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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Gelungene Fortsetzung

Entführung im Himmelreich
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Wo andere zweite Teile gerne schwächeln (geht es nur mir so, dass ich den zweiten Band oft als den schlechtesten einer Reihe ansehe?), bekommt man hier genau die Fortsetzung, auf die man gehofft hat.
Wie ...

Wo andere zweite Teile gerne schwächeln (geht es nur mir so, dass ich den zweiten Band oft als den schlechtesten einer Reihe ansehe?), bekommt man hier genau die Fortsetzung, auf die man gehofft hat.
Wie schon beim ersten Teil rund ums Himmelreich bekommt man einen spannenden Kriminalfall mit Campingsetting und schrulligen Figuren, die einen schönen Witz in die Geschichte bringen. Viele davon kennt man und freut sich - mehr oder weniger - über das Wiedersehen, andere lernt man neu kennen. Und vor allem die neuen Charaktere fand ich in puncto Skurrilität wirklich überzeugend. Sie sind witzig, weil sie eine Karrikatur bestimmter Menschentypen sind, die jeder von uns kennt, aber sie sind nicht zu extrem überzeichnet, dass es albern ist.
Genauso wird auch der Fall behandelt: er ist spannend und wird ungewöhnlich aufgelöst, aber so, dass die Logik dabei nicht völlig auf der Strecke bleibt. Das gefällt mir sehr sehr gut und ich hoffe, dass Andreas Winkelmann weitere Bände dieser Reihe veröffentlichen wird.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Kuschelige Lektüre, nicht nur im Winter

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Libby Page konnte mich damals schon mit "Im Freibad" (aka "Schwimmen mit Rosemary") von ihrem Schreibstil überzeugen.
Sie schafft es, genau die richtige Mischung aus schweren Themen und leichter Unterhaltung ...

Libby Page konnte mich damals schon mit "Im Freibad" (aka "Schwimmen mit Rosemary") von ihrem Schreibstil überzeugen.
Sie schafft es, genau die richtige Mischung aus schweren Themen und leichter Unterhaltung zu schreiben, die beide Zielgruppen anspricht. Damit hebt sie sich angenehm von der großen Masse der reinen ("Frauen")Unterhaltung ab, die für meinen Geschmack schnell zu beliebig austauschbar wird.
Wobei ich gestehen muss, dass ich es bei der Freibadthematik besser gelöst fand als hier "Im Jahr der Bücher und Wunder". Dieses Buch hier startet zwar mit Herzschmerz und einigem Schlucken, was sich im Laufe der Lektüre auch immer mal wieder einschleicht. Trotzdem fand ich die Thematik schnell ein bisschen kitschig... was für eine (tragische) Liebesgeschichte nicht ungewöhnlich ist.
Allerding schreit das hier ja schon die Optik, sodass es am Ende genau das ist, was man erwartet und auch bekommt.
Es ist ein schönes, unterhaltendes Buch, das schnell gelesen ist und das ich auch vom Zeitpunkt der Veröffentlichung her sehr passend finde. Man kann es gut in der dunklen, kalten Jahreszeit lesen, ohne, dass es direkt ein Weihnachtsbuch ist, weil es ja ein ganzes Jahr behandelt.
Ich hatte mir ein kleines bisschen mehr erhofft, weil ich von dem Erstling der Autorin begeistert war, deswegen nur 4 Sterne, aber trotzdem eine Empfehlung für alle, die Bücher lieben und ein bisschen Gemütlichkeit und Trost für Zwischendurch suchen.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Das war seltsam

Plant Lady
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"Plant Lady" gehört leider zu den schlechtesten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe.

** Achtung, die folgende Rezension kann Spoiler enthalten! *

Zwar gefiel mir die Grundidee richtig gut, allerdings ...

"Plant Lady" gehört leider zu den schlechtesten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe.

** Achtung, die folgende Rezension kann Spoiler enthalten! *

Zwar gefiel mir die Grundidee richtig gut, allerdings ist für einen Krimi die Auflösung viel zu unbefriedigend.
Grundsätzlich mochte ich den Stil, der typisch ist für asiatische Literatur: sprachlich sehr "clean" (sauber und ohne Schnickschnack).
Man bekommt einen guten Einblick in die koreanische Lebensweise, wobei die Protagonistin schon ziemlich nerdig ist. Sie lebt quasi nur in Hingebung an ihre Pflanzen. Ich denke nicht, dass sie damit den Großteil der Koreaner:innen repräsentiert, aber ihre Klientinnen bilden viele verschiedene Frauentypen ab.

