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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2019

Einfach fantastisch

kochen.
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Dieses Kochbuch ist mit seinen 408 Seiten und 500 Rezepten ist schon ein absoluter Hingucker in jedem Küchenschrank. Dicke Seiten mit festen Einband und einem dunkelblauen Schnitt haben mich direkt begeistert. ...

Dieses Kochbuch ist mit seinen 408 Seiten und 500 Rezepten ist schon ein absoluter Hingucker in jedem Küchenschrank. Dicke Seiten mit festen Einband und einem dunkelblauen Schnitt haben mich direkt begeistert. Und erst der Inhalt: einfach fantastisch.

Den italienischen Wurstsalat mit Mortadella und Weintraubenvinaigrette habe ich sofort ausprobiert – und er schmeckt super lecker.

Alle Rezepte sind auf einer Seite dargestellt und schon davon bekommt man Appetit.
Angefangen von Brot über Vorspeisen, Fisch & Meeresfrüchte, Gemüse, Saucen & Fonds, Fleisch, Käse und Desserts ist alles dabei, was meine Geschmacksnerven schon beim Lesen reizt.
Stevan Paul legt auch viel Wert auf Kochtechniken. Vom schneiden über die Temperatur, zu Garmethoden, Binden, Braten & Frittieren, Anrichten und Gedanken zur Nachhaltigkeit der Küche ist alles dabei.
Sehr viel Wert legt er auch auf Geschmack. Hier wird zu Säure, Gewürzen und Kräutern, Bitter und umami, Schärfe, Fett und Süße. Hierzu gibt es jeweils eigene Seiten.
Warenkunde ist das dritte Gebiet, das ich hier ausführlich mit einer kleinen heimischen Weinreise, kleiner Wildkräuterkunde, kleiner Heimatkunde Fisch, alkoholfreier Speisenbegleitung, einer kleinen Bierübersicht, Linsen, und Sherry nahe gebracht bekomme.

Mit solchen Rezepten, die ich nach meinem Geschmack auch variieren kann, macht das Kochen wirklich wieder richtig Spaß. Und ich bin gespannt, was meine Gäste beim nächsten Mal zu meinen neuen Kreationen sagen werden.

Dies ist das erste Kochbuch des gelernten Kochs Stevan Paul, das jetzt in meinem Schrank steht. Aber ich werde mir auch „Schneller Teller: Ein Kochbuch für zwei und Auf die Hand – Sandwiches, Burger & Toasts, Fingerfood & Abendbrote näher anschauen.
Wer gerne koch und Neues ausprobieren will, der sollte an diesem Kochbuch nicht vorbei gehen.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Bauboom im wunderschönen Allgäu

Schussfahrt
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In Gunzenried im Allgäu will der schwäbische Baulöwe Hans-Joachim Rümmele einen gigantischen Freizeitkomplex, das "Event-Castle" errichten, um den Tourismus anzukurbeln. An diesem Objekt scheiden sich ...

In Gunzenried im Allgäu will der schwäbische Baulöwe Hans-Joachim Rümmele einen gigantischen Freizeitkomplex, das "Event-Castle" errichten, um den Tourismus anzukurbeln. An diesem Objekt scheiden sich allerdings die Geister. Einerseits verheißt der Bau enorme Einnahmen, andererseits wird die Schönheit der Landschaft zerstört.

Bei einem ihrer Ausritte mit Fjordwallach Falco findet die Tourismuschefin Dr. Johanna Kennerknecht den Baumogul mit einem Kopfschuss an einen Baum gelehnt. Gemeinsam mit ihrem Freund Polizeimeister Gerhard Weinzierl und dem von Ausgurg nach Kempten versetzten Kommissar Volker Reiber gehen die Ermittlungen manchmal recht unkonventionelle Wege und einem unvermuteten Ausgang entgegen...

Ein Allgäu-Krimi, wie ich ihn liebe: mit allen Facetten einer wunderbaren Landschaft und ihrer Bewohner. Nicola Förg hat es wieder einmal geschafft, mich zu begeistern.

Veröffentlicht am 16.08.2019

München – Bayerwald und zurück

Letzte Reise
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„Was ist denn hier passiert?“ fragt sich Kriminalkommissar Klaus Hummel, als er nach einer wohl chaotischen Nacht auf einem Parkplatz an eine Straße im Bayerischen Wald rüde von 2 Streifenbeamten geweckt ...

