Entsprach nicht den Erwartungen
Bachelorette PartySelten greife ich zu Krimi oder Thrillern, doch die "Bachelorette Party“ konnte mich mit einem spannenden Klappentext und der Location auf einer schwedischen Schäreninsel locken.
Das Buch startet mit ...
Selten greife ich zu Krimi oder Thrillern, doch die "Bachelorette Party“ konnte mich mit einem spannenden Klappentext und der Location auf einer schwedischen Schäreninsel locken.
Das Buch startet mit dem Mordfall zehn Jahre zuvor. Durch das ganze Buch hindurch wechselt stetig die Perspektive von heute auf damals, was prinzipiell ein interessantes Konzept ist.
Allerdings kommen beide Erzählebenen einher mit weiblichen Freundschaftsgruppen, also jeder Menge ähnlicher Namen, die ich ständig wieder vergaß, oder zeitlich falsch einordnete.
In der Neuzeit ist die Protagonistin Tessa, die auf einen Junggesellinnenabschied auf der Insel eingeladen wird, auf der damals eine Gruppe von Frauen spurlos verschwand. In ihrer Freizeit führt Tessa einen True Crime Podcast und dieser Fall hat ihre Aufmerksamkeit erregt und sie hofft, Hinweise darauf zu finden, was dort damals passierte.
Bei dem Junggesellinnenabschied soll es um Entspannung gehen. Yoga, Atemtechniken, gemütliches Zusammensitzen. Doch für mich kam kein so recht passendes Gefühl auf. Ständig war Tessa in Gedanken bei dem Mordfall, die Beziehungen zwischen den Freundinnen wurde nicht direkt gestärkt und Yoga und co. boykottierte sie lieber. Sehr schade, da das Gefühl des Titels so für mich verloren ging.
Relativ früh benannte die Autorin schon eine Verdachtsperson, die tatsächlich auch involviert war, was den Spannungsbogen komplett zerstörte, da ich durchgängig dachte, dass doch wesentlich mehr dahinterstecken muss. Zwar gibt es weitere Erklärungen und Verstrickungen, doch für mich hat dies einfach nicht gereicht und war zu offensichtlich.
Überraschend war zudem die gegen Ende teils sehr explizit beschriebenen Szenen, die eher für Horror statt Spannung sorgten. Nichts für schwache Nerven.
Das Ende konnte gut aufarbeiten, welche psychischen Folgen ein Mordfall für Beteiligte bedeutet und riss auch die umstrittene Bedeutung von True Crime-Podcasts erneut an.
Insgesamt bot das Buch spannende Szenarien und gute Beschreibungen, traf für mich jedoch nicht den Kern der Inhaltsangabe und des Titels. Zudem leider vorhersehbar.