Gefühle als Gefahr
LiberantasBist du schon mal in einer dunklen Gasse einem Menschen mit Flügeln begegnet? Nein?
Well, ich auch nicht.
Elainy allerdings schon: Als sie eines Tages plötzlich mit einer vollkommen fremden Welt und deren ...
Bist du schon mal in einer dunklen Gasse einem Menschen mit Flügeln begegnet? Nein?
Well, ich auch nicht.
Elainy allerdings schon: Als sie eines Tages plötzlich mit einer vollkommen fremden Welt und deren Wesen konfrontiert wird, kann sie es kaum fassen. Dabei hat sie so schon genug Probleme und mit ihren Gefühlen zu kämpfen.
In einer knallbunten neuen Welt bleiben ihre intensiven Emotionen nicht unbemerkt – vor allem nicht von den Inanis, den Hütern Liberantas mit ihren schimmernden Pfauenflügeln. Für sie stellt Elainy eine Gefahr dar, allen voran für Awan, der sie lieber heute als morgen aus dieser Welt verbannen würde. Doch zwischen Elainy und Awan entstehen zarte Bande, die das Schicksal beider gefährlich herausfordern. Denn in Liberantas kann Liebe mehr als nur Licht bringen – sie kann auch alles ins Wanken stürzen.
Larissa Braun entführt uns mit „Liberantas – Im Schatten der Erinnerung” in eine Welt, die lebendig und voller Magie ist. Doch was auf den ersten Blick traumhaft wirkt, offenbart düstere Tiefen. Der Schreibstil zeichnet sich durch eine dichte Atmosphäre aus, die jede Szene lebendig macht. Mit viel Liebe zum Detail lässt die Autorin Orte und Charaktere vor unserem inneren Auge entstehen. Auf 477 Seiten entfaltet sich eine Geschichte über Liebe, Verlust und die Frage, wie viel Licht es braucht, um die dunkelsten Schatten zu vertreiben.
Die Story hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, und die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Es war ein echtes Vergnügen „Liberantas" zu lesen. Band zwei erscheint bereits nächsten März, daher muss ich auch nicht mehr all zu lange auf die Fortsetzung warten.