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Veröffentlicht am 29.12.2025

Feminismus, Romantasy & Mental Health

A Theory of Dreaming (A Study in Drowning, Band 2)
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Hallo ihr Lieben ❤

ich glaube nicht, dass ich schonmal so begeistert von einem Buch war, dass andere in meinem Umkreis so gar nicht mochten. So war es mit dem ersten Band dieser Dilogie, weshalb ich nun ...

Hallo ihr Lieben ❤

ich glaube nicht, dass ich schonmal so begeistert von einem Buch war, dass andere in meinem Umkreis so gar nicht mochten. So war es mit dem ersten Band dieser Dilogie, weshalb ich nun die Einzige bin, die auch unbedingt den zweiten Band lesen wollte. Und zwar unbedingt, denn ich fand dieses Buch so erfrischend anders, dass ich mir den zweiten Band niemals entgehen lassen hätte.

Zur Info: Dies ist der zweite Band einer Dilogie. Lest also unbedingt vorher Band 1:)

Schreibstil:

Ava Reid schreibt wunderschön. Sehr verdichtet, ruhig und erzähltechnisch so konstruiert, dass die Grenzen zwischen fiktiver Realität und Fiktion verschwimmen. Das macht die Geschichte nicht nur besonders mystisch, sondern auch zu einem wahren literarischen Erlebnis. All das führt aber auch dazu, dass recht langsam erzählt wird. Die Figuren machen viel mit sich selbst und ihren Gedanken aus. Handlungen sind Ergebnisse von Prozessen, nicht die tragenden Elemente der Geschichte. Ich persönlich war so fasziniert von dem ganzen Setting, den Figuren, der Handlung und dem Schreibstil, dass es für mich so perfekt war. Ich könnte mir aber vorstellen, dass andere genau mit dieser geringen Geschwindigkeit ihre Probleme haben.



Die Geschichte: Magisch, Traum vs. Realität & die Angst davor, sich selbst zu verlieren



Erzählt wird aus zwei Perspektiven, immer am Kapitelanfang angeführt mit einem Zitat aus einem der Bücher der fiktiven Welt. Wer Band 1 gelesen hat, wird wissen, wie sehr es mich gefreut hat, dass man endlich auch in Prestons Kopf blicken kann. Und tatsächlich ist auch er dieses Mal die Hauptfigur. Er ist der Entdecker, während Effy zwar auch noch Effy so ist, wie ich sie kennengelernt habe, sie gleichzeitig aber noch verarbeiten muss, was in Band 1 passiert ist. Einerseits hätte ich es natürlich gerne gehabt, dass sie stark ist und das einfach so wegsteckt. Aber andererseits war es genau so total passend. Denn was Effy erlebt hat, ist nicht alltäglich. Und trotz allem trägt sie auch hier ihren Teil zu der Geschichte bei.

Preston – Feind Llyrs?, Träumer & Gutmensch mit starken Emotionen

Ich habe etwas gebraucht, um mich in Preston einzufinden. Dass er sehr auf seine Forschung und die Belegung von Thesen konzentriert ist, das wusste ich ja schon aus Band 1. Jetzt aber kamen auch seine ganzen Gefühle dazu und die waren ganz schön im Widerstreit. Zum einen hat er wahnsinnig damit zu kämpfen, dass er aus Argant kommt. Nicht nur nach außen hin, sondern auch ihn ihm selbst. Wie fühlt man sich, wenn man als der Feind angesehen wird? Wenn alles, was man tut, direkt darauf geschoben wird? Wenn das eigene Land, die eigene Familie verteufelt wird? So wie Effy in Band 1 für die Frauen kämpfte, und es immer noch tut (für sich und für andere), so geht es in diesem Band mehr darum, Nationalstolz und Herkunft, Identität und Feindseligkeiten gegenüber zu stellen. Preston ist dafür perfekt, denn er ist nicht nur eine zwiegespaltene Person innerhalb seiner Mitstudent:innen, sondern forscht gleichzeitig an dem, was Llyr als Nation stolz macht. Und dabei kommen natürlich nicht die Ergebnisse raus, die ihn besser dastehen lassen.

Effy – labil, kämpft für die Frauen & dagegen, krank zu sein

Effy hat in diesem Band eine sehr spezielle Rolle, denn sie ist quasi Prestons Muse. Bei ihr fühlt er sich sicher, sie ist die einzige Konstante in seinem Leben und die Person, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und genauso ist Preston auch Effys Antrieb und Sicherheit. Nur fällt es ihnen beiden schwer, sich das einzugestehen, bzw. dem anderen einzugestehen. Denn wer kann schon sagen, was Magie möglich machen könnte? Was ist Sicherheit überhaupt? Und wenn es mir selbst schlecht geht, wie kann ich dem anderen dies dann aufbürden, wo alles doch gerade so schwer ist?

