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Veröffentlicht am 06.05.2018

Kruzifix un noch eins

Kluftinger
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Volker Klüpfel und Michael Kobr schreiben seit 15 Jahren gemeinsam über Kluftinger.
Die Bücher sind jedes Mal voller Witz und auch mit interessanten Details aus Kempten.
Dieses Mal treffen wir ihn auf ...

Volker Klüpfel und Michael Kobr schreiben seit 15 Jahren gemeinsam über Kluftinger.
Die Bücher sind jedes Mal voller Witz und auch mit interessanten Details aus Kempten.
Dieses Mal treffen wir ihn auf dem Friedhof in Altusried an Allerheiligen, es wird gerade jemand bestattet, aber auf dem Kreuz steht Kluftinger. Der Schreck geht ihm in die Glieder und auch die Trauergemeinde ist schockiert. Sie sind erfreut, dass der Bub noch lebt, er wird bombadiert mit Fragen nach seiner Gesundheit, das geht dem Kommissar bekanntermaßen kräftig gegen den Strich.

Zusätzlich kann sich Kluftinger im Privatleben sehr erfreuen, Sohn Markus und Schwiegertochter Yumiko haben ihm ein Enkelchen geschenkt. Nun gibt es einen neuen Butzele. Das führt zu Verwirrungen, da Ehefrau Erika nun auch dem Baby diesen Kosenamen verpasst. Dies führt zu herrlicher Situationskomik, ich musste oft herzhaft lachen.

Weitere Drohungen runden die Geschichte um das Kluftinger Kreuz ab. Die Ermittlungen gehen nur zäh voran, alles in allem wird es ein sehr persönlicher Fall mit zusätzlichen ungeklärten Fällen.
Kluftinger muss tief in seiner eigenen Vergangenheit graben und es tauchen Erinnerungen aus seiner Jugend auf. Dies sind interessante Details, die das Lesen noch spannender machen. Man erfährt einige Hintergründe aus eben dieser Vergangenheit.

Auch innerhalb des Kommissariats gibt es Probleme unter den Kollegen. Der Verdacht kommt auf, dass sich ein Maulwurf unter ihnen versteckt, wodurch die Ermittlungen erschwert werden.
Die Zeit ist knapp, denn alle Hinweise deuten darauf hin, dass Kluftingers angekündigter Tod doch noch gefährlich nah bevorsteht.

Am Totensonntag kommt es zu einem spektakulären Höhepunkt.

Ein wirklich amüsantes und kurzweiliges Lesevergnügen mit dem Jubiläumsband. Der Schreibstil ist locker flockig, die Infos über den Regionalkolorit lesen sich sehr vergnügt. Die Seiten flattern dahin, ich konnte gar nicht schnell genug umblättern. Klufti Nr. 10 ist auf jeden Fall volle 5 Sterne wert.
Hoffentlich bereitet uns das Autorendou noch viele weitere Abenteuer aus Kempten.

Veröffentlicht am 06.05.2018

Magisch, spannend, genial und voller Humor

Hidden Legacy - Das Erbe der Magie
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Hidden Legacy: Das Erbe der Magie von Ilona Andrews

5 Sterne

Nevada Baylor ist sehr tough, fast allein muss sie die Familie ernähren. Nach dem Tod ihres Vaters ist sie für die Familiendetektei verantwortlich. ...

Hidden Legacy: Das Erbe der Magie von Ilona Andrews

5 Sterne

Nevada Baylor ist sehr tough, fast allein muss sie die Familie ernähren. Nach dem Tod ihres Vaters ist sie für die Familiendetektei verantwortlich. Ihre Geschwister gehen noch zur Schule und die Mutter ist Kriegsgeschädigt. Die Detektei ist ein Familienunternehmen, wo alle zusammen halten und helfen, wo sie nur können. Auch Oma Frieda, die leidenschaftlich Autos repariert. Die Welt wird von Magie beherrscht. Nevada besitzt die Gabe, Lügen erkennen zu können. Dies verschweigt sie jedoch, denn ansonsten würde sie von den Behörden für andere Jobs engagiert werden.

Das Haus Montgomery hat die Detektei zwangsverpflichtet und ihnen somit ein Darlehen gegeben, ohne das die Detektei nicht überleben würde. Somit erhält Nevada einen Auftrag, dem sie sonst nie zugestimmt hätte. Da aber die finanzielle Zukunft für die ganze Familie davon abhängt, nimmt Nevada den Job an. Sie soll den extrem magisch begabten und reichen Adam lebend fassen und zu seiner Familie zurück bringen.
Adam ist jedoch sehr gefährlich und schreckt nicht davor zurück, mit seiner Gabe Menschen Leid zu zufügen, vor allem mit Feuer. Die Behörden sehen keine Notwendigkeit, Adam am Leben zu lassen, Nevada muss sich ran halten, um den Wettlauf gegen die Zeit und die Behörden zu gewinnen.

