Cover-Bild Mathilde und Marie
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 01.01.2026
  • ISBN: 9783423448482
Torsten Woywod

Mathilde und Marie

Roman | Eine Liebeserklärung an den Zauber des Lesens und eine Rückbesinnung auf das, was wir im Leben wirklich brauchen
Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach nur guttut
»Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.«
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.
Eine Begegnung, die alles verändern wird
Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.
Eine Gemeinschaft, liebenswert und verschroben
Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler.  Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft.
Wenn eine Freundschaft zur Rettung wird
Als der Frühling vollends Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuer Blüte erweckt, sondern es werden Veränderungen in Gang gesetzt, denen sich selbst die mürrische Mathilde nicht entziehen kann …
Ein wohltuender, mutmachender Roman über die heilende Kraft der Gemeinschaft und das, was im Leben wirklich zählt.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Einfach wunderschön!

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Ich könnte so viel zu diesem Roman sagen, doch ich denke, der Klappentext gibt euch eine gute Vorstellung davon, um was es in „Mathilde und Marie“ geht.

Ich möchte lieber kurz mit euch teilen, welche ...

Ich könnte so viel zu diesem Roman sagen, doch ich denke, der Klappentext gibt euch eine gute Vorstellung davon, um was es in „Mathilde und Marie“ geht.

Ich möchte lieber kurz mit euch teilen, welche Gedanken und Gefühle ich über diese Geschichte habe:

Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, hat mich etwas tief in mir berührt. Ich weiß nicht einmal ob es die Worte waren, oder die Bilder, die ich beim Durchlesen sofort in meinem Kopf hatte, aber jedenfalls hat es etwas tief in mir zum Klingen gebracht. Ich wusste einfach, dass ich diesen Roman lesen muss!

Und was soll ich sagen? Ich liebe diese Geschichte! Sie tut einfach der Seele gut und hilft dabei, einen Gang runter zu schalten und sich selbst auch mal zu fragen, was im Leben eigentlich wirklich zählt und wo wir unsere Prioritäten vielleicht mal neu ordnen sollten.

Ich liebe das Zitat aus dem Buch:

»Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.«

Jede Seite hat mir genau das gezeigt: Weniger ist mehr.

Wir dürfen einfach nur sein und unsere Tage nicht ständig vollstopfen und durch unsere To-Do Listen hetzen, sondern erkennen, dass alles seine Zeit hat. Wir dürfen Dinge bewusst tun und wahrnehmen und dafür müssen wir unseren Alltag entschleunigen.

Denn die Dinge, die wirklich zählen, versäumen wir sonst.

Ich habe mich in das kleine Bücherdorf Redu und seine Einwohner verliebt.

Torsten Woywod hat mit diesem Roman eine Geschichte erschaffen, die heilsam, wohltuend und entschleunigend ist.

Einfach wunderschön und großes Lesehighlight!

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Zurück zu den Wurzeln

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Mathilde und Marie, ein Buch, was mich sehr begeistern konnte. Ich lese nicht so oft Belletristik und mich muss es immer komplett ansprechen, bis ich zu so einem Buch greife. Hier haben mich der Klappentext ...

Mathilde und Marie, ein Buch, was mich sehr begeistern konnte. Ich lese nicht so oft Belletristik und mich muss es immer komplett ansprechen, bis ich zu so einem Buch greife. Hier haben mich der Klappentext und das Bücherdorf sehr angesprochen. Dabei geht es um so viel mehr als das. Marie flüchtet aus Paris mit dem Ziel: ich weiß es noch nicht. Auf ihrer Fahrt nach Belgien lernt sie dann Jónína kennen, eine Isländerin, die schon lange in Redu lebt. Einem Bücherdorf. Es ist so ein wenig wie eine Zeitreise, die einen dahin entführt, wo noch andere Dinge wichtig waren, als ständig erreichbar zu sein, sofort alles kaufen zu können und am besten noch direkt vor die Haustüre geliefert zu bekommen. Und das ist erstmal eine große Überwindung für Marie, die sie aber, mit Hilfe von Labrador Hündin Anneliese, langsam ablegt und wieder zu wichtigen Dingen kommt. Hier schafft Autor Torsten Woywod es mit ganz wundervollen Beschreibungen von Natur und Umgebung, dass man selbst beim lesen inne hält und zum durchatmen kommt. Man besinnt sich wieder auf die Dinge, die einem in der Hektik des Alltages abhanden gekommen sind.