Effy gerät dadurch in eine Gedankenspirale, die gar nicht einfach zu verstehen ist als Leserin. Erst war ich verwirrt, weshalb sie sich so hängen ließ. Aber mehr und mehr kam dann die Erkenntnis und es machte Sinn. Spannend fand ich, dass Effy sich hier sehr ängstlich zeigt und definitiv zu kämpfen hat, sie aber dennoch wieder in den Kampf für die Rechte der Frauen tritt und liest und nachforscht und ganz unbewusst zu Prestons Erkenntnissen beiträgt. Sie arbeiten zusammen, ohne es zu wissen.

Fantasy – wenn Träume sich in die Realität mischen, Lethargie zu Obsession wird & einem alles über den Kopf wächst

Das Haupthandlungselement dieses Bandes sind Träume. Oder sagen wir besser mal ein Traum. Denn Preston ist nicht nur Hauptfigur, er ist dieses Mal auch der, der mit dem klassischen „Was ist Fiktion, was Realität?“ zu kämpfen hat. Wie schon in Band 1 schafft es die Autorin, dies fließend ineinander übergehen zu lassen. Man weiß zwischendurch nicht mehr, was was ist. Gibt es in dieser fiktiven Welt überhaupt Magie oder ist alles nur ein Traum? Oder gar erschwindelt? Auch Preston setzt sich genau damit auseinander und mehr und mehr kam dadurch viel Spannung in die Story. Ich wollte wissen, wohin es führt, wie sehr er sich davon einnehmen lassen wird und ob er Effy währenddessen überhaupt wahrnimmt.

Literaturwissenschaft – die Wissenschaft, die Effy und Preston verbindet & Fantasy mit Realität verschmelzen lässt

Gekoppelt sind die fantastischen Handlungselemente stets an die literaturwissenschaftliche Forschung. Ich war ja von Anfang an davon begeistert, dass beide Figuren Literaturwissenschaftler:innen sind und stets einen Text zur Hand haben, den sie hinterfragen. Und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise. So ist das Versmaß, der Druck, die Herausgeberschaft, das eigentlich Geschriebene und die Intention dahinter Grund zur Forschung, aber auch die Hintergründe der Entstehung. Sowohl Preston als auch Effy arbeiten jeweils an ihren eigenen Texten und wir Leser:innen werden Stück für Stück mit Textschnipseln gefüttert, die sich in das große Ganze einfügen und uns der Wahrheit immer näher führen. Ich fand das wieder brillant gemacht und war begeistert davon, wie professionell die Autorin diese Quellen formuliert hat und welche Gedankengänge die beiden Figuren dazu durchmachen. Es war, als lese man eine lebendig gewordene Quellenanalyse, die einen nicht nur in die Köpfe der Forscher, sondern auch in die untersuchte Welt selbst zieht und genau das ist es, was dieses Buch so besonders macht.

Anfang, Ende & das Dazwischen

Der Anfang der Geschichte war für mich ein klein wenig mühselig, weil ich mich erstmal wieder einfinden musste und es sich ein wenig zog, weil bei Effy so wenig, bei Preston so viel geschah, sie aber ja beide abwechselnd erzählen. Erst, als dann das Fantastische einzog und die Forschungen zu einem Katz und Maus-Spiel wurden, zusätzlich noch zu einer Jagd nach der Wahrheit, die einigen Nebenfiguren nicht besonders zugesagt hat, wurde es spannender und die Geschichte begann so richtig zu fließen. Das Ende war nochmal richtig gut, weil nicht nur die das Thema dieses Buches einen Abschluss fand, sondern auch vieles, was aus dem ersten Buch noch nicht gänzlich geklärt geblieben war und auch Effys und Prestons Beziehung zueinander hat ein zufriedenstellendes Ende genommen.

Fazit:

Ich habe es geliebt, wieder in Effys und Prestons Welt abzutauchen, zwischen Fiktion und Realität zu schweben und in diese literaturwissenschaftlich verdichtete Handlung einzusteigen. Am Anfang war es mir alles noch etwas zu lang gezogen, aber dann konnte die Geschichte mich richtig packen und ich finde es super, wie es letztlich geendet ist. Ein gelungener Abschluss der Dilogie, besonders, da wir jetzt auch Preston gehört haben.

Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

3 Gründe, weshalb du dieses Buch lesen solltest

- Weil Fantasy hier literarisch gedacht wird

- Weil Identität, Herkunft und Ausgrenzung vielschichtig verhandelt werden

- Weil du Band 1 mochtest und dich nicht vor verschwimmenden Grenzen fürchtest

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Animalischer Spice

Rabid
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3
Team Werwolf oder Vampir? Ich bin Team Vampir, aber vielleicht habe ich den Werwölfen bisher auch noch nicht richtig eine Chance gegeben. Oder bin leicht beeinflusst worden, denn wie oft spielen Werwölfe nur die Nebenrollen? Oft, wenn ihr mich fragt.
Zeit also, ein Buch zu lesen, dass sich nur mit Wölfen beschäftigt. Wenn auch mit Gestaltswandler:innen, keinen Werwölfen. Oder noch präziser: Totem-Geistwandler:innen.

