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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2021

Alles kochbar, alles lecker!

Hensslers schnelle Nummer
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"Hensslers schnelle Nummer" ist mein erstes Kochbuch von Steffen Henssler, und es ist bereits mein Lieblingskochbuch geworden. Das Konzept ist einfach: Henssler kocht raffinierte Gerichte mit sehr wenig ...

"Hensslers schnelle Nummer" ist mein erstes Kochbuch von Steffen Henssler, und es ist bereits mein Lieblingskochbuch geworden. Das Konzept ist einfach: Henssler kocht raffinierte Gerichte mit sehr wenig Zutaten. Neben Essig, Öl und Gewürzen sind oft nur 5-7 Zutaten im Rezept. Die Zubereitung ist ebenso einfach.

Das Besondere an diesem Kochbuch ist, dass fast alle Rezepte meinen Geschmack treffen und dass sie trotz der wenigen Zutaten dennoch raffiniert sind. Außerdem sind die meisten Zutaten eher gängig, nichts also, was man für ein Rezept kaufen muss und dann im Schrank stehen hat, weil man keine anderen Rezepte dafür hat.

Henssler kocht mit Chili und LImette, mit Koriander und Peperoni. Diese Zutaten kommen häufig vor, und weil ich diese Zutaten besonders mag, sind auch die Rezepte super für mich. Die einzige Zutat, die nicht nach meinem Geschmack ist, sind vielleicht Rote Bete. Aber selbst dieses Rezepte finde ich interessant.

Insgesamt gefällt mir "Hensslers schnelle Nummer" so gut, dass ich die meisten Rezepte kochen werde. Bei den meisten anderen Kochbüchern geht mir das nicht so. Henssler hat genau meinen Geschmack getroffen, und damit werde ich die Publikationen von ihm weiter verfolgen. Auch sein Blog bringt weitere Rezepte.

Damit ist der bekannte Koch für mich mehr oder weniger eine Neuentdeckung, da ich seine Kreationen nie verfolgt habe. Das Buch hat mich eines Besseren belehrt. "Hensslers schnelle Nummer" ist zu meinem Lieblingskochbuch geworden!

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Veröffentlicht am 17.02.2021

Der Klassiker ist immer noch aktuell

Die Biene Maja - Die schönsten Gutenachtgeschichten
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Nachdem meine Freundin "Die Biene Maja - Die schönsten Gutenachtgeschichten" von Carla Felgentreff beendet hatte, wollte ich auch wissen, was meine Stars der Kindheit heute machen. Und wenn eine Honigbiene ...

Nachdem meine Freundin "Die Biene Maja - Die schönsten Gutenachtgeschichten" von Carla Felgentreff beendet hatte, wollte ich auch wissen, was meine Stars der Kindheit heute machen. Und wenn eine Honigbiene im wahren Leben nicht mal dreißig Tage schafft, so hat die Biene Maja als Film- und Comicfigur schon über 50 Jahre auf dem Buckel. Und sie hat nichts an ihrer Faszination eingebüßt.

Die Gutenachtgeschichten beginnen mit der Geburt der kleinen Biene und dem baldigen Kennenlernen ihres Freundes Willi. Lebhaft ist dargestellt, welch unterschiedliche Charaktere die beiden Freunde darstellen. Da ist der gefräßige, verträumte Willi und die stets neugierige, lustige Maja. Doch auch das Leben der Bienen wird dargestellt, von der Geburt in der Wabe über die Königin, die Arbeiterinnen und dem Lebensalltag der Bienen. So können Kinder gleich auch etwas über Bienen lernen.

Doch hier liegt auch mein kleiner Kritikpunkt. Einerseits hat man als erwachsener Leser oder Vorleser auch das Gefühl, das Buch möchte auch gern Sachwissen über Bienen vermitteln. Andererseits stimmt das so gar nicht, denn obwohl vieles zum echten Leben im Bienenstock passt, ist anderes so gar nicht korrekt. So kann Willi als Drohne ja weder selbst fressen, noch würde er als männliche Biene Waben bauen.

So lassen mich die wunderschönen Gutenachtgeschichten etwas zweigeteilt zurück. Entweder bekommt man einfach nur fiktive Geschichten, dann ist das alles so in Ordnung. Wenn das Buch aber den Anschein macht, den Kindern auch Wissen über Honigbienen vermitteln zu wollen - und diesen Anschein macht das Buch auf mich - dann doch bitte auch korrekt, denn Kinder können nicht unterscheiden, was hier stimmt und was nicht. Abgesehen davon bin ich aber Maja-Fan und Fan dieses Buches.

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Veröffentlicht am 17.02.2021

Krasse, unreife Selbstdarstellung

Career Suicide
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Nachdem die Leseprobe von Bill Kaulitz' "Career Suicide" so kurz und wenig aussagekräftig war, hatte ich kein Interesse am Buch, aber aufgrund der sehr stark auseinander gehenden Meinungen musste ich es ...

Nachdem die Leseprobe von Bill Kaulitz' "Career Suicide" so kurz und wenig aussagekräftig war, hatte ich kein Interesse am Buch, aber aufgrund der sehr stark auseinander gehenden Meinungen musste ich es dann doch lesen, nachdem ich es aus Zufall in die Hand bekommen habe. Die mediale Aufmerksamkeit galt dem Buch sowieso, man kam schon fast gar nicht dran vorbei. Sollte man aber.

