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Veröffentlicht am 07.04.2026

unterhaltsam, aber mit Schwächen

Noch fünf Tage
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Lis ist eine Spitzenköchin und arbeitet für die superreiche Unternehmerfamilie Harman. Als sie dieser ein opulentes Silvestermenü kredenzt, stirbt die ganze Familie an einer giftigen Substanz im Essen. ...

Lis ist eine Spitzenköchin und arbeitet für die superreiche Unternehmerfamilie Harman. Als sie dieser ein opulentes Silvestermenü kredenzt, stirbt die ganze Familie an einer giftigen Substanz im Essen. Lis hat zwar überlebt, allerdings hat auch sie eine tödliche Dosis der Substanz abbekommen und wird innerhalb der nächsten fünf Tage sterben. Vom Krankenhaus aus setzt Lis alles daran, den Mörder zu finden und das Leben ihrer minderjährigen Tochter abzusichern.

Das Setting – todgeweihte Figur sucht im Wettlauf gegen die Zeit ihren Mörder – ist nicht neu, aber immer wieder spannend. Auch bei „Noch fünf Tage“ habe ich bis zum Schluss mitgerätselt. Allerdings würde ich den Roman eher als Krimi denn als Thriller einordnen, da die Aufklärung des bereits im Vorfeld geschehenen Verbrechens im Vordergrund steht und der Spannungsbogen für einen Thriller nicht groß genug ist.

Weder Lis noch die in Rückblenden beschriebene Familie Harman waren mir sympathisch, so dass ich nicht so richtig emotional mitgefiebert habe. Bei Lis dreht sich alles um Spitzengastronomie und elaborierte Speisen; das wurde mir irgendwann zu viel. Die Harmans entsprechen dem Klischee abgehobener, verwöhnter Milliardäre, die es gewohnt sind, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen.

Was mich leider ziemlich gestört hat, waren die – angesichts der Ursache der Vergiftung – völlig unzureichenden und unglaubwürdigen Sicherheitsvorkehrungen. Das würde in der Realität sicher ganz anders ablaufen. Auch die Substanz selbst kann so, wie sie im Roman beschrieben wird, nicht existieren (ist chemisch Unsinn; da ich nicht spoilern möchte, kann ich nicht näher darauf eingehen). Insgesamt konnte mich die Auflösung nicht so recht überzeugen.

Fazit: „Noch fünf Tage“ sorgt für unterhaltsame Lesestunden, aber echte Nähe zu den Figuren kommt nicht auf. Hinzu kommen logische Mängel, so dass ich letztlich 3 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Wieder ein Highlight mit großartigem Sprecher!

Frankie – Unter Menschen
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Nachdem „sein“ Mensch Gold in der Klapse sitzt, wird Frankie zwar von Anna versorgt, doch er fühlt sich einsam und streift etwas umher. Neugier und Futtergeruch lassen ihn in eine Mülltonne klettern, aus ...

Nachdem „sein“ Mensch Gold in der Klapse sitzt, wird Frankie zwar von Anna versorgt, doch er fühlt sich einsam und streift etwas umher. Neugier und Futtergeruch lassen ihn in eine Mülltonne klettern, aus der er nicht mehr herauskommt. Als am nächsten Tag die Müllabfuhr kommt, landet Frankie auf der Deponie und kann dank glücklicher Umstände entwischen, doch er ist weit weg von Zuhause. Durch Zufall trifft er auf ein Mädchen, das aus der Geflüchtetenunterkunft abgehauen ist, und so beginnt für beide ein abenteuerlicher Road-Trip, auf dem sie den unterschiedlichsten Menschen begegnen und Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, aber auch Ablehnung, Vorurteile und Gewaltbereitschaft erfahren.

Band 1 hat mich schon sehr begeistert, und ich habe mich riesig auf die Fortsetzung gefreut. Frankie äußert seine Gedanken frei Schnauze, ist unbedarft, manchmal naiv und trifft doch immer wieder den Nagel auf den Kopf. Jochen Gutsch gelingt es hierdurch, ernste Themen mit Leichtigkeit und Humor zu verbinden, so dass eine ganz außergewöhnliche Mischung entsteht, die sowohl großartig unterhält als auch nachdenklich stimmt.