Zur Info: Dies ist ein Einzelband.

Schreibstil:
Hier haben sich zwei Autor:innen zusammengetan. Das merkt man am Schreibstil aber nicht. Der ist schön fließend und beschreibend, gleichzeitig lebendig und fesselnd. Gerade die Passagen, in denen Seneca eins mit ihrer Wölfin sind, fand ich super geschrieben. Die Gefühle kamen gut rüber, ebenso wie das Animalische, das natürlich in erster Linie den Wölfen, aber auch den Figuren inneliegt.

Die Geschichte: Selbstfindung, Rudelkriege und tief vergrabende Missstände

Erzählt wird einzig aus der Perspektive von Seneca, die am Anfang des Buches um ihre Mutter trauert, die gleichzeitig ihr einziger Schutz in ihrem Rudel war. Jetzt steht sie vor der Herausforderung, sich selbst zu beschützen und ihren Wolf in Empfang zu nehmen. So passiert es, wenn die Totem-Geistwandler:innen ihren Wolfsgeist in sich aufnehmen und sich dann in ihn verwandeln können. Wichtig bei alldem: Der Geist des Wolfes und der Geist des Menschens exisiteren parallel. Sie können miteinander kommunizieren, der Mensch ist aber nicht Wolf.
Das fand ich schonmal ganz spannend, weil es sich von dem unterscheidet, was ich kenne und weil es das Animalische, das Unberechenbare und (Achtung wichtig) Unbezähmbare sehr deutlich macht.

Seneca – möchte über sich selbst bestimmen, ist ungezähmt & hat ein Trauma

Anfangs hatte ich aufgrund ihrer distanzierten Art ein paar Probleme mit Seneca. Auch später noch wirkt sie öfters hysterisch und äußerst misstrauisch. Zunächst ist das anstrengend, denn natürlich könnte die Handlung ansonsten viel weniger dramatisch voranschreiten. Nach und nach wird aber immer mehr erklärt und ich konnte sie besser verstehen. Was ich gut an all dem fand: Seneca ist eine starke Figur, die selbstbestimmt leben möchte. Etwas, was man absolut nachvollziehen kann und dann auch schnell eine Verbundenheit schafft.
Zu ihrem Auftreten passt, dass sie ausspricht, was ihr auf dem Herzen liegt, bzw. was ihr wichtig ist. Das rettet so manche Situation und bringt zudem Tiefe.

Tyran – Gefährte, Alphawolf, hart, aber fair & kämpft gegen Missstände

Tyran ist natürlich im ersten Moment geheimnisvoll und scheint brutal. Umso besser Seneca ihn kennenlernt, desto mehr beweist er aber, das viel mehr in ihm steckt und das er eigentlich ganz anders ist, als das, was man außerhalb seiner Welt über ihn erzählt. Perfekte Figur also, um sich mit Seneca über Vorurteile zu fetzen, ihr gegenüber zu treten, wenn sie ungezähmt ist und GANZ WICHTIG, um sie zu erden. Denn in all dem ist Tyran unheimlich kontrolliert und kann Seneca damit die Stütze sein, die sie braucht, um ihren inneren Kampf zu bestreiten und mit den Geschehnissen in ihrem Hier und Jetzt klarzukommen.



Wie die beiden zu Gefährten werden – und zusammen wachsen

Tyran ist also Senecas Anker. Das passte für mich auch sehr gut in die Story, da bei Seneca doch vieles in der Schwebe ist und sie vieles zu verarbeiten hat. Woran ich mich erst gewöhnen musste, war aber die Geschwindigkeit, mit der sie und Tyran zum absoluten Dream Team werden. Durch das Gefährtendasein ist es nicht Liebe auf den ersten Blick, aber Nähe auf den ersten Blick. Und dadurch vielleicht alles etwas sehr fix. Denn ab jetzt geschieht alles im Schnelldurchlauf. Ihre Konflikte müssen sie innerhalb weniger Minuten klären, sein „Ankerdasein“ funktioniert fast genauso schnell, weshalb sich Seneca auch unheimlich schnell entwickelt, und den Rest der Zeit verbringen sie zusammen im Bett. Ach und dazwischen verlieben sie sich natürlich noch ineinander.
Ja, ich habe die Gefühle gespürt und ich fand auch, dass sie die Konflikte gut miteinander gelöst bekommen haben, aber es war alles einen Tick zu schnell.

