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Veröffentlicht am 11.08.2026

Ein raffinierter Coup im viktorianischen London: Clever, atmosphärisch und voller Intrigen

Die Queen von Mayfair
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Die „Queen von Mayfair“ handelt von Quinn Le Blanc, die „Queen of Five“. Sie ist eine außergewöhnliche und geschickte Betrügerin und verdient sich damit ihren Lebensunterhalt. Als die Schulden immer größer ...

Die „Queen von Mayfair“ handelt von Quinn Le Blanc, die „Queen of Five“. Sie ist eine außergewöhnliche und geschickte Betrügerin und verdient sich damit ihren Lebensunterhalt. Als die Schulden immer größer werden, plant sie den bisher größten Coup. Dafür muss sie innerhalb von fünf Tagen das Herz des Duke of Kendal gewinnen und an dessen Vermögen kommen.
Die Geschichte hat ein historisches Setting und spielt in London 1898. Auf der einen Seite haben wir den alten Adel mit der feinen Gesellschaft, prunkvollen Bällen und herrschaftlichen Anwesen, auf der anderen Seite die schlechteren Wohnviertel, die durch Armut und dubiosen Geschäften geprägt sind. Die Geschichte wird im Buch aus mehreren Perspektiven erzählt, sodass man viele verschiedene Sichtweisen und Blickwinkel erhält.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Auch die Beschreibung des Settings konnte mich überzeugen. Das viktorianische London wird atmosphärisch dargestellt, und besonders der Gegensatz zwischen der glitzernden Welt der High Society und dem Leben der Menschen außerhalb dieser Gesellschaft hat mir gefallen.
Auch die Hauptfigur Quinn hat mir sehr gut gefallen. Sie ist mutig, intelligent, selbstbewusst und weiß genau, wie sie andere Menschen beeinflussen kann. Dabei ist sie natürlich keine klassische Heldin, da sie Menschen betrügt und manipuliert und am Ende verfolgt sie natürlich ihre eigenen Ziele. Dennoch gibt es klare Regeln, nur Personen auszunehmen, die es verdient haben bzw. moralisch verwerfliche Dinge getan haben. Wir erleben Quinn in der Geschichte hauptsächlich in ihrer erfundenen Rolle, die sie sich für den Coup ausgedacht und inszeniert hat. Wie viel von ihrer „echten“ Persönlichkeit hinter den vielen Identitäten steckt, die sie spielt, kann man nur in einzelnen Momenten erahnen, man weiß es allerdings nicht. Max Kendal blieb für mich eine sehr neutrale Person, viel hat man von ihm nicht erfahren und emotionale Tiefe war somit nicht gegeben. Auch Tor blieb eher auf Distanz für mich, wirkte sogar aufgrund ihres Verhaltens unsympathisch. Trotzdem waren alle Figuren sehr unterschiedlich, was mir gut gefallen hat. Überhaupt ist das Thema der verschiedenen Rollen für mich einer der interessantesten Aspekte des Romans. In Quinns Welt muss jeder eine Maske tragen – und das gilt nicht nur für die Betrüger. Auch die Mitglieder der feinen Gesellschaft spielen ihre Rollen und versuchen, nach außen ein bestimmtes Bild von sich aufrechtzuerhalten. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen den beiden Welten immer mehr.
Die Handlung war gut aufgebaut und folgte auch dem Plan des Coups. Die Spannung steigerte sich erst über den Roman hinweg, was ich keinesfalls als negativ empfand. Quinn hatte immer wieder mit neuen Herausforderungen zu kämpfen und nicht immer lief alles nach Plan. Es gab auch ein paar interessante Wendungen und einen Gegenspieler. Dadurch wurde die Handlung besonders interessant und wirkte schon teilweise wie ein Krimi. In dieser Kombination habe ich auch noch kein anderes Buch gelesen, für mich war es sehr unterhaltsam und ich hatte viel Freude beim Lesen. Einziges Manko war, dass es ab und an Gedankensprünge gab bzw. ich manche Handlungen nicht ganz logisch empfand, sodass ich teilweise nicht folgen konnte.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten. Für mich hat die Verbindung aus historischem Setting und einem Coup, bei dem eine Betrügerin einen Herzog um sein Vermögen bringen will und dabei ungeahnt auf einen Gegenspieler trifft, die Geschichte zu etwas Besonderem gemacht. Die Figuren hätten für mich allerdings besser ausgearbeitet werden können, sodass sie mehr Charakter und Tiefe erhalten hätten. Durch Gedankensprünge war es nicht immer ganz leicht zu verfolgen, aber es hat der Spannung dennoch keinen Abbruch getan.
Eine klare Empfehlung für Leser:innen, die Geschichten mit historischen Settings, ungewöhnlicher Gaunergeschichte und sich langsam steigernder Spannung mögen.

