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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Montag bis Sonntag, der 13.

Kuki und das Flüstern der Muscheln
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Kuki wäre gerne ein ganz normales Kind. Doch stattdessen dient sie in ihrer Familie als Mahnmal. Hängt ihr doch ein Fluch an, dem sie nicht so einfach entkommen kann.

Für Kuki ist dieser Fluch aber nichts ...

Kuki wäre gerne ein ganz normales Kind. Doch stattdessen dient sie in ihrer Familie als Mahnmal. Hängt ihr doch ein Fluch an, dem sie nicht so einfach entkommen kann.

Für Kuki ist dieser Fluch aber nichts Übersinnliches, sondern ihr soziales Leben. Seit ihrem Umzug ist nämlich nichts mehr wie es war und Freunde finden ist gar nicht mal so einfach, oder?

Ich finde die Geschichte wirklich gelungen, ist sie doch eine, die nicht nur originell, sondern auch kulturell lehrreich ist. Die Autorin hat dabei nämlich eine afrikanische Sage eingewoben.

Trotz überwiegend weiblicher Charaktere richtet sich die Geschichte auch nicht ausschließlich an weibliche Leserinnen, sondern an alle die gerne eine Story verfolgen wollen, die mit Abenteuern und Geheimnissen gespickt ist. Was allerdings nicht davon abhält, auch völlig alltägliche (wenn auch längst nicht immer normale) Sorgen von Kindern und Jugendlichen im Gepäck zu haben, so dass nicht nur der Fantasycharakter im Mittelpunkt steht.

Das Buch war ein wirklich unterhaltsamer, spannender Zeitvertreib, mit einer, wie ich finde, wirklich gelungenen Schlussepisode, die hoffentlich auch noch andere Leser zufrieden hinterlässt.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Un poco loco

Wenn das Leben dir eine Orange gibt, mach Sangria daraus
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Als Mia zu Hause von den Geistern ihrer Vergangenheit verfolgt wird, klingt Housesitting unter der Sonne der Kanaren doch gar nicht so schlecht. Auch wenn ihr die Umstände etwas dubios vorkommen. Und ihre ...

Als Mia zu Hause von den Geistern ihrer Vergangenheit verfolgt wird, klingt Housesitting unter der Sonne der Kanaren doch gar nicht so schlecht. Auch wenn ihr die Umstände etwas dubios vorkommen. Und ihre neuen Mitbewohner recht eigenwillig sind...

Ich habe mir tatsächlich vorab wenig Gedanken zur Story gemacht, da die Autorin für mich ein Grund war, zum Buch zu greifen. Da ich sie bisher aus anderen Genres kenne, die sich doch deutlich davon unterscheiden, hatte ich aber auch nicht die Erwartung, dass das automatisch hier ebenfalls eine sichere Bank ist, auch weil es eben das Genre ist, in dem ich die meisten Vergleiche habe.

Aber so viel vorweg: sie hat mich nicht enttäuscht. :D

Ich war selbst noch nicht auf den Kanaren, kenne aber Reisebericht von Bekannten und war zumindest schon in Spanien. Das naturnahe Umfeld der Geschichte kam mir sehr entgegen, da wir auch quasi mitten in der Flora leben und Tiere für mich auch keinerlei abschreckende Wirkung haben. 🤭

Mir hat die Gesamtheit der Geschichte wirklich gut gefallen. Zwar findet natürlich das Thema Liebe seinen Platz, es ist aber nicht allüberlagernd, sondern schafft es, anderen zwischenmenschlichen Interaktionen ebenso Raum zu lassen wie der Begegnung mit der Natur.

Beim neuen Domizil von Mia wurde ich des öfteren an eine sehr präsente Spülmittelwerbung aus meiner Kindheit erinnert. Ob das an Spanien lag? 🤔

Und keine Angst, auch wenn der Titel feuchtfröhlich daherkommt, so ist das Buch definitiv kein Trinkgelage.

