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Veröffentlicht am 19.04.2021

Nicht nur die griechische Sonne ist heiß

Heißes Verlangen unter heißer, griechischer Sonne | Erotische Bi-Sexgeschichten
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Was unter der heißen Sonne Griechenlands in einer kleinen abgelegenen Bucht in Sachen Befriedigung der Lüste alles geht, davon erzählen die erotischen Bi-Sexgeschichten von Sunny Blue.
Eleni und der Ich-Erzähler ...

Was unter der heißen Sonne Griechenlands in einer kleinen abgelegenen Bucht in Sachen Befriedigung der Lüste alles geht, davon erzählen die erotischen Bi-Sexgeschichten von Sunny Blue.
Eleni und der Ich-Erzähler leben ihre Lust nicht nur gemeinsam aus. Dazu kommen Michael und Karin ein junges Pärchen aus Köln, die ihren Urlaub in Griechenland verbringen und Jorge und Maria mit ihren Töchtern Arie, Esria und Niki, eine befreundete griechische Familie. Ohne Tabus, mal ganz sanft und rücksichtsvoll, mal hart und fordernd geben alle ihrer Lust Raum und leben sie pärchenweise oder auch gemeinsam aus.
Leidenschaft und Erfüllung der vielfältigen Wünsche zeichnet diese Geschichte, die aus vielen kleinen Episoden besteht, aus. Sunny Blue beschreibt sehr offen wer mit wem und wie zur Sache kommt ohne plump oder obszön zu wirken. Auch bereits Erlebtes kommt zur Sprache. Es macht einfach Spaß beim Lesen dabei sein zu können und regt vielleicht an, mal etwas anderes auszuprobieren.
Das Einzige, was mich hier richtig genervt hat, sind die dauernden Verniedlichungen.
Zum Schluss kann ich mir mit einem Gutscheincode noch eine weitere prickelnde Geschichte aus dem Internet herunterladen – gratis.
Eine anregende Geschichte unter der griechischen Sonne, die mir gut gefallen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2021

„Das Wichtigste im Leben ist das Verzeihen“

Grenzgängerin aus Liebe
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Diese Botschaft transportiert der neue Roman nach einer bzw. zwei wahren Geschichten von Hera Lind „Grenzgängerin aus Liebe“.

Sophie Becker, eine lebenslustige junge Frau, ist gerade 21 Jahre alt, als ...

Diese Botschaft transportiert der neue Roman nach einer bzw. zwei wahren Geschichten von Hera Lind „Grenzgängerin aus Liebe“.

Sophie Becker, eine lebenslustige junge Frau, ist gerade 21 Jahre alt, als sie bei einem Discobesuch in Weimar den um 15 Jahre älteren sehr gutaussehenden Karsten Brettschneider kennenlernt. Einen Mann, um den sie alle anderen Mädels in ihrer Umgebung beneiden. Einziger Schwachpunkt – Karsten ist verheiratet und hat drei Kinder.Trotzdem lässt Sophie sich auf ihn ein und der Gedanke lässt sie nicht los, dass er seine Frau verlässt und sie vielleicht bald die Stiefmama seiner Kinder wird.
Bei einem Badeurlaub in Bulgarien am Goldstrand lernt sie den Westdeutschen Hermann Großeballhorst kennen, der sich sehr schnell in sie verliebt. Soll sie für ihn Karsten gehen lassen und in den Westen ziehen? Nach zähen Verhandlungen wird ihr Ausreiseantrag genehmigt. Aber am Bahnhof in Bielefeld stehen nur Hermanns Eltern. Er selbst ist für eine längere Zeit auf einem Auslandseinsatz. Je länger Sophie im Hotel seiner Eltern lebt und arbeitet, desto mehr vermisst sie ihr Leben in Weimar – und Karsten, der sie mit Liebesbriefen bombardiert . Als sie sich entschließt zurück zu gehen, löst das etwas aus, womit niemand, am allerwenigsten Sophie, gerechnet hat.

Ich kenne schon einige der wahren Geschichten von Frauen, die Hera Lind in Romanform gebracht hat. Und auch diese Geschichte hier hat mich wieder ab den ersten Seiten gefangen genommen und gepackt.
Sophie ist eine so lebensbejahende, lebenslustige junge Frau, die durch ihr Naivität bzw. ihre bedingungslose Liebe in einen Strudel gerät, der sie fast wegreißt. Es gab mehr als eine Situation, in der ich gedacht habe „Mädel wach doch auf“. Sie aber ist ihren Weg gegangen ohne auch nur ansatzweise zu überlegen, was da auf sie zukommen könnte. Und natürlich hat sie auch die Liebe zu Karsten blind gemacht.
Ich war teilweise entsetzt zu lesen, wie mit den Menschen in der ehemaligen DDR umgegangen wurde, wenn sie sich nicht stur an die vorgegebenen Normen gehalten haben. Ich habe Sophie bedauert, weil ihr das, was ihr hier alles passiert, ja nur aus Liebe passiert – entweder zu Karsten oder zu Hermann. Und ich habe mich riesig mit ihr gefreut, als am Ende doch noch alles gut geht.