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Veröffentlicht am 07.08.2026

Unterhaltsamer und spannender Romantasy-Auftakt mit Bridgerton-Vibe und Fae-Magie

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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„The Rose Bargain“ ist der erste Band einer Dilogie und spielt in einer menschlichen Welt, in der eine Fae die Königin von Großbritannien ist. Es spielt in der Regency Ära und der Sohn der Königin – Prinz ...

„The Rose Bargain“ ist der erste Band einer Dilogie und spielt in einer menschlichen Welt, in der eine Fae die Königin von Großbritannien ist. Es spielt in der Regency Ära und der Sohn der Königin – Prinz Bram – soll in dieser Saison heiraten. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Ivy, deren Familie in Ungnade gefallen ist. Um ihre Familie wieder in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, bewirbt sie sich um das Rennen um die Hand des Prinzen. Dafür werden alle auserwählten Mädchen von der Königin auf die Probe gestellt und sie müssen dabei mehrere Prüfungen meistern. Doch so nett wie die Königin erscheint, ist sie nicht.

Die Geschichte erinnert mich stark an Bridgerton, aber natürlich mit magischen Elementen. Durch die Prüfungen der Königin und die Brutalität der Aufgaben ist es selbstverständlich auch um einiges düsterer. Das Buch besticht sowohl mit dem Regency-Ära-Flair (Bälle, Heiratssaison, …) als auch mit ihren Intrigen und Geheimnissen. Die Idee der Geschichte finde ich sehr spannend, da es in der menschlichen Welt spielt, in der sich eines Tages eine Fae den Thron gesichert hat. Seitdem gewährt sie Wünsche, indem sie einen Handel eingeht. Man bekommt, was man möchte, muss jedoch dafür einen Preis bezahlen.

Der Schreib- und Erzählstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Alles ist sehr bildhaft beschrieben, sodass man schnell in die Welt eintauchen kann. Sowohl ruhigere Szenen als auch actionsreiche Szenen werden gut beschrieben. Humor und Emotionen werden ebenfalls gut rübergebracht.

Auch die Protagonistin Ivy ist meiner Meinung nach gut gelungen. Sie ist mutig, intelligent und stellt sich auch schwierigen Herausforderungen. Ihre Familie ist ihr sehr wichtig und sie tut alles für sie. Die Dynamik zwischen ihr, Prinz Bram und Prinz Emmett ist gelungen und sorgt ab und an für emotionale Konflikte. Auch die beiden Prinzen sowie die Nebenfiguren finde ich gut gelungen. Diese erhalten genügend Raum, um eigene Motive und Geschichten zu entwickeln. Die Charaktere sind für mich authentisch und handeln auch dementsprechend. Hauptsächlich wird aus der Perspektive von Ivy erzählt, ab und an jedoch auch aus der Sichtweise der anderen Kandidatinnen. Dadurch kann man noch besser in die Geschichte eintauchen.

Einziger Kritikpunkt ist das in den letzten Kapiteln des Buches das Erzähltempo überhetzt wirkt. Alles passiert sehr schnell und Schlag auf Schlag. 

