Verstummte Narben
Und wieder ein fulminanter Thriller von Catherine Shepherd. Eine Frau wird nur mit einem Nachthemd bekleidet tot auf dem Friedhof vor einem Grab gefunden. Unter ihr ein Foto einer anderen Frau mit aufgerissenen ...
Und wieder ein fulminanter Thriller von Catherine Shepherd. Eine Frau wird nur mit einem Nachthemd bekleidet tot auf dem Friedhof vor einem Grab gefunden. Unter ihr ein Foto einer anderen Frau mit aufgerissenen Augen und ein Hinweis darauf, dass auch sie bald sterben wird. Bei der Obduktion der Leiche wird auf ihrer Leiste eine dreistrichlige Wunde gefunden, genau die gleiche, die bei dem getöteten Bruder der Rechtsmedizinerin Julia Schwarz gefunden wurde. Es kann sich also nur um einen Nachahmer handeln, da der Mörder schon lange inhaftiert ist. Auch die zweite Frau konnte nicht gerettet werden und das Morden geht weiter. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Es kommen mehrere Verdächtige in Betracht und auch verschiedene Tötungsarten. Julia und ihre Familie werden auch bedroht und jedes gefundene Indiz erweist sich als unbrauchbar. Schon allein der Prolog ist sehr nervenaufreibend und die kurzen Kapitel übertreffen sich an Spannung. Bis zuletzt ist nicht bekannt, wer hier mordet. Julia spricht auch mit dem Mörder ihres Bruders, der ihr rätselhafte Hinweise hinterläßt. Ein Puzzlespiel, das die Ermittler in die Irre führt. Die Sprache der Autorin ist kurz und prägnant und die kriminalistischen Vorgehensweise und die Jagd auf den Mörder lassen uns oftmals den Atmen anhalten. Sie führt uns ganz intensiv auf verdächtige Personen hin und wenn man meint, nun endlich die Lösung gefunden zu haben, steht ein anderer Verdächtiger wieder auf dem Plan. Gekonnt und sehr unterhaltsam wird hier die Spannung auf den Höhepunkt getrieben. Trotz der vielen Thriller gehen der Autorin die Ideen nicht aus und das Vorgehen der Täter wird immer grausamer. Auch das Cover, gewohnt wie immer in roter Schrift, zeigt eine Frau und darum ist ein Rahmen aus lauter Glasscherben. oder soll es zersplitterendes Eis darstellen. Glasklar und eiskalt und man darf sich auf den nächsten Thriller freuen.