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Veröffentlicht am 11.09.2023

Wohlfühlbuch

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Nach einem skandalösen Video, das in der Öffentlichkeit für Aufregung gesorgt hatte, muss Keksprinz Aleksander Skogen eine Weile untertauchen. Frei nach dem Motto aus den Augen aus dem Sinn haben ihn seine ...

Nach einem skandalösen Video, das in der Öffentlichkeit für Aufregung gesorgt hatte, muss Keksprinz Aleksander Skogen eine Weile untertauchen. Frei nach dem Motto aus den Augen aus dem Sinn haben ihn seine Eltern ohne ihn zu fragen einfach bei einer Trekkingtour in Norwegen angemeldet. Geleitet wird diese Tour von der jungen Norah, die zunächst keine Ahnung hat, wer der junge Mann namens Sander ist, bis er von einem der Teenager erkannt wird. Doch da Norah sich geschworen hat, nie mehr etwas mit einem Kursteilnehmer anzufangen, kann ihr auch ein Keksprinz nicht gefährlich werden, oder?
Das Cover des Buches ist wirklich wunderschön und weckt Aufmerksamkeit und da ich die Bücher der Autorin Carolin Wahl sehr gerne mag, war ich neugierig.
Carolin Wahl überzeugt auch in Skogen Dynastie mit ihrem leichten und flüssigen Schreibstil, der einen die Ereignisse gleich vors innere Auge zaubert. Die Geschichte ist eine ruhige, völlig unaufgeregte Story, bei der man sich wohlfühlt und gemeinsam mit den Charakteren die Landschaft genießen kann.
Denn genau das Setting macht diese Story zu etwas besonderem. Man begleitet die Protagonisten bei der Trekkingtour und bekommt dank der schönen Beschreibungen gleich Lust, auch eine Tour bei Norah und ihrer Familie zu buchen.
Wer viel Action und Tempo braucht, ist hier nicht richtig, denn im Großen und Ganzen geht es hier um die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Sander und Norah, aber auch ein wenig um Selbstfindung. Beide Charaktere müssen lernen, was sie selbst von sich und ihrer Zukunft erwarten.
Dadurch, dass die Geschichte aus kapitelweise wechselnden Sichten der Protagonisten in der Ich-Perspektive erzählt wird, hat man als Leser die Gelegenheit, beide mit all ihren Gedanken und Gefühlen kennenzulernen.
Vor allem Sander ist ein unheimlich gefühlvoller Charakter und ganz anders, als man sich einen steinreichen Erben eine Dynastie vorstellt, der wirklich jeden erdenklichen Luxus gewohnt ist. Wo genau findet man denn so einen Sander? Groß, gut aussehend, nett, gefühlvoll, einfühlsam – rundum ein echter Traum.
Aber auch Norah fand ich großartig, sie ist im kleinen Familienunternehmen ihrer Großeltern aufgewachsen und leitet dort seit mehreren Jahren Trekkingtouren. Doch um das Familienunternehmen ist es finanziell eher schlecht bestellt. So muss auch Norah sich Gedanken um ihre Zukunft machen und darüber nachdenken, ob sie bisher einfach nur nicht mutig genug war, um mehr aus ihrer Zukunft zu machen.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich langsam und genau das fand ich hier auch absolut überzeugend. Beide scheinen auf ihre Art in der Geschichte zu wachsen und sich zu entwickeln, was mir sehr gut gefallen hat.
Die Nebencharaktere bleiben hier relativ überschaubar und doch genügend authentisch für die Handlung. Gerade Norahs Großeltern oder ihre beste Freundin Ada fand ich auf den ersten Blick sympathisch.
Mein Fazit: der erste Band der neuen Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt war es ein absoluter Wohlfühlroman aufgrund seines eher ruhigen Plots. Setting und Charaktere sorgten ebenso dafür, sich hier im Buch zu Hause zu fühlen. Ich habe die Geschichte gerne gelesen und empfehle sie allen, die ruhige Slow Burn Lovestories mögen.

Veröffentlicht am 08.09.2023

Und nochmal auf Anfang

Mein schrecklich schönes Leben
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Cassandra Penelope Dankworth hat es wieder einmal geschafft, denn heute ist wieder einmal so ein Tag, an dem wirklich so gar nichts klappen will. Eigentlich sollte sie daran gewöhnt sein, denn irgendwie ...

