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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

"Ein wenig Schmerz ist die Freiheit wert."

To Cage a Wild Bird
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Als absoluter Fan von Dystopien und vor allem der „Tribute von Panem“ habe ich mich sehr auf „To Cage A Wild Bird“ gefreut. Da das Buch mit seinen Parallelen zu den Hunger Games beworben wurde, waren meine ...

Als absoluter Fan von Dystopien und vor allem der „Tribute von Panem“ habe ich mich sehr auf „To Cage A Wild Bird“ gefreut. Da das Buch mit seinen Parallelen zu den Hunger Games beworben wurde, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Und ja, bereits der Aufbau erinnert stark an bekannte Dystopien. Im ersten Band werden vor allem die Charaktere eingeführt und ein erster Einblick in die Welt gegeben, während sich die Handlung zunächst auf ein begrenztes Gebiet beschränkt. Das eigentliche Worldbuilding kommt dann meist im Folgeband.
Die Handlung war auch unter anderem deswegen sehr vorhersehbar. Für mich gab es keine wirklichen Überraschungen, und es lässt sich bereits erahnen, wie es im kommenden Band weitergehen wird. Hoffentlich orientiert sich die Geschichte dann nicht zu sehr an „Maze Runner“.
Das Buch lässt sich angenehm lesen, das Tempo ist gut und sehr dynamisch – Langeweile kommt definitiv nicht auf. Die Autorin vermittelt die düstere und beklemmende Atmosphäre sehr gelungen. Die Handlung ist, wie zu erwarten, brutal, aber nicht übermäßig detailreich (danke dafür, gerade Verletzungen brauche ich nicht näher beschrieben). Die Charaktere sind toll ausgearbeitet, sehr unterschiedlich und vielschichtig. Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive von Raven, einer starken, aber auch nahbaren Protagonistin. Ich hätte mir zwischendurch andere Perspektiven gewünscht, aber vielleicht kommt das noch. Die Romance zwischen der Protagonistin und Vale hat mich hingegen weniger abgeholt – dabei kamen kaum Emotionen rüber, und sie wirkte insgesamt etwas konstruiert.
Alles in allem ist es ein gutes Buch, das ich gerne gelesen habe, und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

"Er sollte genauso ignorant sterben, wie er gelebt hatte."

To Love a God
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Der erste Teil „To Tempt A God“ war für mich definitiv ein Jahreshighlight, der zweite Band „To Love A God“ wirkt dagegen etwas schwächer. Der Schreibstil ist unverändert leicht und angenehm, die Story ...

Der erste Teil „To Tempt A God“ war für mich definitiv ein Jahreshighlight, der zweite Band „To Love A God“ wirkt dagegen etwas schwächer. Der Schreibstil ist unverändert leicht und angenehm, die Story liest sich wunderbar und fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.
Bei den Charakteren haben sich einige Veränderungen ergeben: Neue Figuren sind hinzugekommen, und bei bereits bekannten zeigen sich deutliche Entwicklungen. Cassius ist eine tolle Ergänzung, die ordentlich Schwung in die Handlung bringt und den Leser immer wieder spekulieren lässt. Aurora wirkt in diesem Band dagegen schwächer und unsicherer – ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird.
Insgesamt eine gelungene Fortsetzung, die definitiv Lust auf das Finale macht.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

"Nun, die Leute, die behaupten, dass man stets die Wahrheit sagen soll, reden Schwachsinn."

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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„Der Boss“ ist für mich das erste Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte. Wir begleiten Natalie dabei, herauszufinden, was mit ihrer besten Freundin Cara passiert ist. Die Story startet direkt ...