Hera Lind hat einen sehr angenehmen, entspannten Schreib- und Erzählstil. Sie lässt Sophie ihre Geschichte selbst erzählen. Somit komme ich der jungen Frau noch näher, kann auch ihre Gedanken lesen.
Alle Personen, die ich hier kennenlerne sind plastisch und gut vorstellbar gezeichnet. Marianne, Sophies Schwester und ihr Mann Dieter waren mir gleich unsympathisch, da sie nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind und so gar nicht in Sophies Welt zu passen scheinen. Andererseits will ich hier aber auch nicht urteilen. Ich kann mir die Verhältnisse, die ehemals dort „drüben“ geherrscht haben, auch einfach nicht vorstellen. Vielleicht wäre auch ich im Laufe der Zeit „so“ geworden.

Ich bin hier nur so durch die Seiten geflogen. Habe mit Sophie gehofft und gebangt, gelitten und mich mit ihr gefreut. Schön, dass sich ihr Leben doch noch zum Guten gewendet hat.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Gedanken der beiden Protagonistinnen und der Autorin am Schluss der Geschichte. Sie runden den Roman in einer wunderbaren Form so richtig ab.

Für mich bekommt dieser wunderbar unterhaltsame Roman die volle Punktzahl von 5 Punkten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Mal was ganz anderes

Mörderisches aus dem Saarland
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Ich liebe Kurzgeschichten. Aber was ich mit diesem Buch von Marion Demme-Zech bekomme, ist etwas für mich gänzlich Neues. Die Autorin hat die einzelnen Kriminalfälle so zusammengestellt, dass sich die ...

Ich liebe Kurzgeschichten. Aber was ich mit diesem Buch von Marion Demme-Zech bekomme, ist etwas für mich gänzlich Neues. Die Autorin hat die einzelnen Kriminalfälle so zusammengestellt, dass sich die einzelnen Kurzkrimis wie eine vollständige Geschichte lesen.

So begegne ich immer wieder den gleichen Menschen, Kommissar Wolfgang Forsberg und Antonia „Toni“ Kuppertz, Siggi und Hanne, Regine Baumgarten, Gabriele und Christoph, Anneliese und Ursel und Dackel Günther, der seine Geschichten selbst erzählt.

Es geht um einen Mann, der schon jahrelang macht was er will; einen Schirm, der Anneliese Stutz für vielerlei Pein entschädigt; einen missglückter Einbruch in den Nachtzoo; ein Downhill Radrennen, bei dem ein Mann leider tot ins Ziel kommt; Mr. Surprise, der alle in Atem hält; einen Heiratsantrag, der ungewollt aus dem Ruder läuft und eine Gewinnbenachrichtigung, die einiges bewirkt. Ich finde es klasse, wie Christoph Stutz, der neue Leiter der IT_Abteilung der Staatskanzlei sich den Respekt seines neuen Kollege Rainer Hildebrandt sichert. So einen Lehrer wie Ingo Kleemann braucht wirklich niemand. Wie gut, dass die junge Putzfrau Maria auf der Kunsthochschule war.

Ich lerne auch viele verschiedene Orte im Saarland kennen: der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim, den Wassergarten Reden, den Saarbrücker Nachtzoo, die Halde Viktoria in Püttlingen, das Saarlandmuseum, die Staatskanzlei, die Siersburg, die Bietzener Heilquelle, Saarlouis und das Schloss Dagstuhl.

Alle kurzen Krimis sind spannend aufgebaut, haben ihren eigenen Charme, sind so unterschiedlich und passen doch zusammen und lösen sich alle nachvollziehbar auf. Sie haben mich schmunzeln lassen, haben ein bisserl Schadenfreude bei mir ausgelöst, haben mich sprachlos gemacht und vor allem, sie haben mich sehr gut unterhalten.

Ein spannendes, sehr abwechslungsreiches Buch mit Kurzkrimis, die alle im Saarland angesiedelt sind. Von mir bekommt dieses absolut lesenswerte Buch die volle Punktzahl von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.04.2021

Frida und Bjarne werden immer besser

Mordsand
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So hatten sich Martin und Lenchen ihren Zeltausflug auf die Elbinsel Bargsand in der Unterelbe nicht vorgestellt. Finden sie hier am Strand einen Schädel, der wohl schon länger hier liegt, aber jetzt erst ...

So hatten sich Martin und Lenchen ihren Zeltausflug auf die Elbinsel Bargsand in der Unterelbe nicht vorgestellt. Finden sie hier am Strand einen Schädel, der wohl schon länger hier liegt, aber jetzt erst frei gespült wurde.
Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, Kommissare der Kripo Itzehoe, sind schnell vor Ort und übernehmen den Fall. Die Leiche, wie die Gerichtsmedizin heraus findet eines männlichen Toten, lag hier über 30 Jahren, gefesselt an Händen und Füßen. Kurze Zeit später wird auf der kleinen Elbinsel Füürsand eine weitere, aber erst kürzlich in den Sand eingegrabene Leiche gefunden. Wen hat sich der Hamburger Bauunternehmer, der hier ebenso gefesselt wurde, wie der Mann von vor 30 Jahren, zum Feind gemacht? Hängen die beiden Fälle zusammen? Die Spuren gehen bald in Richtung eines Jugendwerkhofes, einer Erziehungsanstalt in der ehemaligen DDR.

