Cover-Bild All Better Now
Band 1 der Reihe "Die All-Now-Dilogie"
(55)
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21,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Fischer Sauerländer
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 16.07.2025
  • ISBN: 9783737374538
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Neal Shusterman

All Better Now

Der neue große Near Future Fiction-Thriller des Autors von "Scythe"
Andreas Helweg (Übersetzer)

Gefährlich, ansteckend und voller Glück

Ein beispielloses Virus breitet sich auf dem Planeten aus. Diejenigen aber, die überleben, sind … glücklich. Stress, Depression, Einsamkeit – alle negativen Gefühle sind plötzlich verschwunden. Immer mehr Genesene genießen das neue Glücksgefühl. Doch längst nicht alle, denn innere Zufriedenheit ist schlecht fürs Geschäft. Wirtschaftsbosse und Politiker brauchen die Unzufriedenheit ihrer Kunden oder Wähler. Und so beginnt ein gefährlicher Wettlauf um einen Impfstoff, der das Unglück zurückbringen soll.

Mariel lebt mit ihrer Mutter in einem verbeulten Ford Fiesta und wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Rons Vater ist Milliardär, doch obwohl ihm jeglicher Luxus offen steht, erscheint Ron das Leben sinnlos. Der Zufall bringt Mariel und Ron zusammen, und das Schicksal schleudert sie mitten hinein in den Machtkampf um eine neue Weltordnung.

Dystopisch und utopisch zugleich - und ultraspannend! In einem erschreckend realistischen Szenario konfrontiert Shusterman seine Leser*innen mit den ganz großen Fragen: Glücklich oder unglücklich, was würdest Du wählen?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2025

Spannender Zukunftsroman!

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Hier folgt eine kurze Einschätzung zur Handlung, zu den Charakteren und zum Schreibstil des Autors.

Handlung
Die Handlung ist insgesamt sehr spannend. Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht, um in ...

Hier folgt eine kurze Einschätzung zur Handlung, zu den Charakteren und zum Schreibstil des Autors.

Handlung
Die Handlung ist insgesamt sehr spannend. Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht, um in das Buch hineinzufinden, aber die Idee, dass nach Corona nun eine zweite Pandemie die Welt in Atem hält, fand ich sehr interessant. Besonders spannend ist auch der Gedanke, dass das Virus die Menschen glücklich macht – dies jedoch nicht nur positive Folgen mit sich bringt. Natürlich ist es schwer, Handlungen von dauerhaft glücklichen Menschen zu beschreiben, denn wir als Leser wollen die Zweifel, Sorgen und Ängste der Charaktere kennen. Zum Glück kommt das hier nicht zu kurz.
Im Buch besuchen wir verschiedene Schauplätze und erleben, wie das Virus auf unterschiedlichen Kontinenten auftritt. Mein Lieblingsschauplatz war jedoch ganz klar Spitzbergen. Ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber die Location war toll gewählt, sehr gut beschrieben und bot eine Steilvorlage für eine spannende und rasante Handlung.
Der erste Teil des Buches war gut, hat mich aber noch nicht vollkommen überzeugt. Es wird jedoch immer besser, und dranzubleiben lohnt sich: Das Ende war auf jeden Fall sehr stark. Wer keine Cliffhanger mag, sollte beachten, dass der zweite Teil der Dilogie erst in zwei Jahren erscheinen wird.

