Cover-Bild Endstation Fichtelgebirge
Band 4 der Reihe "Kristina Herbrich und Konrad Breuer"
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 21.08.2025
  • ISBN: 9783740824723
Jacqueline Lochmüller

Endstation Fichtelgebirge

Kriminalroman
»Endstation Fichtelgebirge«: Ein Psychothriller voller dunkler Familiengeheimnisse und erschütternder Wahrheiten

In Bayreuth verschwindet der Sohn einer alleinerziehenden Mutter unter mysteriösen Umständen aus deren Wohnung. Den einzigen Hinweis liefern Blutspuren, die allerdings nicht von dem Jungen,sondern von dessen Vater stammen – doch der ist vor Jahren gestorben. Kurz darauf wird bei Schweinfurt ein Mann ermordet aufgefunden. Die Spuren führen Kommissar Breuer und seine Kollegin Kristina Herbich zur Ex-Freundin des Toten, die unauffindbar ist. Unaufhaltsam setzt sich ein Drama in Gang, das vor langer Zeit seinen Anfang nahm.

Ihr vierter Fall stellt die Bayreuther Kommissare Herbich und Breuer vor eine echte Herausforderung. Stück für Stück entfaltet sich ein Netz aus Lügen, verdrängten Wahrheiten und familiären Verstrickungen. Ein fes-selnder und zugleich berührender Kriminalroman über Schuld, Identität und verdrängte Vergangenheit. Für Fans von Krimis mit Köpfchen, Herz und Sinn für Dramatik – und für alle, die beim Lesen gern mal kurz das Atmen vergessen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2025

Des Schicksals verschlungene Wege

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„Endstation Fichtelgebirge“ von Jacqueline Lochmüller, erschienen 2025, Band 4 der Reihe, ist ein spannender Krimi mit einem komplexen Fall und verblüffenden Wendungen.

Auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände ...

„Endstation Fichtelgebirge“ von Jacqueline Lochmüller, erschienen 2025, Band 4 der Reihe, ist ein spannender Krimi mit einem komplexen Fall und verblüffenden Wendungen.

Auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände kommt man als Neueinsteiger problemlos in die Geschichte hinein und überblickt auch den Personenkreis ohne weiteres. Der Schreibstil liest sich flüssig, ist sehr bildhaft. Die detaillierten und atmosphärischen Beschreibungen vermitteln ein sehr eindrucksvolles und gut nachzuempfindendes Ambiente. Die Spannung lässt nie nach. Einerseits sorgen Cliffhanger am Kapitelende dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen will, andererseits steigern die stetigen Szenen- und Perspektivenwechsel die Dramatik.

Der Einstieg wirkt noch etwas unübersichtlich. Nach einem Rückblick auf das Jahr 1988 entwickeln sich in der Gegenwart (die Handlung spielt 2025) mehrere Handlungsstränge parallel. Geschehnisse, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, die aber so nach und nach KHK Kristina Herbich und ihren Kollegen Konrad Breuer beschäftigen. Ein kleiner Junge verschwindet aus der elterlichen Wohnung. Es gibt Blutspuren. Bei einem Autounfall kommt ein Mann ums Leben, der eine Stichverletzung aufweist. Je mehr sich das Ermittler-Duo mit den Fällen befasst, desto mehr Unerwartetes kommt ans Tageslicht. Als LeserIn verfügt man zwar über einen Wissensvorsprung gegenüber den Ermittlern, man ist ja quasi bei Ereignissen dabei, von denen die Polizei erst viel später erfährt, doch mildert das in keiner Weise die Spannung. Auch wenn ich den einen oder anderen Zusammenhang ahnte, wurde ich immer wieder überrascht, wie diese vielen Handlungsfäden letztlich völlig klar zusammenfanden.

Hauptakteure wie Nebenfiguren sind ausgezeichnet charakterisiert. Alle wirken durchaus lebendig und gut vorstellbar. Was Herbich und Breuer anbelangt, so wird zwar ihre Vorgeschichte angerissen, doch noch besser versteht man die beiden, wenn man die Vorgängerbände kennt. Beide sind exzellente Kriminalbeamte, die ihren Beruf mit vollem Einsatz ausüben, was eben zur Folge hat, dass das Privatleben dadurch zu kurz kommt, Partnerschaften zerbrechen. Umso schöner fand ich es, dass Herbich und Breuer vom rein dienstlichen Verhältnis zu einer Art Freundschaft finden.

„Endstation Fichtelgebirge“ hat mir ausgezeichnet gefallen. Insbesondere hat mich fasziniert, wie sich diese in sich verschlungen Handlungsstränge letztlich zu einer klaren Linie verknüpft haben. Mir ist auch das Ermittler-Duo sehr sympathisch. Somit freue ich mich nicht nur auf weitere Fälle, sondern gebe auch eine Leseempfehlung mit 5 Sternen ab.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Mörderisch spannend, Kriminell gut!

