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Veröffentlicht am 28.09.2025

Markt voller Überraschungen

Der Regenzaubermarkt: Der Feel-Good-Bestseller aus Korea – tauche ein in eine magische Welt, in der alles möglich ist!
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Serin lebt mit ihrer Mutter zusammen in ärmlichen Verhältnissen. Alle ihre Hoffnung legt sie in den geheimnisvollen Regenzaubermarkt, der Unglück in Lebensglück umwandeln soll. Ist das nur ein Hirngespinst, ...

Serin lebt mit ihrer Mutter zusammen in ärmlichen Verhältnissen. Alle ihre Hoffnung legt sie in den geheimnisvollen Regenzaubermarkt, der Unglück in Lebensglück umwandeln soll. Ist das nur ein Hirngespinst, oder kann Serin wirklich ihrem Dasein eine neue Richtung geben?

Sie bewirbt sich mit einem Brief und erhält überraschend eine Antwort, dass sie dabei ist. Und zu ihrer Überraschung bekommt sie sogar ein goldenes Ticket. Serin kann es kaum fassen und ist überglücklich. So reist sie einen Tag vor Beginn der Regenzeit nach Rainbow Town.

Begleitet von der außergewöhnlichen Katze Isha stürzt sie sich ins Abenteuer. Doch ist Glück fassbar? Und was sollte man tun, um zufrieden zu sein?

„Der Regenzaubermarkt“ ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Serin auf ihrer, auch inneren Reise zu begleiten, hat viel Spaß gemacht. Die Geschichte und somit die Handlung sind unvorhersehbar. Hier wird den Menschen der Spiegel vorgehalten. Wie gehen wir mit anderen um? Welches Leben ist erstrebenswert? Was zählt wirklich?

Ich mochte Serins Charakter, und das Highlight war für mich Isha, die treue Katze, weil sie für Überraschungen sorgte und sehr niedlich beschrieben war.

Tatsächlich war ich auch verblüfft, welche Wendungen es gab und dass hinter dem Markt viel mehr steckte, als zunächst angenommen.

Der Schreibstil des Autors ist locker. Zudem konnte ich öfter schmunzeln. Da ich auch Mangas und Manhwas mag, könnte ich mir das Buch auch als Comic vorstellen, oder sogar als Animationsfilm.

Das Cover ist richtig schön und gibt die geheimnisvolle Atmosphäre der Geschichte wieder.

Magisch, anders und voller Gefühl.

4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein informatives Buch, in dem wirklich an alles gedacht wird, was wichtig ist

Japan Essentials
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Was sollte man unbedingt wissen, wenn man eine Reise nach Japan bucht und sich dort aufhält? Genau diese Fragen beantwortet das Buch „Japan Essentials“ von Mr. Nippon.

Der deutsch-japanische Creator, ...

Was sollte man unbedingt wissen, wenn man eine Reise nach Japan bucht und sich dort aufhält? Genau diese Fragen beantwortet das Buch „Japan Essentials“ von Mr. Nippon.

Der deutsch-japanische Creator, der schon länger in Japan lebt, hat die wichtigsten Informationen zusammengetragen.

Neben dem Vorbereiten der Reise gibt er nützliche Tipps für den Urlaub und die Reise, so dass die Voraussetzungen für eine angenehme Zeit geschaffen werden.

Er spricht kurz über die Geschichte Japans und vermittelt, wann es am besten ist, dorthin zu reisen.

Es werden die Themen Transport, Unterkunft, Essen, Sehenswürdigkeiten und Einkaufen aufgegriffen.

Im Bereich Service & Sonstiges erhält man dann noch ein kleines Miniwörterbuch, zudem, wie man mit JapanerInnen in Kontakt kommen kann, und eine kleine Übersicht bei Notfällen, was auch immer sehr wichtig ist.

Man spürt, wie viele Gedanken sich der Autor gemacht hat. Die Stärke dieses Buches ist, dass nichts schnell abgehandelt wird. Hier wird ausführlich und doch auf den Punkt gebracht, wichtiges Wissen vermittelt. Es steckt eine Menge Arbeit darin, das Gefühl vermittelt jede Seite.

Wer in ein asiatisches Land reisen möchte, hat sich sicherlich im Vorfeld schon viele Gedanken gemacht, auf was alles geachtet werden muss, und wie am Besten im Voraus geplant wird. Vielleicht ist man schon daran gescheitert, dass man dachte: Das verschiebe ich, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich genug vorbereitet bin.

Mit diesem Buch wurden regelrecht alle meine Bedenken genommen.

Nun weiß ich zum Beispiel, welche Arten es von Unterkünften in Japan gibt, wo man Shinkansen-Tickets (Hochgeschwindigkeitszug) kaufen kann, oder was neben Tokyo auch Yokohama oder Kyoto zu bieten hat. Das sind nur wenige Beispiele, denn die Tipps sind breitgefächert.

Dabei sind auch die Hinweise auf Fettnäpfchen, die einen erwarten können, spannend, denn hier trifft man auf ein Land, in dem Höflichkeit und Zurückhaltung groß geschrieben werden. Und das sollte man bei einem Besuch respektieren.

