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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2026

neues Team für Cold Cases

Bedrohliche Alpilles
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Wir dürfen hier wieder mit Capitaine Roger Blanc in der schönen, aber auch manchmal gefährlichen Provence ermitteln. Er wurde in eine neue Einheit versetzt, die sich Cold Cases vornehmen soll. Interessant ...

Wir dürfen hier wieder mit Capitaine Roger Blanc in der schönen, aber auch manchmal gefährlichen Provence ermitteln. Er wurde in eine neue Einheit versetzt, die sich Cold Cases vornehmen soll. Interessant übrigens dabei, dass sein “alter” Chef Nkoulou jetzt auch der Chef dieser Abteilung ist und er “darf” sich seine Mannschaft auswählen. Daher ist es keine Überraschung, dass er einen seiner besten “Männer” aus dem alten Team sofort ins neue Team übernimmt. Und zu unserem Glück wird auch Fabienne die Abteilung verstärken. Wir müssen uns also nicht von unseren bekannten Protagonisten verabschieden, denn auch Marius mischt noch fleißig mit. Außerdem hat auch die Richterin Aveline Vialoron-Allégre dort eine neue Position besetzt. Also dürfen wir uns wieder auf die alt bekannten Beziehungsverflechtungen und dem guten Miteinander freuen. Außerdem ergänzen noch zwei neue Kollegen das Team: Paul und Alexandra. Auch diese beiden Ermittler passen gut ins Team und es hat Spaß gemacht zu erleben, wie sie sich bei den wirklich schwierigen Ermittlungen zusammenraufen. Denn gerade der erste alte Fall hat es in sich. Er liegt schon 6 Jahre zurück und war besonders grausam. Die Schilderungen sind wirklich sehr schwer auszuhalten, denn es ist auch ein damals 6-jähriges Mädchen betroffen. Das nimmt auch einen krimierprobten Leser emotional mit. Der Leser wird, genau wie unsere Ermittler, durch die alten Ermittlungsakten über die damaligen grausamen und ungelösten Ereignisse informiert. Mir hat es dabei sehr gut gefallen, dass Roger trotz der langen Zeitspanne doch wieder den Tatort besichtigt, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Und die Ermittlungen sind schon sehr kompliziert - einmal ist die lange Zeitspanne seit damals problematisch, aber auch die ganzen Beteiligten sind nicht erfreut über die Wiederaufnahme der Ermittlungen. Wir erleben, wie diese sehr unterschiedlichen Charaktere auf die neuen Befragungen reagieren. Unser neues Team geht sehr sorgfältig vor und man darf sich über die Ergebnisse wundern. Damals waren die Ermittler wohl nicht so gründlich. Außerdem hat sich so einiges in Bezug auf die Technik weiterentwickelt und unser bekannter Saad Ben-Rouijal darf tief in die Trickkiste greifen. Ich fand diesmal die große Vielfalt der Menschentypen interessant. Zahlen spielen für manche Menschen doch eine ganz andere Rolle und dadurch kommen ganz andere “Wahrheiten” und Handlungen heraus. Und auch die Beziehungen untereinander haben es in sich. Es war wirklich spannend. Aber nicht nur der Fall war sehr abwechslungsreich und interessant, auch die Örtlichkeiten waren diesmal etwas besonderes. Die alten Gemäuer werden durch die detailreichen Erzählungen vor dem Auge des Lesers sichtbar. Dabei die tolle Landschaft und man meint sogar die Vögel zu hören und die Pflanzen nicht nur zu sehen, sondern auch zu riechen.