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Ende August 2025 hat die Autorin Jacqueline Lochmüller den Kriminalroman „Endstation Fichtelgebirge“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Die 336 Seiten sind durch ein Cover der Extraklasse ...

Ende August 2025 hat die Autorin Jacqueline Lochmüller den Kriminalroman „Endstation Fichtelgebirge“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Die 336 Seiten sind durch ein Cover der Extraklasse eingebunden. Nina Schäfer und Leo Magrelli zeigen hier erneut ihr ganzes Können. Die geöffnete Tür, der gelbe Lichtstrahl und die Wahl der Farbsättigung lenken das Auge des Betrachters auf den Kernpunkt der Geschichte: Das offene Schloss. Der Titel und der Name der Autorin sind gut lesbar.

Im Fichtelgebirge verschwindet ein Junge. Es ist der Sohn einer alleinerziehenden Mutter. Die Umstände sind ungewöhnlich, denn in der Wohnung findet sich eine Blutspur. Vom Vater. Doch der ist seit vier Jahren tot. Kurze Zeit danach präsentiert die Autorin eine zweite Leiche. Kommissar Breuer und seine Kollegin Kristina Herbich suchen die Ex-Freundin des Toten, doch sie können sie nicht finden. Und dann setzt sich ein Drama in Gang, das seine Ursache weit in der Vergangenheit hat…

Ich lese sehr gerne Kriminalromane aus dem Verlag emons:. Die Autorin Jacqueline Lochmüller kenne ich noch nicht. Da ich gerne neue Autoren kennenlerne, war ich neugierig auf ihre Erzählung. Es hat nur wenige Sätze gedauert, da bin ich tief in die Geschichte versunken. Der Schreibstil lässt sich leicht und locker lesen und ehe ich mich versehe, bin ich nach kurzer Zeit auf Seite 105 gelandet. Gerne hätte ich direkt weitergelesen, doch das lies mein Zeitfenster nicht zu. Und so habe ich die ca. 336 Seiten in 3 Abschnitten gelesen.

Zunächst habe ich den Eindruck, dass ich von drei Fällen lese, die nichts miteinander zu tun haben. Während ich darüber nachdenke, warum mir die Autorin diese drei Fälle unabhängig voneinander präsentiert, begreife ich langsam, dass sie im Kern zusammenhängen. Jacqueline Lochmüller macht es uns nicht leicht, ihren Fall zu lösen. Am Ende präsentiert sie eine Auflösung, die mir den Atem raubt, denn nach und nach begreife ich erst das ganze Ausmaß dieses Falls.

Alles in allem hat die Jacqueline Lochmüller einen Regionalkrimi aus dem Fichtelgebirge an den Start gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Er ist mörderisch spannend, extrem kniffelig und äußerst unterhaltsam. Die Autorin zeigt uns die Auswirkung von mangelnder Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft und welche Folge das Nichtreagieren haben kann. Zum Glück ist das nur eine Geschichte, die der Phantasie einer exzellenten Autorin entsprungen ist. Von mir bekommt sie 5 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung, während ich schaue, was sie bisher noch so veröffentlicht hat.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Unvorhersehbar, emotional und absolut fesselnd

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In Bayreuth verschwindet der kleine Lenni aus der Wohnung seiner alleinerziehenden Mutter. Blutspuren weisen auf den Vater des Kleinen hin. Doch der ist vor einigen Jahren verstorben. Ein Mann wird mit ...

In Bayreuth verschwindet der kleine Lenni aus der Wohnung seiner alleinerziehenden Mutter. Blutspuren weisen auf den Vater des Kleinen hin. Doch der ist vor einigen Jahren verstorben. Ein Mann wird mit einem Messer im Bauch nach einem Unfall in seinem Auto gefunden und stirbt. Doch war das wirklich die junge Ladendiebin, die ihn kurz zuvor gezwungen hatte, sie mitzunehmen? Altenpfleger Sebastian verliert seine Wohnung wegen Eigenbedarfs und zieht gezwungenermaßen in die Waldhütte einer verstorbenen Freundin seiner Mutter.