Dark Romance – eher soft, dafür sexy

Den Spice im Buch fand ich manchmal etwas fehl am Platz, weil er der Geschichte so viel andere Handlung nahm. Klar, die beiden dürfen gern scharf aufeinander sein und ich habe auch nichts gegen Spice, aber dazu kam dann einfach noch, dass die Szenen nicht wirklich gut geschrieben waren. Sie wirkten irgendwie inhaltslos. Es wurde alles nur so ungefähr beschrieben und ich konnte auch nicht wirklich Gefühle währenddessen wahrnehmen. Zudem wurde einiges einfach nur übersprungen und dann in Kurzversion geschildert. einerseits genau das, was ich eigentlich will, andererseits blieb aber auch das natürlich inhaltslos.
Den Dark Romance Anteil dieser Story konnte ich jetzt nicht so krass ausmachen. Zwar gibt es viel Gewalt – es sind immerhin Wölfe – , aber ansonsten fand ich es nur spicy, nicht dark. Aber das ist wahrscheinlich sehr subjektiv.

Hntergründe & Rudelleben

Mein größter und eigentlich einzig richtiger Kritikpunkt an dieser Geschichte ist, dass mir noch ein wenig Komplexität in diesem ganzen Rudelthema gefehlt hat. Es gibt zwar einen Verräter, einen Antagonist und eine ziemlich krasse Hintergrundgeschichte von Misshandlungen, aber irgendwie wird sie nur in Senecas Emotionen deutlich. Nicht, dass ich das nicht gut gemacht fand. Ich fand sogar, dass ihr Trauma und ihre Ängste sehr gut herausgearbeitet und spürbar gemacht wurden. Nein, vielmehr ist es so, dass ich von einem Romantasybuch noch mehr Komplexität erwartet hätte. Keine eine finale Schlacht und dann war es das. Auch hier lag in der Kürze die Würze.
Ich glaube, wenn man einfach akzeptiert, dass das Buch genau nach diesem Motto verfährt, dann wird man mit dieser Story sehr sehr glücklich. Wenn man länger braucht, um sich einzufühlen und mit den Protagonist:innen warm zu werden, dann stellt euch darauf ein, dass ihr ein paar Abstriche machen müsst:)

Mein absoluter Pluspunkt: hier geht’s darum, jeder Figur eine Stimme zu geben, feministisch zu sein und sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen. Das fand ich eine starke Background-Story!

Fazit:
Eine Geschichte, die die animalischen Wölfe und ihr Rudelleben in den Vordergrund stellt. Besonders gelungen: die Hintergründe und Missstände, die auch dort herrschen können. Es ist schon fast feministisch geschrieben. Die Hauptprotagonistin ist stark und gleichzeitig verletzt. Es gibt Tiefe und Emotionen, jede Menge Spice und einen Love Interest, der Herzen schmelzen lässt. An die Fantasyelemente muss man sich vielleicht ein wenig gewöhnen, da der Schreibstil sie in besonderer Weise aufnimmt, aber mir hats gefallen und ich kann das Buch allen empfehlen, die sich nicht daran stören, dass hier alles etwas schneller passiert.

4 von 5 Sterne von mir.

3 Gründe, weshalb du dieses Buch lesen solltest

Weil die Wolfsdarstellung erfrischend anders ist
Weil die Geschichte starke, feministische Themen transportiert
Weil Romantasy, Rudelpolitik und Spice miteinander verschmelzen

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Small Town & Suspense funktionieren gut miteinander!

Harpers Ferry. Lose Me Once
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Hi ihr Lieben

Hi ihr Lieben<3
Small Town Romance und Suspense? Passt das in ein und die selbe Story? Dieses Buch hat die Antwort geliefert: ja!

Zur Info: Dies ist der erste Band einer Reihe lose zusammenhängender Bücher. Ihr könnt euch also an die Reihenfolge halten, müsst es aber nicht:)

Schreibstil:
Viele Beschreibungen und jede Menge cozy Vibes haben diese Geschichte zu einem richtigen Wohlfühlroman gemacht. Es wird ruhig erzählt und man kann der Story gut und flüssig folgen. Mir fehlte vielleicht noch etwas das Gefühl für die wirklich tiefgreifenden Worte.

Die Geschichte: Small Town Cozy Vibes, ein düsteres Geheimnis und jede Menge Fragen

Erzählt wird hier aus den Perspektiven von Emery und Luke, allerdings mit einem zusätzlichen Kniff: während Emery in der Gegenwart erzählt, spielt Lukes Handlung anderthalb Jahre vorher. Das bringt unheimlich viel Spannung in den Handlungsverlauf, weil man einerseits vor vollendete Tatsachen gestellt wird und andererseits erst abwarten muss, wie es dazu gekommen ist.
Ein wenig schwierig fand ich nur, dass beide Perspektiven emotional eher nüchtern blieben und die vollendeten Tatsachen sich auch dort durchzogen.