Für mich ist dies eine sehr unterhaltsame und spannende Romantasy-Geschichte. Die Handlung hat mich richtig gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für Fans von Geschichten mit Bridgerton-Vibe und Magie ist dies auf jeden Fall eine klare Empfehlung. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 02.08.2026

Thriller mit moderater Spannung

Thornbird
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Im Young-Adult-Thriller geht es um Ryan. Ihr Vater ist ein verurteilter Serienmörder, der auch ihre Mutter getötet hat. Als sie sieben Jahre alt war, zieht sie zu ihrer Großmutter in eine andere Stadt ...

Im Young-Adult-Thriller geht es um Ryan. Ihr Vater ist ein verurteilter Serienmörder, der auch ihre Mutter getötet hat. Als sie sieben Jahre alt war, zieht sie zu ihrer Großmutter in eine andere Stadt und ändert ihren Namen. Zehn Jahre später und kurz nach dem Tod der Großmutter zieht sie zu ihrer Tante in ihre alte Heimatstadt. Ihr Vater ist in der Stadt immer noch großes Thema, zumal die Leichen noch nicht gefunden worden sind. Kann sie ihre Identität geheim halten? Werden die Leichen noch gefunden? Und welche Geheimnisse gibt es noch in der Stadt?

Zunächst einmal zum Schreibstil: Diesen empfinde ich als sehr angenehm; er ist gut und flüssig zu lesen. Es ist auch eine gewisse Grundspannung vorhanden, weshalb das Buch schnell zu lesen ist.
Die Charaktere finde ich auch sehr vielschichtig und authentisch. Gerade Ryan als Protagonistin wirkt sehr stark, mutig und sympathisch. Sie hat viele Herausforderungen zu bewältigen, was gut beschrieben ist, sodass man gut mit ihr mitfühlen und mitfiebern kann.

Allerdings bin ich zwiegespalten, wie ich das Buch bewerten soll. Die Handlung ist spannend beschrieben, jedoch werden sehr häufig Teenagerprobleme behandelt, zum Beispiel Jungs, Schule (Highschool-Klischees), usw. Die eigentliche Handlung entwickelt sich eher schleppend (Aufklärung der Mord, Auffinden der sterblichen Überreste). Erst in den letzten 25% des Buches nimmt die Handlung an Fahrt auf. Das Thriller-Gefühl ist bei mir auch im letzten Abschnitt leider nicht wirklich aufgekommen. Da hätte ich mir dann doch ein bisschen mehr erhofft, gerade bei den vielen guten positiven Bewertungen. Es gab ein paar Twists, manche kamen unerwartet, einige waren erwartbar. Der Nervenkitzel, den ein Thriller eigentlich ausmacht, blieb hier leider für mich auf der Strecke. Die entsprechenden Szenen kamen doch recht spät im Buch und wurden zudem auch sehr schnell abgehandelt, gerade hier hätte man die Ereignisse noch ausführlicher erzählen können und die Geschichte ein bisschen strecken. Die Auflösung war zwar logisch und schlüssig, aber ein Teil der Auflösung erschien mir dann doch zu konstruiert. Es wirkte für mich ein wenig zu erzwungen, so als ob man immer noch einmal eins draufsetzen wollte, um den Leser möglichst zu schockieren.

Vielleicht liegt das alles auch im Genre begründet, da es sich um einen Young Adult Thriller handelt, in dem auch andere Themen mehr beleuchtet werden und der Thrilleranteil seichter sein soll. Ich hätte mir dennoch eine tiefergreifende Handlung gewünscht, z.B. mit einem stärkeren Bezug zum Motiv des Mörders, zur Aufklärung der Taten oder zum Schicksal der einzelnen Opfer. Das Teenagerleben stand für mich zu sehr im Mittelpunkt statt des eigentlichen Plots. Insgesamt war es kein schlechtes Buch, aber es konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Daher kann ich nur eine begrenzte Empfehlung aussprechen. LeserInnen, die einen rasanten Thriller mit hoher Spannung und Nervenkitzel suchen, könnten hier nicht auf ihre Kosten kommen. Für Einsteiger oder jüngere LeserInnen könnte es allerdings spannend sein.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Emotional, philosophisch, tiefgründig und regt zum Nachdenken an

Die Mitternachtsreise
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Die „Mitternachtsreise“ dreht sich um Wilbur, der nach seinem Tod in einem Zug landet. Dabei beginnt seine Reise damit alle Momente aus seinem Leben noch einmal zu sehen beziehungsweise zu erleben. Dabei ...