Bill Kaulitz präsentiert eine krasse Selbstdarstellung von einem Jungen, der nie erwachsen geworden ist. Soll man nun Mitleid haben mit dem reichen Jungen, der soviel hat durchmachen müssen? Wenigstens sprachlich hätte ich ein wenig mehr erwartet. Oder kann man jetzt davon ausgehen, dass im Familienclan Kaulitz-Klum immer so gesprochen wird?

Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Promi-Kasse wieder einmal gefüllt werden sollte. Und das wird sie auch, mit einem Buch, das so stark polarisiert. Ich gebe zwei Sterne, weil ich das Buch immerhin nicht abgebrochen, sondern beendet habe. Es wird aber sicher auch ganz schnell in Vergessenheit geraten, ebenso sein Autor, der scheinbar immer noch von seinen frühen Erfolgen zehrt und sich bei Gelegenheit immer mal wieder in die Öffentlichkeit begibt. Seine arbeitssame, energiegeladene Schwägerin ist dafür eine gute Hilfe und ein gutes Aushängeschild.

Mein Fazit ist, dass selbst ein Kaulitz-Fan dieses Buch nicht gelesen haben muss, wenn er/sie sein gutes Bild vom Autor behalten möchte. Ich war kein Fan, hatte aber großes Interesse am Buch. Man sollte dafür aber auf keinen Fall Geld ausgeben.

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Veröffentlicht am 17.02.2021

Berührt

Warten auf Wind
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Leider wird man Oskar Kroons "Warten auf Wind" im Kinderbuchregal finden, so dass viele Erwachsene höchstens auf das Buch stoßen, wenn sie es selbst für Kinder kaufen. Es lohnt sich aber, dieses Buch auch ...

Leider wird man Oskar Kroons "Warten auf Wind" im Kinderbuchregal finden, so dass viele Erwachsene höchstens auf das Buch stoßen, wenn sie es selbst für Kinder kaufen. Es lohnt sich aber, dieses Buch auch selbst zu lesen.

Eigentlich kann Vinga auf der Insel beim Opa ihren Alltagssorgen entfliehen und viel erleben, auch, wenn die Eltern denken, dass es dort wohl recht langweilig sein muss. Als der Opa ihr dann noch die Schnigge, ein altes Boot, schenkt, ist der Sommer gefüllt und gerettet.

In der Protagonistin werden sich vielleicht auch viele Kinder wieder finden. Sie macht eine schwere Zeit durch, hat keine Freunde, ist sehr eigen. Ihre Schwermut wird natürlich durch die familiären Ereignisse verstärkt. Welches Kind wäre Vinga vielleicht sonst, wenn alles gut liefe und die Eltern mehr für sie da wären?

"Warten auf Wind" ist geschrieben für Kinder ab 11 Jahren, und das passt auch gut. Es ist ein Hardcover-Buch mit gut lesbarer Schrift und hochwertigem Papier, das man gern zur Hand nimmt. Es hat mich als Erwachsene aber auch in seinen Bann gezogen und berührt. Viele Denkanstöße stecken in "Warten auf Wind". Eine kindgerechte Sprache, oft mit kurzen, unvollständigen Sätzen passt hier gut, da man oft erfährt, was Vinga denkt. Dieses Kinderbuch ist einfach wunderschön!

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Veröffentlicht am 17.02.2021

Ein Roman in der Weite Amerikas

Big Sky Country
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"Big Sky Country" von Callan Wink ist ein Roman, der mich schon durch den Titel und das Cover magisch angezogen hat, denn ich lese gern Romane, die in der Natur und Weite des ländlichen Amerikas spielen. ...

"Big Sky Country" von Callan Wink ist ein Roman, der mich schon durch den Titel und das Cover magisch angezogen hat, denn ich lese gern Romane, die in der Natur und Weite des ländlichen Amerikas spielen. Callan Wink kannte ich bisher noch nicht, habe mir aber schon einen weiteren Roman von ihm bestellt. Der Autor trifft eben genau meinen Geschmack schreibt von der Schönheit und den Weiten Montanas, die er in seinem eigentlichen oder zweiten Beruf als Fly Fishing Guide tagtäglich erleben darf.

"Big Sky Country" erzählt von August, der auf der Farm seines Vater sehr hart erzogen wird. So bekommt er z.B. für jede erschlagene Katze von seinem Vater ein Taschengeld. Doch dann zieht seine Mutter nach Montana und eine neues Leben beginnt für den Jungen...

Der Roman selbst ist zum Teil grausam, zum Teil auch eher unspektakulär. Vielleicht muss man das Land lieben, um Winks Schilderungen gern zu lesen. Ich finde, bei diesem Roman kann ausnahmsweise aber schon das Cover und der sehr wegweisende Titel einen Hinweis darauf geben, ob man das Buch mögen wird.

Big Sky Country ist aber auch ein Initiationsroman. Gern habe ich die Identitätsfindung Augusts miterlebt und fand den Jungen in seiner Denkweise sehr bedacht und auch sympathisch.

Insgesamt kann man sagen, dass dieser Roman nur etwas ist für Leser, die sich auf ein unspektakuläres Buch einlassen wollen. Wer die Landschaft Montanas kennt und liebt, wird dieses Buch vermutlich gern lesen. Trotz einiger Längen liebe ich den Schreibstil des Erzählers und das Setting im ländlichen Amerika.

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