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Veröffentlicht am 01.10.2019

Spannende Verbindungen zwischen 2 Königinnen zweier Welten

Der Onyxpalast 1
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Der Roman beginnt mit der jungen Elisabeth, die allein und verängstigt im Tower sitzt und fürchtet, von Maria zum Tode verurteilt zu werden. Doch da erscheint eine schattenhafte Gestalt , eine Fee,die ...

Der Roman beginnt mit der jungen Elisabeth, die allein und verängstigt im Tower sitzt und fürchtet, von Maria zum Tode verurteilt zu werden. Doch da erscheint eine schattenhafte Gestalt , eine Fee,die sich selbst Invidiana nennt und Elisabeth einen Pakt anbietet, der beide zu Königinnen ihrer Welten erheben wird.
Nach diesem Prolog fährt die Geschichte ca30 Jahre später fort und berichtet abwechselnd aus den Höfen der beiden Königinnen.Gemeinsam mit den Hauptprotagonisten, der in Ungnade gefallenen Fae Lune am Hofe der grausamen Invidiana und dem ehrgeizigen Höfling Michael Deven am Hofe Elisabeths ergründet der Leser nun diesen geheimnisvollen verborgenen Pakt.
Erst nach und nach ergeben sich Bündnisse und Verbindungen zwischen den Bewohnern der verschiedenen Reiche, zu unterschiedlich sind die Lebensweisen.
Doch meisterhaft führt die Autorin die so unterschiedlichen Welten zusammen.
Immer wieder ergeben sich neue Wendungen, Gefahren tauchen auf, der Spannungsbogen bleibt stets hoch. Die komplexen historischen Hintergründe während er Herrschaft Elisabeths, die gekonnt eingebunden werden, machen den Roman nicht gerade zu einer leichten Zwischendurchlektüre, aber die aufgewendete Konzentration lohnt sich. Marie Brennen verwebt gekonnt Fantasie und Wirklichkeit, schafft Zusammenhänge zwischen realen historischen Ereignissen und Geschehnissen im Reich der Feenkönigin.
Die beiden Hauptfiguren Lune und Michael Deven waren mir sympathisch und auch mit einigen Nebenfiguren wie den Goodemeade- Schwestern konnte ich mich sehr anfreunden.
Mir hat der Roman gut gefallen, das Reich der Fae war sehr detailreich mit vielen originellen Einfällen gestaltet und die Handlung abwechslungsreich und oft überraschend.
Daher 5 Sterne und eine Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 16.09.2019

Von der Welt des Theaters in die italienische Provinz

Nichts bleibt so, wie es wird
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Herwig Burchard war einst ein berühmter, gefeierter Theaterregisseur, der sehr gut verdiente. Doch nun, mit 63, kann er froh sein, durch freundschaftliche Beziehungen eine Stelle an der Provinzbühne in ...

Herwig Burchard war einst ein berühmter, gefeierter Theaterregisseur, der sehr gut verdiente. Doch nun, mit 63, kann er froh sein, durch freundschaftliche Beziehungen eine Stelle an der Provinzbühne in Kobrück bekommen zu haben. Doch auch diese ist nicht sicher. Ein neidischer Journalist verreißt ständig seine Inszenierungen und auch interne Intrigen machen ihm zu schaffen. Als dann auch noch eine unglückliche Liebe zu einer jungen und zudem vergebenen Schauspielerin hinzu kommt, gibt er auf und ersteht kurzerhand ein von seinem italienischen Lieblingswirt vermitteltes Haus in der italienischen Provinz. Hier will er ein neues Leben beginnen.
Zu Beginn war mir Burchard nicht sonderlich sympathisch, doch nach und nach wuchs er mir dann doch ans Herz, besonders durch die Schilderungen seines Lebens in Italien. Dieser Romanabschnitt gefiel mir auch durchweg besser, da mich die vielen theaterbezogenen Passagen im ersten Teil nicht besonders ansprachen. Die Diskussionen über verschiedene Regiespielarten und Auffassungen konnten mich nicht sonderlich fesseln. Jedoch gefiel mir der weitere Verlauf sehr, die Schilderungen des dörflichen Lebens, die originellen Charaktere und auch einige spannende und romantische Verwicklungen nahmen mich nach und nach gefangen.
Dementsprechend kann ich guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen und dem Roman 4 Sterne verleihen..