Emery – liebt töpfern, wohnt(e) bei ihrer Granny & ist in Harpers Ferry aufgewachsen

Sich mit Emery anzufreunden, war gar nicht mal so einfach, denn auch, wenn sie eigentlich viel Herzlichkeit in sich vereint und die Menschen um sich herum beschützen will, bleibt sie doch die ganze Zeit über etwas frostig. Ihre Gefühle lässt sie uns Leser:innen gegenüber lange im Dunklen. Als es dann doch soweit war, konzentriert sie sich aufs Körperliche und setzt sich irgendwie gar nicht so richtig mit ihren Gefühlen Luke gegenüber auseinander.
Und auch in Bezug auf sich selbst bleibt sie sehr verhalten. Ihre Träume und Wünsche kann man nur erahnen und dann werden sie auf einmal wahr. Ähnlich einfach, wie alles in diesem Buch, die Romance-Story betreffend, passiert. Was mir bei ihr gefehlt hat: die Leidenschaft. Ob in Bezug auf ihre Tätigkeiten oder ihre Liebe.

Luke – Architektenstudent aus NYC, hilfsbereit & Handwerker

Luke mochte ich total gerne. Er ist relativ einfach gestrickt, dadurch aber auch sehr authentisch. Dass er nicht Architekt werden will, wie es sich sein Vater für ihn vorstellt, ist ihm schnell klar. Und was er danach will, auch. Er gehört zu den typischen Menschen, die selber anpacken, wenn sie etwas wollen. Er möchte Emery, er möchte in Harpers Ferry bleiben und er möchte zu gerne, dass alles für sie alle gut wird. Und dafür macht er auch mal etwas, was nicht ganz so regelkonform ist.

Wie die beiden (wieder) zueinander – durch die Zeit, Love at First Sight, mit wenigen Worten

Während in der Vergangenheit quasi ihre Kennlerngeschichte erzählt wird, geht es in der Gegenwart darum, dass die beiden sich wieder annähern. Das Kennenlernen findet in Harpers Ferry statt und die Stadt lässt dabei ihren ganzen Charme spielen. Vielleicht ist es deshalb bei beiden Liebe auf den ersten Blick. Nur ein paar Sekunden sind nötig, dass die beiden nie wieder an jemand anderen denken. Mir persönlich ging das etwas zu schnell. Eine kleine Kennlernphase, in der sich dann verliebt wird, hätte der Geschichte gut getan, denn eigentlich startet es fast mit Enemies to Lovers. Danach folgt ein verliebter Taumel, der mich wenig beeindrucken konnte. Dadurch, dass ihre Gefühle füreinander ja schon so „klar“ waren, wurde einfach nicht viel mehr erzählt.

Auch in der Gegenwart ist alles schnell durch ihre „unendliche Liebe“ geklärt. Geredet wird eher selten bzw. viel zu spät. Es kratzt am Trope Miscommunication und das ganz allein, weil die beiden es schaffen, miteinander im selben Raum zu sein, ohne den Elefanten anzusprechen, der mit ihnen darin steht. Das fand ich echt enttäuschend, weil es beide schon von morgens bis abends beschäftigt hat. Warum dann nicht gleich ansprechen?

Suspense – langsam, intensiv & psychologisch spannend

Die Krimi- bzw. Thrilleranteile dieser Geschichte fand ich tatsächlich sehr gut gemacht. Bereits im Prolog wird ein Verbrechen angedeutet, das durch den ganzen Handlungsverlauf schwingt. Dies passiert aber keineswegs gradlinig, sondern auf der Vergangenheits- wie Gegenwartsebene und aus verschiedenen Perspektiven. Die Erzählstruktur hat den Suspense-Charakter wirklich gut unterstrichen.
Statt nur einem Plottwist hat diese Geschichte gleich mehrere und nimmt einen so komplett (auf Suspense-Ebene) die Vorhersehbarkeit. Plötzlich änderte sich die Situation und ich war gezwungen, umzudenken. Das hat viel Spannung in die Erzählung gebracht und mich an die Seiten gebannt.
Nur zum Ende hin verlor sich ein wenig die Vielschichtigkeit der Handlung, indem es ein bisschen zu happy wurde. Da ging das Suspense in die Liebesgeschichte über und hat leider deren Vibe übernommen.

Small Town Setting – cozy, warm & herzlich bis weihnachtlich

Das Setting dieses Buches fand ich wirklich super schön. Selten habe ich so viel cozy Small Town Vibes verspürt und die Vor- wie auch Nachteile berücksichtigt gesehen. Die Menschen in Harpers Ferry wurden alle gut greifbar mit eigenem Charakter und haben sich ganz so benommen, wie man es von so einem kleinen herzlichen Dorf erwartet: empathisch, hilfsbereit, ein wenig übergriffig und beschützend. Besonders fand ich daran, dass offengelegt wurde, wann die Bewohner:innen sich wo eingemischt haben. Dass sie weitergedacht haben und sich gleichzeitig alle sehr froh in dieser Umgebung gefühlt haben. So waren die Hauptfiguren sich die ganze Zeit über sehr bewusst darüber, wo sie sich befinden und was in der Dorfgemeinschaft abgeht.