Allerdings plätschert die Handlung nur so dahin. Da man die Täterin begleitet, besteht der Nervenkitzel ja in der Jagd des Polizisten, ob man sie fassen wird oder nicht. Auf diesen Aspekt wird allerdings kaum eingegangen, bzw. es entsteht permanent der Eindruck, dass die Polizei keine Lust auf ihren Job hat oder einfach nur schlampig arbeitet. Dadurch fehlt dem Gesamtpaket für mich die Spannung und trotz seiner wenigen Seiten hat sich die Geschichte ziemlich in die Länge gezogen.
"Plant Lady" gehört leider zu den schlechtesten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe.

* Achtung, die folgende Rezension kann Spoiler enthalten! **

Zwar gefiel mir die Grundidee richtig gut, allerdings ist für einen Krimi die Auflösung viel zu unbefriedigend.
Grundsätzlich mochte ich den Stil, der typisch ist für asiatische Literatur: sprachlich sehr "clean" (sauber und ohne Schnickschnack).
Man bekommt einen guten Einblick in die koreanische Lebensweise, wobei die Protagonistin schon ziemlich nerdig ist. Sie lebt quasi nur in Hingebung an ihre Pflanzen. Ich denke nicht, dass sie damit den Großteil der Koreaner:innen repräsentiert, aber ihre Klientinnen bilden viele verschiedene Frauentypen ab.

Allerdings plätschert die Handlung nur so dahin. Da man die Täterin begleitet, besteht der Nervenkitzel ja in der Jagd des Polizisten, ob man sie fassen wird oder nicht. Auf diesen Aspekt wird allerdings kaum eingegangen, bzw. es entsteht permanent der Eindruck, dass die Polizei keine Lust auf ihren Job hat oder einfach nur schlampig arbeitet. Dadurch fehlt dem Gesamtpaket für mich die Spannung und trotz seiner wenigen Seiten hat sich die Geschichte ziemlich in die Länge gezogen.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Wieder sehr gelungen

Tod zur Teestunde
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Bei Anthony Horowitz weiß man, dass man einen soliden Krimi bekommen wird, der mit Handlung überzeugt und nicht nur auf blutrünstige Details setzt. Bei "Mord zur Teestunde" sind es sogar eigentlich zwei ...

Bei Anthony Horowitz weiß man, dass man einen soliden Krimi bekommen wird, der mit Handlung überzeugt und nicht nur auf blutrünstige Details setzt. Bei "Mord zur Teestunde" sind es sogar eigentlich zwei ;-D

Man sollte auf jeden Fall sehr aufmerksam an der Geschichte dranbleiben, um keines der später wichtigen Details zu verpassen - also es ist keine reine Berieselung.
In diesem Krimi stecken nämlich wie schon eingangs erwähnt zwei Kriminalfälle, wobei einer ein Buch im Buch ist und zur Aufklärung des "echten" Verbrechens herangezogen wird.
So macht das Miträtseln auf jeden Fall Spaß, aber ich würde es nicht als Einstieg in das Genre empfehlen! Zumal es ja auch der dritte Band einer Reihe ist und ich es beim Lesen sehr angenehm fand, dass ich das Vorwissen aus den anderen beiden Bände hatte. Man könnte diesen Band zwar theoretisch auch für sich lesen, da der Fall etwas extra ist, vermisst dann aber evtl. Vorwissen über die Figuren, das nur angedeutet wird.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Nicht nur für den Winter

Drei Tage im Schnee
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"Drei Tage im Schnee" ist einerseits das perfekte Winterbuch. Bei dem beschriebenen Häuschen im Schnee wird wahrscheinlich noch der größte Wintermuffel sich denken: Ach, wie gemütlich, da wäre ich jetzt ...

"Drei Tage im Schnee" ist einerseits das perfekte Winterbuch. Bei dem beschriebenen Häuschen im Schnee wird wahrscheinlich noch der größte Wintermuffel sich denken: Ach, wie gemütlich, da wäre ich jetzt gerne! Und wenn ich schonmal da bin, hätte ich auch gerne einen Kakao!

Andererseits ist es genau die Art von Buch mit Botschaft, die die Leserschaft von Stephan Schäfer, Ewald Arenz, Sergio Bambaren oder auch John Strelecky anspricht und bei der es mehr um den zu übermittelnden Inhalt geht als um das Setting.
Die Botschaft selber ist zeitlos und passt genauso gut in den Sommer - während "25 letzte Sommer" im Sommer spielt, aber von der Botschaft her im Winter genauso aktuell ist.
Ich denke, mit diesem Buch kann man die Leseefahrung auch am ehesten vergleichen, wenn auch mit einer anderen Thematik.

Ein kleines Büchlein, das man schnell gelesen hat, das aber noch lange nachklingt.

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