Veröffentlicht am 15.09.2019

Liebe und Familie , 3 Generationen beim Roadtrip auf Sardinien

Von wegen Dolce Vita!
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Angie, ehemals 68er Hippie und noch immer recht unkonventionell, ist freie Journalistin, schon Anfang 70 und bekommt daher oft nur noch für sie unbefriedigende Reportagen.
Ihre Tochter Janis hat sie ...

Angie, ehemals 68er Hippie und noch immer recht unkonventionell, ist freie Journalistin, schon Anfang 70 und bekommt daher oft nur noch für sie unbefriedigende Reportagen.
Ihre Tochter Janis hat sie allein erzogen, über den Vater beharrlich geschwiegen.Doch seit einem Streit vor 15 Jahren brach der Kontakt ab, ihre Enkelin Leone sah sie das letzte Mal als Baby, Janis zog weg.Nun steht plötzlich bei einem Bankbesuch die wieder nach Berlin gezogene Janis vor ihr, was wieder in einer Auseinandersetzung endet, doch Angie beschließt, zunächst anonym ,den Kontakt zu Leonie zu suchen., die ihre Oma nicht kennt. Und so kommt es dazu, dass die gegen die Vorstadtidylle und den spießigen Lebensgefährten ihrer Mutter protestierende , Hasch rauchende gothic- tragende Leonie und Angie , mit Angies altersschwachen Porsche auf dem Weg nach Sardinien sind. Dort will Angie nach 50 Jahren ihre alten Hippiefreunde wiedertreffen und auch eine Reportage über dieses „50 Jahre Revival Treffen“ schreiben.
Janis reist kurzentschlossen mit dem widerstrebendem Sven und seinem nagelneuen Wohnmobil ihrer Tochter hinterher.
Auf Sardinien gibt es für Angie ein Wiedersehen mit der alten Hippie- Clique und einer alten Liebe und auch Leonie findet einen sympathischen Freund..
Nach und nach beginnt Sardinien, Leonie, Janis und schließlich auch Sven zu verändern.
Mir hat besonders gefallen, dass wieder einmal eine Protagonistin im Mittelpunkt steht, die schon jenseits der 50 , ja sogar jenseits der 70 ist, und der dennoch Lebensfreude, Tatkraft und sogar „Schmetterlinge im Bauch“ zugestanden werden, ohne dass dabei altersbedingte „Zipperlein“ beschönigt werden. Doch auch die nächsten beiden Generationen kommen nicht zu kurz, Janis und Leonie und ihren Entwicklungen wird ausreichend Raum gegeben.
Wunderschön sind auch die Landschaftsbeschreibungen, die sofort Lust auf einen Sardinienurlaub machen.
Der Schreibstil ist locker, angenehm zu lesen, voller witziger Situationen, Verwicklungen und einer gehörigen Prise Romantik, kurz ein absolutes Lesevergnügen.
Die Hauptpersonen sind sympathisch, jede Altersgruppe ist vertreten.
Von mir volle 5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Tessa Hennig.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Berührende Familiengeschichte

Ziemlich wunderbares Leben
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Abi hat gerade eine lebensbedrohende Krebserkrankung überstanden. Noch ist sie etwas ängstlich, traut ihrem Körper nicht ganz, doch sie ist voller Pläne für die Zukunft, möchte einen langgehegten Berufswunsch ...

