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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2020

Ein extrem spannender Thriller, aber nichts für schwache Nerven

Tannenstein
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Meinung:

Manchmal lese ich ja gerne Geschichten, bei denen es etwas härter zugeht. Zum Einen sind sie spannend und zum Anderen könnten sie auch oft aus dem Leben gegriffen sein. Die wahren Abgründe kennen ...

Meinung:

Manchmal lese ich ja gerne Geschichten, bei denen es etwas härter zugeht. Zum Einen sind sie spannend und zum Anderen könnten sie auch oft aus dem Leben gegriffen sein. Die wahren Abgründe kennen zum Glück nur die wenigsten von uns, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht vorhanden sind.

Bei „Tannenstein“ habe ich solch einen Thriller erwartet und ihn auch bekommen. Schon der Prolog hat mich sofort ans Buch gefesselt. Obwohl man ja durch die Kurzbeschreibung schon weiß, was passieren wird, fand ich die Atmosphäre bereits da total fesselnd. Und dies hat sich auch durch die Haupthandlung gezogen. Obwohl ich anfangs etwas gebraucht habe, die vielen unterschiedlichsten Perspektiven auseinanderzuhalten und zuzuordnen, fand ich sie alle auf ihre Weise interessant und wollte wissen, welche Rollen die Figuren noch spielen werden bzw. wie alles zusammenhängt.

Protagonist ist der gefallene Polizist Alexander Born. Er kommt frisch aus dem Gefängnis und hat nichts besseres zu tun, als sich gleich wieder auf krumme Pfade zu begeben, da er Rache für den Tod seiner Geliebten will und bereit ist, dafür auch über Leichen zu gehen. Ich fand seinen Charaktere sehr interessant, wenn auch durchaus mit einigen Ecken und Schwächen versehen. Er ist gleichzeitig hart und verletzlich, aber vor allem hat er einen eigenen Moralkodex, der zum Teil recht abgedreht ist, aber teilweise kann man ihn auch verstehen.

Prinzipiell ziehen sich die Themen menschliche Abgründe und die Moralfrage, also die Frage danach, wie weit man mit guten Gründen gehen kann, ohne selbst zu den Bösen zu gehören durch die gesamte Handlung und ich fand die Darstellung sehr gut und es hat mich auch immer aktiv zum Nachdenken angeregt.

Neben dem Protagonisten gibt es noch einige Nebencharaktere, die ich eigentlich auch alle ganz gut beschrieben fand. Sowohl die klassisch Bösen, als auch die Guten, und natürlich vor allem die, die dazwischen agieren.

Die Handlung ist extrem spannend, aber auch nichts für schwache Nerven. Es geht um Gewalt, um Systemkriminalität und Menschenhandel und natürlich um Rache und menschliche Abgründe. Dazwischen gibt es auch ein paar zarte Töne, wie Freundschaft und Liebe, wobei ich die Liebesgeschichte zwischen Born und seiner Helferin Norah nicht gebraucht hätte. Dazwischen gibt es aber auch tolle und unerwartete Wendungen und auch der Schreibstil passt dazu. Er ist brutal, schnörkellos und einfach direkt, aber doch auch mit feinen Noten verziert.

Am Ende gibt es einen spannenden Showdown, wobei ich eine Entwicklung durchaus auch etwas schade fand, da man aus einer Figur noch mehr hätte machen können. Aber insgesamt fand ich den Abschluss ziemlich gut und zufriedenstellend, da auch die meisten offenen Fragen beantwortet wurden. Dabei gibt es natürlich kein Friede-Freude-Eierkuchen, sondern es ist schon klar, dass es weitergehen wird.

Fazit:

Ein extrem spannender und fesselnder Thriller, der nichts für schwache Nerven und ziemlich brutal ist, aber auch mit seinen moralischen Fragen und den besonderen Charakteren überzeugen kann. Es gibt platzierte und glaubhafte Lichtblicke und auch einige unerwartete Wendungen, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Dazwischen gibt es auch ein paar Ecken und Kanten, die ich nicht alle gut fand, aber sie passen perfekt zur Geschichte und machen sie erst realistisch. Insgesamt fand ich den Thriller wirklich mitreißend und besonders, weshalb ich gerne die vollen 5 Sterne vergebe und auf die Fortsetzung gespannt bin.

