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Veröffentlicht am 21.08.2024

Eine biblische Liebesgeschichte

Die Löwin von Jerusalem
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Eine starken Frau trifft in jungen Jahren auf David, die Liebe ihres Lebens. Wortwörtlich. Sie ist ihm für immer treu ergeben. Bathseba wird, wie es in diesen Zeiten das Schicksal vieler Frauen war, einem ...

Eine starken Frau trifft in jungen Jahren auf David, die Liebe ihres Lebens. Wortwörtlich. Sie ist ihm für immer treu ergeben. Bathseba wird, wie es in diesen Zeiten das Schicksal vieler Frauen war, einem anderen Mann als David versprochen, der sich als Widerling und Schläger entpuppt. David wird zum König. Und doch ist Bathseba nicht bereit, ihre Liebe zu David aufzugeben.

Als ich gesehen habe, dass es einen neuen historischen Roman von Ruben Laurin gibt, habe ich mich schon gefreut. Als ich dann noch gesehen habe, dass er eine bekannte Geschichte aus weiblicher Sicht erzählt, musste ich rein lesen ... und was soll ich sagen: Ich bin begeistert!

Ich habe ohnehin einen Fabel für Frauen in der Geschichte. Und dass nun die historische Person König David und die Geschichte um ihn herum aus der Sicht einer weiblichen Protagonisten aufgegriffen wird, finde ich super! Die Geschichte und die Handlung an sich sind bekannt. Aber eben nicht aus der weiblichen Sicht und das gibt dem ganzen etwas völlig Neues.

Ich mochte es, dass immer wieder Passagen von der Vergangenheit mit welchen aus der Gegenwart ergänzt wurden. So lernte man die beiden Protagonisten und vor allem ihre gemeinsame Geschichte immer besser kennen. Der Stil war dabei super angenehm, auch wenn es im ersten Moment vielleicht ein wenig suspekt ist, dass ein historischer Roman im Präsens geschrieben ist, habe ich mich super schnell in den Stil hereingefunden. Dabei hatte das Präsens den Effekt, dass ich mich in die Story hineinversetzt gefühlt habe! Vor allem das Setting habe ich geliebt!

Lange war Bathseba in meinen Augen eine sehr starkte, selbstbewusste und coole Protagonistin. Ich konnte ihre Gedankengänge und Gefühle immer super nachvollziehen und habe total mit ihr gefiebert und gehofft, dass sie das Glück und die Liebe bekommt, die sie verdient! Am Ende wurde sie ein wenig anstregend, da ihr jegliches Vertrauen in David abhanden gekommen ist (was ich nach alles, was passiert ist durchaus verstehen konnte, nur hat es mich ein wenig genervt, weil ich mir ein wenig mehr Zuversicht und Geduld gewünscht hätte).

Alles in allem eine wunderbares Buch, mit einem wunderbaren Stil und über große Teile einer wunderbaren Protagonistin, das ich jedem empfehen würde, der ein Interesse an historischen Ereignissen aus der weiger häufig beleuchteten Sicht einer weiblichen Protagonistin hat

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 11.07.2024

An einer Schule, die nur strenge Regeln kennt, versuchen drei Jungs einen Mord aufzuklären

Promise Boys - Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord.
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"Promise Boys - Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord." von Nick Brook.



Das Buch kommt mit einem schönen Cover und einem genauso schönem Farbschnitt daher und überzeugt noch mehr mit seinem Inhalt. 

Der ...


"Promise Boys - Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord." von Nick Brook.



Das Buch kommt mit einem schönen Cover und einem genauso schönem Farbschnitt daher und überzeugt noch mehr mit seinem Inhalt. 

Der Autor nimmt uns mit an die Urban Promise Prep School - eine amerikanische Privatschule, für Jungs mit Problemen. Ihr Direktor wird ermordet aufgefunden und sofort geraten drei Schüler in den Verdächtigenkreis: J.B, Trey und Ramon. Gemeinsam beschließen sie, den Mord aufzuklären …


Ich war sofort Feuer und Flamme für das Buch, weil ich Bücher liebe, in denen ich miträtseln kann (und das konnte ich die gesamte Story über). Man erhält das gesamte Buch über immer neue Infos von immer anderen Menschen, dabei liest man unglaublich viele Varianten des Mordtages. Es wird schnell klar, dass all diese Informationen sehr subjektiv sind und dass gibt dem ganzen noch mehr Tiefe und macht das Durchschauen schwieriger! Kleiner Spoiler: Ich wurde nicht enttäuscht! 



