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Veröffentlicht am 21.11.2019

Enttäuschend...

Infernale (Band 2) - Rhapsodie in Schwarz
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Meinung:
Nachdem ich ja Teil 1 als Hörbuch gehört hatte, war ich schon mal sehr enttäuscht, dass Band 2 nicht in dieser Version verlegt wurde. Nun ja, da aber mich die Grundidee der Geschichte so überzeugt ...

Meinung:
Nachdem ich ja Teil 1 als Hörbuch gehört hatte, war ich schon mal sehr enttäuscht, dass Band 2 nicht in dieser Version verlegt wurde. Nun ja, da aber mich die Grundidee der Geschichte so überzeugt und mich der Vorgänger recht gut unterhalten hat, wollte ich gerne wissen, wie es weiter geht und hab mir die gedruckte Version besorgt.

Teil 2 setzt recht nah nach dem Ende des ersten Teils ein. Davy und ihren Freunden ist die Flucht aus Mount Haven gelungen und sie versuchen nun außer Landes nach Mexiko zu kommen. Davy kann darüber aber nicht erleichtert sein, da sie zu sehr mit ihren Schuldgefühlen zu kämpfen hat, weil sie einen Mann töten musste.

Diese Schuldgefühle fressen sie nach und nach auf und zerstören auch ihre Gefühle zu Sean. Anfangs fand ich diesen persönlichen Bezug auf Davy und ihre Gefühle noch ganz interessant und nachvollziehbar, aber im Verlauf der Geschichte wurde ich über diese Tatsache immer enttäuschter. Denn es dreht sich alles nur darum und der Rest dieser im ersten Teil so authentisch erschaffenen Welt verliert fast komplett an Bedeutung.

Die Autorin hat zwar zwischen den Kapiteln immer kurze Auszüge aus Gesprächen oder Briefen eingefügt, damit der Leser zumindest einen kleinen Einblick erhält, was in der restlichen Welt passiert. Diese Einblicke lesen sich zum Teil auch recht interessant, aber sie werden der tollen dystopischen Idee einfach nicht gerecht. Es ist einfach zu wenig. Wenn ich mir in Teil 1 schon noch etwas mehr Hintergrundinfos gewünscht hätte, ist Teil 2 leider komplett zu einem persönlichen Drama aus Davys Sicht geworden, das sich nur um ihre verrücktspielenden Gefühle und ihr Empfinden dreht und am Ende definitiv auch einfach kitschig, nervig und viel zu viel wird.

So fand ich das Ende echt nicht gut, auch wenn mich der Epilog dann doch noch zumindest ein bisschen mit der Geschichte versöhnen konnte. Aber prinzipiell wurde nicht nur Davys persönlicher Weg bis fast zum Ende nicht gut gelöst, sondern auch das Grundproblem hat sich einfach total unrealistisch in Luft aufgelöst. Klar, diese Lösung war ohne Blutvergießen und so etwas Einfaches würde man sich auch oft in der wirklichen Welt wünschen, aber so wie es hier dargestellt wurde, ist es einfach nicht glaubwürdig.

Der Schreibstil ist hierbei trotzdem recht einfach und flüssig lesbar, auch wenn die Autorin mich hier nicht so mitreißen kann, wie in Teil 1 und auch die spannenden ethischen Grundsatzüberlegungen leider viel weniger geworden sind.

Fazit:
Leider eine enttäuschende Fortsetzung, da die Autorin das Potential der Grundidee und ihrer Entwicklungen aus Teil 1 total ungenutzt gelassen hat. Die interessante dystopische Welt spielt nur noch eine sehr untergeordnete Rolle und es dreht sich alles nur noch um Davys Gefühlswelt und ihr großes persönliches Drama, an dem sie durch ihre Sturheit selbst auch mit Schuld trägt. Das Ende ist in Bezug auf die Entwicklungen in der dystopischen Welt leider ziemlich unglaubwürdig und viel zu einfach und wirkt fast lieblos. Da sich das Buch so recht gut lesen lässt gibt es noch 2,5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.11.2019

3,5 Sterne für einen ungewöhnlichen, schockierenden, aber auch anstrengenden Thriller

Drei Meter unter Null
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Meinung:
Ich habe schon viel Gutes von diesem Thriller gehört, vor allem, dass er ungewöhnlich ist und das hat sich auch bestätigt. Ungewöhnlich, aber über weite Strecken wirklich nicht einfach.

Der Einstieg ...

Meinung:
Ich habe schon viel Gutes von diesem Thriller gehört, vor allem, dass er ungewöhnlich ist und das hat sich auch bestätigt. Ungewöhnlich, aber über weite Strecken wirklich nicht einfach.

