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Veröffentlicht am 04.09.2025

Facettenreiche Magie

A Dark and Secret Magic
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Die Heckenhexe Kate hat sich in ihrem abgelegenen Cottage ein ruhiges Leben eingerichtet, doch damit ist es jetzt vorbei: ihre Schwester bittet sie, die mehrtägigen Halloween-Festlichkeiten des Hexenzirkels ...

Die Heckenhexe Kate hat sich in ihrem abgelegenen Cottage ein ruhiges Leben eingerichtet, doch damit ist es jetzt vorbei: ihre Schwester bittet sie, die mehrtägigen Halloween-Festlichkeiten des Hexenzirkels auszurichten, was sich als sehr aufwendig erweist. Dann taucht auch noch ein ungebetener Gast auf - der Magier Matthew, ein Mann aus Kates Vergangenheit, ein Anhänger der verbotenen Schattenmagie. Er braucht allerdings Hilfe und es gehört zu den Pflichten einer Heckenhexe Hilfe zu leisten und stets ein offenes Ohr für alle Lebewesen zu haben. Schließlich stößt Kate auf ein düsteres Familiengeheimnis, das ihre Welt auf den Kopf stellt …

Die gemütliche Atmosphäre (die u. a. durch Schilderungen heimeliger Häuser, Spaziergänge im Wald und reichhaltigem Wohlfühlessen entsteht), die toll gezeichneten Charaktere, die Magie sowie die unheilvolle Stimmung haben mich sofort gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen!

Der eindrückliche Schreibstil ließ die süße, humorvolle, ereignisreiche und gefahrenvolle Handlung rund um Familie, dunkle Geheimnisse sowie enemies-to-lovers wie einen Film vor meinem geistigen Auge ablaufen!

Ich fand es toll, dass die Dynamik zwischen Kate und Matthew nicht dem Muster “nette junge Frau verfällt arrogantem Schönling” folgt – Kate fühlt sich zwar zu ihm hingezogen, sie agiert aber (meistens) cool, vernünftig und bietet ihm gekonnt die Stirn, wenn er frech wird. Zudem kann Matthew auch anders – er ist zwar undurchsichtig - aber seine Arroganz ist im Grunde “nur” ein Eisbrecher.

“A dark and secret Magic” ist ein Highlight für alle, die herbstliche cosy vibes, Hexen, kabbelige Romantik und/oder magische Abenteuer lieben.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Ein herrlich beklemmender Thriller!

Der Trailer
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Ein Campingplatz in den Ardennen: Die Studentin Lisa verschwand unter mysteriösen Umständen. 15 Jahre später ist der Fall immer noch ungelöst und die suspendierte Kommissarin Frieda Stahnke aus Hamburg ...

Ein Campingplatz in den Ardennen: Die Studentin Lisa verschwand unter mysteriösen Umständen. 15 Jahre später ist der Fall immer noch ungelöst und die suspendierte Kommissarin Frieda Stahnke aus Hamburg berichtet in einem True-Crime-Podcast davon: Sie hat als junge Polizistin an dem Fall mitgearbeitet. Die Podcast-Folge rückt Lisas Verschwinden nun wieder in den Fokus der Öffentlichkeit, was Konsequenzen mit sich bringt …

Wout, ein Barbesitzer und verurteilter Stalker aus Köln, der damals auch auf dem Campingplatz war und ahnt, was passiert sein könnte, sein Freund Tayfun, ein Türsteher sowie Kathinka, die persönliche Interessen hat, beginnen nachzuforschen.

Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven sowie Zeitebenen, was interessant bis faszinierend verstörend gestaltet ist!

Der Schreibstil ist flüssig, regt das Kopfkino an, ist herrlich düster atmosphärisch und der beklemmende Campingplatz wirkt so lebendig, als wäre er eine Figur! Ein “Element am Erzählstil” hat mich sehr gestört, ich vermute, dass der Autor seine Gründe hatte, das so zu machen - evtl. Reflektion der Realität!?