Noch mal zu der Schule: Diese Schule sehr radikal in ihren Ansätzen, übertrieben und für jeglichen Individualismus tödlich. Darüber hinaus scheint auch an manche Stellen ein absoluter Machtmissbrauch des Personals durch. Der Autor schafft es sehr gut, die bedrückte, schwierige und deprimierend Stimmung an diesem Ort zu vermitteln und rüberzubringen, wie sich die Schüler dort fühlen.

Generell ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und passt super zum Setting und zu den Charakteren. Außerdempasst er natürlich auch super zu der Zielgruppe, für die das Buch ausgerichtete ist . Die umgangssprachliche Jugendsprache ist dem Autor wirklich gut gelungen.
Dabei sei vielleicht noch erwähnt, dass die Geschichte aus den verschiedenen Sichten der Jungs geschrieben wird, was super Einblicke in ihr Leben gibt und damit den Charakteren Tiefe verleiht, weil man sie, ihr Leben und ihre Familien kennen lernen kann. Die Entwicklung, die die Charaktere durchlaufen ist sehr gelungen und auch die generelle Entwicklung der Story sowie der Plot sind unheimlich gut gelungen. 



Das Ende, das ich natürlich nicht erwähnen werde, ist wirklich gelungen und sehr logisch und konsequent! Alle Gedankengänge sind nachvollziehbar und zu Ende gedacht. Und dabei ist es ein Ende, mit dem ich sehr gut leben konnte

Ich spreche hier mit eine ganz klare Leseempfehlung aus! Das Buch, der Stil, die Story und die Charaktere - Alles ist sehr gelungen, durchdacht und stimmig. Das Buch ist ab 14 Jahren. Aber dennoch eine herzliche Empfehlung für alle Altersgruppen zusammen mit den drei Jungs den Mörder zu suchen

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.06.2024

Historischer Roman in einer spannenden Zeit - mit einer starken Protagonistin

Die List der Grafentochter
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„Du hast mir gar nichts zu sagen, du bist nur eine Frau. Du musst mir gehorchen. Ich bin ein Mann.“


Der neue Roman der Autorin Isabel Voss spielt im Reich Karls des Großen am Ende des 8. Jahrhunderts ...

„Du hast mir gar nichts zu sagen, du bist nur eine Frau. Du musst mir gehorchen. Ich bin ein Mann.“


Der neue Roman der Autorin Isabel Voss spielt im Reich Karls des Großen am Ende des 8. Jahrhunderts und verbindet historische Realität bis ins kleinste Detail mit spannender Fiktion. 


Die Protagonistin Gunhild, Tochter eines mächtigen Thüringer Grafen, soll einen Mann heiraten, den ihr Vater für sie bestimmt hat. Doch zu dieser Hochzeit kommt es nicht, denn Karl mischt sich in die Pläne der ihm eigentlich loyalen Thüringer ein: Gunhild soll Autkar, einen engen Vertrauten Karls heiraten. Nach der Weigerung ihres Vaters, dieser Ehe zuzustimmen, entführt Autkar Gunhild kurzerhand in der Nacht vor ihrer Hochzeit. Dies führt dazu, dass sich die thüringischen Adeligen in ihren Rechten beschnitten fühlen und beschließen einen Aufstand gegen Karl den Großen anzuzetteln, in dem sie diesen entführen und einen eigenen Usurpator einsetzen wollen. 
Doch eine List Gunhilds und ihr mutiges und beherztes Eingreifen, sowie die Nähe und das Vertrauen, das sich zwischen Gunhild und Autkar aufbauen, sollen die Lage im Reich retten.

Ich hatte das Gefühl, dass ich super schnell durch das Buch gekommen bin und dass ich es am liebsten gar nicht aus der Hand gelegt hätte, was denk ich auch viel an dem angenehmen Schreibstil, dem Lesefluss und den interessanten Charakteren liegt. Ich finde persönlich, dass die Dialoge unheimlich gut gelungen sind: Wortwahl/ Ausdruck passen perfekt zum restlichen Stil des Buches und auch gut zu der Zeit. 


Dabei spielt der Roman in einer sehr spannenden Ausgangssituation noch vor der Kaiserkrönung Karls (also seiner theoretisch größten Machtausdehnung). Und damit eben auch in einer sehr spannenden Zeit mir riesigen Entwicklungen und politischen Machtkämpfen, mit denen man in dem Buch konfrontiert wird. Die Darstellung und Erklärung dieser politische Situation geschieht auf eine sehr angenehme Weise: Man kann als Leser gut folgen und die Zusammenhänge überblicken. Es gibt keine Flut an Informationen, die es schwierig machen den historischen Kontext zu greifen.

Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet und man kann leicht Sympathien oder auch Antipartien entwickeln.
Auch die Entwicklungen, die Charaktere in dem Buch durchleben sind stimmig und konsequent. 

Gunhild ist eine unheimlich starke, selbstbewusste und intelligente Frau, die in dem (politischen) Rangeln der Männer reflektiert und mutig agiert, um ihre Familie zu schützen. Sie wirkt toll, obwohl sie im historischen Kontext von teils sehr dominatenten und historisch bedeutsame Männer wie Karl dem Großen oder Alkuin (die hier meiner Meinung nach gut und sympathisch umgesetzt sind) in diesem Buch erscheint. Auch Autark ist ein gelungener Charakter: In ihm wird der Konflikt sehr deutlich zwischen der Treue zu seinem König und seiner Vorstellung von Moral. Er hat völlig falsch gehandelt, als der Gunhild entführt hat. Das steht außer Frage, aber er ist eben in einer sehr schwierigen Situation und ein wenig konnte man von Anfang an mit ihm fühlen. Wer also Chataktere mag, die ein bisschen konfilkreich sind, wird ihn mögen.

Historisch gesehen, ist der Roman auch richtig stark. Ich weiß, dass historische Romane keine Sachbücher sind und auch nicht diesen Anspruch haben. Trotzdem liebe ich es, wie viel Arbeit die Autorin in die kleinen Details und die historische Korrektheit gesteckt hat.

Also alles in allem ein sehr gelungener historischer Roman aus einer super spannenden Zeit mit einer starken weiblichen Hauptfigur, die in der politischen Situation ihrer Zeit mutig und beherzt agiert! Nur zu empfehlen!

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.04.2024

Spannende Idee - Zu schnelle Umsetzung

The Last Dragon King - Die Chroniken von Avalier 1
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Der Drachenkönig sucht eine neue Königin und vor allem eine Frau, die ihm Erben gebären kann. Dazu wird im ganze Land nach Frauen gesucht, die genug Magie haben und dann in die Hauptstadt gebracht werden. ...

Der Drachenkönig sucht eine neue Königin und vor allem eine Frau, die ihm Erben gebären kann. Dazu wird im ganze Land nach Frauen gesucht, die genug Magie haben und dann in die Hauptstadt gebracht werden. Unter diesen Frauen ist Arwen, die ihr Leben lang davon ausgegangen ist, dass sie keine Magie in sich hat.

Die Idee hat mich in dem Moment gepackt, als ich den Klappentext gelesen habe: Eine junge Frau, die in eine Rolle gesteckt wird, die sie eigentlich nicht spielen möchte und sich dann doch in den König verliebt.
Und die Handlung mochte ich auch das gesmate Buch über. Auch die Wendungen, mit denen Leser konfrontiert werden, sind sehr intressant.

Doch (jetzt kommt leider das große "aber") es ging alles so schnell. Ich hatte als Leser das Gefühl, dass ich von einer dramatischen Szene in die nächste gefallen bin. Ich persönlich hätte mir ein paar Pausen gewünscht, um zwischen den Höhepunkten durchzuatmen. Vielleicht einige "leichtere" Gespräche, in denen ich noch mehr über die Charaktere oder die Welt hätte erfahren könne. In den ersten paar Kapiteln fand ich das noch gar nicht schlimm, da man so schneller als gewöhnlich in die Handlung des Buches hineingekommen ist und gar keine Langweile aufkommen konnte. Doch je weiter die Story fortgeschritten ist, desto trauriger fand ich es, dass alles so schnell ging. Vor allem, weil die Story soooo spannend ist und so viel Potential hätte, noch mehrere hundert Seiten mehr zu füllen.

Auch die Charakter waren mir am Anfang sympatisch - vor allem Arwen, die selbstbewusst in einer eher patriarchalisch Welt auftritt. Ebenso der Drachenkönig, der so breit ist, für sein Volk alles zu geben.
Doch mit der Zeit wurden beide für mich immer schwieriger zu greifen. Sie agierten in meinen Augen teils extrem impulsiv, unreflektiert und überzogen. Dabei konnte ich Arwens Gedankengängen nicht immer folgen (auch weil sie, wie oben genannt, nur sehr spärlich dargestellt wurden).

Die Idee und die Story sind unheimlich spannend, doch die Umsetzung war auf Grund der Handlung, die so schnell voranschritt, schwierig. Vielleicht ist es eher ein Buch für Leute, die etwas "Schnelles" lesen wollen, in dem die Handlung rasant voran kommt.

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