Der Einstieg ist mir ziemlich schwer gefallen, da die Geschichte die erste Hälfte nur total verwirrend und undurchsichtig ist und zusätzlich gibt es Sprünge in der Zeit. Zum einen erzählt die Protagonistin sehr ausschweifend und viel zu detailliert von ihrer Vergangenheit und dann gibt es die Ereignisse in der Gegenwart, in denen die Erzählungen kühl, abgehakt und total wirr werden. Die Protagonistin bringt die Männer auf brutale Weise um, aber man hat keine Idee, weshalb sie das macht und was der Sinn dahinter ist.

Das Gute daran ist, dass der Sinn des Ganzen nach und nach erklärt wird und diese Entwicklung total schockiert und für vieles entschädigt, jedoch nicht für alles. Denn die Autorin beginnt meiner Meinung nach etwas zu spät damit, den Sinn zu offenbaren.

Die ersten Erklärungen und Wendungen gibt es ca. in der Mitte, wirklich Atem beraubend, schockierend und überzeugend wird es jedoch erst am Ende der Geschichte.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber schon ein gewisses Bild zur Protagonistin entwickelt, dass sich trotz der Wendung und des plötzlich Verständnisses für ihre Taten nicht mehr ganz bereinigen lassen kann. Dafür hätten die Erklärungen und die psychischen Auswirkungen des Ganzen doch ein bisschen eher erfolgen müssen. So hat sich die Autorin komplett auf ihre Schockmomente verlassen, die auch dahingehend funktionieren, dass man am Ende total überwältigt und überfahren ist, aber um für die langatmige und verwirrende erste Hälfte komplett zu entschädigen hat es bei mir nicht ganz gereicht.

Erzählt wird das Hörbuch von Anna Thalbach und komplett aus der Ich-Perspektive der Protagonistin. Anna Thalbach setzt die Figur der scheinbar verrückten, getriebenen Frau ziemlich gut um und ihre Stimme wirkt authentisch zu der Handlung. Wenn die Protagonistin sich in ihren wirren Gedanken und grausamen Taten voll und ganz verliert, klingt auch Anna Thalbachs Stimme verrückt und abgehoben, genau wie es sein soll. Manchmal war es mir hier auch, genau wie bei der Handlung selbst, schon fast ein bisschen zu viel. Am Ende, wenn alles einen Sinn ergibt, werden auch die Gedanken ruhiger, normaler und emotionaler, was der Geschichte wirklich gut tut und wegen mir auch gerne schon eher hätte eintreten können.

Fazit:
Marina Heib erzählt eine schockierende Geschichte auf ungewöhnliche Art und Weise. Sie verzichtet nicht nur auf Ermittlungen jeglicher Art, sondern wirft den Leser mitten in eine grausame Mordserie, ohne die Hintergründe bekannt zu geben. Diese kommen erst nach der Hälfte dazu und wirklich aufgedeckt wird alles erst am Ende. Dabei sind die Erzählungen ziemlich wirr und schwierig und man braucht wirklich Durchhaltevermögen. Aber die schockierende Auflösung am Ende entlohnt für vieles, wenn auch nicht für alles. Schlussendlich vergebe ich trotz der langen Durststrecke noch gute 3,5 Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung für alle, die einen etwas anderen Thriller mit totalem Schockmoment am Ende erleben wollen.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Ein spannender und gut aufgebauter Thriller.

Was verborgen bleiben sollte
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Meinung:
Obwohl es sich um den 5. Teil der Reihe rund um Kommissar Jan Tommen und sein Team handelt und ich noch keinen der Vorgänger gelesen habe, hab ich ohne Probleme in das Buch gefunden.

Der Start ...

Meinung:
Obwohl es sich um den 5. Teil der Reihe rund um Kommissar Jan Tommen und sein Team handelt und ich noch keinen der Vorgänger gelesen habe, hab ich ohne Probleme in das Buch gefunden.

Der Start ist ziemlich packend, da man gleich in den Raubüberfall hineingeworfen wird und sich die Fragen nach den Hintergründen nach und nach verdichten. Generell fand den Plot ziemlich spannend und geheimnisvoll aufgebaut, da der Raubüberfall und die Mode anfangs keinen wirklich Sinn ergeben und die Zusammenhänge erst mit der Zeit stimmt aufgedeckt werden und es auch die ein oder andere unerwartete Wendung gab. Auch die Gegner sind den Ermittlern immer einen Schritt voraus, weshalb sich das Team wirklich anstrengen muss.