Spice – 1 von 5

Hier bleibt’s cozy nicht spicy:)

Fazit:
Eine sehr cozy Geschichte, die durch ihren Suspense-Charakter punktet. Es bleibt unvorhersehbar, spannend und so absolut Small Town Vibe – das Setting ist einfach super! Was mir ein wenig fehlte, war die Tiefe in der Liebesgeschichte und die Spannung darin allgemein. Mir hat nicht so gut gefallen, dass hier vieles durch Miscommunication passiert bzw. nicht passiert. Auf der anderen Seite war es eine Geschichte dieses Tropes, die bewiesen hat, dass hier auch mehr möglich ist.

Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

3 Gründe, weshalb du dieses Buch lesen solltest:

1. Weil Small Town Romance hier nicht kitschig, sondern authentisch erzählt wird
2. Weil der Suspense-Anteil wirklich überrascht
3. Weil das Buch zeigt, welches Potenzial im Genre steckt
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Liebe Grüße!

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Darke Winterlektüre

He Sees You When You´re Sleeping
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Hi ihr Lieben

Hi ihr Lieben<3
ich liebe es, wenn ein Buch mich überrascht und genau das hat „He Sees You When You’re Sleeping“ geschafft. Diese Geschichte ist eindeutig Dark Romance, aber sie zeigt gleichzeitig etwas sehr Alltägliches: Dass Fantasien, Wünsche und Sehnsüchte existieren dürfen, auch wenn man äußerlich völlig „normal“, freundlich oder zurückhaltend wirkt.

Content Note: Das Buch enthält Stalking, voyeuristische Szenen und moralisch fragwürdiges Verhalten.
Als Dark Romance ist die Handlung klar fiktional zu lesen und nicht als Darstellung realer Beziehungen.

Klappentext:
Ich kenne sie besser, als sie sich selbst kennt. Ihre tiefsten Geheimnisse, ihre verborgensten Sehnsüchte. Sie weiß es nicht, doch ich beobachte sie – ohne je Fußspuren im Schnee vor ihrem Haus zu hinterlassen.

Chloe Hallman, Influencerin, ist daran gewöhnt, die Feiertage allein zu verbringen, doch dieses Jahr ist alles anders. Jack, der Feuerwehrmann, geht ihr nicht mehr aus dem Sinn.
Sie spürt die Dunkelheit, die er in sich trägt – und kann sich ihr nicht entziehen. Sie weiß nicht, ob sie sich nach ihm sehnt oder sich vor ihm fürchten sollte. An diesem Weihnachtsabend wird sie jedoch eine Entscheidung treffen müssen.
Wird es ein Fest voller brennender Leidenschaft … oder der Beginn eines tödlichen Spiels mit einem Mann sein, dessen Liebe keine Grenzen kennt?
Es ist die Nacht vor Weihnachten, und ich bin (nicht) allein im Haus…

Schreibstil:
Ich kannte die Autorin vorher nicht und war direkt begeistert. Ihr Stil ist flüssig, locker und gleichzeitig sehr eindringlich. Sie balanciert dominant-spicy Szenen mit emotionalen, fast zärtlichen Momenten – ohne dass etwas ins Lächerliche kippt. Besonders stark fand ich, wie sie die Spannung zwischen „gut“ und „böse“ sprachlich transportiert. Ich konnte das Buch dadurch problemlos in einem Rutsch durchlesen

Die Geschichte: Stalking, Spannung und die Frage nach Moral

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Jack und Chloe – und genau diese Dualität macht die Handlung so intensiv.

Jack – Feuerwache, Pflichtgefühl & Obsession

Schon auf den ersten Seiten sitzt Jack nachts vor Chloes Fenster und beobachtet sie. Er folgt ihr im Alltag, kennt ihre Gewohnheiten und lässt sie „zufällig“ treffen. Klar, das ist creepy – und das soll es auch sein. Was mich dabei aber sofort fasziniert hat: Jack wird nicht als eindimensionaler „Bösewicht“ dargestellt. Er kämpft mit seinem Gewissen, reflektiert sein Verhalten, versucht sich einzureden, er wolle sie nur „beschützen“. Dieses Hin-und-Her lässt ihn greifbar wirken, obwohl sein Verhalten moralisch falsch ist.

Und ja – ich gebe zu: Er war mir trotzdem sympathisch. Vielleicht, weil er eben nicht kalt oder berechnend wirkt, sondern wie jemand, der mit sich selbst ringt. Seine Rolle als Feuerwehrmann verstärkt das nochmal. Dadurch bekommt er eine gewisse Wärme, Fürsorglichkeit und Menschlichkeit. Dieses Zusammenspiel aus „Retter“ und „Obsessiver“ hat für mich unglaublich gut funktioniert.

Chloe – Öffentlichkeit und Einsamkeit gleichzeitig

Chloe steht als Schmuckinfluencerin oft im Rampenlicht, aber sie ist keine klassische Rampensau. Sie ist introvertiert, zurückgezogen, trauert um ihre Eltern und lebt viel in ihrem Innenleben. Was sie aber besonders interessant macht: Es gibt eine Seite an ihr, die sie kaum jemandem zeigt – ihre Fantasien, ihre Lust, ihre Wünsche. Diese Diskrepanz zwischen öffentlicher Persona und innerer Welt fand ich wahnsinnig gut herausgearbeitet.

