Profilbild von Silberhauch

Silberhauch

Lesejury Star
offline

Silberhauch ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Silberhauch über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Horror trifft auf Spice

House of Rayne
0

Salem wurde kurz vor der Hochzeit sitzen gelassen. Deswegen fährt sie mit ihren Fahrrad los und und hat auf der abgelegenen Blackridge Island in einem Bed and Breakfast ein Quartier gebucht. An dem Abend ...

Salem wurde kurz vor der Hochzeit sitzen gelassen. Deswegen fährt sie mit ihren Fahrrad los und und hat auf der abgelegenen Blackridge Island in einem Bed and Breakfast ein Quartier gebucht. An dem Abend vor der Überfahrt auf die Insel lernt sie eine unbekannte Frau kennen, mit der sie einen heißen Moment erlebt. Als sie am nächsten Tag in dem Bed and Breakfast eincheckt, steht ihr die unbekannte Frau vom Vorabend gegenüber. Rayne ist die Besitzerin ihres Quartiers. Doch es geschehen merkwürdige Dinge in dem Haus und auf der Insel. Außerdem werden Gäste vermisst. Und warum müssen alle Gäste am 1. November die Insel verlassen? Dann fährt die allerletzte Fähre zum Festland.

Das Cover gefiel mir sehr gut. Nur hatte ich leider beim Klappentext nicht richtig aufgepasst. Da hatten mich die Horrorelemente zu sehr in den Bann gezogen.
Mit Salem und Rayne wurde ich nicht so richtig warm. Dafür gefiel mir das Setting absolut gut. Diese in den Wintermonaten isolierte Insel mit dieser fürchterlichen Kreatur war schön schaurig. Allerdings nervten mich die vielen erotischen Szenen. Da ging das Grauen um, Menschen starben und die beiden hatten ein Schäferstündchen nach dem anderen. Salem war devot und Rayne der dominante Part. Diese zum Teil langen Szenen hatte ich nachher immer weitergeblättert, da dies nicht so meins war und ich mehr auf den Horror-Teil fixiert war.

Das Buch war düster und die Horror-Elemente gefielen mir sehr gut. Aber die ständigen Erotik-Szenen passten nicht. Das nahm auch die Spannung raus.

Fazit:
Mehr Horror und weniger Spice hätte mir besser gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2026

Ein raffinierter Thriller

The Business Trip
0

Stephanie befindet sich auf einer Geschäftsreise nach San Diego. Neben ihr im Flugzeug sitzt Jasmine, die vor ihrem gewalttätigen Freund flieht. Eigentlich haben sie nichts gemeinsam, außer dass sie aus ...

Stephanie befindet sich auf einer Geschäftsreise nach San Diego. Neben ihr im Flugzeug sitzt Jasmine, die vor ihrem gewalttätigen Freund flieht. Eigentlich haben sie nichts gemeinsam, außer dass sie aus der gleichen Stadt kommen. Auf einmal bekommen Freunde Nachrichten über denselben Mann, den beide kennengelernt haben und die Nachrichten werden immer beunruhigender.

Dies war das Debüt der Autorin. Das Buch war in vier Abschnitte unterteilt und wurde aus etlichen Sichten geschrieben. Es gab viele unsympathische Protagonisten. Die mir am sympathischsten waren, hatten eigentlich nur Nebenrollen. Der Aufbau der Geschichte gefiel mir sehr gut. Allerdings gab es im letzten Teil kaum noch Spannung. Aber es gab jede Menge unerwartete Wendungen. Die Geschichte war raffiniert geschrieben. Man hatte die ganze Zeit gerätselt, was wirklich passiert war und doch kam alles anders. Wäre die Spannung höher gewesen, wäre es ein Top Thriller geworden.

Fazit:
Ein gelungenes Debüt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2026

Fantastischer Auftakt

Our darkest Lies
0

Cheryl Baker führt ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber ist sie die brave Studentin und nachts arbeitet sie im Bostener Untergrund. Sie hat das Talent Lügner zu entlarven. Die geheime Bruderschaft der ...

Cheryl Baker führt ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber ist sie die brave Studentin und nachts arbeitet sie im Bostener Untergrund. Sie hat das Talent Lügner zu entlarven. Die geheime Bruderschaft der Styx wird auf sie aufmerksam. Sie soll als erste Frau aufgenommen werden, aber dafür muss sie eine gefährliche Aufnahmeprüfung bestehen. Dazu kommen ihr noch zwei Männer gefährlich nahe. Ihr erste große Liebe Colson und der Sohn des Anführers der Styx, Kyrill.

Das düstere Cover gefiel mir sofort. Der Klappentext hörte sich ebenfalls sehr spannend an. Der Prolog begann direkt mit einer Szene, die später im Buch nochmal wiederholt wurde und schon einen Vorgeschmack hinterließ. Cheryl kam extrem tough rüber und zeigte vor allem anderem Menschen gegenüber keine Schwäche. Im Untergrund hatte sie sich schon einen gewissen Ruf angeeignet. Tagsüber als Studentin merkte man ihr nichts an. Doch als die Bruderschaft der Styx sie unbedingt aufnehmen wollten, begannen die Grenzen zu verschwimmen. Ausgerechnet ihre erste große Liebe Colson sollte sie trainieren. Und dann war da noch der unnahbare und höllisch gut aussehende Kyrill, der Sohn des Anführers der Styx.