Ebenfalls auf der Suche nach Adam ist Mad Rogan. Ein Magier der ganz besonderen Art, der auch Nevadas Herz zum Schmelzen bringen kann und unbedingt mit ihr zusammen auf die Jagd nach Adam gehen will. Anfangs weigert sich Nevada mit Rogan zusammen zu arbeiten, aber schnell erkennt sie, dass Beide ein recht gutes Team bilden.

Am Anfang fand ich das Buch etwas schleppend, aber nach ein paar Seiten habe ich den Schwung im Buch gefunden und war schnell begeistert. Das Tempo nimmt rasant zu und die Geschichte wird von Seite zu Seite spannender und spektakulärer. Die Ereignisse kommen Schlag auf Schlag. Die Dialoge sind genial, das Lesen hat einen riesen Spaß gemacht. So viel Humor und eine Spannung, die kaum auszuhalten ist. Jede Person ist toll beschrieben, im Kopf nehmen die alle perfekt Gestalt an.

Sehr gelungen ist die Beschreibung der Schauplätze, diese werden sehr detailreich und bildintensiv beschrieben. Man ist als Leser mitten in einem Actionfilm drin.
Das Cover finde ich gut gewählt, es gefällt mir wesentlich besser als die Originalausgabe.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger , da es sich um einen Mehrteiler handelt, war dies fast zu erwarten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Gefühl
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.05.2018

Der Zauber von Maradaine

Die Chroniken von Maradaine - Der Zirkel der blauen Hand
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„Die Chroniken von Maradaine: Der Zirkel der blauen Hand“ von Marshall Ryan Maresca
Volle 5 Sterne
Ich bin begeistert, die Geschichte finde ich ganz toll. Von der ersten Seite an ist das Buch schön erzählt. ...

„Die Chroniken von Maradaine: Der Zirkel der blauen Hand“ von Marshall Ryan Maresca
Volle 5 Sterne
Ich bin begeistert, die Geschichte finde ich ganz toll. Von der ersten Seite an ist das Buch schön erzählt. Autor Marshall Ryan Maresca hat ein wundervolles Fantasy Debüt geschafft. Ein Buch voller interessanter Gestalten mit Magieren und Studenten an der Universität von Maradaine.
Diverse Straßengangs halten die Viertel auf Trab und sorgen für „Ordnung“, was wiederum den Konstables gar nicht passt. Hinzu kommen Kriminelle unterschiedlichen Kalibers, ein buntes Volk in einer wunderbaren Stadt.
Der Student Veranix hat es sich zum Ziel gemacht, die Stadt von der Droge Effite zu befreien. Denn Fenmere, ein Drogendealer ist verantwortlich dafür, dass die Mutter von Veranix in einer Klinik vor sich hin siecht. Sie ist vollgepumpt worden mit Effite und es gibt keine Heilung dafür.
Als Magier Student hat Veranix die Fähigkeit, aus der Umgebung Numina zu ziehen. Diese magische Substanz verleiht ihm Kraft und Energie.
Hilfe bekommt er von Kaiana, einer jungen Gärnterin, die ihm stets zur Seite steht und hilft, wen Vee mal wieder zu lange des Nachts unterwegs war. Sie flickt seine Kleidung und versteckt sie auch für ihn. Dabei kommt sie selbst in Gefahr, vom Gartenchef Meister Jolen entdeckt und raus geschmissen zu werden. Denn es ist ihr nicht erlaubt, mit den Studenten zu kommunizieren, da sie ein einfaches Mädchen ist.
Außerdem steht ihm sein Studienkollege Delmin bei, wenn Veranix dem Unterricht nicht ganz folgen kann. Dieser bekommt zwar schlotternden Knie, schlägt sich aber tapfer, als er von den nächtlichen Abenteuern seines Freundes hört.
Die Staßenbanden bestehen u.a. aus Prinzen der Rose Street“, Waterpath-Waisen und Hallarans Jungs. Jede Gang bewacht einen Teil der Stadt. Hin und wieder werden unschuldige Passanten um ihrer Börse erleichtert. Großartig Randale oder schlimme Dinge unternehmen diese Banden nicht.
Die Gespräche untereinander haben Witz, sie reden einfach drauf los, da ist wenig Platz für blumige Sachen. Das finde ich auch sehr gut, es gibt keine unnötigen Schnörkeleien im Buch. Dafür jede Menge flotte Sprüche und witzige Momente.
Der Schreibstil ist fesselnd mit einem flotten Tempo. Die Seiten fliegen nur so dahin, es macht viel Spaß an diesem 1. Band teil zu haben, es sollen noch viele weitere Bände folgen.
Die Figuren nehmen sofort Gestalt an in meinem Kopf. Sie sind sehr unterschiedlich im Charakter und das macht die Stadt Maradaine umso spannender. Es ist ein bunter Haufen von ehrlichen und von zwielichten Gestalten.
Alles in allem war es ein buntes Abenteuer und mir hat das Lesen großen Spaß gemacht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Abenteuer
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 16.04.2018

Der schöne Spreewald kann auch dunkel sein

Spreewaldrache (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 3)
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Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Von mir 3 ½ Sterne

Dies ist mein erster Roman von der Autorin und ich bin leider etwas enttäuscht.
Der Schreibstil ist eher schleppend und die Personen schwach ...

Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Von mir 3 ½ Sterne

Dies ist mein erster Roman von der Autorin und ich bin leider etwas enttäuscht.
Der Schreibstil ist eher schleppend und die Personen schwach beschrieben. Meine Fantasy hatte Mühe, sich die Personen gedanklich vorzustellen. Der Wechsel der Perspektiven bringt zumindest Schwung ins Buch. Es wird kurzweilig erzählt, plätschert aber in meinen Augen so vor sich hin. Einen konkreten Spannungsbogen habe ich leider vermisst.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist das der Spreewald so beschrieben wird, wie er auch tatsächlich ist. Ich habe dort bereits Urlaub gemacht und konnte die Orte wieder erkennen. In dieser Hinsicht wird nichts dazu gedichtet, die Natur dort ist wunderschön. Die Brücke auf dem Cover habe ich sofort wieder erkannt.

Die Polizistin Klaudia Wagner und ihre Kollegen müssen sich bei einer teambildenden Maßnahme mit der Arbeit eines Metzgers vertraut machen. Da wäre Klaudia eine Leiche lieber. Prompt gibt es auch Fall, ein Junge wurde niedergeschlagen. Bei der Befragung hält er sich allerdings bedeckt.

Eine seit Jahren bestehende Feindschaft zwischen der Metzgerfamilie und den Klingenbiels hat in der Vergangenheit bereits Opfer gebracht. Immer tiefer greifen die Geheimnisse aus der Vergangenheit in die heutige Zeit ein. Ein Drama aus dem früheren Umfeld der Familien kommt ans Licht.

Der Kollege Thang hat mich in seiner Rolle sehr überzeugt, was auch daran liegt, das man ihn gut kennen lernen konnte.

Es ist ein solider Krimi, der sich schnell lesen lässt. Ich bin allerdings nicht sehr davon überzeugt, so dass ich sicher keinen weiteren Spreewaldkrimi der Autorin lesen werde.



Veröffentlicht am 16.04.2018

Hochspannung am Rheinufer

Mord mit Rheinblick
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Mord mit Rheinblick von Edgar Franzmann behandelt ein Thema, welches sicher immer wieder in den Blickpunkt gerät. Es geht um die NSA und deren Ausspionage von u.a. der Kanzlerin und dem Präsidenten der ...

Mord mit Rheinblick von Edgar Franzmann behandelt ein Thema, welches sicher immer wieder in den Blickpunkt gerät. Es geht um die NSA und deren Ausspionage von u.a. der Kanzlerin und dem Präsidenten der USA und Russland.
Georg Rubin, ein Chefreporter der rheinischen Boulevardzeitung „Blitz“ wird von der jungen Amal Amirouche angesprochen, er soll den Mord an ihrem Großvater aufklären. Dieser Fall ist allerdings bereits 1959 passiert. Der Großvater wurde hinter dem Kölner Hauptbahnhof erschossen.
Während seiner Recherche legt sich Georg mit skrupellosen Gegnern an, die auch vor Mord nicht zurückschrecken.
Parallel wird das Privatleben von Georg sehr nett und ausführlich erzählt. Es geht um seinen Vater Paul, der aus Holland anreist, um seinem Sohn zu helfen. Vor allem die halbwüchsige Tochter Rosa benötigt eine Aufsicht. Die Nachbarin fällt auf einem Heiratsschwindler rein und auch hier kann Paul Hilfestellung leisten. Es entwickelt sich eine Romanze.
Die Stadt Köln wird im Buch gut beschrieben, man kann interessante Dinge erfahren. Der „Colonius“, ein inaktiver Fernsehturm in Köln bietet eine interessante Kulisse. Die berühmte Wurstbude aus dem Kölner Tatort steht in diesem Roman an der Südbrücke vom Rhein. Diese wird auch Schauplatz eines weiteren Mordes.
Eine sehr präzise Recherche zu vergangenen Geheimdienstaktionen sind die Stärken in diesem Roman. Man wird hineingeführt in die Welt der internationalen Whistleblower, wie z.B. Snowden.
Es ist ein sehr spannender Politthriller, in dem aber auch der Humor nicht zu kurz kommt. Der Schlagabtausch zwischen Georg und seinem Vater sind zum Brüllen komisch.
Dies war mein erster Roman von Edgar Franzmann und ich war begeistert. Normalerweise bin ich kein besonders großer Fan von Politthrillern, aber dieses Buch finde ich sehr gelungen.