Vielmehr bietet es eine ganze Farbpalette an Emotionen, mit wiederum mehr als einem Menschen im Scheinwerferlicht.

Irgendwie ein Weg zu sich selbst mit einer Mischung aus Urlaub und Zuhause.

Eine tolle Story mit viel Abwechslung, ein bisschen Fernweh und viel Herz.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Schuld & Sühne

Endstation Fichtelgebirge
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Wenn die meisten Menschen mit ihrem Latein am Ende sind, fängt die Arbeit der Polizei erst an. So auch im Falle des verschwundenen Jungen in Bayreuth. Als dann auch noch ein zweiter Fall hereinkommt, sehnen ...

Wenn die meisten Menschen mit ihrem Latein am Ende sind, fängt die Arbeit der Polizei erst an. So auch im Falle des verschwundenen Jungen in Bayreuth. Als dann auch noch ein zweiter Fall hereinkommt, sehnen Herbich und ihr Kollege Breuer Licht am Ende des Tunnels dringend herbei. Denn irgendwie passt so gar nichts zusammen und die Spuren führen in ein Labyrinth aus Fragen.

Ich kenne schon einige Emonskrimis aus Franken, auch aus Bayreuth, kannte aber die Werke von Jacqueline Lochmüller noch nicht, so dass dies auch mein erster Band der Reihe ist.

Wie üblich hat mich das Setting aber gleich zurückgebracht in die Zeit, in der ich die Orte in der Geschichte so ziemlich täglich vor Augen hatte. Auch wenn ich keinem abraten möchte, zu den Büchern zu greifen, wenn man die Ortschaften nicht kennt, so finde ich es an den Geschichten immer diesen Extrabonus, wenn man nicht nur die Fantasie spielen lassen kann, sondern die Bilder der Autoren real vor Augen hat.

Das Buch ist ziemlich herausfordernd gestartet, da man erstmal mit einer ganzen Reihe an Charakteren konfrontiert wurde, ohne deren Rolle im Fall zu kennen.

So nach und nach lichtet sich der Nebel, aber die Autorin hat auch zahlreiche Stolpersteine eingebaut, die vermeiden, dass man den Fall zu leicht entschlüsseln kann.

Vielleicht wäre ein Whiteboard wie in den Serien hilfreich, bei denen man die Personen und Orte vernetzen kann und bei Bedarf wieder löschen. :D Auch bei recht zügigem Lesen ist es gar nicht so ohne, alle Fakten präsent zu behalten.

Ich bin momentan unschlüssig, ob ich lieber mit einem Folgeband weitermachen würde (denn das Ende war echt vielversprechend) oder ob ich lieber zu Band 1 greifen würde, um meine Lücken im Gesamtbild zu füllen. Allerdings würde die Entscheidung aktuell wohl die Tatsache abnehmen, dass es sich hier um den neusten Band handelt und somit nur die Vorgänger erhältlich wären.

Ich fand die Komplexität der Geschichte gelungen, aber auch die nicht kriminalistischen Züge im Buch für die Story bereichernd.

Für den tieferen Einblick (hab mir sagen lassen, ich hab mich über Dinge gewundert die man so besser verstehen könnte :D) würde sich der Einstieg bei Band 1 lohnen.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

The night we met

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract
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Als Lainey in einer einsamen Nachtschicht Begegnung mit Patient Parker macht, ist er einfach eine Herausforderung. Sekundenweise vielleicht auch eine nette Abwechslung. Dass das nicht ihre herausforderndste ...

Als Lainey in einer einsamen Nachtschicht Begegnung mit Patient Parker macht, ist er einfach eine Herausforderung. Sekundenweise vielleicht auch eine nette Abwechslung. Dass das nicht ihre herausforderndste Begegnung wird, ahnt sie noch nicht.

Das Buch hat es mir echt schwer gemacht, ein Fazit zu ziehen.

