Cover-Bild Mathilde und Marie
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 15.01.2026
  • ISBN: 9783423285124
Torsten Woywod

Mathilde und Marie

Roman | Eine Liebeserklärung an den Zauber des Lesens und eine Rückbesinnung auf das, was wir im Leben wirklich brauchen

Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach nur guttut

»Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.«

In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.

Eine Begegnung, die alles verändern wird

Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.

Eine Gemeinschaft, liebenswert und verschroben

Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler.  Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft.

Wenn eine Freundschaft zur Rettung wird

Als der Frühling vollends Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuer Blüte erweckt, sondern es werden Veränderungen in Gang gesetzt, denen sich selbst die mürrische Mathilde nicht entziehen kann …

Ein wohltuender, mutmachender Roman über die heilende Kraft der Gemeinschaft und das, was im Leben wirklich zählt.


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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2026

Richtiger Wohlfühlroman

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"Mathilde und Marie" ist einer dieser Romane, in denen man am liebsten wohnen würde. Man merkt, dass dieses Debüt von einem echten Büchermenschen geschrieben wurde.
Warmherzig und entschleunigend erzählt ...

"Mathilde und Marie" ist einer dieser Romane, in denen man am liebsten wohnen würde. Man merkt, dass dieses Debüt von einem echten Büchermenschen geschrieben wurde.
Warmherzig und entschleunigend erzählt die Geschichte von der Selbstfindungsphase einer jungen Frau (Marie), die auch das Leben anderer Menschen (darunter Mathilde) maßgeblich beeinflusst.
Außerdem lernen wir das wunderschöne Bücherdorf Redu kennen, das man in Belgien übrigens wirklich besuchen kann! (Also passt der Einstiegssatz mit dem im Roman wohnen wollen, sogar irgendwie buchstäblich. Man könnte es tatsächlich!)
Für mich nicht nur das erste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe, sondern auch ein Must Read für 2026. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen, der sonst z.B. gerne Ewald Arenz, Marianna Leky oder auch Rónán Hession liest und zwar sowohl inhaltlich als auch sprachlich.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Reise nach Redu und komm zur Ruhe

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Torsten Woywod hat mit „Mathilde und Marie“ ein Buch geschrieben, das mich sehr berührt hat.

Er hat die Atmosphäre unglaublich schön beschrieben. Ich war vorher noch nie in Redu, aber beim Lesen hatte ...

Torsten Woywod hat mit „Mathilde und Marie“ ein Buch geschrieben, das mich sehr berührt hat.

Er hat die Atmosphäre unglaublich schön beschrieben. Ich war vorher noch nie in Redu, aber beim Lesen hatte ich das Gefühl, ich stehe selbst in diesem kleinen Bücherdorf und spüre die Ruhe dort. Redu ist so wunderschön beschrieben, dass ich sofort Fernweh bekommen habe. Es ist alles so lebendig, als wäre man mitten im Geschehen.

Die Hauptfiguren, Marie, Mathilde und Jònina, sind mir richtig ans Herz gewachsen. Wie schön, wie sich die Protagonistinnen entwickelt haben. Vor allem, dass Marie so sehr die neue Stille hier in Redu liebt und dass Mathilde sich nach und nach öffnen konnte, um dann zu einer sensiblen und richtig guten Freundin wurde.

Torsten Woywod beschreibt ihre Gefühle und Gedanken, dass man sich mit ihnen freut.

Besonders beeindruckt hat mich, wie gut der Autor die Natur beschreibt. Man merkt beim Lesen, wie viel Liebe er in seine Geschichte gesteckt hat.

Es ist kein Buch, durch das man durchhetzt, sondern eines, das man genießt. Wer Geschichten über die Liebe zu Büchern und tiefe Freundschaft mag, wird dieses Buch genauso lieben wie ich.

Wer allerdings lieber ein Buch mit Spannung und Action sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich. Es ist eine ruhige Beschreibung und Erzählung, die mich bewegt hat, mein Handy endlich auch einmal abzuschalten, in die Natur zu gehen und diese zu genießen.

Ein riesiges Dankeschön für diese schönen Lesestunden. Für mich ein absolutes Jahreshighlight! Und demnächst werde auch ich einmal nach Redu reisen...

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Entschleunigung

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Die junge Marie hat Paris fluchtartig verlassen. Sie sucht neuen Halt in ihrem Leben, nachdem sie erst vaterlos, dann zu früh den Tod ihrer Mutter verkraften musste und nun auch mit dem Tod ihrer Tante, ...

Die junge Marie hat Paris fluchtartig verlassen. Sie sucht neuen Halt in ihrem Leben, nachdem sie erst vaterlos, dann zu früh den Tod ihrer Mutter verkraften musste und nun auch mit dem Tod ihrer Tante, die in den letzten Jahren für sie da war, zurecht kommen musste. Im Zug trifft sie auf die ältere Isländerin Jonina, die von Brüssel zurück nach Redu fährt, wo sie eine Buchhandlung betreibt. Redu ist ein ganz besonderer Ort in den belgischen Ardennen, der wirklich existiert. Auf 390 Einwohner kommen 20 Buchhandlungen. Jónína überzeugt Marie, mit ihr mitzukommen, die Ruhe würde ihr guttun. Marie lernt ohne ihr Smartphone zu leben, im Ort wird das Internet nur für eine Stunde freigeschaltet und es gibt nur einen einzigen Fernseher für alle. Sie lernt, ihre Zeit anders zu nutzen, mit langen Spaziergängen mit der Labradorhündin Anneliese, mit Gesprächen und als Aushilfe in der Buchhandlung. Nach und nach entdeckt sie die Natur um sie herum und will mehr darüber erfahren. Und sie trifft auf Mathilde, die nach langer und glücklicher Ehe den Tod ihres Mannes nicht verkraftet, besonders, da dieser eine kryptische und Besorgnis erregende Nachricht hinterließ.
Der Roman ist so ruhig wie das Dorf, es ereignet sich nicht viel. Das Leben im Laufe eines halben Jahres mit den wechselnden Jahreszeiten, die Gemeinschaft der Dorfbewohner in ihrem entschleunigten Leben, die sich Zeit nehmen für die Sorgen ihrer Mitmenschen, wird sehr einfühlsam beschrieben und lässt einen selbst nachdenklich zurück.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Neuanfang mit Gefühl