„Mordsand“ ist schon der 4. Fall, den ich zusammen mit Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn aufkläre. Da ich die Beiden seit Beginn der Reihe sehr lieb gewonnen habe, ist es wie ein Besuch bei guten Bekannten, wenn ich wieder in Deichgraben, wo Frida bei ihren Eltern in der Marsch lebt, ankomme. Diesmal ist auch Jo, Fridas Freundin wieder mit dabei, die ich auch sehr gerne mag. Genau so wie Dr. Torben Kielmann, Fridas Freund, der mir hier einen riesigen Schrecken bereitet. Ich genieße es, die Entwicklung der Figuren mit zu erleben. Dadurch komme ich ihnen mit der Zeit immer näher. Romy Fölck schafft einen sehr guten Mix zwischen Privatem und dem neuen Fall.

Durch Rückblenden in die Vergangenheit, wo ein Junge bzw. junger Mann von dem, was er in diesen Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR erlebt hat, berichtet, wurde schnell klar, dass er irgendwie mit den Toten in Zusammenhang steht. Aber wer ist er? Was ich da zu lesen bekam, hat mich schon sehr mitgenommen und erschüttert. Ein Kapitel ostdeutscher Geschichte, von dem ich schon des öfteren gelesen habe und es jedes mal wieder nicht glauben kann, dass es solche Maßnahmen von Gewalt und Folter an Kindern und Jugendlichen wirklich gegeben hat.

Die Spannung baut sich langsam aber stetig auf. Meine Nerven sind froh, als sich die Ermittlungen nach vielen falschen Fährten, auf die ich mich habe locken lassen, und einigen für mich unvorhersehbaren Wendungen nachvollziehbar auflösen. Romy Fölck beweist einmal mehr, dass ein spannender Krimi auch ohne großes Blutvergießen und Gemetzel auskommt. Meinem Lesegeschmack kommt das sehr zugute.

Rita Fölck schafft es mit ihrem Erzählstil, meine Sinne anzusprechen. Ich meine den Wind, den Regen, den Nebel und die Kälte im Oktober spüren zu können. Ich kann das Schmatzen der Gummistiefel im Matsch hören. Und ich habe den Geruch von Brackwasser in der Nase. Ich fühle mich total hineingezogen in die Ermittlungen, nicht nur auf den kleinen Elbinseln.

Ein spannender Fall, eine höchst interessante Geschichte um die Jugendwerkhöfe der ehemaligen DDR und zumeist sympathische Menschen, denen ich hier begegne, machen dieses Buch zu einem, das ich sehr gerne gelesen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Für mich war das nix

Das Faultier bewegt sich wie Opa
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„Kindermund tut Wahrheit kund“. Unter diesem Motto haben Eva Dignös und Katja Schnitzler eine ganze Menge lustiger Kindersprüche zusammengetragen und in diesem Buch veröffentlicht.
16 Kapitel unterteilt ...

„Kindermund tut Wahrheit kund“. Unter diesem Motto haben Eva Dignös und Katja Schnitzler eine ganze Menge lustiger Kindersprüche zusammengetragen und in diesem Buch veröffentlicht.
16 Kapitel unterteilt bekomme ich Rubriken wie „Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“, „Kleine Missverständnisse“, „Familienbande“, §Kulinarische Kuriositäten“, „Unordnung ist die schönste Ordnung“, „Rund ums Geld“, „Ausgezogen um die Welt zu sehen“ und einiges mehr.
Die Sprüchesammlung ist einfach klasse. Ich habe einige male so lachen müssen, meine Mundwinkel waren im Dauergrinsemodus. Denn genau wie aufgeschrieben hier ist es wirklich. Das kenne ich von meinem kleinen Enkel, der auch manchmal solche Klöpse raus haut. Es kommen aber auch Sprüche vor, die einfach so „naja“ sind bzw. die ich gar nicht gut oder lustig finde. Da bringt z.B. ein kleiner Junge „den Ameisen das Schwimmen bei. Heute lernen sie ertrinken“. Da kann ich nicht drüber lachen.
Was mir auch gar nicht gefallen hat und was ich recht bald einfach überlesen habe, sind die „Erklärungen“ die auf jeden Spruch folgen und die Extras, die in grau unterlegten Kästchen angeboten werden. Ich wollte ein witziges Sprüchebuch lesen – keinen Erziehungsratgeber.

Ein nettes Buch, in das man hier und dort mal reinspickern kann. Ich hatte mir mehr Frohsinn und Unterhaltung gewünscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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