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Veröffentlicht am 22.08.2025

Hexen und Daimonen

Infernas 1: King of Ash
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"Infernas 1: King of Ash" von Melanie Lane ist der erste Teil einer Dilogie und endet mit einem absoluten Cliffhanger, also sollte man sich den Abschlussband schon rechtzeitig zurechtlegen.
Everly ist ...

"Infernas 1: King of Ash" von Melanie Lane ist der erste Teil einer Dilogie und endet mit einem absoluten Cliffhanger, also sollte man sich den Abschlussband schon rechtzeitig zurechtlegen.
Everly ist eine Winterhexe, was bedeutet dass ihre Magie nur im Winter nutzbar ist. Ihr großes Geheimnis, immer über ihre Magie zu verfügen, teilt sie mit einem Daimon. Ausgerechnet er, der Daimon Dante, der Herrscher von Infernas, hat sie beobachtet. Dafür schuldet sie ihm einen Gefallen und er bittet sie, ihm in sein Reich zu folgen.
Alles was Everly über Infernas und die Daimonen und auch ihr Verhältnis zu den Hexen weiß, wird dabei infrage gestellt. Aber auch sie selber fühlt sich immer mehr zu Dante hingezogen, was ihr so gar nicht recht ist.
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr, sie baut langsam Spannung auf, die Protagonisten bekommen Tiefe, sind gut gezeichnet. Auch der Weltenbau, gerade Infernas, ist sehr gut gelungen, da möchte ich noch mehr dazu erfahren.
Ich mag auch sehr, dass die Romanze nicht im Vordergrund steht, klar, sie wird immer wieder thematisiert, aber das weiß man ja vorher.
Everly hat mich zu Beginn reichlich genervt, eine naive Protagonistin, aber auch ihr Handeln wurde bedachter und klüger.
Ich mochte das Buch so sehr, dass ich auf jeden Fall den Nachfolger lesen werde. Eine leichte und trotzdem fesselnde Lektüre für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Schwierig zu lesen

1000 und ich. Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.
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"1000 und ich" von Yorick Goldewijk ist hier als Jugendbuch ab 12 Jahren empfohlen und ich frage mich, ob das jetzt mein Problem dabei war. Ob sich Jugendliche damit besser zurechtfinden und identifizieren ...

"1000 und ich" von Yorick Goldewijk ist hier als Jugendbuch ab 12 Jahren empfohlen und ich frage mich, ob das jetzt mein Problem dabei war. Ob sich Jugendliche damit besser zurechtfinden und identifizieren können.
Die Ich-Stimme in dieser Welt ist 8, eine von vielen, im gleichen Ablauf, gleichen Alltag. Es erinnert mich ein wenig an "1984", aber nur von den Beschallungen und Abläufen.
Die Protagonistin fängt an zu hinterfragen, aufzuschauen, aus der Reihe zu treten und findet 1000, eine andere wie sie.
Wir reisen hier in den Gedanken, den Träumen, den Vorstellungen der Protagonistin mit und ich fühlte mich dabei oftmals ziemlich verloren.
Ich habe beim Lesen den Faden verloren, gedacht, ich habe was verpasst, was nicht verstanden. Mir war eigentlich klar, worauf es hinauslaufen wird, trotzdem hat es mich nicht mitnehmen können.
Es gibt Probleme, die in dem Buch thematisiert werden, die ich als sehr wichtig und richtig erachte darüber zu reden und nachzudenken, da sie uns wohl bald betreffen könnten. Also ist es vielleicht sogar eine gute Diskussionsgrundlage, gerade für Jugendliche, wobei man das als Elternteil begleiten sollte.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Gut für ein neues Hobby

Die Book Nook Werkstatt
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"Die Book Nook Werkstatt" von Helene Kilb fand ich sehr interessant, weil ich schon einige der vorgefertigten Bausätze zusammen gebaut hatte und ich mich gerne von den Vorlagen lösen wollte.
Daher erwartete ...