Cassandra Penelope Dankworth hat es wieder einmal geschafft, denn heute ist wieder einmal so ein Tag, an dem wirklich so gar nichts klappen will. Eigentlich sollte sie daran gewöhnt sein, denn irgendwie geht ja immer etwas schief bei ihr, doch heute?! Zuerst macht ihr Freund Will mit ihr Schluss, ihr Chef kündigt ihren Job, weil sie absolut unbeliebt bei Kunden und Kollegen ist und am Mittag bitten ihre WG Mitbewohner darum, dass sie sich eine neue Wohnung suchen soll. Kein Wunder, dass sie nun erstmal einen Mittagsschlaf braucht, doch beim Aufwachen steht Will vor ihr und möchte mit ihr Essen gehen. Doch in diesem Restaurant waren sie doch bereits gestern? Der Beginn eines Deja-Vus? Als Will aber am nächsten Morgen wieder mit ihr Schluss macht, muss Cassandra einsehen, dass sie irgendwie in einer Zeitschleife feststeckt. Na, wer kennt noch den Film Und täglich grüßt das Murmeltier? Irgendwie musste ich daran am Anfang des Buches denken, doch dann kommt es ganz anders. Der Einstieg in Holly Smales Roman fiel mir äußerst leicht, denn die Autorin schreibt sehr flüssig und leicht, dabei hat man auch im ersten Kapitel noch das Gefühl, dass die Protagonistin, die hier als Ich-Erzählerin fungiert, voller Selbstironie steckt. Das wirkt zu Beginn komisch und man muss schmunzeln, doch so nach und nach merkt man, mit Cassandra Penelope Dankworth ist etwas anders. Genau darum geht es auch in dieser Geschichte, denn die junge Cassie ist tatsächlich ein wenig anders, sie braucht Routinen und Muster, versucht in Mimiken und Gestiken anderer zu lesen und diese zu imitieren und sie sagt, was sie denkt. Von Grund auf ehrlich und zwar richtig ehrlich und genau das macht sie für ihre Mitmenschen schwierig, arrogant, hochnäsig und unsympathisch. Dabei scheint aber niemand in ihrem Umfeld zu wissen, was wirklich hinter Cassies Andersartigkeit steckt. Ich wurde bereits stutzig, als sie begann, die Stimmungen der Menschen in ihrem Umfeld mit Farben zu vergleichen, sie besitzt sogar Farbschemata, die ihr helfen, sich zurechtzufinden. Mir hat die Geschichte recht gut gefallen, zwar war es zwischendurch etwas anstrengend, als Cassie herausfindet, wie ihre Zeitsprünge funktionieren, da sie jeden noch so kleinen Fehler schnell durch einen Neustart korrigieren will, doch im Großen und Ganzen war es äußerst spannend zu erleben, wie Cassie mit ihrem Leben zurechtkommt. Auch ihre immer wiederkehrenden Vergleiche mit den grieschichen Göttern fand ich einfach too much, doch eigentlich ist auch genau das, was Cassies Persönlichkeit spiegelt. Was mich selbst fast schon traurig macht, sind Cassies zahlreiche Versuche, so zu sein wie andere, sie möchte unbedingt fehlerfrei sein und sie kämpft so sehr um Anerkennung, vor alle um Wills Anerkennung. Dabei muss Cassie aber genau eins lernen: sie ist anders und trotzdem ist sie so, wie sie ist, genau richtig. Insgesamt habe ich die Geschichte gern gelesen und tatsächlich war ich eher erschrocken, wie wenig einfühlsam doch Menschen sein können. Niemand, selbst Will, scheint zu bemerken, was hinter Cassies Verhalten steckt, warum sie bestimmte Zwangshandlungen ausführen muss und warum sie nicht einfach mit Emotionen oder einfacher Kommunikation klar kommt. Mein Fazit: wieder einmal eine Geschichte, bei der ich etwas ganz anderes vermutet hatte, als wirklich dahintersteckt. Mir hat die Umsetzung unheimlich gut gefallen, denn so merken wir viel eher, wie wir mit Menschen tatsächlich umgehen, wenn an ihnen etwas anders ist und wie wenig wir hinterfragen. Auch die Selbstfindung für jemanden wie Cassie ist ein unheimlich wichtiger Punkt, der hier ebenfalls im Mittelpunkt steht. Die Handlung ist nicht immer leicht zu verfolgen, spiegelt aber einfach Cassie komplett wieder und damit wiederum konnte die Autorin mich berühren. Eine intensive Geschichte – Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 08.09.2023

Spannend und informativ

Der Wald
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Auf der ganzen Welt erhalten Personen plötzlich kleine Umschläge, in denen sich Saatgut befindet. Viele von ihnen werden neugierig und säen die merkwürdig anmutenden Bohnen, weil sie wissen möchten, was ...