Ich habe erfahren, welche Museen es gibt und was man wo shoppen kann (als Beispiel Andenken, Anime, Manga usw.).

Dabei kommt auch ein Aktivurlaub nicht zu kurz, denn wer den Fuji besteigen, oder auf einige der vielen Inseln reisen möchte, wird hier auch ausreichend beraten.

Interessant fand ich auch die ganze Food-Thematik. Da kommt der Appetit schon beim Lesen.

Die farbenfrohe Aufmachung des Buches gefällt mir sehr.

Das Cover ist ein Eyecatcher (es erinnert, wie auch im Buch erwähnt wird, an Shibuya), genau wie die Illustrationen für die Themenbereiche. Und auch zwischendurch werden bedeutende Hinweise farblich hervorgehoben.

Das Buch ist nicht nur vor der Reise, sondern auch währenddessen nützlich. Das Format des Buches ist handlich, sodass man es gut verstauen kann. So kann man Redewendungen nachschlagen, oder nachschauen, welche Tagesausflüge durchgeführt werden können, wenn man noch nicht so durchgeplant ist und es eher ruhiger angehen lässt.

Denn eine solche Reise ist neben der angenehmen Aufregung auch für die Erholung da, und dabei helfen die Ausführungen ungemein. Weniger Gedanken machen, mehr Spaß haben.

Der sympathische Autor, der sonntags auf Youtube live aus Japan streamt und zudem Videos zu interessanten Themen Japans veröffentlicht, hat ein Werk geschaffen, mit dem es sich ruhiger und doch spannender reisen lässt, in ein Land, in dem es so viel zu entdecken gibt.

5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Vielschichtig, magisch, anders

Das vergessene Museum
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Für Liam, einen Fahrradkurier, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, wird plötzlich von einem Moment auf den anderen alles anders. Als er ein Paket in einem Museum ausliefert, wird er in einen Mordfall ...

Für Liam, einen Fahrradkurier, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, wird plötzlich von einem Moment auf den anderen alles anders. Als er ein Paket in einem Museum ausliefert, wird er in einen Mordfall hineingezogen. Der sterbende Kurator ernennt ihn dann auch noch zu seinem Nachfolger. Somit ist klar, dass die Polizei Liam verdächtigt, etwas damit zu tun zu haben. Doch der arme Kerl kennt weder den Kurator Mr. Bradford, noch versteht er, warum er plötzlich sein Erbe antreten soll.

Trotz der merkwürdigen Vorkommnisse zieht er in das Museum und übernimmt auch Shakespeare, den Hund des Verstorbenen.

Plötzlich ist er der Siegelwahrer von London. Liam wird in ein ungeahntes Abenteuer katapultiert, deren Ausmaße er sich nicht in seinen kühnsten Träumen vorstellen konnte.

Ich kenne die MORDs-Team-Buchreihe und die Heliosphere-Hörspielreihe des Autors und war gespannt auf dieses neue Buch. Andreas Suchanek beweist einmal wieder viel Fantasie. Es geht magisch, übernatürlich und rätselhaft zu.
Die Fragen stehen im Raum, warum Mr. Bradford getötet wurde und von wem. Und was genau von Liam erwartet wird, denn einfach wird es nicht.

Man muss sehr genau lesen, bzw.. zuhören, da die magische Welt vielschichtig ist und ungewöhnliche Artefakte, gepaart mit Wissen über reale Figuren der Geschichte das Ganze abrunden. Es geht auch mythologisch zu, anhand des Spiegels der Medusa.

Selbstverständlich gibt es Momente voller Action, Überraschungen, und für Lacher sorgt Liams Freund Harry, der um keinen Spruch verlegen ist.

Und der Hauptcharakter ist sehr sympathisch.

Der Schluss-Showdown war spannend, jedoch etwas verwirrend. Sicher werden sich in der Fortsetzung ungelöste Fragen beantworten und das Verständnis für die Welt, die hier geschaffen wurde, wird sich mehr klären als bisher.

Ich habe das Hörbuch gehört. Es ist angenehm gesprochen.

4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Vorsicht, Lady Lydia ermittelt

Nightingale
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Lydia ist Amerikanerin und hat Nigel Nightingale geheiratet. Er und seine Familie sind gut betucht, sie liebt ihn, und so könnte es doch ein schönes Leben sein, oder?
Doch nach der Hochzeit erlebt sie ...

Lydia ist Amerikanerin und hat Nigel Nightingale geheiratet. Er und seine Familie sind gut betucht, sie liebt ihn, und so könnte es doch ein schönes Leben sein, oder?
Doch nach der Hochzeit erlebt sie ein böses Erwachen.
Nigels ehemalige Geliebte, die Malerin Florentine wird im Musensaal tot aufgefunden. Ein ungewöhnlicher Fundort.
Nigel wird verhaftet, weil Indizien auf ihn verweisen, und Lydia befindet sich von nun an in einem Albtraum.
Doch sie legt nicht die Hände als neue Lady in den Schoß, sondern fängt an, zu ermitteln. An ihrer Seite ist Godfrey, Butler ihrer Schwiegermutter Charlotte, die von diversen Gläschen Sherry geradezu besessen zu sein scheint.
Und so versucht Lydia ihrem frisch Angetrauten zu helfen, denn für die Polizei ist er der Verdächtige Nummer eins.

Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. So stelle ich mir einen Cozy Crime Krimi vor. Die Beschreibungen des Anwesens waren bildhaft, und die ganze Ermittlungsarbeit, sei es von den beiden Hobbydetektiven oder der Polizei, ist nachvollziehbar und selbsterklärend. Hier wird alles logisch angegangen und erklärt.
Dazu noch das englische Flair, es passt.

Mir gefielen auch die Personen, allen voran Godfrey, der wunderbar trocken und sehr intelligent mit Lydia ermittelt. Dadurch, dass die Maskenbildnerin ist, kann sie in auch mal in eine andere Rolle schlüpfen.
Charlotte, die Mutter von Nigel konnte ich richtig vor mir sehen. Angeblich von allem geplagt, immer ein gut gefülltes Glas zur Hand und in die kunstvollsten Kostüme gekleidet.

Die Dialoge gefielen mir auch sehr gut. Als würde man einen englischen Krimi schauen. Lawson, der Ermittler der Polizei, hatte da ein paar Highlights. Genervt und doch dienstbeflissen.

Das Buch lebt von seinen Figuren und der Handlung, wird niemals langweilig und treibt den Lesenden an, selbst nachzugrübeln, wie nun alles zusammenhängt und wer der Täter ist. Das mag ich.

Spannend, mit etwas trockenem englischen Humor und sehr bildhaft.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Von Selbsterkenntnissen und dem Mut, sein Innerstes mitzuteilen

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Kogetsu, halb Fuchsgeist, halb Mensch, führt die Confiserie Kohaku in der Mondlichtgasse. Nur Menschen, die mit sich und anderen hadern, verschlägt es bei einem Schrein in diese geheimnisvolle Gasse, die ...

Kogetsu, halb Fuchsgeist, halb Mensch, führt die Confiserie Kohaku in der Mondlichtgasse. Nur Menschen, die mit sich und anderen hadern, verschlägt es bei einem Schrein in diese geheimnisvolle Gasse, die mit roten und weißen Papierlaternen gesäumt ist, statt mit Laternen.

Das besondere Flair und die Neugier der Person überwiegt, trotz kleiner Gänsehaut und verwitterten Geschäften bis zum Ende zu den Köstlichkeiten zu gehen.

Dort wird man von dem überirdisch schönen Kogetsu empfangen, der mit Süßigkeiten wie Bonbons oder Pralinen in das Leben des Hilfsbedürftigen eingreift, oder sagen wir, diesem ein wenig auf die Sprünge hilft. Denn der Fuchsgeist weiß genau, wie er die Gefühlswelten seiner Kunden zu deuten hat und ihnen durch die passende Köstlichkeit das Dasein zu erleichtern.

Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Die Kurzgeschichten mit all den verschiedenen Schicksalen und Charakteren konnte ich nur allzu gut nachvollziehen. Wie man aneinander vorbei redet, nicht viel kommuniziert, vermeintlich schlechtes Benehmen hinnimmt oder es hinweg lächelt, begegnet uns tagtäglich. Dabei sind aber auch Irrungen möglich, denn oft unterschätzt man, nachzufragen und nachzuhaken. Das würde viele Probleme und Sorgen ersparen. Doch was wären wir ohne unsere Gefühle?

Ich konnte mich mit den einzelnen Charakteren gut identifizieren. Die meisten von uns hatten schon derlei Ängste oder die Furcht davor, das anzusprechen, was einen bedrückt.
Ich mag Kogetsu, mit seiner sarkastischen, jedoch auch liebevollen Art. Diese Diskrepanz in seinem Wirken und seine ironischen Kommentare bilden einen amüsanten Kontrast.

Auch die Kapitelnamen der Süßigkeiten, wie Nimmersatt-Konpeito oder Zauberschein-Liebesapfel passen sehr zu den Wünschen der Menschen, die den Laden besuchen. Dabei kristallisiert sich immer wieder heraus, dass Reden Gold ist, nicht das Schweigen.

Man erfährt auch etwas über den Fuchsgeist.

Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, dass nicht nur die Zusammensetzungen der Süßigkeiten erklärt, sondern auch die Showa-Ära zum Beispiel, oder Kleidungen der asiatischen Kultur.

Dies ist ein Buch, das hoffentlich viel gelesen wird, denn hier offenbart sich die Tiefe einer Seele. Man spürt, dass die Autorin von japanischen Fabeln und Märchen ein Fan ist.

Fantasiereich, mit vielen Botschaften gespickt und lehrreich, ohne belehren zu wollen.

Ein süßes, kleines Buch mit wahrhaftigen Botschaften für ein besseres Miteinander.

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