Einzig die Auflösung des Ganzen fand ich dann leider etwas schwächer. Da hätte ich mir persönlich nach der ganzen Mühe doch noch ein bisschen mehr erhofft gehabt, aber für die Figuren konnte ich die Brisanz schon nachvollziehen, weshalb es im Großen und Ganzen dann schon in Ordnung war.

Neben dem spannenden Plot-Aufbau haben mir aber auch die Figuren sehr gut gefallen. Auch wenn es in diesem fünften und vorerst letzten Band der Reihe nicht mehr so viele Einblicke in das Leben der Teammitglieder gab, wurde doch deutlich, dass das Team rund um Jan Tommen aus sehr speziellen und einzigartigen Charakteren besteht, die oft sehr unorthodox denken und handeln. Sie werten das Buch definitiv auf, weshalb sich diese Ermittler eingängig von anderen Ermittlerteams abheben und ich gerne auch noch die anderen Teile der Reihe lesen würde.

Der Schreibstil hat mir auch ziemlich gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig lesbar und die spannende Atmosphäre zusammen mit den Schmunzlern, die den eigensinnigen Charakteren zu verdanken sind, sorgen dafür, dass sich die Seiten zügig lesen lassen und man dabei sehr gut unterhalten wird. Wäre die kleine Enttäuschung am Ende nicht gewesen, hätte ich wirklich nichts zu kritisieren gehabt.

Fazit:
Ein spannender und gut aufgebauter Thriller mit einem einzigartigen Ermittlungsteam, das viel Energie in ihre Arbeit steckt, aber auch viel Unterhaltung für den Leser mitbringt. Einzig das Ende bleibt ein bisschen unter dem Niveau vom Rest, weshalb ich ein Buchherz abziehe. Aber insgesamt hatte ich beim Lesen viel Spaß und vergebe deshalb gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich selbst bin auch am Überlegen, ob ich mir die Vorgänger nicht auch irgendwann mal besorgen sollte.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Im Grunde solide, aber....

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel
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Meinung:
Nachdem mir ja die ersten beiden Teile der Reihe sehr gut gefallen haben, hab ich mich extrem auf diesen Abschlussband gefreut.

Da es noch nicht lange her ist, dass ich Teil 2 gelesen habe, waren ...

Meinung:
Nachdem mir ja die ersten beiden Teile der Reihe sehr gut gefallen haben, hab ich mich extrem auf diesen Abschlussband gefreut.

Da es noch nicht lange her ist, dass ich Teil 2 gelesen habe, waren die Einzelheiten noch sehr präsent und ich bin sofort wieder mitten in der Geschichte gewesen. Und aufgrund der Vorgeschichte habe ich habe mir einen fulminanten Abschluss gewünscht und ausgemalt.

Und das Buch ist definitiv wieder leicht und flüssig zu lesen und vom Grundprinzip her auch unterhaltsam, aber irgendwie hat es mich doch ein bisschen enttäuscht und mir hat auch etwas gefehlt.

Obwohl handlungstechnisch schon einiges passiert, ist bei mir bis zum Ende fast keine Spannung aufgekommen, da die meisten Entwicklungen doch ziemlich vorhersehbar waren. Es ist vieles sehr einfach und ohne größere Probleme abgelaufen und wenn es Probleme gab, wurden diese auch extrem schnell abgehandelt.

Außerdem ist die Autorin dieses Mal kaum auf Emotionen ihrer Figuren eingegangen und hat damit die Tiefe der Geschichte vernachlässigt. Violet trifft zwar auch dieses Mal wieder Entscheidungen und ist gezwungen sich weiterzuentwickeln und sich Konsequenzen zu stellen, aber das bleibt zumeist leider sehr oberflächlich und hat mich kaum berührt. Schade, da bin ich etwas anderes von der Autorin gewohnt.

Durch die Rückkehr ins Juwel bekommt der Leser leider auch nicht mehr viel von den Vorbereitungen zum Kampf mit und auch der Handlungsstrang mit der Magie und den Paladininnen wird leider nicht mehr weiterentwickelt. Wir begeben uns zurück ins Juwel mitsamt allen Intrigen und Betrügereien. Das hätte ich vielleicht auch gar nicht so schlecht gefunden, wenn sich nicht alles nur noch darum gedreht hätte. So hätte ich mir zur Abrundung z. B. sehr gut einige Kapitel aus Ash's Sicht vorstellen können, wie in den anderen Kreisen die Revolution voran bringt.

