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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Der verflixte Kopf

Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank
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Benny wundert sich. Denn Opa macht komische Dinge, wie die Schuhe im Kühlschrank aufgewahren. Irgendwas stimmt nicht.

Demenz schleicht sich häufig in das Leben. Manchmal selbst betroffen, manchmal auch ...

Benny wundert sich. Denn Opa macht komische Dinge, wie die Schuhe im Kühlschrank aufgewahren. Irgendwas stimmt nicht.

Demenz schleicht sich häufig in das Leben. Manchmal selbst betroffen, manchmal auch ein geliebter Mensch. Selbst für Erwachsene ist die Krankheit oft schwer zu verstehen. Kinder stehen dabei oft vor noch größeren Herausforderungen. In diesem Buch wird altersgerecht so ein Leben aus beiden Blickwinkeln gezeigt. Ein bisschen hat es mich auch an Honig im Kopf erinnert.

Allerdings ist das Buch für mich nicht nur auf dieser tragischen Ebene gelungen.

Da ich mit den Büchern von Paul Maar aufgewachsen bin, kann ich schwer an Büchern vorbeigehen, die seinen Namen tragen. Umso toller fand ich dieses Familienprojekt, in dem nicht nur seine Tochter sondern auch sein Enkel mitgewirkt haben. Und gleichzeitig kam mir noch die Erkenntnis, dass die Familie Maar mit dem Theater Maßbach verbandelt ist, in dem ich vor Jahrzehnten regelmäßig mit der Schule Stücke wie Räuber Hotzenplotz gesehen habe.

Für mich transportiert die Geschichte einfühlsam die Möglichkeit, auch die andere Sicht zu verstehen und sich so aufeinander zuzubewegen, um aus der unausweichlichen, unliebsamen Situation das Beste zu machen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Schraube lost, nicht locker

Was fehlt dir, kleiner Roboter?
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Menschen haben zum Glück keine Schrauben die sie verlieren könnten. Stell dir das mal vor!

Der kleine Roboter aber schon und leider ist eine davon weg. Die Tiere wollen ihm helfen, doch leider ohne Erfolg. ...

Menschen haben zum Glück keine Schrauben die sie verlieren könnten. Stell dir das mal vor!

Der kleine Roboter aber schon und leider ist eine davon weg. Die Tiere wollen ihm helfen, doch leider ohne Erfolg. Fehlt wirklich nur die Schraube?

Zunächst mal: irgendwie erinnert mich der Roboter an ein Marshmallowmännchen. :D

Die Illustrationen im Buch haben zwei Stile und beide sind fantastisch. Ich würd mich sogar Bilder an die Wand hängen. 😊

Ich finde die Geschichte eine tolle Abschrift dessen, was passieren kann wenn man denkt, ohne das Gedachte zu artikulieren.

Vielleicht traut sich der eine oder andere nach dieser Geschichte, öfter zu sagen was er denkt und darauf vielleicht eventuell möglicherweise sogar eine Antwort bekommt, die ihm weiterhilft.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Der großkleine Schweizer

Berner Sennenhunde
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Tatsächlich haben wir schon seit über 5 Jahren einer Berner und ich habe mich erst mit der Rssse beschäftigt, als er eingezogen ist, da er quasi zugeflogen kam. 😅

Ich finde, das Werk thematisiert viele ...

Tatsächlich haben wir schon seit über 5 Jahren einer Berner und ich habe mich erst mit der Rssse beschäftigt, als er eingezogen ist, da er quasi zugeflogen kam. 😅

Ich finde, das Werk thematisiert viele Aspekte sowohl generell für (Neu-)Hundehalter als auch für rassespezifische Interessenten. Ob Ausstattung, Erziehung, Haltung oder auch die Anschaffung und Warnsignale.

Nun ist das Buch schon etwas älter und einige Dinge zum Glück weiterentwickelt bzw. die allgemeine Akzeptanz dieser Ansätze anders gefasst, daher will ich das in der Bewertung nicht gewichten.