Als Marie dann endlich angekommen ist, gibt es da noch Mathilde. Sie hat sich komplett abgeschottet und in einzelnen Kapitel in Form von Tagebucheinträgen kommt erst ihr Unmut zum Ausdruck, dass Marie da ist. Doch die beiden verbindet mehr als sie denken und genau das wird der Anfang einer besonderen Freundschaft.

Mich hat das Buch berührt, zum nachdenken gebracht und für ein paar Stunden abtauchen lassen mit seinen großartigen Naturbeschreibungen und das Leben.
Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Welch wunderschönes Buch, ich bin begeistert

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Es ist kein Ereignis, das sich lauthals ankündigte und in aller Munde war. Und trotzdem bewirkte der Einzug Maries in das Dorf Redu sehr viel. Dabei wusste sie gar nicht, dass sie hierher geraten würde. ...

Es ist kein Ereignis, das sich lauthals ankündigte und in aller Munde war. Und trotzdem bewirkte der Einzug Maries in das Dorf Redu sehr viel. Dabei wusste sie gar nicht, dass sie hierher geraten würde. Nur der Wunsch, das hektische und laute Paris zu verlassen, brachte sie zum Einsteigen in einen Zug. Ziel unbekannt. Warum sie dann ausgerechnet in dem verschlafenen Örtchen Redu landete? Das lag an der jungen Frau, die sie während der Fahrt kennenlernte. Die ist Isländerin und überredet sie nachdrücklich, doch mit nach Redu zu kommen. Einem Bücherdorf in den belgischen Ardennen.

Marie ist Hektik gewohnt und lebt eigentlich nur für ihre Arbeit. In Redu laufen die Uhren anders. Kein Smartphone, kein Fernsehen, kein Internet sondern nur Natur. Wie gut das tut, merkt Marie sehr schnell. Die Spaziergänge in der Natur geben ihr Kraft. Sie genießt den Geruch des Waldes und den Gesang der Vögel. Und hat zudem eine treue Begleiterin namens Anneliese. Nein, das ist keine Frau. Es handelt sich dabei um eine Labradorhündin, die Marie seit dem ersten Zusammentreffen abgöttisch liebt.

Ein wunderschöner, ruhiger Roman. Er zeigt deutlich, wie die Liebe zu Büchern verbinden kann. Redu ist kein Fantasiegebilde des Autors. Kenner bezeichnen es als eines der schönsten Dörfer in der Wallonie. Seit 1984 trägt es den Namen „Bücherdorf“. Warum Marie sich hier so wohl fühlt und wie es zu der Freundschaft mit Mathilde kam, das wird hier nicht verraten. Dass die Liebe zu Büchern dabei eine Rolle spielt, versteht sich wohl von selbst. Die Sprecherin Sabine Arnhold trug mit dazu bei, dass ich völlig in die Geschichte um Marie und Mathilde eintauchen konnte.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Wunderschön

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Ich habe bereits die Sachbücher von Torsten Woywood über die Bibliotheken gelesen und waren sehr neugierig auf seinen ersten Roman.
Marie lebt in Paris und ist ganz in dem „gefangen“, was die Pariser Métro-Boulot-Dodo ...

Ich habe bereits die Sachbücher von Torsten Woywood über die Bibliotheken gelesen und waren sehr neugierig auf seinen ersten Roman.
Marie lebt in Paris und ist ganz in dem „gefangen“, was die Pariser Métro-Boulot-Dodo nennen, war jedenfalls mein erster Gedanke. Keine Freizeit, nur Hektik, nur in der Métro sitzen, arbeiten und schlafen. Aber damit ist nun Schluss und sie setzt sich einfach in einen Zug, steigt um in einen kleineren Zug und trifft dort zufällig auf die Isländerin Jónina, die sie überredet, doch mit ihr nach Redu zu kommen. Und da ist sie nun. Der schweigsame Bäcker Thomas holt die beiden ab und Marie lernt die Natur zu schätzen, kommt zur Ruhe und lebt nun ohne Smartphone und wlan (gibt es nur eine Stunde pro Tag), stattdessen nach der Kirchturmuhr, die zwei Uhrzeiten anzeigt. Und dann ist da noch der Labrador Anneliese, der sich an Marie „hängt“ und so nach und nach verändert sich Marie.
Redu in den Ardennen ist ein Bücherdorf und auch wenn die Personen fiktiv sind, so beschreibt Torsten Woywood dennoch gut dieses Dorf mit seinen vielen Buchhandlungen und dem ganz eigenen Leben.
Auch Mathilde spielt im Verlauf des Buches eine Rolle, auf die ich ohne Spoiler nicht eingehen mag.
Ein wunderbar poetischer Schreibstil, ein Roman, um die innere Ruhe zu finden, ein Buch über Bücher und (Bücher-)Menschen. Von mir gibt es eine große Empfehlung.

