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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Rendevouz mit dem Tod

Lieb oder stirb
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Hanna liebt es, Brautkleider anzuprobieren, auch wenn ihr dazu der richtige Mann noch fehlt. Und seit sie ihren Fastehemann Kurt rausgeschmissen hat und ihr nur ein Andenken von ihm auf ihrem Po bleibt, ...

Hanna liebt es, Brautkleider anzuprobieren, auch wenn ihr dazu der richtige Mann noch fehlt. Und seit sie ihren Fastehemann Kurt rausgeschmissen hat und ihr nur ein Andenken von ihm auf ihrem Po bleibt, hat sie der Männer-welt ganz abgeschworen. Bis auf ihren Kater kommt kein männliches Wesen mehr an sie ran. Doch dann kommt Toddy Tod und stellt ihr ein Ultimatum: entweder sie hat bis zu ihrem 35-sten Geburtstag, der in ein paar Wochen ansteht, ihren Mr. Right gefunden, oder Toddy nimmt sie mit. Und Hanna stellt sich dieser Aufgabe...

Hanna erzählt diese kurze Episode ihres Lebens in der Ich-Form. Ich habe selten bei einer Lektüre immer wieder so herzhaft gelacht, wie bei dieser Geschichte. Überspitzt und urkomisch werden viele Situationen dargestellt und mein Kopfkino war zu Höchstleistungen gefordert. Jana ist eine sehr liebenswerte, manchmal etwas naive Hauptdarstellerin, die immer wieder an Männer gerät, wo man schnell merkt, warum sie solo sind. Bis dann der eine kommt und das Rumgeeier endlich ein Ende hat.

Eine wunderbar komische, manchmal auch anrührende Liebesgeschichte. Top Unterhaltung für einen grauen Lesenachmittag.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine wunderbare Liebesgeschichte

Gut gegen Nordwind
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Meine Feundin sagte: Das musst Du lesen - und ich hab´s getan und nicht bereut - nur weiter zu empfehlen: Emmi Rothner versucht per Email das Zeit- schriften-Abbo der Zeitschrift "Like" zu kündigen und ...



Meine Feundin sagte: Das musst Du lesen - und ich hab´s getan und nicht bereut - nur weiter zu empfehlen: Emmi Rothner versucht per Email das Zeit- schriften-Abbo der Zeitschrift "Like" zu kündigen und gerät durch einen Tippfehler an Leo Leike. Hierdurch entsteht eine der romantischsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur. Sie unterhalten sich über alle täglichen und nichtalltäglichen Geschehnisse, immer mit dem Wissen, sich nie zu begegnen - was dann allerdings doch geschieht...

Wunderbare Dialoge, die man gelesen haben sollte

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mord im bayerischen Hinterland

Der Semmelkönig. Ein Krimi aus Bayern
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Bad Berging im bayerischen Hinterland ist eine verschlafene Kleinstadt. Die Polizei hat nicht all zuviel zutun. Hierher verschlägt es den Celler Polizisten Hannes Petersen im Rahmen eines Austausches Nord/Süd. ...

Bad Berging im bayerischen Hinterland ist eine verschlafene Kleinstadt. Die Polizei hat nicht all zuviel zutun. Hierher verschlägt es den Celler Polizisten Hannes Petersen im Rahmen eines Austausches Nord/Süd. Aber schon an seinem ersten Arbeitstaghallt es aus den Kehlen der Kindergartenkinder, die im Märchenwald stromern: Die Hex ist tot. Man findet die Kindergarten-praktikantin Heidi im Rotkäppchenkostüm und Reizwäsche tot aus. Bald darauf geschieht ein zweiter Mord und eine Entführung wird bekannt. Die Kommissare Maus und Petersen mit ihrem Team beginnen zu ermitteln...


Nachdem ich nun diesen Krimi aus Bayern gelesen habe, kann ich sehr gut verstehen, warum die Leselupen-Jury dieses Manuskript sofort angenom-men hat. Das Erstlingswerk von Katja Hirschel hat auch mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, teilweise amüsiert und insgesamt sehr gut unterhalten. Ich konnte kaum mit Lesen aufhören, weil viele der teils kleinen Kapitel zum Schluss Fragen aufwerfen, die ich unbedingt noch beantwortet haben wollte. So habe ich dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen.

Ausgehend von dem Mord an einer Kindergarten-Praktikantin entwickeln sich immer mehr Spuren und Verwicklungen und neue Opfer kommen hinzu. Ich war mir immer wieder mal sicher, jetzt den oder die Schuldige/n gefunden zu haben. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Spannend bis zur letzten Seite und vor allem schlüssig haben sich dann doch noch alle meine Fragen und Vermutungen gelöst.

Der lässig, locker Schreibstil und die immer wieder einfließenden bayerischen Sätze machen die Geschichte für mich zu einem sommerlich leichten Lesegenuss. Die Personen werden im Laufe des Buches immer plastischer und ich kann sie mir sehr gut vorstellen. Und auch die Geschehnisse im Wald (ich will auch so eine Hütte!!!) kann ich mir dank der gezielten Beschreibungen sehr gut vorstellen.

Mein Kopfkino hat rotiert.

Mit der doch ziemlich kleinen Schrift hatte ich anfangs meine Probleme, aber hieran haben sich meine Augen doch schnell gewöhnt.