„Was ist denn hier passiert?“ fragt sich Kriminalkommissar Klaus Hummel, als er nach einer wohl chaotischen Nacht auf einem Parkplatz an eine Straße im Bayerischen Wald rüde von 2 Streifenbeamten geweckt wird. Er hat die Nacht in der Schlafkoje eines Lastwagens verbracht. Und im Frachtraum dieses LKW – 9 tote Frauen – erfroren. Was hat er damit zu tun?
Zusammen mit seinen Kollegen Frank Zander, Doris Roßmeier und dem Kollegen Brandl aus dem Bayerwald versuchen die Kommissare Licht ins das Dunkel zu bringen.


Ich freue mich immer wieder, wenn ich die Münchner Kommissare der Mordkommission bei ihren Recherchen begleiten darf. Ganz besonders liegt mir ihr Chef Karl-Maria Mader und sein Dackel Bajazzo am Herzen. Die Beiden leben nämlich ganz in meiner Nachbarschaft. Aber auch die Anderen habe ich in den letzten Fällen, die ich mit ihnen zusammen bearbeitet habe, richtig lieb gewonnen. Egal ob aufs Dienstliche oder aufs Private bezogen – ich liebe die Dialoge zwischen all den Protagonisten. Einfach nur Menschen mit Ecken und Kanten wie Du und ich.

Auch in diesem Fall ist es gar nicht so einfach, an ein Motiv zu kommen. Aber ganz langsam klärt sich der Nebel und ich werde immer weiter an die Aufklärung herangeführt. Immer neue Verdächtige, immer neue Ansätze, aber die Puzzleteile wollen irgendwie nicht zusammen passen. Es dauert bis kurz vor Schluss der Lektüre, dass sich dann der Fall schlüssig aufklärt.

Mir haben auch die oft kurzen Kapitel gut gefallen. Dadurch habe ich mich noch näher am Geschehen dran gefühlt.

Ich habe es genossen zwischen dem Bayerischen Wald und München zu pendeln und viele neue Menschen kennengelernt zu haben. Die Trauer spielt neben Glücksgefühlen, Liebe, Lügen, Zweifeln, Drogen und Prostitution in dieser Geschichte eine große Rolle. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Auch wenn man kein ausgemachter Krimifan ist.

Mehr will ich aber nicht verraten.

Mich hat die „Letzte Reise“ auf die mich Harry Kämmerer mitgenommen hat sehr gut unterhalten und mein Kopfkino war dank der detaillierten Beschreibungen und des eindringlichen Sprachstiles im Dauereinsatz. Ich hoffe, dass Hummel & Co. Bald wieder einen neuen Fall auf den Tisch bekommen, bei dem ich dann sicher wieder als Mäuschen dabei sein werde.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Tote Katzen in Stockholm

Blutsbande
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Mai 1989 – Lillemor und Tor verlieren auf äußerst tragische Weise ihre Mutter und kommen anschließend zu ihrer Tante Nettan, Onkel Örjan und ihren Cousins Björn und Frederik.
Ab April 2012 tauchen in Stockholm ...

Mai 1989 – Lillemor und Tor verlieren auf äußerst tragische Weise ihre Mutter und kommen anschließend zu ihrer Tante Nettan, Onkel Örjan und ihren Cousins Björn und Frederik.
Ab April 2012 tauchen in Stockholm plötzlich immer wieder ersäufte Katzen auf. Außerdem häufen sich die Todesfälle, die auch alle mit dem Element Wasser zu tun haben.
Besteht hier eine Verbindung? Kommissar Conny Sjöberg und sein Team haben es nicht leicht, hier die richtigen Schlüsse zu ziehen und dem Täter langsam aber stetig auf die Spur zu kommen.


Carin Gerhardsen nimmt mich mit nach Stockholm und bringt mir das Ermittlerteam, das sich durch Entschlossenheit und Solidarität auszeichnet näher. Hier hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten mit den vielen fremd klingenden Namen. Auch weil die Kommissare mal mit dem Vor- mal mit dem Nachnamen angesprochen wurden. Das hat sich aber beim Lesen dann schnell eingespielt. Vielleicht hätte ich aber auch die Vorgängerbänden lesen sollen, um mich noch näher mit den Protagonisten bekannt zu machen.