Auf der ganzen Welt erhalten Personen plötzlich kleine Umschläge, in denen sich Saatgut befindet. Viele von ihnen werden neugierig und säen die merkwürdig anmutenden Bohnen, weil sie wissen möchten, was das ist. Doch schnell stellt sich heraus, dass das Saatgut eine Pflanze hervorbringt, die für Menschen gefährlich, für viele sogar tödlich ist. Die Pflanze wächst unheimlich schnell und das überall auf der ganzen Welt. Botaniker Marcus Holland, der als großer Experte in diesem Bereich gilt, wird zur Hilfe hinzugezogen. Holland schwankt zwischen Faszination und Angst, denn die Pflanze erreicht genau das, was er in seinem neu erschienenen Buch vorhersagt. Er beginnt, dem Ursprung der Pflanzen auf den Grund zu gehen und seine Reise führt ihn von China bis nach Kanada.
Dieser Thriller klang nach einer spannenden und aussergewöhnlichen Geschichte und genau diese erhält man hier auch mit dem Buch. Schon der Prolog macht den Leser neugierig und auch der Einstieg in die Handlung zieht in seinen Bann. Tibor Rode erzählt mit viel Wissen und einem flüssigen und gut verständlichen Schreibstil, man spürt hier einfach, dass der Autor sich viel Zeit genommen hat, um hier zu recherchieren und mit so manche einem Detail konnte ich tatsächlich überrascht werden oder wusste z. B. jeder von Euch, dass Goethe nicht nur ein Dichter war?
Die Handlung selber ist zu einem großen Teil sehr spannend, denn Rode endet seine Kapitel gerne mit einem Cliffhanger. Dabei wechseln sich die Perspektiven immer wieder ab, so dass man hier unterschiedlichen Charakteren folgt und nicht immer sofort weiß, wohin man sie einordnen soll und warum sie wichtig für die Geschichte sind. Dabei erfährt man unheimlich viel über die Hintergründe und woher die Pflanze, die für Aufruhr sorgt, stammt. Hin und wieder sind manche Erklärungen, so nötig wie sie auch sind, ein wenig zu langgezogen, doch Rode weiß immer wieder, die Spannung erneut aufkommen zu lassen. Den ein oder anderen Plottwist habe ich nach einer Weile geahnt, trotzdem hat mir die gesamte Umsetzung des Themas sehr gut gefallen.
Die einzelnen Kapitel des Thrillers werden kurz gehalten, was zusätzlich dafür sorgt, weiterlesen zu wollen. Die ein oder andere Perspektive konnte ich zunächst nicht einschätzen, doch alle losen Fäden werden nach und nach miteinander verknüpft. Wir beobachten hier Personen, die die Umschläge erhalten, Holland bei den Forschungen, seinen Sohn Otto, der daheim geblieben ist, eine junge Archäologin namens Waverly Park und Ava Nahanee, eine Programmiererin aus Kanada. Was all diese Charaktere miteinander zu tun haben, ergibt sich im Laufe des Buches. Die gesamten Verknüpfungen zwischen Natur und Wissenschaft sind sehr gut und absolut vorstellbar herausgearbeitet, so dass der Leser ständig zum Nachdenken aufgefordert wird, über ein was wäre wenn nachzudenken.
Der wissenschaftliche Aspekt wird hier durch Protagonist Holland aufgezeigt, klingt dabei zwar ungeheuerlich, aber durchaus vorstellbar und logisch. Dabei lässt Rode seinen Lesern genug Raum, sich ihr eigenes Urteil zu bilden, da alles komplett wertungsfrei erzählt wird.
Die Protagonisten, im Vordergrund Holland, sind vorstellbar und authentisch dargestellt. Holland besitzt ein großes Fachwissen und den nötigen Ehrgeiz, um der Sache auf den Grund zu gehen. Aber auch Waverly Parks und Ava Nahanee haben mir hier gut gefallen und passten perfekt in die Story.
Mein Fazit: ein durchweg gelungener Thriller, der sich spannend lesen lässt und zum Nachdenken animiert. Viele verblüffende Tatsachen werden hier mit eingebaut und zeugen davon, wie intensiv der Autor recherchiert hat. Die Spannung bleibt das gesamte Buch hindurch erhalten und auch wenn die etwas ruhigeren Momente ein wenig langatmig wurden, schafft es der Autor immer wieder die Spannung zurückzuholen. Action und Wissenschaft wechseln sich ab und sorgen für unterhaltsame Lesestunden. Definitiv Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 08.09.2023