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Ein besonderes und humorvolles Abenteuer, mir aber manchmal etwas zu viel...

Der Hund, der die Welt rettet
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Meinung:
Vor drei Jahren war ich ziemlich begeistert von „Zeitreise mit Hamster“, dem Debütroman von Ross Welford. In der Zwischenzeit hatte ich gar nicht mitbekommen, dass der Autor schon weitere Romane ...

Meinung:
Vor drei Jahren war ich ziemlich begeistert von „Zeitreise mit Hamster“, dem Debütroman von Ross Welford. In der Zwischenzeit hatte ich gar nicht mitbekommen, dass der Autor schon weitere Romane in diese Richtung veröffentlicht hat, sondern bin erst jetzt darauf aufmerksam geworden.
Aber deshalb war aber sofort klar, dass ich „Der Hund, der die Welt rettet“ gerne lesen will.

Und auch dieses Buch ist wieder sehr besonders, auch wenn es mich leider nicht ganz so packen konnte, wie ich mir das gewünscht habe. Ich war dieses Mal irgendwie nicht so wirklich vollständig in der Geschichte drin, da es mir ein bisschen zu viel von allem war. Ich konnte einfach nicht ganz mitgehen und auch nicht ganz so herzlich darüber lachen, sondern meistens nur darüber lesen und das fand ich etwas schade.

Denn auch in diesem Buch gibt es ein großes Abenteuer für die junge und besondere Protagonistin. Georgie ist sehr aufgeweckt und mutig und steht schon in so jungen Jahren fest hinter ihrer Meinung. Dabei ist diese Meinung manchmal auch etwas schnell gebildet, aber das macht sie auch authentisch.

Aber auch die anderen Figuren haben das Buch bereichert und ihm Leben eingehaucht. Wie z. B. Georgies bester Freund Ramzy, der einfach total treu und liebenswert ist, oder die etwas verrückte Wissenschaftlerin Dr. Pretorius und natürlich auch die Hunde, allen voran natürlich Mister Masch, der einfach alles frisst was ihm unter die Schnauze kommt.

Der Schreibstil ist flüssig, der Zielgruppe von Kindern ab 10 Jahren angepasst und sehr bildlich und humorvoll. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Georgie.

Und auch der Plot war unterhaltsam und meist spannend und es wurden auch wichtige Themen wie z. B. Freundschaft, Verlust, neue Chancen und Tierliebe angesprochen. Dabei fand ich die meisten Aspekte des Endes auch echt gut und zufriedenzustellend, auch wenn mir der Showdown selbst aber deutlich zu viel des Guten war.

Fazit:
Ein besonderes und humorvolles Abenteuer, das sich gut lesen lässt und auch gute Ideen und herzallerliebste Charaktere hat, aber mich doch nicht vollständig packen konnte, da es mir einfach ein bisschen zu viel und manchmal etwas zu übertrieben war. So konnte ich nicht vollkommen in die Geschichte eintauchen und nicht komplett mit allem mitgehen, vor allem der Showdown war schon ziemlich heftig, aber das Ende an sich mochte ich echt gerne, weshalb ich das Buch trotzdem gerne gelesen habe. Ich vergebe solide 3 Sterne und kann mir schon vorstellen, dass vor allem die Zielgruppe begeistert von der Geschichte ist.

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Veröffentlicht am 11.02.2020

Ein etwas durchwachsener Auftakt

Der Hof der Wunder
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Meinung:
Eigentlich hab ich es ja weniger mit historischen Romanen, aber hier klang die Ausgangslage einfach sehr interessant und auch der beworbene Fantasyanteil hat mich interessiert.

So bin ich eigentlich ...

Meinung:
Eigentlich hab ich es ja weniger mit historischen Romanen, aber hier klang die Ausgangslage einfach sehr interessant und auch der beworbene Fantasyanteil hat mich interessiert.