Ich bekomme eine sehr interessante Geschichte vorgesetzt, in deren Mittelpunkt anfangs Katzen stehen und 4 Kinder, deren Leben eng mit Katzen verknüpft ist. Aber wie passen die Morde hier rein? Bis ich die ganzen Zusammenhänge endlich begriffen hatte, war ich auch schon am Schluss des Buches angelangt.

Mir waren die vielen verschiedenen Fälle, die schlussendlich alle zusammenhängen doch etwas zu viel des Guten. Ich hatte einfach irgendwann das Gefühl nicht mehr mit zu kommen, was mir das Lesen ein klein wenig verleitet hat. Aber auch hier denke ich, wäre ich besser zurecht gekommen, hätte ich die vorherigen Fälle von Conny Sjöberg und seinem Team gekannt.

Der Spannungsbogen ist von Anfang an sehr hoch und hält sich auch bis zum Schluss.
Die Protagonisten sind alle sehr lebendig und menschlich beschrieben. Besonders die fünfjährige Saga hat mein Herz im Sturm erobert. Aber auch die anderen Mitwirkenden konnte ich in ihrem Verhalten gut verstehen und ihr Tun nachvollziehen. Über einige mir unerklärliche Geschehnisse, die in meinen Augen schon sehr konstruiert wirken, habe ich einfach mal hinweg gesehen.

Ein interessanter Krimi mit einigen unerwarteten Wendungen und einem Täter, den ich nicht erwartet habe, hat mir spannende Lesestunden geschenkt. Auch wenn ich zu Beginn einige Schwierigkeiten hatte, mich hinein fallen zu lassen.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Mörderische Geburtstagsfeier

Blutroter Sand
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Moritz Dehnhardt kennt die Schwäche seiner Schwägerin Lisa Holtkamp zu dem am Rande der Deutschen Bucht stehenden Leuchtturm Roter Sand. Er schafft es sogar, einen Kapitän mit Schiff zu organisieren, der ...

Moritz Dehnhardt kennt die Schwäche seiner Schwägerin Lisa Holtkamp zu dem am Rande der Deutschen Bucht stehenden Leuchtturm Roter Sand. Er schafft es sogar, einen Kapitän mit Schiff zu organisieren, der sie zusammen mit seiner Frau Karla und seinem Sohn Leon dort hin bringt um Lisas Geburtstag dort zu feiern. Dass ihre Ankunft dort der Beginn eines irrsinnigen Alptraumes wird, damit hatte hier keiner gerechnet.


In zwei unterschiedlichen Erzählsträngen bin ich ab der ersten Seite eingefangen und gefesselt.
Ich fühle mich eingebunden zwischen den vier Personen auf dem Leuchtturm. Hier erzählt Lisa die Geschichte aus ihrer Sicht. Allein der Gedanke, hier von dem Leuchtturm nicht weg zu können, verbunden mit einigen gruseligen Szenen, lässt mir ab und zu eine Gänsehaut über den Rücken laufen.
Genau fühle ich mich als Mitglied der Wasserschutzpolizei, wo ich die Ereignisse aus Sicht von Kriminalkommissar Anton Hayen erlebe. Hier muss nicht nur die Havarie dreier Schiffe auf dem Weg nach Bremerhaven bearbeiten bzw. bewerkstelligt werden. Auch zwei tote Männer, die aus dem Meer gefischt bzw. auf einer Sandbank gefunden werden, bereiten dem Team Kopfzerbrechen.

Ein Spannungsbogen, der sich ab der ersten Seite stetig nach oben orientiert, macht es mir sehr schwer, das Buch zwischendurch auch mal aus der Hand zu legen. Erst ganz zum Schluss löst sich die Spannung auf und ich komme zum Durchatmen.

Anfangs waren es doch etliche Protagonisten, die mir vorgesetzt wurden. Ich habe sie aber alle nach und nach besser kennenlernen und ihnen tief in ihre Seele blicken dürfen. Nicht alle sind mir sympathisch geworden. Genau wie im richtigen Leben gibt es auch hier Menschen, denen ich von Anfang an nicht über den Weg getraut habe oder die mich einfach enttäuscht haben. Ganz besonders liebt gewonnen habe ich den kleinen Leon, der gezeigt hat, was in ihm kleinen Kerl alles steckt.

Ein spannender Küstenkrimi mit einer interessanten Geschichte, die mir Gänsehautfeeling beschert hat und bei der ich richtig mitfiebern konnte. Sehr positiv finde ich auch, dass ich einiges Wissenswerte über die Wasserwacht und deren Arbeit erfahren habe.