Abi hat gerade eine lebensbedrohende Krebserkrankung überstanden. Noch ist sie etwas ängstlich, traut ihrem Körper nicht ganz, doch sie ist voller Pläne für die Zukunft, möchte einen langgehegten Berufswunsch verwirklichen und wieder ein vollwertiger Teil der Familie sein. Doch nach und nach muss sie feststellen, dass die Zeit ihrer Krankheit nicht nur bei ihr Spuren hinterlassen hat.
Auch ihr Mann scheint sich verändert zu haben und auch zu ihrem 17jährigen Sohn findet sie nicht mehr den selben Zugang wie früher. Seine persönlichen Probleme,die ihn tief verunsichern, teilt er nicht mehr mit ihr Doch Abi gibt nicht auf, sie kämpft um ihr Familienglück.
Wird sie den Kampf gewinnen?
Katie Marsh hat einen bewegenden, anrührenden Familienroman geschrieben. Trotz aller Konflikte fühlt man die Wärme und den Zusammenhalt, auch zu Abis Eltern. Man kämpft mit Abi um Zuneigung und Verständnis, um die Wiedereinbeziehung in Probleme nach der Schutzphase der Krankheit. Die Schwierigkeiten werden nicht beschönigt, doch auch nicht dramatisiert.
Mir hat dieser warmherzige Roman sehr gut gefallen und ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Die faszinierende Spiegelreisenden- Saga geht spannend weiter

Die Spiegelreisende
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Zu Beginn dieses Fortsetzungsbandes ernennt Faruk, der Familiengeist der Pol- Arche Ophelia zur Vize- Erzählerin, eine Aufgabe, die sie erfüllen muss als Preis für Faruks Schutz für Berenilde, die Tante ...

Zu Beginn dieses Fortsetzungsbandes ernennt Faruk, der Familiengeist der Pol- Arche Ophelia zur Vize- Erzählerin, eine Aufgabe, die sie erfüllen muss als Preis für Faruks Schutz für Berenilde, die Tante ihres Verlobten Thorn und sich selbst. Das Eintreffen von Ophelias Familie bringt frischen Wind in die weiterhin von Intrigen geprägten Geschehnisse im Mondscheinpalast. Bald jedoch bekommt Ophelia Drohbriefe und es verschwinden immer mehr Personen auf rätselhafte Weise. Was und vor allen Dingen wer steckt dahinter? Und was hat es mit Faruks geheimnisvollen Buch auf sich, dass Thorn mit Hilfe der bei der Eheschließung mit Ophelia auf ihn übergehenden Fähigkeiten als „Leser“ von Gegenständen entschlüsseln möchte? Ist Thorn nur an Ophelias Fähigkeiten interessiert oder mag er sie wirklich?
Die immer wieder ins Buch eingestreuten“Fragmente“ geben Hinweise auf das Buch und den geheimnisvollen „Gott“ und somit die Entstehungsgeschichte der Archen.
Der Spannungsbogen bleibt jedenfalls konstant hoch, durch stets neue Erkenntnisse und überraschende Wendungen.
Gefallen hat mir besonders die Entwicklung, die die beiden Hauptpersonen Ophelia und Thorn durchmachen, das wachsende Selbstbewusstsein Ophelias und die langsam erwachende Fähigkeit Thorns, Gefühle zuzulassen.
Auch der neu hinzugekommene reale Schauplatz außerhalb des von Illusionen beherrschten Mondscheinpalastes hat mir sehr gefallen.
Als sehr hilfreich habe ich die kurze Zusammenfassung von Teil 1 und die Zeichnungen am Anfang des Buches empfunden, die die Aufteilung des Mondscheinpalastes und die Beziehungen der Familien des Pols verdeutlichen.
Wie schon Teil 1 konnte mich auch dieser 2. Band der Spiegelreisenden Saga restlos begeistern und ich warte schon begierig auf Teil 3.
Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung und volle 5 Sterne, allerdings sollte man vorher Teil 1 gelesen haben.