Veröffentlicht am 15.01.2026

Einfach mal innehalten

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So schön Paris auch sein kann, so laut und rastlos kommt es Marie vor - sie fühlt sich gefangen in der Hektik der Großstadt. Kurzerhand setzt sie sich in einen Zug mit unbekanntem Ziel. Unterwegs begegnet ...

So schön Paris auch sein kann, so laut und rastlos kommt es Marie vor - sie fühlt sich gefangen in der Hektik der Großstadt. Kurzerhand setzt sie sich in einen Zug mit unbekanntem Ziel. Unterwegs begegnet ihr Jónína, die in Redu ihr Zuhause gefunden hat. Dort betreibt sie eine kleine Buchhandlung, es ist beileibe nicht die einzige in diesem Ort, in dem es sehr viel gemächlicher zugeht als Marie das je erlebt hätte. Sie steigt mit Jónína hier, in diesem so wundersamen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, aus.

Das Leben in Redu ist der krasse Gegensatz zu ihrem bisherigen Dasein. Schon der Name ist Programm. Redu – réduire – reduzieren. Es ist das zweitälteste Bücherdorf der Welt, dieses Dorf gibt es wirklich. Und auch ansonsten ist vieles real wie etwa die Zeiger der Kirchturmuhr, die asynchron laufen. Dies und noch so einiges mehr verrät der Autor in seiner Nachbemerkung, lediglich seine titelgebenden Protagonistinnen sind fast ausschließlich seiner Fantasie entsprungen wie auch die weiteren Figuren, allesamt liebenswerte Charaktere, die ich – so sie denn existieren würden – gerne näher kennenlernen würde.

390 Einwohner sind es, die überwiegend ohne Internet sind. Gut, so dann und wann haben sie Empfang, was vollkommen ausreichend ist. Auch ansonsten verzichten die Bewohner auf viele moderne Errungenschaften, was Marie zunächst erstaunt, bald aber schätzt sie die entschleunigte Lebensweise. Zuvor hatte sie ihr Studium, zwei Nebenjobs und Schulden obendrein. Und nun ist sie hier. Sie trifft auf Thomas, den Bäcker, der ihr stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Eines schönen Tages setzt sie sich neben Mathilde auf die Bank, beide haben nicht das Bedürfnis, zu reden. Sie begegnen sich wieder, lassen die Landschaft auf sich wirken, kommen sich näher und auch wenn Marie mit Flora und Fauna nicht viel anzufangen weiß, lernt sie, ihre Sinne zu schärfen. Sie hört auf ihre innere Uhr, hört auf das Vogelgezwitscher, folgt dem Stand der Sonne – sie schätzt diese Lebensart mehr und mehr. Und auch Mathilde, die ihre Lebensfreude verloren hat, blüht auf.

Wir hetzten durch den Alltag, schauen nicht nach links oder rechts, sind eher mit Scheuklappen unterwegs, dabei hat die Natur so viel zu bieten. Man muss nur genau hinsehen, sich so viel Zeit nehmen, wie es braucht, um die Schönheit um uns herum zu erfassen.

Das Buch regt zum Nachdenken an und auch wenn wir nicht in diesem zauberhaften Redu leben, so sind es doch die kleinen Alltagsfluchten, die man sich gönnen sollte, um wieder aufzutanken. Und mittendrin sind es Mathilde und Marie und noch einige mehr, die sich gegenseitig unterstützen, die miteinander leben. Ein leises Buch, das so viel vermittelt und das mich mahnt, so manches Mal innezuhalten.

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