Beim Showdown selbst kommt dann zumindest die erwartete Spannung auf und auch das Ende ist an sich schon ziemlich zufriedenstellend. Dennoch denke ich, dass man aus diesem Abschlussband eben noch viel mehr hätte machen können und die Autorin nach den beiden tollen Vorbänden nun doch einiges an Potential verschenkt hat.

Fazit:
„Der schwarze Schlüssel“ ist ein solider und im Grunde unterhaltsamer Abschlussband, der aber deutlich hinter den ersten beiden Teilen und meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Mir haben vor allem Tiefe und Spannung gefehlt, da die Entwicklungen doch ziemlich vorhersehbar und einseitig und zum anderen zu schnell und teilweise etwas lieblos und emotionsarm abgehandelt wurden. Der Showdown am Ende und das zufriedenstellende Gefühl nach Beenden des Buches reißen es nochmal ein bisschen raus, aber meiner Meinung nach ist dies der schwächste Band der Reihe und es wurde viel Potential verschenkt. Ich vergebe gute 3 Sterne, aber mehr ist nicht drin.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Eine schöne Idee und gute Ansätze waren vorhanden, aber leider hat mir die Umsetzung zumeist nicht wirklich zugesagt.

Das Wissen des schwarzen Obsidians
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Meinung:
Ich muss ja sagen, dass ich Göttergeschichten zwischendurch ganz gerne mag, weshalb mit der Klappentext gleich angesprochen hat. Dabei war ich auch wirklich gespannt, wie die Welt der alten Götter ...

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass ich Göttergeschichten zwischendurch ganz gerne mag, weshalb mit der Klappentext gleich angesprochen hat. Dabei war ich auch wirklich gespannt, wie die Welt der alten Götter mit der modernen Zeit verbunden wurde.

Nach beenden des Buches muss ich leider sagen, dass ich nicht ganz das bekommen habe, was ich mir erhofft hatte.

Ich hatte mir eine spannende Jagd auf den Obsidian vorgestellt und im Ansatz hab ich das schon bekommen, aber eben nur zu einem kleinen Teil. Und auch wenn die Verbindung zwischen der alten und der modernen Welt immer mal wieder erkennbar war, wurden die Möglichkeiten nur angedeutet, da der Großteil der Geschichte einfach nur Vergangenes erzählt. Immer wieder schauen Odin, Marie und die anderen Mitstreiter in die Achatschale der Norne und Verfolgen den Weg des Obsidians in der Vergangenheit.

Ab und an und in Einschüben hätte mir dieses Stilmittel echt gut gefallen, vor allem weil dabei viele alte Sagen aufgegriffen und doch interessant aufgearbeitet werden, aber in der Menge war es mir einfach zu viel. Denn so ist in der Gegenwart kaum etwas passiert und wenn doch mal Lokis Schergen angegriffen haben, wurde dies extrem schnell abgehandelt. Deshalb ist auch kaum Spannung entstanden und wenn doch, konnte diese oft nicht über einen längeren Zeitraum hinweg aufrechterhalten werden.

Durch die Menge an Rückblenden und der aufgearbeiteten Infos darin hatte ich oft auch ein paar Probleme der Handlung komplett zu folgen und alle Figuren zuzuordnen. Zum einen lag dies an der Menge und Vielfalt der Informationen, aber auch daran, dass die Autorin sich leider ein bisschen wenig Zeit für ihre Charaktere und Wesen genommen hat. Klar, erfährt man das ein oder andere über sie, aber in der Gesamtbetrachtung sind die Ausführungen eher oberflächlich und es fehlt ihnen einfach an Tiefe.

Aber auch die Art, wie die Autorin viele verschiedene Sichten und Geschehnisse gleichzeitig erzählt, hat mich vor allem anfangs immer wieder verwirrt und es mir schwer gemacht, diese zuzuordnen. Nämlich einfach hintereinander weg und zumeist ohne Leerzeilen oder andere optische Trennungen im Text. Damit hab ich mich doch etwas schwer getan.

Auch das Ende konnte es leider nicht mehr herausreißen. Ich fand es nicht wirklich zufriedenstellend und vor allem hat es mich nach der vorherigen langsamen Erzählweise doch einfach überrumpelt.

Fazit:
Das klingt jetzt alles ziemlich negativ und ich muss die Kritikpunkte auch auf jeden Fall loswerden, aber ich will nochmal betonen, dass oft gute Ansätze vorhanden waren und ich die Geschichte vom Grunde her recht interessant fand. Viele Ideen haben mir gut gefallen, auch wenn die Umsetzung zumeist leider nicht mein Geschmack war. Doch auch wenn Potential erkennbar war, kann ich leider nicht mehr als gute 2 Sterne vergeben.