Kann überzeugen

Verlogen
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Vor einigen Monaten verschwand die alleinerziehende Mutter Maríanna. Jeder glaubte an Selbstmord, da die junge Frau sehr viele Probleme, unter anderem auch mit Alkohol und Drogen hatte. Doch als in einer ...

Vor einigen Monaten verschwand die alleinerziehende Mutter Maríanna. Jeder glaubte an Selbstmord, da die junge Frau sehr viele Probleme, unter anderem auch mit Alkohol und Drogen hatte. Doch als in einer Höhle bei einem Lavafeld die Leiche der Frau gefunden wird, spricht alles dafür, dass sie auf brutale Weise ermordet wurde. Kommissarin Elma und ihr Team beginnen zu ermitteln und müssen feststellen, dass der zunächst einfach erschienene Fall doch um einiges schwieriger wird als vermutet.
Die fünfzehnjährige Tochter Hekla lebt nun bei einer Pflegefamilie, die ihre Mutter bereits zwischendurch unterstützte und scheint nun ein wesentlich angenehmeres Leben zu führen. Auch die Pfegemutter ist glücklich, Hekla nun für sich zu haben.
Ich mag nordische Krimis, denn diese bieten irgendwie immer eine ganz besondere Atmosphäre und so war ich auch äußerst gespannt auf dieses Buch, bei dem es sich um den zweiten Teil einer Krimireihe handelt. Meiner Meinung nach kann man diesen aber auch lesen, ohne große Vorkenntnisse zum Vorgänger zu haben.
Der Einstieg beginnt noch recht unspektakulär und zieht sich ein wenig, doch je tiefer man in die Handlung abtaucht, desto stärker wird der Sog auf den Leser. Autorin Eva Björg Ægisdóttir schreibt flüssig und ohne große Abschweifungen, so dass man immer recht nah am Geschehen bleibt.
Die Handlung wechselt zwischen den Ermittlung der Kommissarin Elma und einer Frau fünfzehn Jahre zuvor. An dieser Stelle möchte ich gar nicht zuviel verraten, denn genau die Handlungen der Vergangenheit werden noch von großer Bedeutung sein.
Die Ermittlungen sind spannend und logisch aufgebaut und man stellt gemeinsam mit den Ermittlern immer wieder Vermutungen auf. Glaubt man noch zu Beginn, dass es klar ist, wer dahintersteckt, weiß die Autorin ganz genau, wie sie den Leser an der Nase herumführt und verblüfft immer wieder mit unvorhersehbaren Ereignissen.
Die Handlungen der Vergangenheit zeigt eine junge, alleinerziehende Frau, der es absolut schwer fällt, ihr Kind zu akzeptieren, da dieses alles andere als ihren Erwartungen entspricht. Wir begleiten die Frau und ihre Tochter über einen längeren Zeitraum und die Gefühle, die diese Beziehung in mir hervorgerufen hat, schwanken zwischen Entsetzen und Wut.
Insgesamt ist die Handlung eine spannende Mischung aus psycholigischem Thriller, alltäglicher Handlung und Ermittlung, die diesen Krimi zu einem ganz besonderen Lesevergnügen machen.
Kommissarin Elma fand ich sehr sympathisch und man erfährt hier immer wieder mehr über ihr Leben und auch Kleinigkeiten aus der Vergangenheit. Auch ihre Kollegen bekommen einen gewissen Raum bei dem man mehr über sie erfährt. Das alles sorgt dafür, dass diese authentisch wirken und man ihnen als Leser näherkommt.
Das Ende bekommt dann eine logische Aufklärung, bleibt aber in einem gewissen Maße doch offen.
Mein Fazit: ein atmosphärischer, spannender und auf psychologischer Ebene gelungener Thriller, der mir zwar am Anfang noch nicht genug Tempo hatte, der aber je mehr man vordringt immer mehr Sog auswirkt. Rückblicke in die Vergangenheit und aktuelle Ereignisse sorgen zusätzlich dazu, dass man eigene Vermutungen aufstellt. Auch ohne den ersten Band zu kennen, bekommt man hier einen spannende Krimi, der zu überzeugen weiß und den ich gerne empfehle.