Es war ein Leseerlebnis für alle Sinne, auch wenn es ja doch eine sehr grausame Tat war, die uns dorthin geführt hat. Aber man wird unter Spannung gehalten und fiebert mit. Welche Spur ist nun richtig oder führt zu etwas ganz anderem…. Langweilig wird es jedenfalls nicht. Und man kann auch amüsiert den Fahrten in dem tollen E-Wagen von Roger Blanc folgen. Eine wirklich köstliche Vorstellung. Ich bin mal gespannt, welches Auto er denn später wieder sein eigen nennen kann. Denn trotz des schweren Fall erleben wir ja auch weiterhin Details aus den Privatleben der Protagonisten. Und das darf auch auf keinen Fall fehlen.

Ich war jedenfalls von diesem Band total begeistert und habe es auch sehr schnell gelesen - die Neugierde auf die Auflösung des Falls war einfach zu groß. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Das Ende bzw.. der ganze Weg bis dorthin, hat mich überzeugt und mich zufrieden zurückgelassen.

Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf den nächsten Band und kann die ganze Serie mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Höhepunkt der Trilogie

Die Kraft der Ebbe
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Dieser letzte Teil ist wirklich sehr spannend und man wird regelrecht zum Abschluss getrieben. Es passiert alles sehr schnell und unsere Protagonisten kommen alle an ihre Grenzen. Egal ob es Lina, Kea ...

Dieser letzte Teil ist wirklich sehr spannend und man wird regelrecht zum Abschluss getrieben. Es passiert alles sehr schnell und unsere Protagonisten kommen alle an ihre Grenzen. Egal ob es Lina, Kea oder auch Hauke ist: sie werden vor schwierige Entscheidungen gestellt und müssen mit den Folgen ihrer Wahl leben. Man fiebert mit und will natürlich die Hauptpersonen unbeschadet aus der Bekämpfung des Clans raushaben. Aber so einfach ist es nicht. Es ergeben sich gefährliche Situationen und Lina geht wieder ihre Alleingänge an. Sie ist echt nicht ängstlich und versucht alles. Und sie kommen auch nicht alle unbeschadet aus den Ermittlungen raus. Allerdings vermischt sich diesmal das Privatleben der Protagonisten sehr mit dem Lösen des Falls. Man kann aber alles gut nachvollziehen und zittert mit. Es ist auch wieder eine gute detailreiche Beschreibung der Örtlichkeiten gegeben. Und wer die Gegend kennt, weiß sofort wo was ist. Mir hat dieser Band wieder sehr gut gefallen. Die Charaktere sind vielschichtig und man lernt alle gut kennen. Das Team um Kea ist wirklich sehr gut und die Mitglieder ergänzen sich super. Der Text an sich lässt sich sehr gut und flüssig lesen, die detailreichen Beschreibungen lassen alles lebendig vor den Augen der Leser erscheinen und es wird nie langweilig. Denn es passieren doch immer wieder unvorhergesehene Dinge und die bringen viel Abwechslung mit sich.

Ich kann dieses Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen. Aber es lohnt sich, alle 3 Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen - eine spannende Krimitrilogie.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

undurchsichtiger Fall

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
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Für eine freischaffende Rechtsanwältin gerät Fentje Jacobsen wirklich immer in die seltsamsten Verbrechen hinein. Und so auch diesmal und es fängt wieder sehr harmlos an. Fentje soll ihre Großmutter nur ...