Charaktere
Mit den Charakteren habe ich mich anfangs etwas schwergetan. Von den drei Hauptpersonen fand ich eine spannend, eine mittelmäßig und eine leider gar nicht. Mit „spannend“ meine ich allerdings nicht, dass sie mir sympathisch war – tatsächlich waren mir alle drei unsympathisch, und ich tat mich schwer, sie zu mögen. Trotzdem vergebe ich aufgerundete 4,5 Sterne.
Die Handlung wird enorm spannend, gerade weil man die Charaktere nicht mag und sie eher als Antagonisten wahrnimmt. Während im Roman vollkommen gegensätzliche Ziele verfolgt werden, möchte man irgendwie, dass keine Seite gewinnt.
Am schwersten habe ich mich mit Mariel getan. Ich konnte sie kaum einschätzen. Ja, sie musste immer sehr tough sein und leidet unter dem Verlust der Mutter, aber ich konnte mich nicht gut in sie hineinversetzen. Für mich blieb sie lange Zeit sehr blass, fast wie ein Anhängsel der anderen. Morgan fand ich schon immer cool – auch wenn sie die Superbösewichtin ist. Ihr Hintergrund und ihr Verhalten waren spannend, und sie hat mir irgendwie „Shego“-Vibes (aus Kim Possible) gegeben. Sie blieb bis zuletzt meine Lieblingsfigur, auch wenn ich ihren Plan nicht unterstützt habe. Rón wirkte anfangs nett, war für mich dann aber leider sehr glatt und unauthentisch. Seine Art zu reden und seine Denkweise konnte ich bald nicht mehr ausstehen.
Im Laufe der Handlung treten noch andere Figuren auf, die ich eigentlich mochte.

Schreibstil
Ich fand den Schreibstil von Neal Shusterman insgesamt sehr gut. Die Kapitel sind nicht zu lang, und auch die Unterteilung des Buches ist gelungen. Der Stil ist klar und verständlich, nicht übermäßig metaphorisch, aber an den richtigen Stellen witzig. Es gab nichts, was mich beim Lesen ausgebremst hat, bis auf ein paar kleinere Fehler, die vermutlich beim Übersetzen entstanden sind.
Zwischendrin hatte das Buch einen kleinen Durchhänger, wurde dann aber wieder sehr spannend, und das Ende habe ich geradezu verschlungen. Das Buch ist zwar lang und zieht sich stellenweise ein wenig, aber im Großen und Ganzen hatte ich nicht das Gefühl, dass man es hätte stark kürzen müssen – wie es bei manchen anderen längeren Büchern der Fall ist. Nur weil ich einige Aspekte der Handlung weniger spannend fand, muss das nicht auch für andere gelten.
Das Ende war in meinen Augen großartig. Ohne zu spoilern: Es hat mich emotional sehr aufgewühlt, und das letzte Kapitel hat mich vollkommen umgehauen. Ich möchte auf jeden Fall den zweiten Teil lesen und glaube, dass er noch besser werden könnte.

Fazit
Ich kannte den Autor vorher nicht und war vom Cover zunächst etwas abgeschreckt. Ich kaufe oft nach Cover ein, und wenn es mir nicht gefällt, stelle ich das Buch eher zurück. Umso froher bin ich, dass mich der Klappentext und schließlich auch das Buch selbst überzeugen konnten.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Top ausgearbeitete Dystopie zum Nachdenken

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Das Cover ist so großartig geworden ♡ Das Buch natürlich auch. Seit ROXY bin ich absoluter Neal Shusterman Fan.
Das Thema ist nicht nur unglaublich spannend und individuell, sondern auch top umgesetzt. ...

Das Cover ist so großartig geworden ♡ Das Buch natürlich auch. Seit ROXY bin ich absoluter Neal Shusterman Fan.
Das Thema ist nicht nur unglaublich spannend und individuell, sondern auch top umgesetzt. Man merkt, wie viel Arbeit hinter diesem Projekt steckt!

Es geht um ein Virus, dessen Genesene das Geheimnis des Glücks erkannt haben, Level Buddha meets Hippie Lifestyle.
Die Mächtigen und Reichen wollen das verhindern, denn dadurch bricht das komplette Wirtschaftssystem ein, da niemand mehr Interesse an Konsum und Wettbewerb hat.
Die Geschichte ähnelt der Covid-Pandemie und wirkt ähnlich aufgebaut zwischen verschiedenen Gesellschaftsschichten, Impfbefürwortern und -gegnern, Wissenschaftlern, die an einem Heilmittel arbeiten, Betroffenen, Überlebenen, Angehörigen.