Das sind nur ein paar der Fälle mit denen sich KHK Kristina Herbich und ihr Kollegen Konrad Breuer hier beschäftigen müssen. Gerade die manchmal wirklich wilden Spekulationen von Breuer haben mir gut gefallen und mich auch mal zum schmunzeln gebracht. Dabei hat jeder der beiden gerade sein eigenes Päckchen zu tragen. Wenn ich mir anschaue, wie respektvoll sie trotz ihrer Probleme miteinander umgehen und wie sie gemeinsam immer wieder neue Ansatzpunkte für ihre Ermittlungen finden – das ist schon toll. Die Einblicke in das Private der Ermittler macht sie für mich nochmal menschlicher und greifbarer.
Schnell habe ich mich gefragt, ob und vor allem wie die verschiedenen Fälle der Kripo Bayreuth vielleicht zusammen hängen könnten. Es ist so spannend und es hat mich gefesselt, in die Leben der Menschen hier Einblicke zu bekommen und zu sehen, wie die Taten auch mit Geschehnissen in der Vergangenheit zu tun haben. Nur, wie das alles zusammen hängt, bleibt lange völlig im Dunklen. Ich finde es so klasse, wie Autorin Jaqueline Lochmüller die einzelnen Fäden ganz langsam zu einem großen Ganzen verknüpft und langsam die verschiedenen Puzzleteile an ihren Platz fallen. Danach sind auch keine Fragen bei mir offen bleiben.
Es sind so viele verschiedene Menschen mit den unterschiedlichsten Charakteren, denen ich hier begegne und ich war froh, dass ich mir von Anfang an kleine Notizen gemacht habe. Sie alle sind so bildhaft mit ihren teils eigenwilligen Ecken und Kanten beschrieben, dass ich sie schnell in mein Kopfkino einfügen konnte.
Die Spannung ist, auch wenn die Ermittlungen manchmal nur langsam voran kommen, immer greifbar und der Spannungsbogen hoch gespannt. Vor allem, weil es bei dem kleinen Lenni auf jede Stunde ankommt.

Für mich war dieser Krimi ein tolles und unterhaltsames Leseerlebnis. Wer spannende, emotionale und klug aufgebaute Krimis liebt, dem kann ich diese Geschichte nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Krimi mit einem interessantem Ende

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Ein Krimi mit einem eher ungewöhnlichen Ende, das mich teilweise sprachlos zurückließ. Die beiden Hauptfiguren Kristina Herbich und Konrad Breuer versuchen, ihr Berufsleben über die privaten Bedürfnisse ...

Ein Krimi mit einem eher ungewöhnlichen Ende, das mich teilweise sprachlos zurückließ. Die beiden Hauptfiguren Kristina Herbich und Konrad Breuer versuchen, ihr Berufsleben über die privaten Bedürfnisse zu stellen. Beide verbindet die Problematik vieler Ermittlerinnen und Ermittler: Wirklich Zeit für eine Beziehung bleibt bei all dem Stress oft nicht. Kristina wirkt etwas aufgeschlossener als Breuer, der eher in sich gekehrt ist. Doch im Laufe der Ermittlungen taut auch er ein Stück weit auf.

Das Setting ist mit leichten, eher dunklen Elementen versehen, da es sich um eine tragische Geschichte handelt. Die vielen verschiedenen Nebenfiguren sind gut gewählt und ausgearbeitet, und ich fieberte bei zweien besonders mit. Besonders gut gefallen hat mir eine Sequenz im ersten Teil der Erzählung, die ich sehr atmosphärisch fand, die ich hier aber nicht spoilern möchte.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Die Spannung des Romans baut sich in verschiedenen Passagen stetig auf und entwickelt sich bis zum Ende weiter. Dieses Ende ist überraschend, und ich wäre darauf niemals gekommen. Die Tragik der gesamten Geschichte passt jedoch sehr gut zur Erzählung im Ganzen.

Ein gut konstruierter Krimi mit einem schwierigen Thema und einer Tragik, die mich überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Schatten über Oberfranken

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"Endstation Fichtelgebirge" ist der vierte Fall der Bayreuther Kommissare Herbich und Breuer von Jacqueline Lochmüller. Diesmal bekommen es die beiden Ermittler mit einem Vermisstenfall zu tun. Ein kleiner ...

"Endstation Fichtelgebirge" ist der vierte Fall der Bayreuther Kommissare Herbich und Breuer von Jacqueline Lochmüller. Diesmal bekommen es die beiden Ermittler mit einem Vermisstenfall zu tun. Ein kleiner Junge ist abgängig, die verzweifelte Mutter war nur kurz weg und von dem kleinen Lenni fehlt jede Spur. Zudem sind Blutspuren zu finden, es muss also vom Schlimmsten ausgegangen werden. In Schweinfurt geschieht im gleichen Zeitraum ein Verkehrsunfall, bei dem ein Mann und eine junge Frau beteiligt sind. Als die Rettungskräfte eintreffen entdeckt man, dass der Fahrer ein Messer im Bauch stecken hat. Er erliegt seinen Verletzungen, die junge Frau wird ins Krankenhaus eingeliefert. Schon gleich zu Beginn prasseln auf den Leser mehrere Handlungsstränge ein, bei denen man noch keinerlei Zusammenhang erkennen kann. Erst nach und nach ergeben sich Verknüpfungen und es offenbaren sich Zusammenhänge. Es ergeben sich Wendungen, aber teils ein klein wenig konstruiert, wenn zum Beispiel zufällig mehrere Personen den gleichen einsamen Ort aufsuchen. Und doch sind wieder andere Entwicklungen nicht vorhersehbar und erzeugen neue Blickwinkel auf das Geschehen. Teilweise sind die beiden Ermittler etwas steif, aber im Laufe der Story nähern auch diese sich mehr und mehr an. In Summe ein geschickt aufgebauter Regionalkrimi, der so manche Tiefen menschlicher Abgründe offenbart.