Auch wenn mir Band 2 ausgesprochen gut gefällt, reicht er für mich nicht ganz an Band 1 heran. Das liegt zum einen daran, dass aufgrund der Vielzahl an Themen diese lediglich angerissen werden und etwas Tiefe fehlt. Zum anderen wirkt der Schluss überhastet und beinhaltet auch die für mich schwächste Szene des Romans. Hier empfand in Band 1 als runder. Trotz dieses kleinen Kritikpunktes kann ich „Frankie – Unter Menschen“ nur wärmstens weiterempfehlen!

Wer Frankie als Hörbuch genießen möchte: Auch Band 2 wurde wieder grandios von Matthias Matschke eingelesen, der den Straßenkatercharme ganz wunderbar trifft und mit so viel Spielfreude und stimmlicher Varianz glänzt, dass dieses Hörbuch ein großes Vergnügen ist!

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Wieder ein Highlight!

Frankie – Unter Menschen
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Nachdem „sein“ Mensch Gold in der Klapse sitzt, wird Frankie zwar von Anna versorgt, doch er fühlt sich einsam und streift etwas umher. Neugier und Futtergeruch lassen ihn in eine Mülltonne klettern, aus ...

Nachdem „sein“ Mensch Gold in der Klapse sitzt, wird Frankie zwar von Anna versorgt, doch er fühlt sich einsam und streift etwas umher. Neugier und Futtergeruch lassen ihn in eine Mülltonne klettern, aus der er nicht mehr herauskommt. Als am nächsten Tag die Müllabfuhr kommt, landet Frankie auf der Deponie und kann dank glücklicher Umstände entwischen, doch er ist weit weg von Zuhause. Durch Zufall trifft er auf ein Mädchen, das aus der Geflüchtetenunterkunft abgehauen ist, und so beginnt für beide ein abenteuerlicher Road-Trip, auf dem sie den unterschiedlichsten Menschen begegnen und Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, aber auch Ablehnung, Vorurteile und Gewaltbereitschaft erfahren.

Band 1 hat mich schon sehr begeistert, und ich habe mich riesig auf die Fortsetzung gefreut. Frankie äußert seine Gedanken frei Schnauze, ist unbedarft, manchmal naiv und trifft doch immer wieder den Nagel auf den Kopf. Jochen Gutsch gelingt es hierdurch, ernste Themen mit Leichtigkeit und Humor zu verbinden, so dass eine ganz außergewöhnliche Mischung entsteht, die sowohl großartig unterhält als auch nachdenklich stimmt.

Auch wenn mir Band 2 ausgesprochen gut gefällt, reicht er für mich nicht ganz an Band 1 heran. Das liegt zum einen daran, dass aufgrund der Vielzahl an Themen diese lediglich angerissen werden und etwas Tiefe fehlt. Zum anderen wirkt der Schluss überhastet und beinhaltet auch die für mich schwächste Szene des Romans. Hier empfand in Band 1 als runder. Trotz dieses kleinen Kritikpunktes kann ich „Frankie – Unter Menschen“ nur wärmstens weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Spannender Einblick in Cold-Case-Ermittlungen

Cold Cases
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Helmut Eigner war über 30 Jahre Ermittler bei der Mordkommission in München und beschäftigte sich dort neben den aktuellen Fällen intensiv mit Altfällen, die bis in die 60er Jahre zurückreichten. In „Cold ...

Helmut Eigner war über 30 Jahre Ermittler bei der Mordkommission in München und beschäftigte sich dort neben den aktuellen Fällen intensiv mit Altfällen, die bis in die 60er Jahre zurückreichten. In „Cold Cases“ schildert er beispielhaft elf dieser Fälle und ermöglichst so einen spannenden und interessanten Einblick in die Ermittlungsarbeit. Nach jedem Fall folgt ein Kapitel „Cold Case Facts“, in dem Eigner noch näher auf spezifische Themen eingeht wie Aussonderungsfristen und Datenbanklöschungen, DNA-Analyse, rechtliche Hürden und die Veränderung der Ermittlungsmethoden im Laufe der Zeit.