Durch diese Vielzahl bekommt man einen Blick aus so ziemlich jeder Ecke, was unglaublich gut gelungen ist und die Dystopie/Utopie aus sämtlichen erdenklichen Blickwinkeln darstellt.
Mariel, die auf der Straße lebt und ihre Mutter verliert.
Rón, ein Super-Spreader, der das Virus verbreiten will, gepaart mit der moralischen Frage, ob er den Menschen die Entscheidung des ewigen Glücks annehmen sollte.
Morgan, die unverhofft an ein riesiges Erbe kommt und plötzlich zu einer der reichsten Frauen der Welt wird, was sie sich durch das Virus nicht nehmen lassen darf, denn dadurch würde sie ihre Verbissenheit verlieren, weiterzumachen.

Der Anspruch des Schreibstils liegt in der goldenen Mitte. Es lässt sich flüssig lesen, aber man muss schon mitdenken. Dadurch sieht man, wie der Autor alles bis ins kleinste Detail durchdacht hat. Die Rón-Mariel-Situation wirkte für mich am Ende nicht ganz rund, aber es wird einen Folgeband geben und ich bin mehr als gespannt, wie es weitergeht.

Das Buch ist ein großes philosophisch-wissenschaftliches Gedankenexperiment und ich war wirklich beeindruckt! Es hinterlässt Fragen und Anregungen zum Nachdenken. Etwas anderes hab ich vom Autor nicht erwartet :)

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Dystopie? Utopie? Dystopische Utopie? Utopische Dystopie?

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Ich muss gestehen, ich habe bereits mehrere Bücher von Neal Shusterman in meinem Regal stehen, kam bisher aber noch nicht dazu, diese zu lesen. Daher ist "All Better Now" mein erstes Werk von ihm und ich ...

Ich muss gestehen, ich habe bereits mehrere Bücher von Neal Shusterman in meinem Regal stehen, kam bisher aber noch nicht dazu, diese zu lesen. Daher ist "All Better Now" mein erstes Werk von ihm und ich bin nicht enttäuscht, noch weitere hier stehen zu haben.
Das Buch lebt von dem einnehmenden und fesselnden Schreibstil des Autors, wodurch es sich flüssig weg lesen lässt. Wir erleben die Story aus verschiedenen Perspektiven und jeder Charakter für sich ist nachvollziehbar und komplex gezeichnet. Jede Figur hat ihre eigene Haltung zu dem Geschehen und verschiedene Grundüberzeugungen, die die unterschiedlichen Standpunkte kennzeichnen. Ich konnte jeden Charakter gefühlt teilweise verstehen, was ein inneres Dilemma erzeugt. Gerade diese Widersprüche und innere Zerrissenheit haben viele vermutlich während Corona erlebt, was hier gut aufgegriffen wird. Die Parallelen zur COVID-19-Pandemie sind offensichtlich und auch ich hatte Déjà-vus.
Klare Leseempfehlung! Ein tolles Werk, mit dem viele Geschehnisse der letzten Jahre nochmal aufgearbeitet werden können.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Am Zahn der Zeit

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Neil Shusterman hat sich bereits mit anderen Büchern, wie der "Scythe"-Reihe einen große Namen gemacht. In seinen Welten ist er gesellschaftskritisch und taucht auf psychologischer Ebene in die Köpfe der ...

