Übersichtliches, ausführliches Redewendungen-Nachschlagwerk
Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt?„Wer hat den Teufel an die Wand gemalt?“ beinhaltet eine umfassende Sammlung von Redensarten, deren Herkunft und Bedeutung (Erschienen 2026 in Dudenverlag).
Mich als sprachlich interessierte Person hat ...
„Wer hat den Teufel an die Wand gemalt?“ beinhaltet eine umfassende Sammlung von Redensarten, deren Herkunft und Bedeutung (Erschienen 2026 in Dudenverlag).
Mich als sprachlich interessierte Person hat das Buch sofort angesprochen, nicht nur aufgrund des ins Auge springenden Covers, sondern hinsichtlich des gebotenen Inhalts. Ich wurde auch nicht enttäuscht.
Das Buch ist optisch ansprechend gestaltet, die Redewendungen sind alphabetisch nach Begriffen geordnet, sodass man, sucht man etwas Bestimmtes, rasch fündig wird. Obwohl ich die meisten Aussprüche bereits kannte und auch vielfach mit deren Bedeutung richtig lag, gab es dennoch für mich überraschende Erklärungen, wie z.B. dachte ich tatsächlich, sich „verfranzen“ hätte etwas mit „Fransen“ zu tun. Aber nein, der Ausdruck hat militärischen Ursprung. Manches, möglicherweise eher in Deutschland gängig, war mir als Österreicherin fremd, wie z.B. einen Igel in der Tasche haben (geizig sein) oder „den heiligen Ulrich anrufen“ (sich erbrechen).
Es hat mich zwar wenig erstaunt, dass die meisten Redewendungen bis auf die Bibel oder die griechische Mythologie zurückzuführen sind, auf lateinischen Aussprüchen basieren oder aus dem Jüdischen sich entwickelt haben. Trotzdem, die ausführlichen, gut recherchiert wirkenden Erklärungen fand ich sehr interessant und wissenswert.
Diese Duden-Ausgabe werde ich sicher immer wieder zur Hand nehmen, um die eine oder andere Interpretation zu verinnerlichen. Denn einmal alles durchzuschmökern reicht nicht, um es sich bleibend einzuprägen. Es ist ein gelungenes Nachschlagwerk. Sehr empfehlenswert für jeden, der an der Entwicklung der Sprache und Bedeutung von Aussprüchen interessiert ist.