanform erzählt und das ist sehr abwechslungsreich und lebendig. Man geht chronologisch vor und es beginnt 1741 und endet dann 2023. Es ist beeindruckend diese Zeitreise mit Menschen zu erleben, die Neugierig auf die Welt und ihren Zustand mit allem darauf ist. Sie möchten verstehen und Erklärungen haben. Sie forschen auf dem Stand der jeweiligen Zeit und daraus können natürlich auch schlechte Dinge entstehen, aber das kann man im Nachhinein immer leicht sagen. Die Einsicht kommt immer erst nach der Erkenntnis und neue Forschungsergebnisse und die Folgen von Handlungen müssen erstmal erkannt werden. Man kann den einzelnen Abschnitte immer gut folgen und es gibt auch zwei kursiv geschriebene Abschnitte, die nicht im Zusammenhang mit den Personen im Buch stehen, sondern interessante Informationen sind.
Mich hat diese Reise durch die wissenschaftliche Forschung an der Seekuh sehr fasziniert und ich habe nicht nur viel über die Seekuh gelernt, sondern auch einen guten Blick auf die Geschichte der Forschung überhaupt bekommen.
Der Text ist gut und flüssig zu lesen und ich konnte mir anhand der detailreichen Beschreibungen alles gut vorstellen. Die Zeichnungen erschienen immer vor meinen Augen und ich habe es genossen, die Seekuh am Ufer im Wasser grasen zu sehen.

Es ist ein interessantes Buch und für jeden Naturliebhaber ein besonderes Lesevergnügen. Ich kann das Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.

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