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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2025

Hält Traditionen lebendig

Magisches Räuchern und gestohlene Maibäume
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Ich bin reingschmeckt, habe aber bald eine Faszination für die hiesigen Rituale entwickelt. Und egal wie man dazu stehen mag- sie sind Brauchtum und es wäre schade, wenn sie verloren gingen.

Dieses Buch ...

Ich bin reingschmeckt, habe aber bald eine Faszination für die hiesigen Rituale entwickelt. Und egal wie man dazu stehen mag- sie sind Brauchtum und es wäre schade, wenn sie verloren gingen.

Dieses Buch habe ich daher mit großem Interesse gelesen. Der Autor schreibt sehr zugewandt und in einem Fließtext über die jeweiligen Rituale. Oft sind diese eng mit dem Kirchenjahr verbunden und hier wirkt es fast so als würde man jemandem gegenüber sitzen, der von früher und/ oder den noch heute lebendigen Traditionen erzählt. Berücksichtigt wurden dabei die verschiedensten Regionen des Alpenlandes. Trotzdem stieß ich auf viele mir bereits bekannte Bräuche, von anderen hatte ich dagegen noch nie gehört. Ich fand das ungeheuer spannend. Leider aber macht diese Art von Erzählungen, selbst wenn sie in einzelne Feiertage unterteilt ist, es auch schwer gezielt Informationen herauszugreifen. Oft fehlen sogar bei festen Tagen das jeweilige Datum und auch die kalendarische Reihenfolge wurde nicht konstant eingehalten (Martini). Begeistert hat mich dieses Buch trotzdem. Es war interessant und kurzweilig, den einzelnen Ritualen wurde aber unterschiedlich viel Aufmerksamkeit geschenkt, wobei manche dann nur noch angerissen wurden.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Kein würdiges Ende

Magisterium - Das 5. Jahr
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Ich bin enttäuscht. Ja, ehrlich! Nach mehreren hervorragenden Bänden, endet diese Serie nun leider sehr geradlinig und vorhersehbar- selbst für ein Kinderbuch. Zwar konnten die Autorinnen die düstere Grundstimmung ...

Ich bin enttäuscht. Ja, ehrlich! Nach mehreren hervorragenden Bänden, endet diese Serie nun leider sehr geradlinig und vorhersehbar- selbst für ein Kinderbuch. Zwar konnten die Autorinnen die düstere Grundstimmung aufrecht erhalten, doch spürt man nun auch deutlich, wie deren Zusammenarbeit an Qualität zu verlieren beginnt. Ungereimtheiten, lose Enden und ein zu simples Storytelling sind Zeuge hierfür. Alles wirkt etwas gehetzt und oberflächlich, manches sogar moralisch fragwürdig. Selbst die Ausarbeitung der Charaktere litt und man merkt wie Clare und Black auch selbst der Handlung überdrüssig wurden. Mir tat das weh und ich hätte mir von Herzen ein stärkeres Ende gewünscht.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Auch moralisch interessant

Magisterium - Das 4. Jahr
2

Mit Band vier der Magisterium-Reihe kehrt eine spürbare Veränderung ein. Die Handlung führt uns nun auf die andere, die dunkle Seite in den Dunstkreis von Master Joseph. Und hier wirkt die Handlung trotz ...

Mit Band vier der Magisterium-Reihe kehrt eine spürbare Veränderung ein. Die Handlung führt uns nun auf die andere, die dunkle Seite in den Dunstkreis von Master Joseph. Und hier wirkt die Handlung trotz vieler Vorkommnisse erstaunlich nachdenklich.
Call ist sich seines Platzes nun deutlich sicherer und zählt sich zu den Guten. Nun quälen ihn stattdessen moralische Fragen, die denen Konstantin Maddens aber erstaunlich ähneln. Welches ist also der richtige Weg und wie weit ist es vertretbar diesen zu gehen? Tamara und Call sind sich darüber nicht immer einig.
Gerade jenes moralischen Ränkespiel hat mir aber richtig gut gefallen. Die Tiefe, die sich daraus ergibt und die Gedanken, die den Leser dadurch begleiten, sind für ein Buch dieser Altersgruppe wirklich selten. Es wurde aber sehr gut umgesetzt und wirkt glaubhaft. Weniger überzeugend fand ich dagegen die Liebelei zwischen Call und Tamara. Sie wurde zwar Alters gerecht beschrieben, wollte aber einfach nicht recht mit der Handlung harmonieren.

Die Spannung hielt sich weitestgehend konstant und nahm zum Ende nochmals zu. Und auch die Charaktere wirken im Vergleich zu den vorangegangenen Bänden bereits deutlich gereifter. Atmosphärisch blieb die schon bekannte, düstere Stimmung bestehen und ein indirekt angekündigtes Ereignis lässt den Leser Stellung beziehen und mitfiebern welche Entscheidung Call für sich treffen wird.
Ein starkes Zwischenband, das bereits die Neugier auf das Finale zu wecken weiß und dieses in Ansätzen schon einläutet.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ein Lesehighlight

Und mir bleibt der hässliche Hund
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Achtung, dieser Roman hat es in sich! Er ist gefühlsstark und befasst sich sehr tiefsinnig mit Traumata. Der Leser ist hier emotional eng mit den Charakteren des Buchs verbunden und wird sich dadurch auch ...