Was ich mir allerdings gewünscht hätte, wäre ein Nachwort, Rückblick oder ähnliches, in dem (oder auch zu einem anderen Zeitpunkt im Buch) darauf eingegangen wird, dass Ausnahmen bei Regeln beachtet werden sollten. Insbesondere das typische Rassebild kann durch den individuellen Charakter eines Hundes komplett ausgehebelt werden. Das kann so sein und es darf so sein. Deshalb kann man immer noch einen tollen Lebensgefährten haben, man muss sich - wie immer- aber auch auf den Hund einlassen.

Im Übrigen hätte ein leider schon sehr langer Trend der Rasse zu Erkrankungen gerne thematisiert werden dürfen, zusätzlich zu allgemein auftretenden Krankheitsbildern.

Aus meinen Begegnungen der letzten Jahre, ist diese Rasse an einem Punkt angekommen, bei der Diskussion um Qualzucht gerechtfertigt ist.

Zwar bin ich generell kein Fan davon, überhaupt den Schritt zum Züchter zu gehen, aber die Krankheitsthematik Berner ist davon losgelöst ein sehr ernstzunehmendes Thema, mit dem sich jeder, der überhaupt in Erwägung zieht einen Hund dieser Rasse vom Züchter zu holen, beschäftigt haben muss.

Bei allem Egoismus, der mit dem Einzug eines Hundes einhergeht, es handelt sich dabei um ein Lebewesen, dessen Leben Respekt verdient.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Eine Leiche zum Mitnehmen, bitte

Nuss und Schluss
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Als Linn, geborene Sieglinde, ihren neuen Job in der kanadischen Provinz antritt, hätte sie nicht erwartet, dass sie dort außer deutschem Backwerk auch Leichen erwarten. Also eine. Bisher ist es nur eine. ...

Als Linn, geborene Sieglinde, ihren neuen Job in der kanadischen Provinz antritt, hätte sie nicht erwartet, dass sie dort außer deutschem Backwerk auch Leichen erwarten. Also eine. Bisher ist es nur eine. Aber die reicht ja, findet Linn. Eigentlich ist sie schon zu viel, aber nun ist sie nunmal da. Als wäre eine gescheiterte Existenz und eine WG voller Chaoten noch nicht genug zum Verarbeiten.

Je tiefer Linn in den Fall gezogen wird, desto mehr lernt sie über Land und Leute. Und die Tote. Ob sie das wirklich wissen wollte...?

Nuss und Schluss hat mich schon vom Klappentext an die Poison Bakery Reihe von Stefan S. Kassner erinnert, die mir viel Spaß bereitet hat. Auch hier ist der Dreh- und Angelpunkt ein Etablissement für Gaumenfreunden mit Hang zu tödlichen Tendenzen.

Die Story läuft nach dem Motto "Darfs ein bisschen mehr sein" und Ernst ist wohl auch eher ein potentieller Vorname.

Zwischen Forschung und Freundschaft kämpft sich die Protagonistin zurück in die Normalität oder was man dort eben darunter versteht.

Eine unterhaltsame kurzweilige Auszeit vom Alltag, die mit passenden Rezepten abgerundet wird.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Du

Love and be loved
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Ein bisschen liest sich das Buch wie Fürbitten bei einer Taufe.

Ein Buch nicht nur für Kinder. Auch Erwachsene könnten hier Zuspruch finden, Unterstützung, Mut, Liebe, Vertrauen und vor allem die Möglichkeit, ...

Ein bisschen liest sich das Buch wie Fürbitten bei einer Taufe.

Ein Buch nicht nur für Kinder. Auch Erwachsene könnten hier Zuspruch finden, Unterstützung, Mut, Liebe, Vertrauen und vor allem die Möglichkeit, einzigartig zu sein. Man muss sich nicht mit anderen vergleichen, wenn man sich danach nicht besser fühlt. Man muss nicht immer dem folgen, was viele tun. Man darf seinen Kopf verwenden, in welche Richtung dieser auch zieht. Man darf die Perspektive verändern.

Die Illustrationen passen in ihrer Art hervorragend zum Text.

Ob jeden Tag ein bisschen oder auf einmal ganz viel und darüber hinaus, wie man das Buch nutzt darf man als Leser selbst entscheiden.

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