Wie sich die beiden annähern – langsam, intensiv & psychologisch spannend

Die Autorin zeigt nicht einfach nur, dass Jack Chloe stalkt, sondern wie sich aus dieser ungesunden Ausgangslage langsam eine Verbindung entwickelt, die beidseitig immer tiefer wird.

Das Stalking bleibt immer ein Spannungsfaktor:
• Wird Chloe etwas bemerken?
• Wie viel Kontrolle hat Jack wirklich?
• Was ist real, was Projektion?
• Welche seiner Taten kommen ans Licht?

Diese unterschwellige Gefahr hat mich permanent weiterlesen lassen. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, dass man als Leser:in die Figuren von außen – und später von innen – kennenlernt. Vom oberflächlichen Eindruck bis zu ihren dunkelsten und verletzlichsten Momenten.

Genau das war für mich einer der größten Pluspunkte:
Beide Charaktere entwickeln sich, entdecken neue Seiten an sich selbst und machen ihre „Unnormalität“ zu etwas, das sich in ihr reales Leben integrieren lässt.

Weihnachtliches Setting – atmosphärisch, authentisch, cosy ohne Kitsch

Hier war ich wirklich positiv überrascht: Das Weihnachts-Setting wirkt nicht wie ein dekorativer Aufsatz, sondern ist organisch in die Handlung eingewoben.

Es gibt:

Schneestürme
warme Lichtstimmungen
ruhige, fast meditative Abende
kleine, unerwartete Alltagsszenen
emotionale Festtagsmomente, die nicht kitschig wirken
Für mich war es die perfekte Winteratmosphäre und sie passte überraschend gut zur Dark-Romance-Dynamik.

Spice – und zwar VIEL

Selbstbefriedigung, Fetische, Fantasien, Voyeurismus – das volle Programm. Die Szenen sind intensiv, aber nicht vulgär und haben eine klare narrative Funktion.
Wer wenig Spice mag, sollte die Finger vom Buch lassen.
Wer viel Spice mag, wird glücklich.

Ende – unkonventionell, aber genau richtig

Das Finale wird einige Leser:innen vermutlich kurz irritieren, weil die Figuren nicht das tun, was man erwartet. Aber gerade das empfand ich als absolut passend, denn die Geschichte zeigt immer wieder:
Die beiden handeln nicht nach gesellschaftlichen Normen – warum sollten sie es also am Ende tun?
Für mich war das Ende rund, logisch und perfekt für diese Art von Story.

Fazit:
Eine wirklich schön erzählte süße Story mit zwei Figuren, die sofort sympathisch sind und viel Tiefe zeigen. Plottwist: und noch so viel mehr in sich verstecken. Es war spannend bis zur letzten Seite, es gab jede Menge Spice, das Stalker-Trope wurde super umgesetzt, allerdings auf eine softe Art und Weise, die super zum weihnachtlichen Setting passte. Gut und böse werden hier in Frage gestellt und ergeben letztlich eine Story, die ein bisschen dark, aber auch ein bisschen real ist. Leseempfehlung!

5 von 5 Sterne von mir.

Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Überraschendes Highlight!

My forced Husband
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3
taucht ihr auch gerne in Büchern in fremde Kulturen ein? Die Protagonistin dieses Buches kommt aus einer türkischen Familie (ebenso wie die Autorin) und ich fand es super spannend, da einmal hinter die Kulissen gucken können. Ohne, dass es besonders Thema der Geschichte war, einfach authentisch.

Zur Info: Dies ist der erste Band einer Standalone-Reihe. Die Bücher haben also wiederkehrende Figuren, die Geschichten an sich sind aber abgeschlossen.

Zum Schreibstil:
Ich musste mich erst ein klein wenig an den Schreibstil der Autorin gewöhnen, aber dann wurde ich schnell in die Geschichte gezogen und war immer wieder begeistert davon, wie gut die Autorin die Worte wählt, die sie den Figuren in den Mund legt. Die Gefühle kamen super rüber umso mehr ich gelesen habe, umso mehr wurden auch die Klischees weniger und die Figuren für mich besser in ihrem ganz eigenen Charakter greifbar.

Zur Geschichte allgemein:
Es hat genau 3 Sekunden gedauert und ich war gebannt von der Geschichte. I mean: Ein Ultimatum an einen eigentlich mächtigen CEO und eine Frau, die ihrem betrügerischen Ex so richtig Beine machen will und dafür ein Auto verprügelt? Noch dazu im Setting von Spaniens schöner Stadt Valencia? Wer da nicht weiterlesen will, weiß ich auch nicht. Abwechselnd lesen wir nun aus genau diesen Perspektiven: Victor, CEO und kalter Geschäftsmann, und Sara, Künstlerin mit türkischen Wurzeln, die alles andere als kalt ist.