„Der Boss“ ist für mich das erste Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte. Wir begleiten Natalie dabei, herauszufinden, was mit ihrer besten Freundin Cara passiert ist. Die Story startet direkt spannend – bereits während des Prologs hatte ich meinen ersten WTF-Moment. Die Atmosphäre ist düster und spannungsgeladen, geprägt von vielen Geheimnissen und offenen Fragen.
Der Spannungsbogen ist zu Beginn und gegen Ende sehr hoch, in der Mitte zieht sich die Handlung phasenweise etwas. Das wird jedoch gut durch den angenehm leichten Schreibstil ausgeglichen. Ob man die Protagonistin sympathisch findet oder nicht, überlasse ich jedem selbst. Leider wirkten die Figuren insgesamt etwas zu farblos, hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.
Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und wurde im Verlauf der Handlung mehr als einmal überrascht – ein toller Thriller für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

"Verbrenn das Negativ(e)."

Verbrenn das Negativ
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„Verbrenn das Negativ“ ist mein erstes Buch von Josh Winning, das ich im Rahmen einer Vorableseaktion erhalten durfte. Die Story klang sehr interessant und erinnert während des Lesens immer wieder an reale ...

„Verbrenn das Negativ“ ist mein erstes Buch von Josh Winning, das ich im Rahmen einer Vorableseaktion erhalten durfte. Die Story klang sehr interessant und erinnert während des Lesens immer wieder an reale Begebenheiten rund um die Filme „Poltergeist“ und „Der Exorzist“, die vermutlich auch als Inspiration dienten. Entsprechend liest sich das Buch stellenweise wie ein Horrorfilm und ließe sich grundsätzlich gut verfilmen.
Allerdings müsste dabei noch am Gruselfaktor gearbeitet werden, denn die Geschichte wirkt phasenweise erstaunlich harmlos und ruhig. Zudem gibt es immer wieder Längen, in denen sich das Buch zieht und die Spannung deutlich abfällt. Dafür verläuft das Finale extrem rasant und ist sehr dicht gepackt. Die Auflösung und das Ende waren für mich in Ordnung und passen gut zu bekannten Horrorfilmkonventionen.
Der Schreibstil ist angenehm, sodass man auch durch ruhigere Passagen gut durch das Buch kommt. Die Protagonistin Laura war mir jedoch maximal unsympathisch – ich empfand sie als anstrengend und wenig nachvollziehbar. Die Nebencharaktere sind dagegen deutlich besser ausgearbeitet.
Den größten Minuspunkt erhält das Buch für die Umschlaggestaltung, bei der KI zum Einsatz kam, was ich persönlich nicht befürworte oder unterstützen möchte. Gerade bei der Größe des Verlages hätte ich hier mehr erwartet.
Insgesamt leider ein eher nüchterner Start ins Lesejahr 2026.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Es geht auf das Finale zu

Entkörpert – Entgeistert
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Band 4 der Entkörpert-Reihe von Christoph Großmann folgte recht schnell auf Band 3 und man merkt deutlich, dass die Bücher eine Einheit sind. "Entgeistert" ist mit seinen ca. 250 Seiten sehr kurz geworden ...

Band 4 der Entkörpert-Reihe von Christoph Großmann folgte recht schnell auf Band 3 und man merkt deutlich, dass die Bücher eine Einheit sind. "Entgeistert" ist mit seinen ca. 250 Seiten sehr kurz geworden und beinhaltet den Showdown, den ich bei "Entfesselt" so sehr vermisst habe. Beiden Teilen hätte es vermutlich gutgetan, in ein und demselben Buch zu landen.
Das Tempo ist in diesem Band deutlich schneller, er enthält viel Action und die Story schreitet deutlich voran. Die Welt wird noch größer und facettenreicher, die Figuren bekommen deutlichere Konturen und mehr Tiefe. Vor allem Darius hat sich zu einem interessanten Charakter entwickelt, der schwer einzuschätzen ist. Insgesamt merkt man, es geht Richtung Finale und ich bin sehr gespannt, was uns Leser dort erwartet. Bereits dieser Teil hielt für mich genug Schockmomente und Überraschungen bereit und endet mit einem ordentlichen Cliffhanger. Ich bin sehr auf den 5. Band gespannt und wie es mit den Charakteren weitergeht.

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