Die Charaktere sind absolut authentisch gezeichnet, mit echten Ecken und Kanten!!! Sie sind nicht schwarz-weiß, sie sind widersprüchlich, komplex - alles andere als gewöhnlich oder langweilig, was sie mir irgendwie sympathisch machte.

“Der Trailer” hat mir insgesamt gut gefallen, für meinen Geschmack wurde es allerdings erst zum Ende hin so richtig spannend - die unerwartete Wendung bzw. Auflösung hat mich positiv überrascht! Die wechselnden Perspektiven sowie Nebenhandlungen sind toll konstruiert, das unheilvolle Setting und die psychologische Tiefe haben mich ebenfalls beeindruckt.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Zauberhaft

Die Geschichtensammlerin
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Vor hundert Jahren in Irland: Anna, ein junges Bauernmädchen, hilft einem Amerikaner Sagen aus dem Irischen ins Englische zu übersetzen. Doch Anna kommt einem gewaltigen Geheimnis auf die Spur ...
Heute ...

Vor hundert Jahren in Irland: Anna, ein junges Bauernmädchen, hilft einem Amerikaner Sagen aus dem Irischen ins Englische zu übersetzen. Doch Anna kommt einem gewaltigen Geheimnis auf die Spur ...
Heute am Flughafen Newark, USA: Sarah hat sich gerade von ihrem Mann getrennt und ist auf dem Weg nach Boston, um bei ihrer Schwester einzuziehen. Plötzlich wird ihr siedend heiß klar, dass familiäre Unterstützung kaum ohne Einmischung einhergeht - dann fallen ihr zwei Kleinigkeiten ins Auge, die sie dazu veranlassen nach Irland zu fliegen. Dort findet sie das Tagebuch von Anna und stoßt so auch auf das Buch, das der Amerikaner damals geschrieben hat …

Der atmosphärische, eindrückliche Schreibstil, die interessanten Charaktere und die zauberhafte Handlung rund um Selbstfindung, Aberglauben sowie Romantik haben mich restlos begeistert!

Die sympathischen Figuren erleben das Magische im Alltäglichen, Gemütlichkeit, Verbundenheit, Geheimnisvolles, große Gefühle sowie Dramatisches …

Man begleitet Sarah, die in Irland ihre Vergangenheit aufarbeitet, und Anna führt, in Form von Tagebucheinträgen, durch ihren Alltag, die Begegnungen mit dem Amerikaner sowie Geschichten rund um Feen oder “Das gute Folk”, wie sie hier heißen.

“Die Geschichtensammlerin” ist ein hinreißender Roman: Der Zauber Irlands ist absolut greifbar, die Schicksale der Protagonistinnen sind wirklich bewegend und die beiden Erzählstränge werden großartig miteinander verwoben!

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Ein wendungsreicher Pageturner!

Love, Mom
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Die Studentin Mackenzie hatte eine komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter, einer frenetisch gefeierten Thriller-Autorin. Nach deren Tod erhält sie regelmäßig anonyme Briefe, die Seiten aus dem Tagebuch ...

Die Studentin Mackenzie hatte eine komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter, einer frenetisch gefeierten Thriller-Autorin. Nach deren Tod erhält sie regelmäßig anonyme Briefe, die Seiten aus dem Tagebuch ihrer Mutter enthalten und sie erkennt, dass ihre Familiengeschichte genau so düster ist, wie die verstörenden Bücher ihrer Mutter. Um herauszufinden, wie die komplexen Geheimnisse zusammenhängen und ob sie zum Tod ihrer Mutter geführt haben, begibt sie sich mit ihrem besten Freund auf Spurensuche - was ungemein packend gestaltet ist!

Stammen die Tagebucheinträge wirklich von ihrer Mutter? Wer schickt sie ihr? Warum? Kann es sein, dass sie ihre Mutter überhaupt nicht kannte? Und was bedeutet das für Mackenzie? Der lebendige, eindringliche Schreibstil und die rätselhafte, rasant voranschreitende Handlung sind von der ersten bis zur letzten Seite absolut mitreißend! Und die Charaktere sind großartig gezeichnet, man kann sehr gut mit ihnen fühlen, hoffen, bangen - oder sie verachten, je nachdem aus wessen Sicht erzählt wird.