Die Story hat großartig begonnen und die Seiten sind nur so verflogen. Irgendwie ist die Geschichte quasi alles auf einmal, lustig, tiefgründig, leise, laut, ...

Und dann ist da noch Boxen. Ein Sport, den ich als Kind begeistert geguckt habe, zu einer Zeit als es da viele große Namen gab. Mit der Optik und der Story trifft das Buch daher auch nochmal extra was in mir.

Irgendwann kamen dann mal Szenen, bei denen für mich der Fit in die Geschichte bzw. zu den Charakteren nicht so richtig stimmig war. Das fand ich auch schade, weil die Seiten noch so viel mehr hätten erzählen können, das besser zu Lainey und Parker gepasst hätte.

Ich hätte auch gerne mehr zu Laineys Profession gelesen.

Weshalb ich dennoch so bewerte, wie ich bewerte:

Die Sterne sind ein "Paketpreis", eben aus verschiedenen Aspekten des Buches. Im Vergleich sind es daher noch 5 Sterne.

Und für "Karotte" muss ich definitiv Bonuspunkte geben, denn das ist etwas das mir sehr am Herzen liegt und leider allgemein nicht die Präsenz bekommt, die es verdient und braucht.

Auch wenn ich Punkte hatte, mit denen ich nicht glücklich geworden bin bzw. wo ich das Potenzial nicht ausgeschöpft fand, so hat das Buch viele positive Seiten (Wortwitz nicht beabsichtigt) und auch viele besondere Elemente, die man nicht wie Sand am Strand auf dem Buchmarkt findet. In Kombination mit dem was man hier schon über Band 2 erfährt wirklich einen Griff wert.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

You can be my guiding light

Limerick Love. Win Your Heart
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Als Sláine zu ihrer Großmutter zieht, lernt sie von neuem, was Familie heißt.

Auch wenn das Leben mit Freunden aus der Kindheit viel leichter ist, warten neue Herausforderungen.

Als dann auch noch ...

Als Sláine zu ihrer Großmutter zieht, lernt sie von neuem, was Familie heißt.

Auch wenn das Leben mit Freunden aus der Kindheit viel leichter ist, warten neue Herausforderungen.

Als dann auch noch der eine Mensch auftaucht, der vor Jahren einfach verschwunden ist und dabei ein Stück von ihr mitgenommen hat, steht alles Kopf. Denn nun muss sie ihn von neuem kennenlernen. Gegen seinen Willen.

Bei historischen Romanen bin ich immer etwas zwiegespalten. Einerseits lernt man oft viel dazu, mit dem man sonst nie in Kontakt gekommen wäre, anderseits ist das vorherrschende Bild mit modernen Werten bedingt kompatibel. Im Fall von "Win your heart" ist die zweite Kategorie fast vollständig in Vergessenheit geraten, denn das Buch hat eine Protagonistin gefunden, die trotz allem Sturm und Seegang ihren eigenen Weg wählt.

Für meine Generation sind Piraten wohl auch immer ein bisschen mit Jack Sparrow verbunden und auch wenn keiner der Piraten in diesem Buch irgendeine Ähnlichkeit mit ihm hat, so hat die Geschichte aber auch etwas vom humoristischen Spirit abbekommen.

Auch wenn ich Band 1 nicht kenne, so hat man, denke ich, in der Story einen guten Einblick bekommen, was vorab passiert ist und für den Hauptstrang in diesem Buch ist es wohl nicht essentiell, alles zu wissen.

Die Geschichte reißt den Leser wirklich mit und man möchte manchmal doch gerne eingreifen. Wahlweise mit einem Zaunpfahl oder Ruder.

Ich finde das Abenteuer-Romance-Verhältnis auch gut getroffen, so dass man hier glücklich werden kann, ob nun wilde Hilde oder eher ihre brave Zwillingsschwester.

Klare Empfehlung!

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