Veröffentlicht am 04.09.2023

Viel mehr als nur ein Kinderbuch

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1)
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Gemeinsam mit ihren Eltern leben die Geschwister Rachel und Robert in Krasnia. Ihr Vater Felix arbeitet in der Bibliothek von Krasnia, doch seit der böse Präsident Charles Malstain an der Macht ist, werden ...

Gemeinsam mit ihren Eltern leben die Geschwister Rachel und Robert in Krasnia. Ihr Vater Felix arbeitet in der Bibliothek von Krasnia, doch seit der böse Präsident Charles Malstain an der Macht ist, werden immer mehr Bücher verboten. Eines Abends bittet Felix seine Kinder ihn zu Bibliothek zu begleiten, um dort das Buch der gestohlenen Träume vor Malstain in Sicherheit zu bringen, doch noch in der Bibliothekt wird Felix verhaftet, während es Rachel und Robert gelingt zu flüchten. Doch ab jetzt müssen sie auf der Hut sein und das Buch davor schützen, in die falschen Hände zu gelangen, denn sein Inhalt ist noch viel mehr, als sie jemals gedacht hätten.
Eigentlich lese ich gar nicht so oft Kinderbücher, aber dieses Cover zog mich magisch an und der Klappentext machte mich neugierig. Schon der Einstieg fiel mir hier sehr leicht, denn Autor David Farr erzählt absolut einnehmend. Dabei klingt das Geschriebene beinahe wie ein Märchen, allerdings ein sehr düsteres Märchen.
Von Beginn an wird hier Spannung aufgebaut, denn schon im Prolog wird man neugierig gemacht, warum das kleine Mädchen dort alleine reist. Danach beginnt der Autor die Geschichte der Geschwister zu erzählen.
Das Worlduilding ist fast schon dystopisch: stellt euch vor, ihr lebt in einem Land, das Bücher verbietet und noch viel schlimmer: Kinder hasst. Kindern ist es nämlich nicht erlaubt, draußen zu spielen und zu toben, lediglich zur Schule dürfen sie noch gehen. All das geschieht in Krasnia.
Als dann die Geschwister das Buch der gestohlenen Träume in Sicherheit bringen müssen, beginnt das Abenteuer. Das allerdings hat es ganz schön in sich und manch ein Ereignis ist doch schon fast grenzwertig, zumindest für die jüngere Zielgruppe. Für mich als Erwachsene war es wiederum sehr spannend und auch die politischen Details nahezu erschreckend und unglaublich. Insgesamt bleibt die Spannung hier auf einem hohen Level, auch wenn der Autor sich zwischendurch Zeit nimmt, etwas mehr über den Inhalt des Buches oder einzelne Charaktere zu erzählen. Langeweile kommt hier auf jeden Fall nicht auf, denn es gibt immer wieder neue Plottwists, die ich nicht kommen gesehen habe.
Erzählt wird die Geschichte aus den Sichten der beiden Geschwister, diese sind nahezu dazu gezwungen, ihren ganzen Mut zusammenzunehmen, um viel Leid zu verhindern. Dabei haben sie selber schlimme Dinge erlebt und müssen sich nun allein durchschlagen. Insgesamt bleiben die Charaktere auf einem überschaubaren Level, so dass auch die jüngere Zielgruppe hier keine Schwierigkeiten haben wird, dem Geschehen zu folgen.
Mein Fazit: mit diesem ersten Band einer neuen Reihe hat es Autor David Farr geschafft, eine spannende Fantasygeschichte zu erzählen. Dabei ist diese Geschichte nicht nur für jüngere Leser geeignet, denn die Spannung und auch die Ereignisse ließen auch mich das Buch nicht aus der Hand legen. Es geht um Freundschaft, Mut und Zusammenhalt, aber auch ernste Themen kommen hier nicht zu kurz. Eine spannende Geschichte, auf deren Fortsetzung ich mich schon freue.