Neil Shusterman hat sich bereits mit anderen Büchern, wie der "Scythe"-Reihe einen große Namen gemacht. In seinen Welten ist er gesellschaftskritisch und taucht auf psychologischer Ebene in die Köpfe der Menschen ein. In seiner neusten Dilogie "All better now" begibt sich Shusterman auf brüchiges Terrain: Der Corona-Pandemie. Fünf Jahre nach dem ersten Lockdown bringt er einen Roman aus, der sich damit beschäftigt, was ein Virus in Menschen auslöst, welche Fraktionen es gibt und was wäre eigentlich, wenn der Virus uns alle sorgenlos werden lässt? Ich fand die Wahl mutig. Nach den Lockdowns, nach den Impfungen, nach den ganzen Auflagen, war die Menschheit dem Thema überdrüssig. Viele konnten es nicht mehr hören. Gibt es dazu überhaupt die eine richtige Meinung? Doch Shusterman stellt sich den spannenden und wichtigen Frage: Was wäre, wenn die Pandemie uns entschleunigt hat? In seinem Buch gibt es die Genesenen, die plötzlich einen komplett andere Blick auf die Welt haben. Materieller Wert ist nicht mehr wichtig. Im Vordergrund steht es, den Mitmenschen zu helfen und Gutes zu tun. Die Genesenen sind mit wenig zufrieden. Sie sind glücklich. All happy, oder nicht?
Natürlich gibt es noch die Gegenpartei. Sie sehen das Virus als Bedrohung und wollen es stoppen. Der Leser bekommt Einblicke in Machtspielchen, Geldtransfere und den großen moralischen Fragen, die man sich im Labor so stellt. Der Roman fühlt sich dystopisch und doch so real an. Es ist kaum zu leugnen, dass Corona die Gesellschaft damals gespalten hat und die Meinungen waren relativ unverrückbar. In "All better now" wird nun unter die Lupe genommen, wo wir mit der Selbstverwirklichung, die sich in dieser entschleunigten Lockdown-Zeit entwickelt hat, hinkommen. Ist es wirklich gut, wenn alle in Positivität leben? Oder gehen uns dadurch unsere Instinkte verloren? Ein hoch-moralisches Buch. Geschrieben in einem klaren und spannenden Schreibstil und einem rasanten Tempo.
Das Ende war leider ein kleiner Cliffhanger. Ich bin kein Freund dieser Methode, doch natürlich sorgt es dafür, dass ich unbedingt weiterlesen möchte. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Or not!

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Meine Meinung:

Shustermans Bücher sollte man meistens nur lesen, wenn man starke Nerven hat. Dabei denke ich zum Beispiel an „Vollendet“. Um sein neustes Werk lesen zu können, sollte man sich bewusst ...

Meine Meinung:

Shustermans Bücher sollte man meistens nur lesen, wenn man starke Nerven hat. Dabei denke ich zum Beispiel an „Vollendet“. Um sein neustes Werk lesen zu können, sollte man sich bewusst sein, dass es um einen Virus geht und viele Parallelen zu Corona gezogen werden. Wenn man dazu nicht in der Lage ist, dann ist es zu diesem Zeitpunkt nicht das richtige Buch. Wenn doch, dann ist es ziemlich genial.

Ich bin durch den den Roman nur so geflogen. Shustermans Schreibstil ist wie gewohnt angenehm, eloquent und leicht humorvoll. Er schafft es, dass man sich mit den ganz unterschiedlichen Charakteren insofern identifizieren kann, als dass man sie beinahe meint persönlich zu kennen.

Dieses Virus, das er erdacht hat, macht einem Angst, weil so viele Parallelen zu Corona da sind. Aber wie soll man leben, wenn man nur noch glücklich ist? Weiß man nicht erst dadurch, dass man nicht immer glücklich ist, was Glück bedeutet? Shusterman wirft hier eine sehr tiefgründige Frage auf, die er im Laufe der Handlung bis hin zu moralisch verwerflichen Entscheidungen zuspitzen wird.

Und das auf verschiedenen Ebenen, die es dem Leser schwer machen, sich für eine Seite zu entscheiden. Was ist erlaubt, wenn es um die Rettung der Menschheit geht? Man möchte nicht in der Haut der Protagonisten stecken.

Ich glaube inzwischen, dass der Autor uns Leser*innen ganz bewusst vor das Dilemma stellte, vor dem wir nach der Lektüre mehr als deutlich stehen. Alle Seiten handeln unmoralisch, eigentlich wollen wir aber immer auf Seiten der Menschlichkeit stehen. Doch in einer solchen Krisensituation geht die Menschlichkeit oft verloren.

In vielen Szenen lief es mir wirklich eiskalt den Rücken runter. Shusterman will uns wirklich zum Nachdenken bringen.

Es wäre in meinen Augen wichtig, dass dieses Buch nicht als Jugendbuch oder Buch für junge Erwachsene läuft, da viele von ihnen bezüglich der durchlebten Pandemie noch ungelöste Traumata mit sich tragen.

Fazit:

Ein unglaublich wichtiges Buch, das auf geniale Art und Weise menschliche Abgründe beleuchtet. Ich bin schon gespannt auf Teil 2!