Für eine freischaffende Rechtsanwältin gerät Fentje Jacobsen wirklich immer in die seltsamsten Verbrechen hinein. Und so auch diesmal und es fängt wieder sehr harmlos an. Fentje soll ihre Großmutter nur zu einem Gottesdienst im Rahmen eines Konfirmationsjubiläums fahren. Aber ihre Planung nicht selber am Gottesdienst teil zu nehmen, wurde dann doch vereitelt und so saß auch sie während der Predigt in der Kirche. Und diese Predigt hatte es echt in sich. Sie wich doch sehr von den normalen Predigten ab und so nahm alles seinen Lauf. Mir hat dieser Einstieg in die Anfänge von Fentjes Interesse an dem Fall gut gefallen. Wir wurden zwar schon vorher mit einigen interessanten und unklaren Ereignissen konfrontiert. Aber für Fentje fing hier alles an. Und wie immer gerät sie immer tiefer in die seltsamen Begebenheiten hinein. Da sozusagen auch ihr mehr oder weniger Freund Niklas involviert ist, kann sie garnicht anders als ihre ermittlerischen Fähigkeiten auch hier wieder unter Beweis stellen. Wir kennen Fentje ja und daher ist es nicht überraschend, dass sie auch diesmal wieder in Gefahr gerät, da sie immer wieder Alleingänge unternimmt. Der Fall an sich ist schon sehr abwechslungsreich und alles andere als gradlinig. Wir werden auf falsche Fährten geschickt und es gibt sehr viele interessante und abwechslungsreiche Charaktere, die hier involviert sind. Es macht jedenfalls Spaß den Ermittlungen zu folgen. Da ja Fentje sozusagen wieder mal im kleinen Umkreis ihres Zuhauses agiert, erkennt man Land und Leute immer wieder. Die Vergangenheit spielt eine große Rolle und trotzdem gibt auch die Gegenwart mit ihren Handlungssträngen Geheimnisse auf und macht alles etwas kompliziert. Mir haben diese Verwicklungen sehr gut gefallen. Und dazu kommen wieder die persönlichen Lebenssituationen unserer Protagonisten. Es wird nicht langweilig und der Leser wird auch emotional tief hineingezogen.
Dieser aktuelle Band der Serie "Akte Nordsee" ist jedenfalls wieder sehr interessant, spannend und voller Höhen und Tiefen im Leben der Protagonisten. Man wird tief in die Geschehnisse hineingezogen und kann durch die klare Darstellung der Situationen immer gut folgen. Der Text an sich ist flüssig und gut zu lesen, man kann alles gut nachvollziehen und anhand der detailreichen Schilderungen auch alles gut vor dem inneren Auge aufleben lassen. Etwas Nordseefeeling ist so immer dabei.
Ich habe mich jedenfalls mit dem Lösen des Falls durch Fentje sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich immer auf die persönlichen Lebenserfahrungen der Protagonisten.
Daher kann ich das Buch - die Serie - jedem Krimifan empfehlen und es werden interessante Lesestunden bei der Lektüre herauskommen.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

toller Beginn der Krimi-Serie um de Cavallier und Bentaleb

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Da ich die Bücher von Alexander Oetker kenne und sehr gerne lese, hatte ich natürlich große Erwartungen auf diese neue Serie. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es war ein super Einstieg für dieses neue Ermittlerpaar ...