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Wie der Zufall es will, landet Marie an einem Wendepunkt ihres Lebens im kleinen Dorf Redu - dort, wo die Uhren langsamer gehen, die Menschen noch Zeit für einander haben und das Internet noch nicht den ...

Wie der Zufall es will, landet Marie an einem Wendepunkt ihres Lebens im kleinen Dorf Redu - dort, wo die Uhren langsamer gehen, die Menschen noch Zeit für einander haben und das Internet noch nicht den Alltag beherrscht. Schnell gewinnt sie die Sympathien der Dorfbewohner für sich und als sich auch die reservierte Mathilde ihre Vorbehalte ad acta legt und sich öffnet, fühlt sich Marie zunehmend als ein Teil der Gemeinschaft. Als sie schließlich gebeten wird, einen Buchladen in Redu zu übernehmen, tut sie das nur allzu gerne.

Torsten Woywod ist mit "Mathilde und Marie" ein wunderschönes, atmosphärisches Buch gelungen. Die Charaktere sind unglaublich sympathisch und da das Buch jedem von ihnen genug Raum lässt, hat man während des Lesens das Gefühl, sie Seite für Seite besser kennenzulernen. Redu ist verschlafen, man spürt die Ruhe, die der Ort ausstrahlt und man fühlt sich auch irgendwie "angekommen".

"Mathilde und Marie" ist kein Buch der großen Handlungen, es ist eher ein Buch der Gefühle, der Stimmungen, des Miteinanders. Es ist ein Buch, das durch eine wunderschöne Sprache überzeugt und das die Ruhe spüren lässt, die in dem kleinen Dorf herrscht. Manchmal braucht es nicht viel um glücklich zu sein. Die Menschen um einen und die Situationen, die man teilt sind oft so viel mehr als die großen Abenteuer. Und genau das strahlt das Buch aus.

Für mich war "Mathilde und Marie" ein ganz großes Lesevergnügen, ein Buch des Genusses und der schönen Worte, das ich sehr gerne allen empfehle, die gerne zwischen den Zeilen lesen und für die weniger manchmal mehr ist.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Eine leise Geschichte

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„...Es ist so: Im Großen und Ganzen ähnelt unser aller Leben einem Puzzle mit unbekannten Motiv, wobei die Anzahl der Teile von Mensch zu Mensch variiert…“

Die Studentin Marie hat Paris verlassen. Sie ...

„...Es ist so: Im Großen und Ganzen ähnelt unser aller Leben einem Puzzle mit unbekannten Motiv, wobei die Anzahl der Teile von Mensch zu Mensch variiert…“

Die Studentin Marie hat Paris verlassen. Sie braucht eine Auszeit und Ruhe. Im Zug trifft sie die Isländerin Jónina. Obige Worte stammen von ihr.
Der Autor hat einen berührenden Gegenwartsroman geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Im Mittelpunkt stehen das Leben in und mit der Natur und die Macht der Bücher.
Marie hat noch kein Ziel. Jónina ahnt, was der jungen Frau gut tut. Sie bietet ihr an, sie in ihr Dorf zu begleiten.

„...Manchmal lohnt es sich, einem Impuls zu folgen. Du musst nur tief in dich hineinhorchen, liebe Marie….“

Der kleine belgische Ort, in dem die 60jährige Jólina lebt, ist ein Bücherdorf. Es gibt mehr als eine handvoll Bücherläden. Einer gehört Jólina. Dafür gibt es aber keinen Supermarkt. Auch das Internet steht nur an einer Stelle für eine Stunde zu Verfügung.

„...Hier im Dorf wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden. Bei uns im Dorf geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen…“

Marie ringt kurz mit sich, dann bleibt sie. Während ihr alle freundlich begegnen, fällt ihr eine Frau auf, die jeden Kontakt vermeidet. Es ist Mathilde.
Mathilde schreibt Tagebuch. Darin wird deutlich, wie sich ihre Einstellung zu Marie ändert. Anfangs wollte sie, dass diese so schnell wie möglich wieder verschwindet. Dann aber erkennt sie, dass die junge Frau dem Ort gut tut. Beide kommen sich näher. Es ist ihre Vergangenheit, die sie verbindet.
Sehr anschaulich wird die Umgebung beschrieben.

„...Der Morgentau lag schwer auf den Gräsern und Farnen der Weide und hielt alles Grün ab einer gewissen Länge in der Horizontalen. Gleichzeitig brachen die winzigen durchsichtigen Kügelchen das frühe Licht des Tages….“

Nach und nach erfahre ich die Schicksale der wichtigsten Protagonisten. Dadurch wird deutlich, warum sie so sind, wie sie sind. Außerdem erlebe ich, wie sich das Dorf ändert. Es wird lebendiger, ohne seine Besonderheiten aufzugeben.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es stellt das Zwischenmenschliche in den Mittelpunkt und erzählt eine leise Geschichte.

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