Sara fand ich vom Fleck weg sympathisch. Irgendwie ist sie ein wenig gefangen in ihrem Leben: als Künstlerin ist sie nicht erfolgreich, hat gerade dazu noch eine Blockade und ihr Job gefällt ihr so gar nicht. Aber sie hat eine liebevolle Familie (ich habe den Einblick in eine türkische Familie übrigens geliebt!) und für jeden ein warmes Wort übrig. Das Coole an ihr, was die Geschichte auch immer wieder vorangetrieben und für Spannungen gesorgt hat, sind ihre Impulsivität und Streitlustigkeit. Sara spricht aus, was sie denkt, und lässt sich von Victor nichts gefallen, obwohl die Situation augenscheinlich ausweglos scheint. Das hat mir sehr gefallen, weil es der Geschichte dahingehend mehr Tiefe gab, als dass eben nicht alles so glatt läuft, wie Victor sich das gedacht und erhofft hatte. Durch ihre offenen Konfrontationen setzen die beiden sich offen miteinander auseinander, anstatt umeinander herumzuschleichen. Dadurch kommt die Geschichte viel besser in Fahrt und ich war total an die Seiten gebannt.

Victor wird anfangs als kalt beschrieben und hat auch definitiv einige Wesenszüge verpasst bekommen, die dazu passen, wie z.B. seine Kontrollsucht. Dadurch, dass man aber gleich auch seine Perspektive mitbekommt, lernt man ihn schnell sehr viel besser kennen. Denn ganz so emotionslos, wie er scheint, ist er nicht und seine Kontrollsucht wird schnell zu etwas super Süßem. Ich mochte, wie er sich fast noch schneller als Sara in die Geschichte stürzt und dennoch immer wieder mit Zweifeln zu kämpfen hat, die nicht so offensichtlich sind und viel tiefer liegen. So galt es, ihn erst richtig kennenzulernen, wie auch Sara es tun musste, aber das lohnte sich sehr.

Die Liebesgeschichte der beiden ist stetig im Fluss und bietet viel Spice, Funkenflug, aber auch tiefergehende Momente. Ich mochte es, wie die beiden ihre Gefühle direkt in Taten und Emotionen umwandelten. Vielleicht ging es mir bei Victor von Zwangsheirat zu Verliebtsein etwas zu schnell, aber darüber konnte man schnell hinwegsehen.
Was ich außerdem an ihrer Geschichte mochte, war, dass beide hinter die Fassaden des jeweils anderen gucken. Sara interpretiert Victors Taten fast mit mehr Weitsicht, als ich sie als Unbeteiligte in dem Moment durchschaut habe. Und Victor beweist vor allem zum Ende hin, dass auch er Sara einfach unheimlich gut kennt. Die beiden bauen während dieses Buches wirklich eine Beziehung auf, die authentisch ist, Zukunft haben kann und schon so einige Streitpunkte vorab klärt.

Und als ob die Liebesgeschichte nicht schon spannend genug wäre, gibt es auch noch einen kleinen Actionpart, der alles noch viel lebendiger gestaltete und auch dieses CEO-Thema nicht ganz außer Acht ließ. Denn so verliebt man auch ist, das Leben und das Geld verdienen geht trotzdem weiter und auch der Klassenunterschied zwischen den beiden ist ja eigentlich nicht zu verachten.
Ich möchte hier nicht spoilern, aber gesagt sei, dass Victor (und seine Familie) Feinde oder einen Feind haben, dem nicht daran gelegen ist, dass bei der Familie Moreno alles für den Rest ihrer Tage glatt läuft. Dadurch entstehen innerhalb der Erzählung ein paar actionreiche Szenen, die ich echt ganz spannend fand und die zusätzlich noch Victors Beziehung zu seiner Familie testete und gleichzeitig verstärkte. Gut fand ich, dass hier nicht gleich alles aufgeklärt wurde, sondern dass es in den nächsten Bänden (zwei Brüder kommen noch) weitergehen wird. Da könnte also was Großes hinterstecken.

So bin ich jetzt nicht nur auf die Geschichte von Izan gespannt, sondern auch darauf, wer hinter all dem steckt.

Fazit:
Ich bin zufällig über das Buch gestolpert und habe es keine Sekunde bereut. Man ist wirklich schnell in der Geschichte drin. Es gibt Emotionen, Tiefe, Action, viel Spannung und auch eine Menge Spice. Eine tolle Kombi, die ganz leicht über ein paar Klischees hinweghelfen. Dazu zwei Protagonisten, die man schnell ins Herz schließt und ein Ende, das Lust darauf macht, mehr über die Familie Moreno zu lesen.

Klare Antwort also: JA, es lohnt sich, dieses Buch zu lesen!

Von mir gibt es 5 von 5 Sterne.

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