Die greifbar beklemmende Stimmung, die Einblicke in die verheerende Vergangenheit der Mutter, die entsetzlichen Erkenntnisse, die sich daraus ergeben und verschiedene Perspektiven sorgen nonstop für nervenaufreibende Spannung!

“Love, Mom” ist ein unwiderstehlicher Thriller, rund um Hassliebe, Neid, Gier sowie perfide Pläne - ereignisreich, erschütternd und schwindelerregend kurvenreich! Für Fans von Freida McFadden!

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Unbedingt lesen!

Death at Morning House
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1932: Der Arzt Dr. Ralston, ein kontrollierender Gesundheitsfanatiker, verbringt den Sommer wie immer mit seiner Frau, seiner Schwester, sechs Adoptivkindern, seinem biologischen Sohn sowie einer Nanny ...

1932: Der Arzt Dr. Ralston, ein kontrollierender Gesundheitsfanatiker, verbringt den Sommer wie immer mit seiner Frau, seiner Schwester, sechs Adoptivkindern, seinem biologischen Sohn sowie einer Nanny auf Ralston Island - einer der berühmten Thousand Islands. Dort führen Eltern und Kinder ein minutiös durchgetaktetes, sinnerfülltes Leben mit viel Joghurt, Sport sowie Bildung. Doch dieses Jahr kippt die Stimmung, dann ereignen sich zwei erschütternde Todesfälle …

In der Gegenwart lernt man die Jugendliche Marlowe kennen - die Umstände rund um den Brand, den sie beim House-Sitting verursacht, sind herrlich tragisch komisch! Da sie daraufhin zum Gespött der Stadt wird, nimmt sie einen Ferienjob auf Ralston Island an, um dem Hohn zu entkommen: sie und weitere Teenager geben Führungen durch die Villa Morning House, einst das Feriendomizil der Familie Ralston. Doch auch dieser Sommer ist unheilvoll …

Die Perspektiven einiger Adoptivkinder, die den Sommer 1932 auf Ralston Island verbrachten, bilden interessante Parallelen zu Marlowes Sicht: Jugendliche in Morning House in den Sommerferien, wo komplizierte Dynamiken herrschen, und schließlich Schlimmes passiert …

Aus Marlowes Perspektive wird wunderbar lebendig, selbst-ironisch sowie geistreich erzählt. Die Adoptivkinder schildern ihre Sicht teilweise ähnlich schwarzhumorig, insgesamt jedoch düsterer …

Die Charaktere sind großartig gezeichnet, außergewöhnlich und glaubwürdig, Die Gedankenwelt und das Verhalten der schrulligen Figuren werden unterhaltsam, erschütternd sowie packend beschrieben.

Während Marlowes Einarbeitung lernt man Morning House mit all seinen faszinierenden Eigenheiten kennen. Die Historikerin Belinda betreut die Jugendlichen, sie ist allerdings hauptsächlich mit ihren Buchprojekt über die Ralstons beschäftigt. Die Handlung ist wirklich ereignisreich: Marlowe erfährt, warum sie so kurzfristig als Tourguide angefragt wurde, stößt auf mysteriösen Geschichten über ihre Kollegen und Kolleginnen, schließlich wird jemand vermisst. Jetzt werden Marlowe und einige der anderen Jugendlichen zu Detektiven …

Die Thousand Islands im Sankt-Lorenz-Strom zwischen Kanada und den USA bieten ein grandioses Setting, das die Autorin voll ausschöpft!

“Death at Morning House” ist ein amüsanter, atmosphärischer, rätselhafter, kluger, gesellschaftskritischer, süßer, bewegender, ausgeklügelter, spannender sowie wendungsreicher Mystery-Roman für jung und alt!

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