"Die Book Nook Werkstatt" von Helene Kilb fand ich sehr interessant, weil ich schon einige der vorgefertigten Bausätze zusammen gebaut hatte und ich mich gerne von den Vorlagen lösen wollte.
Daher erwartete ich hier sehr viele Ideen und Anregungen zu Materialien und Basteltechniken, vielleicht auch einige Themenvorschläge.
Es ist ein Hobby, in dem man viel vorhandenes aus Haushalt und Natur nutzen kann, verwerten, was sonst weggeworfen wird.
Zehn Projekte werden hier Schritt-für.Schritt vorgestellt, wobei sich einige der Schritte naturgemäß ähneln, hier hätte man eher weniger ins Detail gehen können, sondern noch mehr die Grundlagen beschreiben.
Das fehlt mir ausführlicher, also die Suche nach Material, was man an Werkzeug braucht, wie man etwas gut verändern und bearbeiten kann.
Es gibt auch einige gedruckte Kleinigkeiten, die man sich ausschneiden oder kopieren kann, de würde ich aber auch anders finden können.
Man kann hier direkt nach Anleitung arbeiten, wobei nur Teilschritte gezeigt werden, die Fotos sind gut, es klappt.
Ich hätte mir das Buch noch etwas abgerundeter gewünscht, manche Sachen mehr in die Tiefe gehend.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Inselfeeling

The Island - Auf der Flucht
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"The Island" von Nicola Martin ist ein Thriller, der sich als vielschichtiger erwiesen hat, als ich es zuerst angenommen hatte.
Hotelmanagerin Lola arbeitet dort, wo die Reichen und Erfolgreichen Urlaub ...

"The Island" von Nicola Martin ist ein Thriller, der sich als vielschichtiger erwiesen hat, als ich es zuerst angenommen hatte.
Hotelmanagerin Lola arbeitet dort, wo die Reichen und Erfolgreichen Urlaub machen. In einem Luxusresort auf einer karibischen Insel.
Diese Stelle verdankt sie ihrem alten Bekannten Moxham und ihrer eigenen überstürzten Flucht aus Hongkong, wo ihr letzter Job und Beziehung in einem Desaster endeten.
Aber irgendwie verfolgt sie das Unheil, kurz nach ihrer Anreise ist Moxham tot.
Das Buch war nicht durchweg spannend, es hatte im Mittelteil einige Längen, wobei mich so etwas nicht so stört, ich mag ausführliche Beschreibungen.
Nicht alles erschien mir im Nachhinein logisch und nachvollziehbar, die Idee an sich hatte aber etwas sehr spannendes.
Die Charaktere wirkten glaubhaft, nicht fehlerfrei und wie gesagt, etwas abseits unserer Realität aber passend zum Szenario.
Ein nettes Buch für den Urlaub, mit einigen Überraschungen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Beeindruckend

Hello Baby
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„Hello Baby“ von Kim Eui-kyung spielt in Südkorea und vermittelt dabei Einblicke in das Leben dort, besonders von Frauen, Müttern und denen, die es werden wollen.
Sechs Protagonistinnen lernen sich in ...

„Hello Baby“ von Kim Eui-kyung spielt in Südkorea und vermittelt dabei Einblicke in das Leben dort, besonders von Frauen, Müttern und denen, die es werden wollen.
Sechs Protagonistinnen lernen sich in der Baby-Angel-Fruchtbarkeitsklinik in Seoul kennen und bleiben über den Chat „Hello Baby“ verbunden. Sie stützen sich gegenseitig, begleiten sich durch schwierige Behandlungen und trösten einander nach Rückschlägen. Dieser Zusammenhalt ist beeindruckend.
Unfruchtbarkeit bleibt oft tabu, doch das Buch thematisiert offen, wie sie Paare – vor allem die Frauen – belastet. Die Protagonistinnen durchlaufen kostspielige und schmerzhafte Therapien für ihren Kinderwunsch, der manchmal mehr von der Schwiegermutter als von ihnen selbst ausgeht.
Auch im Beruf stehen sie unter Druck, keine Schwäche zu zeigen. Diese Aspekte hätten vertieft werden können.
Der sachliche, emotionsarme Schreibstil passt gut zur Thematik. Insgesamt eine lohnende Lektüre.

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