So bin ich eigentlich noch ganz gut ins Buch gestartet, konnte nachfühlen, wie es der armen Nina geht, als sie ihr Schwester verliert und sie sich in der Gilde der Diebe und am Hof der Wunder mit seinen starren Regeln durchkämpfen muss, aber dann hat mich die Geschichte einfach etwas verloren.

Einerseits war vieles zu viel, die Zeitsprünge und auch mein Problem, die Figuren und das komplexe Gildensystem durch die französischen Namen nur sehr schwer auseinanderhalten zu können. Aber andererseits war es mir auch zu wenig, da Umgebungsbeschreibungen oder auch Erklärungen zur fehlgeschlagenen Revolution, oder zum Leben vom allgemeinen Volk fast komplett gefehlt haben und für mich da kein stimmiges Bild entstanden ist. So hätte die Handlung auch einfach irgendwo spielen können.

Aber auch der Plot selbst ist mir zu viel vor sich hingeplätschert. Es ging irgendwie etwas zu viel um Ninas persönlichen Feldzug. Auch wenn ich ihre Gründe nachvollziehen konnte und mit ihr auch oft einer Meinung war, war der Weg dahin einfach nicht ganz meins. Vor allem als gegen Ende auch noch eine überraschende Entwicklung deutlich wird, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte.

Nina selbst ist auch ein sehr spezieller Charakter. Einerseits finde ich es schön, dass sie nicht das klassische Klischee von der großen Schönheit verkörpert, aber doch ist sie irgendwie unfehlbar. Sie ist klug und mutig, aber doch auch irgendwie rücksichtslos. Also ich hab ihre Geschichte zum Teil ganz gern begleitet, aber wirklich warm geworden bin ich nicht mit ihr.

Ein paar der Nebencharaktere fand ich ziemlich gut, die meisten sind aber einfach zu undurchsichtig geblieben, sodass ich mich schwer getan habe, sie immer auseinanderzuhalten.

Was ich richtig gut fand, war die Tatsache, dass Nina zwar einige Männerherzen erobert, das bisher aber keine wirkliche Rolle spielt und auf eine klassische Liebesgeschichte einfach verzichtet wurde. Das ist mal was Besonderes und passt total. Ich hoffe, dass die Autorin auch in den Fortsetzungen so verfährt.
Was jetzt den Fantasyanteil im Buch darstellen soll, weiß ich leider nicht so wirklich. Wahrscheinlich nur die Tatsache, dass es in einem alternativen Paris spielt. Mir persönlich ist das leider zu wenig.

Das Ende fand ich ok, aber hat mich jetzt auch nicht umgehauen. Es war auf jeden Fall nochmal ein Showdown und auch eher offen, aber da es ja der Auftakt einer Reihe ist, passt es grob schon so.

Ein großer Lichtblick ist Sprecherin Marie Bierstedt. Ich kannte ihre Stimme bereits und mag sie sehr gerne. Sie passt zur jungen Nina, erzählt aber auch mit viel Ausdruck und viel Gefühl.

Fazit:
Ein durchwachsener Auftakt. Einerseits war mir vieles zu viel, sodass ich die Nebenfiguren schwer auseinanderhalten konnte und auch mit Nina nicht immer ganz warm wurde, andererseits hätte ich gerne mehr von den Hintergründen und von Paris selbst erfahren und auch die angekündigte Fantasy erlebt. So konnte man die Geschichte schon ganz ok hören, auch dank der guten Sprecherleistung, aber die Handlung hat mich mit der Zeit immer mehr verloren und richtig gefesselt war ich einfach nicht. Ich kann mir trotzdem vorstellen, auch die Fortsetzung zu hören, aber ein unbedingtes Muss ist es definitiv nicht. Insgesamt gibt es eher knappe 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.02.2020

Gute 3,5 Sterne für eine interessante Geschichte mit toller Idee, aber auch ein paar Kritikpunkten.

Night of Crowns, Band 1 - Spiel um dein Schicksal
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Meinung:
Das Cover ist richtig genial und auch der Klappentext bzw. die besondere Idee hinter der Geschichte, hat mich sofort gefesselt und meine Neugier geweckt.