Da ich die Bücher von Alexander Oetker kenne und sehr gerne lese, hatte ich natürlich große Erwartungen auf diese neue Serie. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es war ein super Einstieg für dieses neue Ermittlerpaar de Cavallier und Bentaleb an der Cote d´Azur. Wir erleben zwei total unterschiedliche Personen und zwar den Adeligen Léon de Cavallier und die Pariserin Nadia Bentaleb. Léon arbeitet schon lange als Kommissar in Nizza und leider geht sein Partner in den verdienten Ruhestand. Und jetzt wird ihm ein neuer Kollege zugeteilt. Das ist an sich nichts Neues, aber Léon ist nicht so einfach im Umgang mit anderen Menschen. Er ist mehr der Eigenbrötler und arbeitet gerne alleine. Außerdem überrascht sein ungewöhnlich schroffer und unangepasster Umgang mit den anderen Kollegen. Und da wird ihm überraschenderweise eine neue Kollegin zugeteilt. Nadia Bentaleb aus Paris wird hierhier versetzt. Und die Gegensätze könnten nicht größer sein. Léon, der Adelige Kommissar, der eigentlich nur aus "Überzeugung" und nicht aus Notwendigkeit arbeitet und mit einem Sportwagen zur Arbeit kommt und dazu dann die Pariserin Nadia aus der Pariser Banlieue stammend und sehr selbstbewußt und bodenständig auftretend. Hier treffen echt Welten aufeinander. Mir haben beide Protagonisten gut gefallen. Wobei ich Nadia etwas positiver sehe, denn sie ist eher an der Realität im normalen Leben dran als ihr neuer Kollege. Léon ist etwas abgehoben und hat sich so einige unangenehme Verhaltensmuster zugelegt, obwohl er beruflich sehr erfolgreich ist. Er "brennt" sozusagen für seinen Beruf und macht ihn gerne. Er findet ihn notwendig und sieht manchmal auch etwas kritisch auf seine gesellschaftliche Herkunft. Mir hat das Aufeinandertreffen der Beiden gut gefallen. Die Dialoge habe ich genossen, denn Nadia ist nicht auf den Mund gefallen und lässt sich von Léon nichts gefallen. Die beiden Kommissare haben so ihre Schwierigkeiten miteinander und ich fand León und seine Aktion mit dem Restaurantbesuch (ich möchte nicht mehr verraten...) schon ziemlich hinterhältig. Aber Nadia hat es gut gemeistert. Der zu lösende Todesfall ist auch sehr spannend und ich finde die Herangehensweise der Ermittler sehr interessant. Hier zeigt es sich, dass die verschiedenen Lebenssituationen der Kommissare ein absoluter Vorteil sind. Denn obwohl Léon meist sicher seine Handlungen überlegt und einordnen kann, wird er hier aber von Nadias Erfahrungen mehr oder weniger "gerettet". Denn sonst würden die Ermittlungen sicher anders aussehen. Und man erlebt so auch mal einen interessanten Einblick in die Gegend rund um Nizza. Landschaftlich natürlich, aber auch kulturell. Auch hier erlebt man die positiven wie die negativen Seiten der Realität. Und manchmal vermischen sich eben diese Welten zu unguten Konstellationen.

Das Buch war sehr spannend und niemals langweilig, voller interessanter Charaktere und abwechslungsreichen Ereignissen geprägt. Ich habe diesen ersten Band jedenfalls sehr gerne gelesen. Es macht Spaß und man kann sich alles durch die detailreichen und unterhaltsamen Schilderungen gut vorstellen. Die Personen waren wirklich sehr unterschiedlich und man konnte sich auch über bestimmte Details amüsieren. Mir gefällt es immer gut, wenn sich die spannenden Kriminalfälle und die privaten Lebenswege der Protagonisten ergänzen. Mal die Arbeit und dazu das abwechslungsreiche Leben der Protagonisten - das gefällt mir an solchen Serien. Jeder Band hat einen neuen Fall und dazu kann der Leser den fortschreitenden Lebensweg der Protagnoisten verfolgen. Es kommt sicher keine Langweile auf und man freut sich auf den nächsten Band.

Mir hat dier Auftakt um das Ermittlerteam in Nizza jedenfalls sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band. Ich möchte ja unbedingt wissen, was es mit Nadias weiteren Plänen auf sich hat und wie Léon sich seine weitere Zukunft vorstellt. Und ich freue mich auf die unterhaltsamen Zusammenarbeit von Léon und Nadia.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Tod im Urlaubsparadies

Salute - Die letzte Fahrt
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Auch wenn der Gardasee und seine Umgebung als Urlaubsparadies gesehen wird, passieren aber auch dort Verbrechen. Allerdings viel weniger als in der Heimatregion München unseres Protagonisten Paul Zeitler, ...