Sehr gut gefällt mir das Lesezeichen, auf dem die handelnden Personen alle nochmal aufgeführt sind. Da es sooo viele sind, habe ich diesen Spicker gerne hin und wieder benutzt. Anstatt am Schluss der Geschichte nochmal alle Personen aufzuführen - hier habe ich ja das Lesezeichen - könnte man hier vielleicht für die Leser, die der bayerischen Sprache absolut nicht zugetan sind, einige bayerische Begriffe "übersetzen".


FAZIT:
Ich habe einen spannenden, humorvollen bayerischen Krimi gelesen, den ich allen Lesern empfehlen kann, die es mal nicht ganz so blutrünstig wollen.

Für mich ein absoluter Lesegenuss!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gänsehautfeeling garantiert

Bewusstlos
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Karl und Christine Herbrecht haben ein süßes Zwillingspärchen: Raffael und Svenja, beide 7 Jahre alt. Ihr Glück ist perfekt, bis es beim Spielen in einer Scheune zu einem folgenschweren Unfall kommt, bei ...

Karl und Christine Herbrecht haben ein süßes Zwillingspärchen: Raffael und Svenja, beide 7 Jahre alt. Ihr Glück ist perfekt, bis es beim Spielen in einer Scheune zu einem folgenschweren Unfall kommt, bei dem Svenja stirbt - und sich Raffael schuldig fühlt. Die Eltern kommen an Raffael nicht mehr heran, er zieht sich in sich zurück und spricht nicht mehr. Nachdem sie in ihren Augen alles versucht haben, kapitulieren sie und geben ihn in ein Internat. Hier flieht er mit 16 Jahren...


In einer Sitzung mit dem psychiatrischen Gutachter Dr. Manfred Corsini erzählt Christine Herbrecht nach Jahren die Dinge aus ihrer Sicht. Ein "Beobachter" beschreibt die Jahre und das Leben von Raffael.

Die Geschichte liest sich flüssig und Sabine Thiessler versteht es gut mich beim Lesen zu halten. Die Spannung hat von Anfang an ein hohes Level. Ich werde mitgenommen zu den nächtlichen Ausflügen von Raffael. Hier bekomme ich ein Bild von seinem Seelenleben und erst sehr viel später in der Geschichte erschließt sich mir, wie es zu dem allen kommen konnte. Ich bekomme tiefe Einblicke in die Psyche des jungen Mannes, der sich vom netten Jungen von nebenan innerhalb von Sekunden zum Monster entwickeln kann. Hier bekam hier und da Gänsehaut.

Es gibt aber auch kleine Zwischengeschichten, die in meinen Augen nichts mit der Geschichte zutun haben und das Ganze nur aufblähen. Auch die polizeiliche Arbeit in Berlin wird nur am Rande gestreift. Hier habe ich mir mehr erwartet.

Das Ende hatte ich so nicht erwartet, war eher überrascht.

Ein spannendes Buch mit wenigen nichtssagenden Nebensächlichkeit, das mich gut unterhalten hat und auch mal nachdenken lässt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ermittlungen nit sehr viel Humor

Sauerkrautkoma
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Sein Ruf als Superermittler ist bis nach München gedrungen und nun sitzt Franz Eberhofer in der Löwengrube und dreht Däumchen. Bis sein Vater dafür "sorgt" dass er einen neuen Fall zu lösen bekommt: Im ...

Sein Ruf als Superermittler ist bis nach München gedrungen und nun sitzt Franz Eberhofer in der Löwengrube und dreht Däumchen. Bis sein Vater dafür "sorgt" dass er einen neuen Fall zu lösen bekommt: Im Koffer des Opel Admiral seines Vaters, der gestohlen wurde, wird die Leiche einer jungen Frau gefunden...

Aber auch in Niederkaltenkirchen ist einiges los. Leopold hat sich von Panida getrennt und ist erstmal wieder nachhause gezogen - was Franz absolut nicht passt. Dass Franz endlich seine Susi heiraten will, hat einen ehemaligen Jugendfreund von Susi auf den Plan gerufen, der sie auch haben will...


Neben den altbekannten Protagonisten, die ich schon richtig liebgewonnen habe, aus den vorherigen 4 "Fällen", lerne ich hier wieder ein paar neue Mitwirkende kennen. Da diese ebenso liebevoll gezeichnet sind, wie die Personen, die ich schon kenne, reihen sie sich problemlos in meine Kopfgalerie ein. Ein Mord, Hochzeitsvorbereitungen, der Einzug von Leopold und die Versetzung nach München - ganz schön viel Stoff, den Rita Falk hier wieder mühelos in einen nicht ganz bierernsten Krimi verarbeitet hat. Am Besten gefällt mir immer noch die Oma Eberhofer, die ihre Männer und deren Freunde immer im Griff hat.

Ein Glossar am Ende der Geschichte erklärt die wichtigsten bayerischen Wort für Nichtbayern. Und es gibt auch diesmal wieder einige Rezepte aus Oma´s Rezeptbuch. Wobei bei mir der Plan, die Bayrisch Creme nach zu kochen schon steht.


FAZIT:
Auch der 5. Provinzkrimi hat mir ein Grinsen ins Gesicht gezaubert und mich sehr gut unterhalten.