Obwohl ich schon viele Internatsgeschichten ...

Meinung:
Das Cover ist richtig genial und auch der Klappentext bzw. die besondere Idee hinter der Geschichte, hat mich sofort gefesselt und meine Neugier geweckt.

Obwohl ich schon viele Internatsgeschichten gelesen habe, ist die Idee, dass die Schüler als unterschiedliche Schachfiguren gegeneinander antreten müssen, echt neu. Nur leider hätte ich mir von der Umsetzung doch noch etwas mehr erhofft gehabt. Denn, obwohl ich die Geschichte schon echt spannend fand, hat das alles auf mich irgendwie nicht so ganz ausgewogen gewirkt und manche Entwicklungen fand ich auch irgendwie unlogisch, z. B. Die Tatsache, dass Alice in Chestfield und nicht in St. Burrington gelandet ist oder auch, dass der Sache nicht schon viel eher ein Ende gemacht wird, obwohl es doch viele Möglichkeiten dazu gab.

Auch ist mir ein Aspekt vom Anfang doch recht bedenklich aufgestoßen. Ich fand es ehrlich gesagt leider überhaupt nicht gut, dass Alice ein halbes Jahr mit scheinbaren Halluzinationen kämpft und ihr Leben total den Bach runter geht, aber das irgendwie keiner mitbekommt, bzw. sie sich über so eine lange Zeit keine Hilfe holt. Da hätte ich mir gewünscht, dass die betreffende Zeit entweder kürzer ausfällt, oder mehr darauf eingegangen wird, dass ihr Umfeld es mitbekommt bzw. sie möglicher psychologischer Hilfe nicht so abweisend gegenüber steht.

Aber diese Anmerkung nur am Rande, denn trotz der Kritikpunkte muss ich sagen, dass ich den Plot größtenteils irgendwie ziemlich spannend fand und ich bei vielen Gelegenheiten total an die Handlung gefesselt war und das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Vor allem weil man eben oft nicht so wirklich wusste, was auf einen zu kommt. Die Erklärungen für alles werden nach und nach aufgedeckt, auch durch Träume und Rückblenden, was ich gut gewählt fand.

Die Charaktere sind schon alleine durch ihre unterschiedlichen Kräfte bzw. Rollen interessant, aber zum Teil doch auch sehr undurchsichtig und unnahbar. Alice selbst fand ich als Protagonistin schon ok, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie doch etwas mehr hinterfragt und sich vor allem auch nicht so schnell vom männlichen Geschlecht einwickeln lässt. Da muss ich sagen, dass ich die Liebesgeschichte leider nicht überzeugend fand. Das ging alles viel zu schnell und zu einfach. Auch wenn da natürlich die übernatürlichen Fähigkeiten eine Rolle gespielt haben, aber trotzdem.

Interessant fand ich aber die Nebencharaktere und vor allem auch die sprechende Katze Curse, obwohl bei ihm auch noch etwas Luft nach oben gewesen wäre.

Den Schreibstil fand ich sehr gut lesbar. Flüssig, locker, leicht und mit einer guten Portion Humor.

Das Ende hat mir soweit auch gut gefallen, trotz des Cliffhangers, den ich persönlich aber gar nicht so schlimm finde und für mich hat es einfach gepasst. Ich bin schon echt gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass in der Fortsetzung ein paar der Logiklöcher gestopft werden können,bzw. keine neuen mehr auftauchen.

Fazit:
Eine richtig gute und innovative Idee, die zum Teil sehr spannend, zum Teil aber auch mit ein paar Logiklöchern und Kritikpunkten umgesetzt wurde. Prinzipiell haben aber die positiven Seiten, wie auch die Spannung und der fesselnde Schreibstil überwogen, weshalb ich auch schon auf die Fortsetzung gespannt bin und trotz der Kritikpunkte gute 3,5 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 07.02.2020

Ein guter Auftakt

Shadowscent
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Meinung:
Der Klappentext hat mich irgendwie gleich angesprochen, da ich die Idee mit den Düften recht neu fand. Umso mehr hat es mich irritiert, dass das im Klappentext Beschriebene erst recht spät in ...