Ich habe diesen ersten Teil innerhalb eines Tages verschlungen. Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Es war düster, spannend und spicy. Eine perfekte Mischung. Zum Glück dauert es nicht allzu lange bis der zweite Teil erscheint.

Fazit:
Ein Highlight.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2025

Ein kontroverses Buch

Akadämlich
0

Da ich selbst einen Studierenden zu Hause habe und einiges aus dem Uni-Alltag mitbekomme, war ich sehr neugierig auf das Buch. Es gab immer mal wieder Punkte, denen ich zustimmen konnte, aber anderen musste ...

Da ich selbst einen Studierenden zu Hause habe und einiges aus dem Uni-Alltag mitbekomme, war ich sehr neugierig auf das Buch. Es gab immer mal wieder Punkte, denen ich zustimmen konnte, aber anderen musste ich deutlich widersprechen. Es wurde geschrieben, dass Politische Informiertheit und Wissen über aktuelle Entwicklungen bei den Studierenden rudimentär wäre. Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Es wird zwar nicht mehr die Tagesschau um 20 Uhr im Fernsehen geschaut, sondern auf Instagram, aber mein Kind und auch das gesamte studentische Umfeld sind immer auf den aktuellen Stand und es kommt häufig zu Diskussionen der politischen Lage. Ich hatte damals in dem Alter weniger politisches Interesse. Dann wurde behauptet, dass die Professoren zu einem großen Teil engagierte und anspruchsvolle Vorlesungen bieten und dann an dem Niveau der Studierenden scheitern. Es mag solche Professoren geben. Aber wenn man Vorlesungen einfach nur abliest und es anschließend auf YouTube einstellt, da wundert es mich nicht, dass die Studierenden lustlos reagieren. So die Realität an unserer Uni. Und so hätte ich die ganze Zeit dagegen argumentieren können.

Dieses Buch sollte Diskussionen auslösen. Allerdings fand ich viele Aussagen abwertend. Warum darf es keine mittelmäßigen Akademiker geben? Nicht jeder möchte später eine Führungsposition einnehmen. Die brillanten Akademiker werden nach wie vor ihren Weg gehen. Es wird ständig über die GenZ hergezogen. Aber wie bei allen Menschen, man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Egal welche Generation, die älteren Semester ärgern sich über die jungen Leute. Auch die GenZ wird ihren Weg finden und man sollte nicht alles abwerten und schwarz malen.

Fazit:
In einigen Punkten stimme ich zu, aber in den meisten Fällen halte ich dagegen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2025

Eine interessante Lektüre

»Ich will lieber schweigen«
0

Nach dem Tod der Mutter, fand Roswitha Quadflieg, die jüngste von fünf Geschwistern, eine Kiste mit der Aufschrift „Briefe und Kurioses“. Erst Jahre später in der Corona Zeit packte sie diese Kiste aus ...

Nach dem Tod der Mutter, fand Roswitha Quadflieg, die jüngste von fünf Geschwistern, eine Kiste mit der Aufschrift „Briefe und Kurioses“. Erst Jahre später in der Corona Zeit packte sie diese Kiste aus und fand ein Tagebuch ihres Vaters, Will Quadflieg, aus den Jahren 1945 und 1946, als er von seiner Familie getrennt war. Da sich ihre Eltern scheiden ließen, als sie dreizehn Jahre alt war, kannte sie ihren Vater kaum. Mit dem Tagebuch und den Briefen versuchte sie Antworten auf unbeantwortete Fragen zu finden. Auf welcher Seite stand ihr Vater in Kriegszeiten oder wurde er protegiert, da er zu der Zeit schon ein berühmter Schauspieler war.

Ich fand diese Lektüre sehr interessant. Die Tagebucheinträge wurden immer wieder durch Recherchen oder Inhalte, die in Briefen gefunden wurden, unterbrochen. Passten zum Beispiel die Auftrittsorte, die im Tagebuch standen mit den tatsächlichen Auftritten überein. War manches vielleicht erdacht? Es war schon ein wenig suspekt, wie es einem angesehenen Schauspieler in Kriegszeiten ging im Gegensatz zur restlichen Bevölkerung. Durch das im Krieg befindliche Land zu reisen, um Auftritte zu absolvieren und Essen im Offizierskasino einzunehmen, hörte sich überhaupt nicht nach Krieg an. Es gab zwar auch Szenen im Luftschutzbunker, trotzdem las es sich so „harmlos“. Allerdings habe ich auch schon einige andere Bücher über den zweiten Weltkrieg gelesen, die nicht von prominenten Menschen handelte.

Deswegen fand ich diese Sicht äußerst interessant. Allerdings konnte sich auch die Autorin wenige Fragen beantworten, da dies wohl nur ihr Vater hätte tun können.

Fazit:
Eine äußerst interessante Geschichte aus dem Tagebuch eines Vaters und Schauspielers.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere