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Veröffentlicht am 25.01.2025

Gefühle als Gefahr

Liberantas
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Bist du schon mal in einer dunklen Gasse einem Menschen mit Flügeln begegnet? Nein?
Well, ich auch nicht.
Elainy allerdings schon: Als sie eines Tages plötzlich mit einer vollkommen fremden Welt und deren ...

Bist du schon mal in einer dunklen Gasse einem Menschen mit Flügeln begegnet? Nein?
Well, ich auch nicht.
Elainy allerdings schon: Als sie eines Tages plötzlich mit einer vollkommen fremden Welt und deren Wesen konfrontiert wird, kann sie es kaum fassen. Dabei hat sie so schon genug Probleme und mit ihren Gefühlen zu kämpfen.
In einer knallbunten neuen Welt bleiben ihre intensiven Emotionen nicht unbemerkt – vor allem nicht von den Inanis, den Hütern Liberantas mit ihren schimmernden Pfauenflügeln. Für sie stellt Elainy eine Gefahr dar, allen voran für Awan, der sie lieber heute als morgen aus dieser Welt verbannen würde. Doch zwischen Elainy und Awan entstehen zarte Bande, die das Schicksal beider gefährlich herausfordern. Denn in Liberantas kann Liebe mehr als nur Licht bringen – sie kann auch alles ins Wanken stürzen.
Larissa Braun entführt uns mit „Liberantas – Im Schatten der Erinnerung” in eine Welt, die lebendig und voller Magie ist. Doch was auf den ersten Blick traumhaft wirkt, offenbart düstere Tiefen. Der Schreibstil zeichnet sich durch eine dichte Atmosphäre aus, die jede Szene lebendig macht. Mit viel Liebe zum Detail lässt die Autorin Orte und Charaktere vor unserem inneren Auge entstehen. Auf 477 Seiten entfaltet sich eine Geschichte über Liebe, Verlust und die Frage, wie viel Licht es braucht, um die dunkelsten Schatten zu vertreiben.
Die Story hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, und die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Es war ein echtes Vergnügen „Liberantas" zu lesen. Band zwei erscheint bereits nächsten März, daher muss ich auch nicht mehr all zu lange auf die Fortsetzung warten.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Lebensbilanz

Über Leben
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Hanno Rinke liefert mit „Über Leben“ eine tiefgründige und berührende Lebensbilanz, die über das rein Autobiografische hinausgeht. Das Buch erstreckt sich über mehr als 150 Jahre Familiengeschichte und ...

Hanno Rinke liefert mit „Über Leben“ eine tiefgründige und berührende Lebensbilanz, die über das rein Autobiografische hinausgeht. Das Buch erstreckt sich über mehr als 150 Jahre Familiengeschichte und erzählt von Brüchen, Widersprüchen und dem unermüdlichen Streben nach Glück und Sinn. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt der Erzählstränge: Von preußischer Strenge bis zur polnisch-jüdischen Herkunft, von persönlichen Verlusten bis zu gesellschaftlichen Umbrüchen ist vieles dabei.

Die zentrale Botschaft des Buches, dass das Streben nach Veränderung und die Akzeptanz des Vergänglichen essenziell für Zufriedenheit sind, regt zum Nachdenken an. Rinkes Schreibstil ist dabei angenehm fließend, philosophisch, aber nicht belehrend.

Besonders gelungen fand ich die Symbolik der Straße Am Teich in Othmarschen, die wie ein roter Faden durch das Buch führt und als Anker für all die Veränderungen dient, die Rinkes Leben geprägt haben. Es gibt dem Leser das Gefühl, dass es trotz aller Bewegtheit einen festen Punkt geben kann, der bleibt.

Das Buch wird außerdem immer wieder mit Familienfotos und Bildern aufgelockert.

„Über Leben“ ist ein Buch für alle, die sich mit ihrer eigenen Herkunft, dem Thema Veränderung und der Suche nach Sinn auseinandersetzen wollen. Es lädt dazu ein, die eigene Lebensbilanz zu ziehen – und vielleicht etwas Neues darin zu finden.

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Zwischen Menschen und Maschinen

Die Augen der Medusa
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Mit ihrem Debüt „Der ewige Palast“ entführt Emilie von Drachenfels die Leser in die düstere Welt von Etherion – eine Stadt, die sich in einer faszinierenden Mischung aus Steampunk und Endzeitstimmung präsentiert. ...

Mit ihrem Debüt „Der ewige Palast“ entführt Emilie von Drachenfels die Leser in die düstere Welt von Etherion – eine Stadt, die sich in einer faszinierenden Mischung aus Steampunk und Endzeitstimmung präsentiert. Die Autorin entwirft ein bedrückendes Setting, in dem der Übergang zwischen Mensch und Maschine längst fließend geworden ist. Besonders beeindruckend fand ich die Idee, dass die Bewohner der Stadt sich Technologie wortwörtlich einverleiben und ihre Körper mit Metallteilen und mechanischen Hilfsmitteln ergänzen – eine verstörend greifbare Darstellung des Fortschritts, der längst außer Kontrolle geraten ist, was im Endeffekt den Haupthandlungsstrang darstellt.

Doch nicht nur die technische Seite der Geschichte zieht in ihren Bann. Ein weiterer zentraler Handlungsstrang ist der Zustrom von Flüchtlingen, der die Stadt in eine politische und moralische Krise stürzt. Dieses Thema verleiht dem Roman eine erschreckende Aktualität, denn auch unsere heutige Gesellschaft sieht sich ähnlichen Herausforderungen gegenüber. Die Autorin schafft es, die Ängste und Spannungen innerhalb Etherions spürbar zu machen und regt zum Nachdenken über Toleranz, Moral und den Preis des Fortschritts an.

Der Schreibstil von Emilie von Drachenfels zeichnet sich durch eine farbenprächtige Sprache. Mit einer Fülle detailreichen Beschreibungen erschafft sie eine Welt, die verschwenderisch bunt und atmosphärisch dicht wirkt. Diese bildhafte Sprache hat jedoch ihre Tücken: An manchen Stellen wirkt die Geschichte überfrachtet, und weniger Umschreibungen hätten vielleicht zu einem flüssigeren Lesestil beigetragen. Ebenso gibt es einige langatmige Passagen, die meinen Lesefluss gehemmt haben. Hier hätte der Text ein wenig Straffung gut vertragen.

Ein weiterer Kritikpunkt sind kleinere Lektoratsfehler und abrupte Übergänge zwischen den Handlungssträngen. Manchmal fehlten erklärende Zwischenschritte, wodurch der Plot an diesen Stellen etwas sprunghaft wirkte. Mit mehr Fokus und Feinschliff hätte das Buch noch runder wirken können.

„Der ewige Palast“ ist ein eindrucksvolles Debüt, das mit seiner düsteren Steampunk-Welt und seiner gesellschaftlichen Relevanz überzeugt. Trotz einiger Schwächen in Stil und Erzählweise bietet es eine spannende, tiefgründige Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Wer dystopische Welten mag und sich von einem kritischen Blick auf Technik und Gesellschaft fesseln lassen möchte, wird hier fündig.

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Eiskalter Mord in Stockholms Winternacht

Wintersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 2)
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Der zweite Band um Kommissar Tomas Wolf und Journalistin Vera Berg entführt uns in eine klirrend kalte Silvesternacht der Jahre 1994/95. Eine junge Prostituierte verschwindet spurlos, während ihr Freier ...

Der zweite Band um Kommissar Tomas Wolf und Journalistin Vera Berg entführt uns in eine klirrend kalte Silvesternacht der Jahre 1994/95. Eine junge Prostituierte verschwindet spurlos, während ihr Freier brutal hingerichtet wird. Wolf und Berg, beide mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert, müssen trotz ihrer Differenzen zusammenarbeiten, um einen weiteren Mord zu verhindern. Denn die Hintergründe des Mordes sind vielschichtig.

Engman und Selåker schaffen es, die düstere Atmosphäre des schwedischen Winters eindringlich einzufangen. Die komplexe Handlung, verschiedene Perspektiven und gesellschaftlich relevante Themen machen diesen Krimi zu einem spannenden Leseerlebnis. Besonders gelungen ist die authentische Darstellung der damaligen Zeit – die Dialoge, das Setting und die referenzen auf die damalige Technologie versetzen einen direkt in die 90er Jahre zurück.

Ein kleiner Kritikpunkt: Manchmal wirkt die Authentizität fast schon übertrieben. Gefühlt griffen die Protagonisten und sämtliche anderen Charaktere bei jeder Gelegenheit zur Zigarette, sei es im Wohnhaus, auf der Straße oder im Büro. Natürlich gehörte Rauchen damals stärker zum Alltag, dennoch hätte man das etwas dezenter darstellen können, ohne die 90er-Atmosphäre zu verlieren.

Für mich war "Wintersonnenwende" ein atmosphärisch dichter und spannender Kriminalroman, der Fans von Nordic Noir begeistern wird. Trotz kleinerer Schwächen liefern Engman und Selåker eine packende Story, die Lust auf mehr macht!

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Beruf und Glück – ein machbares Duo

Wie Arbeit glücklich macht
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Kann Arbeit uns wirklich glücklich machen? Prof. Dr. Claas Lahmann liefert in seinem Buch "Wie Arbeit glücklich macht" spannende Antworten, die weit über das Offensichtliche hinausgehen. Seine zentrale ...

Kann Arbeit uns wirklich glücklich machen? Prof. Dr. Claas Lahmann liefert in seinem Buch "Wie Arbeit glücklich macht" spannende Antworten, die weit über das Offensichtliche hinausgehen. Seine zentrale Botschaft: Es gibt immer Aspekte, die wir beeinflussen können – und auch sollten –, um unser berufliches Glück zu finden. Gleichzeitig ermutigt er, auch in beruflicher Zufriedenheit nicht stehenzubleiben, sondern sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Der Schreibstil ist überraschend angenehm und zugänglich – kein akademisches Fachbuch, sondern ein Werk, das sich an alle richtet, die sich mit dem Thema Arbeit und Zufriedenheit auseinandersetzen möchten. Besonders gelungen finde ich den Aufbau, der Theorie und praxisnahe Ansätze gekonnt miteinander verbindet. So bietet das Buch Inspiration und konkrete Handlungsvorschläge gleichermaßen.

Egal, ob du gerade über berufliche Veränderungen nachdenkst oder mit deiner Arbeit rundum zufrieden bist – dieses Buch mit 288 Seiten hat für jede:n etwas zu bieten. Es hilft nicht nur, Klarheit über eigene Wünsche und Ziele zu gewinnen, sondern zeigt auch, wie wichtig es ist, aktiv Verantwortung für das eigene Glück zu übernehmen. Eine klare Empfehlung für alle, die bewusst mit ihrem Arbeitsalltag umgehen möchten!

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