Meinung:
Der Klappentext hat mich irgendwie gleich angesprochen, da ich die Idee mit den Düften recht neu fand. Umso mehr hat es mich irritiert, dass das im Klappentext Beschriebene erst recht spät in der Geschichte eintritt und es auch recht lange dauert, bis Rakel und Ash aufeinander treffen.

Anfangs lernt man beide und ihre Leben einzeln recht ausführlich kennen. Ich finde es gut, dass es diese Einführung gibt, aber dann muss ich sagen, dass ich den Klappentext eher ungünstig gewählt fand. Naja, war zwar etwas seltsam, aber insgesamt nicht so schlimm.

Prinzipiell ist das Kaiserreich Aramtesch schon recht besonders, auch wenn es mir leider etwas schwer gefallen ist, ein wirklich umfassendes Bild davon zu bekommen. Es waren eher immer Fragmente, die aber gut zusammengepasst haben und mit denen die Handlung auch ohne Probleme funktioniert hat, aber ein detailliertes Gesamtbild von der Welt könnte ich nicht wirklich benennen.

Die Handlung an sich, ist schon ziemlich interessant. Im ersten Drittel gibt es viel Kennenlernen und es werden viele Fragen aufgeworfen. Im Laufe der Handlung gibt es viele Entwicklungen, doch auch einiges an Gefahr und vor allem am Ende auch noch einige unerwartete Überraschungen. Dabei ist immer eine gewisse Grundspannung vorhanden, aber es hätte manchmal gern auch noch etwas mehr sein dürfen. Manche Herausforderungen wurden doch etwas leicht gelöst, bzw. ging mir manches etwas zu einfach. Obwohl ich das im letzten Drittel besser gelöst fand.

Von den aufgeworfenen Fragen werden leider recht wenige beantwortet, aber zumindest gibt es ein paar Hinweise, sodass es für einen Auftaktband durchaus in Ordnung ist.

Die Charaktere fand ich sehr gut dargestellt. Dadurch, dass die Handlung abwechselnd aus Rakel´s und Ash´s Sicht erzählt wird, bekommt man einen guten Einblick in deren Leben, aber auch die Gedanken und Gefühle der Beiden. Ich habe sie gern begleitet und auch gerne miterlebt, wie sie immer mehr vertrauen zueinander gefunden und sich zarte Gefühle entwickelt haben.

Die beiden Sprecher Dagmar Bittner und Julian Horeyseck haben sie aber auch gut zum Leben erweckt. Vor allem Dagmar Bittner hat mich sofort überzeugt, bei Julian Horeyseck hat es ein bisschen länger gedauert, aber am Ende fand ich beide Leistungen einfach super und finde auch, dass sie gut harmoniert haben.

Bei den Nebencharakteren gabs auch ein paar Besonderheiten, wobei ich noch nicht alle komplett durchschaut habe und schon gespannt bin, welche Rolle sie nun wirklich spielen.

Mit dem Ende von diesem Auftaktband bin ich, trotz Cliffhanger, eigentlich ganz zufrieden, auch wenn Rakel eine Entwicklung doch recht leichtgläubig annimmt. Aber naja, solange sich in der Fortsetzung keine Dreiecksgeschichte entwickelt, bin ich schon sehr gespannt, wie es weiter geht.

Fazit:
Ein guter Auftakt in eine neue Fantasyreihe. Sympathische und gut dargestellte Charaktere erleben eine interessante Reise mit teils spannenden, teils unerwarteten Entwicklungen. Dabei hätte die Spannung teilweise noch etwas mehr sein dürfen und manchmal hätte ich mir gerne noch ein etwas genaueres Bild von diesser besonderen Welt gemacht, aber ich habe die Geschichte zu jeder Zeit gerne gehört und bin auch gespannt, wie es weiter geht. Deshalb gibt’s solide 4 Sterne und die Hoffnung, dass die Fortsetzung nicht so lange auf sich warten lässt.

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