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Veröffentlicht am 16.06.2024

Schwierig zu lesen

Der Rabengott
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"Der Rabengott" von Ann Leckie hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen.
Hier in diesem Königreich gibt es eine ganz bestimmte Form der Regierung. Ein Statthalter und ein Rabe gehören zusammen und ...

"Der Rabengott" von Ann Leckie hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen.
Hier in diesem Königreich gibt es eine ganz bestimmte Form der Regierung. Ein Statthalter und ein Rabe gehören zusammen und wenn einer stirbt, ist auch der andere weg. Dabei geht es aber um den Menschen, der Rabe ist ein Gott.
Seltsam nur, wenn man die Arbeit als Statthalter von seinem Vater übernehmen will und dort sitzt schon jemand auf dem Thron und der Vater ist verschwunden. So beginnt die Geschichte, eigentlich sehr spannend und vielversprechend.
Ich wollte die Geschichte auch wirklich sehr mögen, gerade weil es mal etwas anderes in der Fantasy ist und auch ein Einzelband.
Ich kam mit dem Schreibstil überhaupt nicht klar und dann auch mit der Erzählung an sich nicht. Mich stört es nicht, wenn es Längen gibt, ich mag ausführliche Beschreibungen und lange Bücher. Hier fehlte mir aber der rote Faden, die Geschichte ging für mich nicht voran, sie war nicht spannend und teilweise musste ich mich zum weiterlesen zwingen.
Zum Ende kann ich nichts sagen, weil ich davor dann doch noch abgebrochen habe und das passiert mir sehr selten, aber irgendwann war mir egal, was hier jetzt geschehen wird.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Interessant erzählt

Was die Alten schon gecheckt haben und ich jetzt auch
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"Was die Alten schon gecheckt haben und ich jetzt auch" von Marcel Mayr ist ein sehr persönliches Buch, dass mich stark beeindruckt hat. Ich kenne mich da ein wenig aus, aber es hat sich in der Pflege ...

"Was die Alten schon gecheckt haben und ich jetzt auch" von Marcel Mayr ist ein sehr persönliches Buch, dass mich stark beeindruckt hat. Ich kenne mich da ein wenig aus, aber es hat sich in der Pflege viel geändert, aber die Menschen sind ja die gleichen geblieben. Und hier geht es um si, die Menschen, die schon etwas älter sind und Hilfe brauchen.
Der Autor erzählt aus seinem Alltag, Geschichten, die nachdenklich machen und oftmals auch zum lächeln bringen. Die Schreibweise lässt sich leicht und schnell lesen, die Geschichten sind kurz und übersichtlich.
Mir gefällt hier seine Art, er ist noch sehr jung, hat aber den Respekt mit den Menschen hier stark verinnerlicht und bringt das gut rüber.
Es sind nicht alles einfache Geschichten, manches nimmt einen mit, macht traurig, frustriert, wütend, aber vieles ist auch positiv und bringt einen zum Lächeln.
Auf jeden Fall kann man hier geballte Lebensweisheiten mitnehmen, damit man später von diesen Erinnerungen zehren kann.
Auch der ehrliche Blick in unsere Pflegeheime hat mir hier gut gefallen.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

Etwas anders als gedacht

25 letzte Sommer
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"25 letzte Sommer" von Stephan Schäfer ist ein kurzes Buch und schnell gelesen. Der Inhalt spukt mir allerdings noch länger danach im Kopf herum.
Der Erzähler fährt ins Wochenende, wie jede Woche, doch ...

"25 letzte Sommer" von Stephan Schäfer ist ein kurzes Buch und schnell gelesen. Der Inhalt spukt mir allerdings noch länger danach im Kopf herum.
Der Erzähler fährt ins Wochenende, wie jede Woche, doch diesmal nicht mit Familie, sondern alleine. Und das ist erst die erste der Unterscheidungen.
Er geht laufen und als er am See vorbei kommt, lernt er einen anderen Mann kennen, Karl. Karl ermuntert ihn schwimmen zu gehen. Karl lädt ihn zum Kaffee ein. Und mit Karl findet er innerhalb weniger Stunden einen besten Freund, mit dem er über alles reden kann. Denn er kann zuhören, stellt aber auch die richtigen Fragen.
Karl hetzt nicht mehr durch sein Leben, will nicht immer mehr und schneller und weiter, er baut Kartoffeln an und ist glücklich in seinem Leben.
Beim lesen merkt man hier sehr schnell, wohin die Geschichte führen wird und trotzdem habe ich sie sehr gerne gelesen, sie war erfrischend leicht.
Es gibt weise Ratschläge zum Leben, zum einzelnen Moment, die man sicher schon kennt, die hier aber teils gut eingestreut sind.
Trotzdem war es mir ein wenig zu viel erhobener Zeigefinger, zu viel heile Welt und Kitsch. Ich mochte das Buch, man kann es wirklich gut lesen, aber es ist kein neuer Ansatz vorhanden.
Das Ende vom Buch hat mir dann allerdings wieder gut gefallen und alles etwas normalisiert.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