Auch wenn der Gardasee und seine Umgebung als Urlaubsparadies gesehen wird, passieren aber auch dort Verbrechen. Allerdings viel weniger als in der Heimatregion München unseres Protagonisten Paul Zeitler, der dort als Kommissar gearbeitet hat und jetzt sozusagen inkognito als Barista ein kleines Cafe übernommen hat. Er ist mir total sympathisch, wie er - ohne große Sprachkenntnisse - den Alltag als Cafebetreiber in Bardolino bewältigt und auf keinen Fall möchte, dass jemand über seinen alten Beruf informiert ist. Er möchte eben nichts mehr mit Verbrechen zu tun haben, aber leider schlittert er immer ungeplant in Gewaltverbrechen hinein. Diesmal hilft er einen Leichnam aus dem See zu ziehen und sofort kann er seine vorherige Berufung als Ermittler nicht ganz unterdrücken. Er bemerkt und schlußfolgert sofort aus den Umständen des Leichenfundes und des Toten heraus alles mögliche. Sehr zum Leidwesen des ermittelnden Kommissars Lanza, der die vermeintliche Einmischung des Deutschen überhaupt nicht leiden kann. Auch er ist ein spezieller Typ und es macht Spaß das Zusammentreffen der beiden Männer zu beobachten. Aber nicht nur diese beiden Protagonisten sind interessante Persönlichkeiten. Denn das Cafe von Paul liegt ja nicht isoliert, sondern umgeben von anderen Lokalen sehr zentral. Und daher kennen wir auch die nette Dame aus der Boutique neben dem Cafe; Lisa und ihren kleinen , für Aufregung sorgenden Hund. Lisa ist auch eine lebhafte Frau, die auch mal für Paul einspringt. Man hilft sich eben gegenseitig. Daneben gibt es auch die Reporterin Antonia, die Paul sozusagen auch als Insiderin manchmal Informationen übergibt oder selber einiges aus dem undercover ermittelnden Paul herausbekommen möchte. Aber auch die anderen Restaurantbesitzer, Ex-Frauen, Lieferanten oder Stammgäste sind es Wert genau betrachtet zu werden. Sie bringen Abwechslung ins Geschehen und manchmal auch Aufregung und nicht nur die interessanten Fälle, die unser Neu-Barista dann doch versucht zu lösen. Besonders die beiden Schachspieler im Cafe sind in meinen Augen erwähnenswert. Sie sind wie ein altes Ehepaar und treffen sich dort jeden Tag zum Schachspielen und sich gegenseitig zu "veräppeln". Es ist jedenfalls spannend und nie langweilig Paul bei seinen Ermittlungen zu beobachten, denn hier hat er ja kein "System" im Rücken, das für ihn Informationen sammelt. Und so muss er wohl oder übel alles selbst herausfinden und das geht nicht immer gefahrlos ab. Aber auch zwischenmenschlich geht es hier rund. Die Ex-Frau taucht zu oft auf - die anderen Damen im Umfeld sind auch noch da und es gibt überall interessante Ereignisse zu beobachten. Dazu kommt natürlich auch die schöne Natur und die Beschreibungen dazu. Man macht wirklich einen Ausflug an den Gardasee und erlebt hier aber nicht nur das schöne Urlaubsfeeling, sondern auch die authentische Lebensweise der Einheimischen. Auch Paul fühlt sich hier wohl, obwohl auch er jetzt doch ab und zu in den Alltagsmodus fällt. Es ist eben nicht alles nur Friede, Freude, Heiterkeit. Aber gerade diese Mischung macht es hier so interessant und lesenswert. Dieser zweite Teil hat mir sehr gut gefallen, da ich jetzt auch die Protagonisten und ihre Geschichten kenne. Abwechslungsreich und immer spannend zu lesen. Allerdings staune ich immer noch, dass Paul die Landessprache noch nicht beherrscht. Ich bin mal gespannt, ob diese Tatsache sich in einem der nächsten Bände ändert. Es gäbe sicher genug Interessenten, die ihm die Sprache beibringen würden.

Ich kann diese Serie, um den ehemaligen Kommissar und jetzigen Barista Paul Zeitler mit ermittelnden Tendenzen, mit einem guten Gewissen weiterempfehlen. Hier wechseln sich spannende Ermittlungen mit Wohlfühlmomenten ab und bringen genau die richtige Stimmung für eine gute Lesezeit mit sich.

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