Eigner zeigt eindrücklich, wie viel Durchhaltevermögen, Resilienz, Akribie und persönlicher Einsatz notwendig siind, um auch noch nach Jahrzehnten einen Fall zu lösen und den Täter zu überführen. Nicht immer ist der Einsatz jedoch von Erfolg gekrönt – manche Fälle bleiben ungeklärt oder die Indizien reichen für eine Anklage nicht aus. Cold Case Units und speziell auf Altfälle geschulte Ermittlerteams sind auch heutzutage nicht deutschlandweit Standard. Eigner erläutert, wie sich die noch relativ junge Disziplin der Cold Cases seit den 90ern verändert hat und wo noch Luft nach oben ist. Der erfahrende Kommissar verschweigt auch die Probleme des Rechtsystems nicht, die teilweise die Ermittlungsarbeit erschweren, und erklärt, was sich seiner Meinung nach ändern müsste.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Ansprechende Story, aber sprachlich eine Enttäuschung

FREI – Bester Anfang (FREI 3)
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„FREI – Bester Anfang“ ist der dritte Teil einer Reihe über eine fünfköpfige Teenie-Clique aus Rottloch. Nachdem in Band 1 und 2 Josh bzw. Nasrin im Mittelpunkt standen, wird der dritte Teil nun aus Korays ...

„FREI – Bester Anfang“ ist der dritte Teil einer Reihe über eine fünfköpfige Teenie-Clique aus Rottloch. Nachdem in Band 1 und 2 Josh bzw. Nasrin im Mittelpunkt standen, wird der dritte Teil nun aus Korays Perspektive erzählt. Koray lebt zusammen mit seiner Mutter bei seiner Oma. Er möchte unbedingt wissen, wer sein Vater ist, doch seine Mutter schweigt beharrlich. Zusammen mit Josh, Nasrin, Nico und Nina versucht er, das Geheimnis um seine Herkunft zu lösen.

Die Geschichte spielt in den Sommerferien, was mir sehr entgegen kam, da ich mit der reformpädagogischen Schule aus Band 2 wenig anfangen konnte. Korays Familiensituation ist schwierig. Die letzten Jahre hat er mit seiner Mutter in Dubai verbracht, doch nachdem ihre Influencer-Karriere fürs erste gescheitert ist, sind sie nach Rottloch zurückgekehrt, in den Geburtsort seiner Mutter. Diese ist erst Anfang dreißig, sehr mit sich selbst beschäftigt und nicht in der Lage, Koray Stabilität zu geben. Korays Wut und Enttäuschung sind nachvollziehbar, und seine Gefühls- und Gedankenwelt wird eindrücklich und glaubhaft beschrieben. Auch eine zarte queere Liebesgeschichte fügt sich gut in den Roman ein.

Josh, Nasrin und Nina bleiben diesmal eher im Hintergrund. Nico ging mir mit seiner prolligen Art ziemlich auf die Nerven, im echten Leben wäre mir schleierhaft, warum sich die anderem mit ihm abgeben. Band 2 hatte mich sprachlich enttäuscht, und ich war gespannt, ob der Nachfolger hier besser abschneiden würde. Diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt. Der Satzbau ist sehr einfach und besteht im Wesentlichen aus Hauptsätzen, die mit „und“ verbunden werden. Hinzu kommt, dass sehr viele Sätze auf „…., und alles klar.“, „…., und keine Ahnung“, oder „…und was soll das?“ oder ähnlich enden. Das soll wohl Jugendsprache imitieren, allerdings kenne ich keine Jugendlichen, die so sprechen. Zudem nervt es beim Lesen. Auch „weil“ wird konsequent beiordnend mit Verbzweitstellung verwendet, wo das Sprachgefühl ein „denn“ erwarten würde. Gerade im Jugendbuchbereich lege ich Wert auf eine korrekte und abwechslungsreiche Sprache, so dass ich hierfür einen Stern abziehe.

Fazit: Ansprechende Story, aber sprachlich eine Enttäuschung.

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