Achtung, dieser Roman hat es in sich! Er ist gefühlsstark und befasst sich sehr tiefsinnig mit Traumata. Der Leser ist hier emotional eng mit den Charakteren des Buchs verbunden und wird sich dadurch auch selbst unweigerlich mit deren Themen auseinandersetzen. Mir erging es so und auch meinem Kind.

Felix verliert durch einen Autounfall seine gesamte Familie. Zurück bleiben nur er und der hässliche Hund seiner Schwester, den er nicht einmal leiden kann. Doch die beiden geben sich Halt und überstehen so die erste traumatische Zeit, erfahren Hilfe durch Therapeuten und begegnen im Wartezimmer der Praxis einem weiteren Jungen, Mo, der hinter seinem schwarzen Humor und seiner aufgeschlossenen Art auch jede Menge Verletzlichkeit verbirgt. Gemeinsam verbringen sie ihre Ferien damit sich ihren Ängsten zu stellen und den Weg zurück in die Normalität zu finden.

Das Buch ist offiziell für Jugendliche ab 13 Jahren ausgezeichnet. Inhaltlich ist es zwar aufwühlend, doch durchaus bereits für dieses Alter geeignet. Auch, weil sich dieser Roman trotz seiner bewegenden Thematik eine erstaunliche Leichtigkeit bewahren kann, er die Schicksale realistisch beschreibt, aber auch sehr auf die Empfindungen und Gedanken der Jungs eingeht in denen der Wunsch nach Heilung deutlich spürbar ist.
Der Schreibstil ist ungemein eingehend und die Charakterdarstellung sehr glaubhaft und intim. Besonders Felix und Mo wuchsen mir dadurch rasch ans Herz und selbst Bolt hat mich nicht selten zu Tränen gerührt. Dieser kleine Hund nimmt eine Stellung in der Geschichte ein, der ihr nur umso mehr Tiefe verleiht. Auch generell wirkt die Handlung äußerst durchdacht und emphatisch. Den Weg den die Jungs zurücklegen, wie sie agieren, wie sie denken und fühlen wurde bewundernswert gut dargestellt. Ihnen zur Seite gestellt wurde Marie, ein lebensfrohes Mädchen, dass wie ein Schutzengel über sie zu wachen scheint und auch ein Stück weit Normalität zurück bringt- besonders für Felix.

Mir fehlen etwas die Worte um dieses Buch wirklich angemessen zu beschreiben. Es hat mich ungeheuer bewegt, ich wollte aber auch steht’s sofort weiter lesen und erfahren was kommt; wollte Mo und Felix begleiten, habe mit ihnen miterleben und mitgefühlt. Doch ihre Geschichte geht nicht nur nahe, sie öffnet auch die Augen und sensibilisiert für die Schicksale und Empfindungen anderer.
Ich kann daher ‚und mir bleibt der hässliche Hund‘ nur jedem ans Herz legen- ob nun jung oder alt, kalt wird dieser Roman sicher keinen lassen.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ein anderes Buch

Weihnachtsstern, Tannenbaum und Kerzenduft
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Hinter dem Umschlag dieses Buches versteckt sich überraschenderweise ein ganz anderes: ‚weihnachtliche Blumenpoesie‘. Doch warum dieses Buch nun plötzlich in anderer Umverpackung erscheint und unter anderem ...

Hinter dem Umschlag dieses Buches versteckt sich überraschenderweise ein ganz anderes: ‚weihnachtliche Blumenpoesie‘. Doch warum dieses Buch nun plötzlich in anderer Umverpackung erscheint und unter anderem Namen verkauft wird, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Ein Ladenhüter kann es fast nicht sein, denn dieses Buch ist unglaublich schön! Die Seiten sind pastellfarben hinterlegt und immer wieder zieren kleine weihnachtliche Illustrationen sie. Doch anders als in andern Adventskalendern beginnt diese Buch bereits Ende November und zieht sich bis hinein ins neue Jahr. Die Seiten bauen jedoch nicht aufeinander auf. Jeder Tag steht für sich und ist einem eigenen Thema gewidmet. Dabei stößt man abwechselnd auf besinnliche Texte, Rituale, Rezeptideen, Pflanzenportraits oder Dekoideen. Und diese Mischung ist magisch! Ich liebe die darin enthaltene Abwechslung, die Atmosphäre, die das Buch verströmt und vor allem den auf Trockenblumen basierenden Stil der Dekoelemente! Statt Kitsch ist hier Ästhetik Programm- und das obwohl die Ideen erstaunlich einfach umzusetzen sind. Viele davon eignen sich sogar als schöne, kleine Geschenkidee für Weihnachten und sind wahre Blickfänger.
Kurzum: ich bin hin und weg und sehr begeistert! Die diesjährige Adventszeit wird hiermit definitiv zu etwas ganz Besonderem!

P.S. Die Autorin betreibt auch einen kleinen Shop über den man auch Trockenblumen bestellen kann. Dieser wird aber im Buch nur sehr dezent beworben. Doch natürlich können die Ideen auch mit eigenem Material problemlos umgesetzt werden.

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