Sehr gute Fortsetzung

COLD CASE - Das letzte Bild
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"Cold Case - Das letzte Bild" von Tina Frennstedt ist der vierte Band einer Reihe rund um die Ermittlerin Tess Hjalmarsson. Ich habe sie alle in der Reihenfolge gelesen, man kann dem Fall aber auch so ...

"Cold Case - Das letzte Bild" von Tina Frennstedt ist der vierte Band einer Reihe rund um die Ermittlerin Tess Hjalmarsson. Ich habe sie alle in der Reihenfolge gelesen, man kann dem Fall aber auch so folgen, der Hauptfall ist in sich abgeschlossen.
Was man allerdings verpasst sind die Geschichten um das Privatleben und auch die beruflichen Erlebnisse von Tess, die jeweils weiter ausgebaut werden. Hier ist Tess sogar vorübergehend beurlaubt und ermittelt dafür gemeinsam mit einigen dänischen Kollegen. Auch hier sind wieder einige sehr interessante Charaktere dabei.
Das Buch beginnt schon total spannend und geheimnisvoll, mit einem Rückblick durch die Augen eines der Opfer.
Hier gibt es zu einem Vermisstenfall eine Spur, ein Foto, im Netz hochgeladen. Sehr schnell gibt es ein weiteres Bild einer anderen jungen Frau, ein Cold Case und die Fotos haben Gemeinsamkeiten. Hier können jetzt neue Ermittlungen ansetzen und auch Tess hat Hoffnung einen ihrer alten Fälle aufzuklären.
Zeitgleich begleiten wir hier auch eine bekannte Schauspielerin, die sich verfolgt fühlt, Nachrichten erhält, nicht nur in Briefform. Wie diese Geschehnisse zusammenpassen gab mir hier sehr lange Rätsel auf.
Das Buch ist souverän und sicher geschrieben, die vielen Handlungsstränge haben ihre Berechtigung und laufen an den Stellen zusammen, wo man schon nicht mehr damit rechnet. Die Spannung war von Beginn an vorhanden und konnte aufrecht erhalten werden. Auch der Täter war mir hier sehr lange unbekannt, da gab es einige überraschende Wendungen. Das Ende war sehr schlüssig und gut erklärt, mir war es in diesem Buch allerdings alles etwas zu verwickelt und verzweigt.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

Lebt von den tollen Illustrationen

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Der Klassiker "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen wurde hier von Claudia Kühn und Tara Spruit neu und modern umgesetzt. Ich mag Graphic Novels sehr gerne und musste diese natürlich auch sofort lesen. ...

Der Klassiker "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen wurde hier von Claudia Kühn und Tara Spruit neu und modern umgesetzt. Ich mag Graphic Novels sehr gerne und musste diese natürlich auch sofort lesen. Das Original habe ich vor vielen Jahren gelesen, nicht mehr frisch im Gedächtnis, war an mancher Stelle aber froh, es zu kennen.
Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist die altbekannte, die Familie Bennet hat fünf Töchter, die sie gut verheiraten möchte. Mister Darcy ist da ein sehr begehrter Kandidat und gerade auf Elizabeth ist sein Blick gefallen. Beide sind aber sehr stolze Charaktere, die es sich nicht so einfach machen einander zu finden, wie es bei einigen der Schwestern ist.
Natürlich wurde der Klassiker hier sehr stark gekürzt und vereinfacht, vieles an seinem Humor und der Dramatik ist nicht mehr vorhanden. Gerade der Sprachwitz und die moralischen Zusammenhänge, die Figurenzeichnungen von Jane Austen gehen hier natürlich komplett verloren.
Dafür können die schönen, durchweg farbigen Bilder auf ganzer Linie begeistern und vieles wieder gutmachen. Die Illustrationen sind sehr gelungen und durchaus ausdrucksstark, sie passen perfekt zu den Textstellen.
Ich weiß auch nicht, ob es hier besser wäre, das Original nicht zu kennen und vergleichen zu können.

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