Die „Mitternachtsreise“ dreht sich um Wilbur, der nach seinem Tod in einem Zug landet. Dabei beginnt seine Reise damit alle Momente aus seinem Leben noch einmal zu sehen beziehungsweise zu erleben. Dabei muss er sich mit seinen Entscheidungen, Fehlern und Beziehungen auseinandersetzen. Mitternachtsreise ist ein sehr berührender Roman über das Leben, verpasste Chancen und die Frage, was ist am Ende wirklich wichtig.

Der Roman knüpft gedanklich an „Die Mitternachtsbibliothek“ an und setzt sich mit philosophischen Fragen auseinander wie: Was macht das Leben lebenswert? Was macht mich glücklich? Bin ich am Ende zufrieden mit meinen Entscheidungen im Leben?

Da ich ein sehr großer Fan der Mitternachtsbibliothek bin, war ich besonders gespannt auf die Mitternachtsreise und ich wurde nicht enttäuscht. Besonders beeindruckt hat mich auch hier wieder die emotionale Tiefe. Matt Haig schafft es, auch schwierige Themen wie Reue, Verlust und Vergänglichkeit mit hoffnungsvollen Botschaften zu verbinden.

Der Schreibstil ist leicht und sehr gut zu lesen. Man fliegt förmlich nur durch die Seiten. Viele Szenen regen dazu an, über das eigene Leben nachzudenken und sich zu fragen, welche Momente wirklich wichtig sind.

Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Besonders der Protagonist Wilbur wirkt sehr nahbar und authentisch.

Für mich ist „Mitternachtsreise“ eines meiner Lesehighlights dieses Jahres. Eine klare Empfehlung für Fans der Mitternachtsbibliothek und LeserInnen, die Geschichten mit emotionalem Tiefgang mögen und sich gerne zum Nachdenken anregen lassen.

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Cozy Romantasy im Buchladen-Setting

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.
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In "Cursed for good" geht es um die Prinzessin Tandy, die eigentlich keine Prinzessin sein will und Bücher liebt. Eines Tages betritt sie einen Buchladen und wird verflucht. Sie kann den Buchladen so lange ...

In "Cursed for good" geht es um die Prinzessin Tandy, die eigentlich keine Prinzessin sein will und Bücher liebt. Eines Tages betritt sie einen Buchladen und wird verflucht. Sie kann den Buchladen so lange nicht verlassen bis der Fluch gebrochen wird bzw. sich ihr Herzenswunsch erfüllt. 

Zunächst einmal finde ich das Cover sehr schön, der Farbschnitt mit den Bücherregalen ist sehr gelungen und passend zum Buchthema. 
Der angenehme und humorvolle Schreibstil hat mich direkt abgeholt und eingefangen. Es ist sehr leicht und flüssig geschrieben, sodass ich nur durch die Seiten geflogen bin (habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen). Die Handlung ist  auch sehr humorvoll geschrieben, was mir gut gefallen hat. 
Auch die Hauptcharaktere fande ich alle sehr spannend und liebevoll gestaltet. Vor allem ist Tandy eine sehr sympathische Protagonistin, die lernen muss ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche über die Erwartungen anderer zu stellen. Auch die Dynamik zwischen den Charakteren wirkt authentisch, sorgt für Unterhaltung und die angenehme Atmosphäre. 
Auch die Atmosphäre im Buchladen ist einladend, magisch und gemütlich. Einfach ein Buch zum Wohlfühlen. Ich finde auch gut, dass hier Themen wie Identitätsfindung, Selbstbestimmung und was macht mich glücklich zum Tragen kommen. 
Der einzige Kritikpunkt für mich ist, dass die Handlung an manchen Stellen etwas langatmig ist. 

Alles in allem eine unterhaltsame, ruhig erzählte und cozy Romantasy. 

Eine Empfehlung für alle die eine cozy Romantasy mit liebenswerten Figuren und herzerwärmender Geschichte mögen. 

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